Montag, Dezember 11, 2017

Meine Meinung zu "Weil ich an uns glauben wollte" von Hannah Beckerman



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Klappentext

Es ist Liebe auf den ersten Blick, als Bex und David sich auf einer Party treffen. Sie sind füreinander bestimmt, heiraten bald und gründen eine Familie. Aber die perfekte Fassade bröckelt, und zwar jeden Tag ein bisschen mehr. Denn David ist Alkoholiker. Davor können sie nicht länger die Augen verschließen, wenn sie ihre Ehe retten wollen. Und das wünschen sie sich von ganzem Herzen. Weil sie an sich und ihre Liebe glauben. (Text Bastei Lübbe-Verlag)


Meine Meinung

Droge Nummer 1 spielt in diesem Drama die Hauptrolle. ALKOHOL!
Er ist raffiniert und unberechenbar. Er tarnt sich in Gesellschaft als Stimmungsmacher. In Krisenzeiten als Seelentröster. Und in aggressiven Phasen als brutale Bestie!

Hannah Beckerman hat dieses Thema total identisch rübergebracht. Ich kannte eine Frau deren Mann Alkoholiker war. Oftmals sah ich diese Frau in Bex Verhalten wieder.
Die Geschichte um Bex und David fängt eigentlich sehr harmonisch an. Sie heiraten und bekommen einen Sohn. Bex illustriert Kinderbücher. Ihr Traum ist es, auch einmal die Texte selber zu schreiben. David hat einen gut bezahlten Job und muss oft auch an den Wochenenden arbeiten. Beide genießen gerne zusammen ein Glas Wein. Beide besuchen gerne mal eine Party. Da trinkt David dann gerne mal einen über den Durst. David der Partylöwe. David der sympathische Stimmungsmacher.
Da ist es doch wirklich nicht schlimm, wenn David am nächsten Tag mal seinen Rausch ausschläft.

Eine ganze Zeit lang verfolgt man das harmonische Eheleben der beiden. Doch bald schon findet man heraus, dass wir das Leben aus der Sicht von Bex kennen lernen. Das hat so gar nichts gemein mit der Realität. Nach einer Party zu Davids 40. Geburtstag muss sich Bex langsam aber sicher der Realität stellen.

Der Schreibstil der Autorin ist magisch. Man lebt das Leben der beiden. Man kennt sie. Bald schon durchschaut man die Lügen, die sich Bex selber erzählt. Sie verschließt die Augen vor dem Alkoholproblem ihres Mannes. Erst als David seinen Sohn bei einer Theateraufführung total blamiert, fängt Bex an sich dem Problem zu stellen.

Bex wird oft von stechenden Kopfschmerzen geplagt und hat unschöne Visionen, für die sie keine Erklärungen hat. Ihren Vater hat sie als kleines Kind bei einem Autounfall verloren. Sie kann sich an ihn kaum noch erinnern. Sie spürt, dass ihre Mutter Geheimnisse hat. Sie will wissen, was es mit den Bildern aus ihrer Kindheit auf sich hat, die bei Kopfschmerzen erscheinen. 

Abwechselnd wird die Geschichte aus der Sicht von Bex und ihrer Mutter erzählt. 
Man erfährt auch viel von Davids Problemen.
Ich fand es total traurig, was der Alkohol aus diesem Mann gemacht hat.

Mein Fazit

Mir ging dieses Drama durch und durch. Um einem Alkoholiker zu helfen gibt es nur einen Weg. Der hat mich traurig gestimmt. Der familiäre Hintergrund von Bex und David ist problematisch. 
Kinder werden belogen, um ihnen keinen Schaden zuzufügen. Jedoch habe genau diese Lügen DAS getan. 

Ob mir das Ende gefallen hat? Ja und nein. Irgendwie geht es immer weiter.

Das ist nun das zweite Buch welches ich von der Autorin gelesen habe. Auch dieses Mal war ich von dem detaillierten und einfühlsamen Schreibstil gefesselt. Man kann mit den Protagonisten mitfühlen.

Danke Hannah Beckerman.

© Hannah Beckerman


AUTORIN

HANNAH BECKERMAN

Hannah Beckerman studierte Englisch und Literatur in London und arbeitete danach für die BBC in London und Bangladesh. Heute lebt sie als Journalistin und Autorin mit ihrem Mann und ihrer Tochter in London. In Liebe, für immer ist ihr erster Roman. (Text von Bastei Lübbe-Verlag)


Dieses Buch habe ich 2016 gelesen und besprochen.KLICK! 








Kommentare:

  1. Das Schlimmste ist, dass nicht nur das Leben des Alkoholikers kaputt geht, sondern dass er sein gesamtes Umfeld da mit reinzieht. Und besonders Kinder können für ihr Leben traumatisiert werden.

    Liebe Grüße, Anne

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    1. Genau so ist es Das hat die Autorin klar zum Ausdruck gebracht.

      Liebe Grüße,
      Gisela

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