Donnerstag, März 01, 2018

Meine Meinung zu "Die Mittwochsbriefe" von Jason F. Wright


  • WERBUNG! Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (26. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453266099
  • ISBN-13: 978-3453266094
  • Originaltitel: The Wednesday Letters
  • Größe und/oder Gewicht: 13,5 x 2,8 x 20,8 cm
Kommt, lasst uns einen Klassiker lesen!
Wenn Liebesbriefe das Leben ändern

Fast vierzig Jahre waren Jack und Laurel verheiratet, als sie in derselben Nacht Arm in Arm sterben. Die drei erwachsenen Kinder kommen zum Begräbnis im Elternhaus zusammen – und entdecken im Keller ein Vermächtnis: Tausende von Briefen, die der Vater jeden Mittwoch an die Mutter schrieb. Wunderbare Briefe voller Liebe und Gefühl. Und ein Brief, der ein schreckliches Familiengeheimnis offenbart.
Innerhalb einer einzigen schicksalsschweren Nacht sterben Jack und Laurel, die seit fast vierzig Jahren glücklich verheiratet waren. Schweren Herzens finden sich ihre drei Kinder zusammen, um die Begräbnisfeierlichkeiten zu organisieren. Jeder hat sein eigenes Problem im Gepäck: Matthews Ehe ist ungewollt kinderlos und entsprechend angespannt. Samantha wiederum ist bereits geschieden und muss sich als alleinerziehende Mutter durchkämpfen. Und Malcolm ist um seiner Jugendliebe willen mit dem Gesetz in Konflikt geraten und bereits vor Jahren in Brasilien untergetaucht. Im Keller ihres Elternhauses stoßen die drei unvermutet auf einen Schatz: kistenweise Briefe des Vaters an die Mutter, die er ihr jahrzehntelang jeden Mittwoch geschrieben hat. Sie bieten wunderbar romantische Liebeserklärungen an seine Frau und zugleich eine rührende Geschichte der Familie. Die Lektüre ist zunächst enorm tröstlich. Doch dann taucht ein Brief auf, der die Familie in ihren Grundfesten erschüttert und eines der Kinder in den Abgrund zu stoßen droht. Amazon



Diese durch und durch harmonische Liebesgeschichte, besticht durch Briefe.

Gleich im ersten Kapitel sterben Jack und Laurel. Das Ganze passiert auf eine so tragische Weise, dass ich beim Lesen ein paar Tränchen vergossen habe. Nach 40 Ehejahren verabschieden sich die Beiden zusammen, in einer Nacht. Sie werden am nächsten Tag in einer innigen Umarmung gefunden.
Jack und Laurel kamen sehr gläubig rüber. Sie waren Menschen, die verzeihen konnten. Ihre Hilfsbereitschaft kannte keine Grenzen. 
Die drei Kinder Samantha, Matthew und Malcolm verbringen seit vielen Jahren endlich wieder eine gemeinsame Zeit. Man erfährt viel von dem Leben der Geschwister. Trotz des traurigen Anlasses, geht einem bei den Dreien das Herz auf. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Samantha ist geschieden. Die Polizistin zieht ihre Tochter alleine groß. Ihre oftmals schroffe Art konnte nicht über Gutmütigkeit hinwegtäuschen.
Matthew ist mit seiner ehrgeizigen Frau sehr glücklich. Leider erfüllt sich ihr Kinderwunsch nicht. Er ist der Vernünftige.
Nesthäkchen Malcolm ist das Sorgenkind in der Familie. Er hat sein Temperament oft nicht im Griff. Er wollte sein Leben nicht als Vorbestrafter einschränken. So flüchtete er nach Brasilien. Das alles wegen seiner großen Liebe. Seine lustigen Sprüche konnten seine Traurigkeit nicht verbergen.
Besonders gut haben mir die "Mittwochsbriefe" gefallen. Über so etwas würde ich mich auch freuen.
Jack hat seiner Frau jeden Mittwoch einen Brief geschrieben. Oft saß Laurel im gleichen Zimmer, wenn er schrieb. Jack brachte damit seine Gefühle zum Ausdruck. Probleme konnte er so leichter ansprechen. Jack und Laura hatten sich einen großen Wunsch erfüllt. Sie führten eine Pension, die sehr beliebt war. Die Frühstückspension Domus Jefferson konnte keiner mehr vergessen, der einmal dort zu Gast war. Die Pensionsgäste wurden mit den Jahren so etwas, wie eine zweite Familie. Das Setting fand ich sehr gut gewählt. Die Pension liegt im Herzen des Shenandoah Valley. Diese traumhafte Kulisse unterstreicht die warmherzige Geschichte. 
Es werden Probleme bewältigt. Eine wunderbare Beerdigung vorbereitet.
Was kaum jemand so erleben darf: Die Kinder lernen ihre Eltern anhand von Briefen richtig kennen. Erleben sie als junge Menschen. Erfahren große Geheimnisse. 
Für Malcolm gerät jedoch die Welt aus den Fugen .... 


Diese durch und durch harmonische Liebesgeschichte, besticht durch Briefe. Sie sind das beste Vermächtnis, welches man seinen Kindern hinterlassen kann. Sie haben gezeigt, dass Laurel und Jack für ihr Glück kämpfen mussten. Sie haben den Kindern ermöglicht, das Leben ihrer Eltern kennen zu lernen.
Die Nebencharaktere fügen sich wunderbar in die harmonische Familie ein. Besonders berührt hat mich Cameron. Warum? Das will ich jetzt nicht verraten. Damit würde ich zu sehr spoilern.
Für Malcolm hatte ich eine besonders große Sympathie. Das Leben hat im übel mitgespielt. 

Ein durch und durch stimmiger Roman, den ich sehr gerne empfehle. Der Epilog besteht aus einem Brief. Diese Idee finde ich genial. Der Inhalt des Briefes hat mich sehr gefreut!

Danke Jason F. Wright.


Jack Cooper hat von Cameron eine Münze als Glücksbringer geschenkt bekommen.
>>Mr Cooper, manchmal funktionieren Glücksbringer einfach nicht. Aber zumindest hatte ich immer etwas Kleingeld in der Tasche.<< (Seite 137)


Jason F. Wright (Autor)

Jason F. Wright arbeitet als freier Journalist, Redner und politischer Berater. Bereits sein erster Roman, „Das Weihnachtsglas“, war ein Bestseller in Amerika. Auch „Die Mittwochsbriefe“ gelangten auf die Bestsellerlisten von „New York Times“ und „Publishers Weekly“. Jason F. Wright lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen vier Kindern in Virginia. (Heyne-Verlag)
Erhältlich: (Heyne-Verlag) Amazon

2007 in dieser Ausgabe erschienen.


Seit 2010 in dieser Ausgabe erhältlich.









Kommentare:

  1. Moin, liebe Gisela,

    nicht wahr, der Brief ganz am Ende war eine tolle Überraschung. Eine geniale Idee. Es war so schön, Deinen Bericht zum Buch zu lesen. Ich konnte mich an einiges wieder erinnern, mein Lesen ist ja schon ein paar Jahre her.

    Es gibt von Jason Wright noch das Buch "Die Hochzeitsbriefe". Ich fand es nicht ganz so schön wie die "Mittwochsbriefe", aber trotzdem lesenswert.

    Liebe Grüße, Anne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Anne

      Das Buch war so richtig klasse. Ich werde "Die Hochzeitsbriefe" nicht lesen. Der Abschluss von "Mittwochsbriefe" war richtig rund.

      Eins meiner nächsten Bücher wird "Sister Carrie!" Ja, ich hab es getan :-) Bin sehr gespannt.

      Liebe Grüße,
      Gisela

      Löschen
    2. Damit wir uns nicht falsch verstehen, "Die Hochzeitsbriefe" ist kein zweiter Teil, sondern eine eigenständige Geschichte.
      Mal schaun, wie Dir "Sister Carrie" gefällt.

      Liebe Grüße, Anne

      Löschen
    3. Liebe Anne

      Ich habe ab 12. März 2 Wochen Urlaub. Da werde ich die LBM und Carrie genießen.

      Liebe Grüße,
      Gisela

      Löschen

Achtung DATENSCHUTZ nach DSGVO: Mit dem Abschicken des Kommentars akzeptiere ich die Datenschutzbedingungen und bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert und weiterverarbeitet werden (z. B. für ein Gewinnspiel).