Sonntag, August 27, 2017

Meine Meinung zu "Tote Tunte" von Jutta Profijt



Produktinformation

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 495 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 135 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0748GJ4SS






Klappentext: Angeschossen, wiederbelebt, Gedächtnis verloren – kein guter Start in den Tag für Max. Wirklich schockierend ist allerdings die Tatsache, dass alle ihn für den schwulen Travestiestar Maxime de Millefleur halten. Dabei hasst er Glitter und Gesang ebenso wie tuntiges Getue. Auch seine Schwellkörper sind definitiv hetero. Als der zweite Mordanschlag auf ihn verübt wird, die Bullen nix checken und die Tuntenhysterie eskaliert, ist klar, dass er den Täter selbst stellen und nebenbei herausfinden muss, wer er wirklich ist. Rotzfrech, respektlos und urkomisch mischt er mit seinen Ermittlungen die Kölner Schwulenszene auf.


Meine Meinung

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich der Titel "Tote Tunte" nicht angesprochen hat. 
Die Autorin hat mir das Angebot gemacht, ihr "Kriminalromänchen" zu lesen. An dieser Stelle gleich mal: Danke dafür!

Könnt Ihr Euch vorstellen, mit Gedächtnisverlust in einem Krankenhaus aufzuwachen? Könnt Ihr Euch vorstellen, dass eine Tunte, mit lackierten Fingernägeln und plüschigen Klamotten, sich als Euer/Eure Lebenspartner/in vorstellt? An Eurem Bette weint, weil Ihr so was von hetero auf einmal seid? Nein? Ich auch nicht. Und wie würde es Euch ergehen, wenn Ihr dann feststellen müsst, dass Eure Nägelchen auch lackiert sind? Diese Frage gilt ausschließlich der Männerwelt. Frauen geben schließlich Umengen für Nagel-Studios aus. Damit noch nicht genug. Wie wär´s mit Maxime de Millefleur? Betreiberin eines Travesitenlokals. Der Star schlecht hin. Nö, das würden wir/ich auch nicht wollen. Oder? Ok, die Meinungen dazu sind verschieden. Passt schon!

Der unglückliche ans Krankenbett gefesselte ist Maxi. Entschuldigung. Wenn dann schon Max. Max wurde angeschossen. Aber warum? Und warum wurde Richi am selben Tag umgebracht? Wer hat es auf die Tunten abgesehen?
Mir hat dieses kurz gehaltene Kriminalromänchen sehr gut gefallen. Anfangs waren mir die vielen lustigen Bezeichnungen fast zuviel. Man braucht mich nicht mit lustigen Wörtern volldonnern. Mein Kopfkino kommt mit weniger zurecht. Es soll aktiviert werden, aber nicht zugedonnert. Das wäre jetzt der einzige Kritikpunkt, den ich habe.

Mir haben die Tuntis in der Geschichte gut gefallen. Allen voran Max angebliche Lebensgefährtin Lilo. Die Geduld. die sie für ihren Maxi (Himmel nochmal. Mir rutscht auch immer Maxi raus!!!) aufbringt, kennt kaum Grenzen. Max erkennt jedoch an, dass Lilo ihm nur helfen will. Er weiß, dass er um ein Haar umgebracht worden wäre. 
Zusammen mit Lilo macht er sich auf die Suche nach dem Täter. Lilo agiert von zu Hause aus ihrer Kommandozentrale aus. Max sucht sämtliche Lokale auf, in denen diese Maxime verkehrt hatte. Ihr wisst schon, diese Tunte, für die man "IHN" hält. Auf seinen Streifzügen versorgt er sich auch mit passender fettiger Nahrung. Das Ganze spült er mit einem herzhaften Bier hinunter. Nein, das hätte Maxime de Milifleur niemals gemacht.
Die Detektivarbeit der beiden fand ich einfach nur köstlich. Es gibt viel zu schmunzeln. Ich habe mich wirklich bis zum Schluss gefragt, ob Maxi (Ups ... Max) wirklich nicht die berühmte Milifleur ist, oder er sich einfach nicht mehr daran erinnern konnte. Es geht schon auch spannend her. Wirklich wahr.

Mein Fazit

Ich habe dieses Kriminalromänchen sehr gerne gelesen. Plüschiges Ambiente und Tunten mit Herz habe ich nun kennengelernt. Ich fand sämtliche Protagonisten total liebenswert. Hab mit ihnen mitgefiebert, auf der Suche nach den bösen bösen Jungs. (Hetero oder auch nicht!)

Humor fehlt in dieser Geschichte wahrlich nicht. War er mir Anfangs zuviel, so konnte er mich im Laufe der Geschichte doch noch für sich einnehmen. Kann es sein, dass ich mich einfach daran gewöhnt habe?

Unbedingt lesen!

Danke Jutta Profijt. 

Meine Lieblingzitat


>>Unsere Särge sind nicht Rosa.<< (Seite 22 auf dem Reader)

Mein Lieblingswort

>>Quatschklappe.<<

Jutta Profijt, ging nach dem Abitur ins Ausland und absolvierte Ausbildungen als Exportkauffrau und Übersetzerin. Sie arbeitete als Projektmanagerin im Export, später als freiberufliche Dozentin für Wirtschaftsenglisch und -französisch und Prüferin der IHK. Nach 5 Regional-Krimis folgte 2009 der Wechsel zum Deutschen Taschenbuch Verlag (dtv). 

Der Krimi "Kühlfach 4" wurde für den Friedrich-Glauser-Preis 2010 in der Sparte Bester Kriminalroman nominiert, seitdem folgten vier weitere Bände um Pascha, die rotzfreche Kultleiche.

Neben den Kriminalromanen schreibt Jutta Profijt auch heitere Romane.

Sowohl die Kühlfach-Reihe als auch die Romane sind schon bzw. werden ins Englische übersetzt, Verfilmungen sind in Vorbereitung.

Jutta Profijt lebt als hauptberufliche Autorin in der niederrheinischen Provinz. 












Sonntags bei Gisela und Manuela, 27.08.2017. Mitmachaktion.



Jeden Sonntag stellen die Manuela und ich drei Bücher aus unserem SuB vor. Manuela wählt für mich-ich für Manuela, welches Buch davon befreit wird. Hier geht es zu Manuela von Mamenus BuecherIhr dürft gerne mitmachen. Wenn Ihr keine Sonntagspartnerin habt, entscheiden wir für Euch.


Folge den Spuren im Sand …
Als Jacob sich von seiner Mutter Sarah verabschiedet, um zu einer Strandparty zu gehen, ist alles wie immer. Am nächsten Morgen ist nichts mehr, wie es war: Jacob ist verschwunden. Vor genau sieben Jahren verschwand auch Marley an diesem Strand, der Sohn von Sarahs bester Freundin Isla. Später wurde er tot geborgen. Verzweifelt sucht Sarah nach Spuren und stößt dabei auf viele Fragen: Wo war ihr Mann in der Nacht, als Jacob verschwand? Warum sind Jacobs Klamotten in Islas Haus? Und was verschweigt der Fischer, der damals Marleys Leiche fand? Stück für Stück setzt sich ein Bild der Ereignisse zusammen, das Sarah dazu zwingt, sich endlich einer Wahrheit zu stellen, vor der sie so viele Jahre lang die Augen verschlossen hat.






Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame College-Zimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg – Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien. Ein mitreißendes Jugendbuch von Bestsellerautorin Rainbow Rowell über die erste Liebe – in der Fantasie und im echten Leben.






Der große Roman über die Flucht eines Mädchens aus Afghanistan
»Es gibt Reisen, die wir niemals unternehmen wollten. Und dennoch treten wir sie an, weil es der einzige Weg ist, um zu überleben. Dies ist meine Reise.«
Samar muss mit ihrer Familie aus dem gelben Haus mit dem Mandelbaum in Kabul flüchten. Mit ihren Eltern und Geschwistern kommt sie in ein Dorf im Hindukusch. Doch auch dort bricht der Schrecken ein, der für Samar jetzt plötzlich ein Gesicht bekommt: Die Taliban überfallen das Dorf. Samars Familie bleibt nur ein Ausweg: über die Grenzen hinaus zu fliehen, das Land zu verlassen.
Wird Samar jemals in der Freiheit ankommen?
»Manche Dinge können wir nicht, werden wir nicht vergessen. Sie reisen mit uns – bis zum Schluss.«
»Eine Geschichte, die an Hosseinis Drachenläufer erinnert. Sehr berührend!« IMAGE
»Ein brillanter Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.« The Times


Liebe Manuela, nun bin ich gespannt, für welches Buch du dich entscheidest.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag. Lasst es Euch gut gehen.