Samstag, April 07, 2018

Meine Meinung zu "Die Oleanderfrauen" von Teresa Simon.


Was, wenn die Liebe alle Schranken durchbricht?

Hamburg 1936. Die junge Sophie Terhoven, Tochter eines einflussreichen Kaffeebarons, genießt ihr komfortables Leben. Hannes Kröger, der Sohn der Köchin, ist ihr von Kindheit an Freund und Vertrauter. Irgendwann verändern sich ihre Gefühle füreinander, und plötzlich wird ihnen klar, dass sie sich ineinander verliebt haben. Doch Reich und Arm gehören nicht zusammen, und ein dunkles Geheimnis ihrer Eltern, von dem sie bisher nichts wussten, scheint ihre Liebe unmöglich zu machen. WERBUNG! Cover und Inhaltsangabe vom Verlag!



Ich bin begeistert. Ich habe von Teresa Simon drei Bücher auf meinem Reader. Schande über mein Haupt, dass ich so lange gebraucht habe, um ein Buch von dieser genialen Autorin zu lesen.

1936 in Hamburg.

Sophie ist ein junges Mädchen, welches mir sofort an's Herz gewachsen ist. Nicht lange vor dem zweiten Weltkrieg verliebt sie sich in Hannes Kröger. Hannes ist jedoch nicht gut genug für Sophies Eltern. Kann man denn den Sohn der Köchin akzeptieren? Sophie ja. Mehr wie das. Sie liebt ihn abgöttisch. Ihre Eltern sind einflussreiche wohlhabende Menschen. Als Kaffebarone können die Terhovens ein angenehmes Leben führen.

Sophies warmherzige Art hat mir sehr gut gefallen. Obwohl sie mit dem goldenen Löffel im Mund zur Welt kam, hegte sie keine Vorurteile gegenüber ärmeren Menschen. Vielmehr konnte sie sich in andere Menschen gut hineinversetzen. Ihrem besten Freund Malte versucht sie stets eine gute Stütze zu sein. Es gelingt ihr nicht immer, aber Malte wird ein Alibi für Sophie, in einer sehr prekären Situation. Ich fand dies lachhaft, da es sich um eine ganz normale Situation handelte, der nichts Schlechtes anhaftetet. Vielmehr schienen andere Menschen ein prekäres Geheimnis zu haben .....

Hamburg 2016

Die Abschnitte im Jahr 2016 gefielen mir besonders gut. Ich denke, ich muss nicht erwähnen, dass die zwei Erzählstränge zusammengehören. Zufälle gibt es hier nicht. Oder doch! Das Zusammentreffen von Jule und Johanna ist Zufall. Was dabei herauskommt einfach nur Bestimmung.
Als Kaffeetante habe ich mich bei den beiden Frauen richtig wohl gefühlt. Einiges über die wertvollen Bohnen erfahren. 
Jule ist Besitzerin des Cafes Strandperlchen. Es steht nicht alles zum besten. Die Zeiten sind hart. Ihr beste Freundin besorgt ihr einen Auftrag für eine gigantische Hochtzeitstorte. Jule weiß nicht, wie sie diesen Auftrag bewältigen soll. Zur richtigen Zeit lernt sie die betagte Johanna kennen. Die ehemalige Lehrerin hat einen besonderen Fund auf ihrem Dachboden. Briefe!

1939 bricht der zweite Weltkrieg aus. Die damit verbundenen Probleme sind uns nicht neu; finden sie doch in sämtlichen Romanen und Biografien Erwähnung. Sophie wächst über sich selbst hinaus.


Wie ich sie liebe! Familengeheimnisse! Briefe, die auf dem Dachboden gefunden werden. Süße- und schmutzige Geheimnisse. Mutige Frauen, die dem Krieg und sämtlichen Problemen den Kampf ansagen. 
Sophie, Jule und Johanna sind Frauen, die Jahrzehnte trennen. Und doch .... ich konnte Gemeinsamkeiten entdecken. 
Ob mir das Ende gefallen hat? Ja und nein ......
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Mich konnte die Autorin voll und ganz überzeugen. Ein Drama, welches trotzdem auch Raum zum Schmunzeln bietet. Dies ist der erfrischenden Art von Sophie zuzuschreiben.

Herzlichen Dank Teresa Simon. 



>>Was wäre ich ohne dich? Ein Nichts. Ein Blatt im Wind ...... << (Seite 336 auf dem Reader) 



Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren. Heyne-Verlag!



Kommentare:

  1. Die Oleanderfrauen habe ich auch letztens gelesen und sie haben mir sehr gut gefallen.
    LG Heidi

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    1. Wirst du noch weitere Bücher von der Autorin lesen?

      Liebe Grüße,
      Gisela

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  2. Hallo liebe Gisela,
    das Buch steht schon eine Weile auf meiner Wuli, weil ich solche Geschichten total mag!
    Familiengeheimnisse und Erzählungen in verschiedenen Zeitebenen sind super spannend, solange es nicht durcheinander wirkt.
    Das Buch möchte ich bald lesen
    Ganz liebe Grüße
    Andrea

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    1. Liebe Andrea

      Ich kann dir die Geschichte nur ans Herz legen. Ich habe sie als E-Book und Hörbuch genossen. Traumhaft schön.

      Liebe Grüße,
      Gisela

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  3. Liebe Gisela,
    ich mochte die Oleanderfrauen sehr und es war mein Januar Monats-Highlight =)
    liebe Grüße
    Martina

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    1. Liebe Martina

      Das war ist nun auch bei mir ein Highlight. Klasse!

      Liebe Grüße,
      Gisela

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  4. Liebe Gisela,

    freut mich, dass dir die "Oleanderfrauen" auch gefallen haben. Ich war der Meinung, dass wir damals "Die Frauen der Rosenvilla" bei Elke alle drei gemeinsam in einer Leserunde gelesen haben - oder doch nur ich und Elke?

    Jedenfalls kann ich dir die "Holunderschwestern" auch sehr ans Herz legen. Der Roman spielt in München - also mit noch etwas mehr Lokalbezug zu dir. :)

    Ich wünsche dir noch einen gemütlichen Sonntag! Genieß den Frühling!

    Liebe Grüße von Conny ♥

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    1. Liebe Conny

      Danke für den Hinweis München :-) Ich denke, die Bücher der Autorin sind alle toll.
      Nein, ich war nicht bei der Leserunde dabei.

      Ich hoffe du hast die Sonne heute so genossen wie wir.
      Liebe Grüße,
      Gisela

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  5. Liebe Gisela,

    wundervoll, dass dir das Buch so gefallen hat! Ich liebe alle Bücher der Autorin, sie schreibt genau nach meinem Geschmack. Familiengeschichte, Geheimnisse und starke Frauen - eine super Mischung.
    Ich habe alle ihre Bücher gelesen und rezensiert. Kannst gerne mal schauen kommen. Mein liebstes ist ihr Debüt mit "Die Frauen der Rosenvilla". "Die Holunderschwestern" fand ich am schwächsten, wenn man es so ausdrücken kann. Bald wird es ein neues Buch, irgendwas mit "Flieder" geben. Freue mich schon total darauf. :-)

    GlG, monerl

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    1. Liebes Monerl

      Gerne komme ich sofort zum Gegenbesuch vorbei.

      Liebe Grüße,
      Gisela

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