Donnerstag, November 30, 2017

TTT am Donnerstag, 30.11.2017


Heute möchte Aleshanee von Weltenwanderer das wissen: 10 Bücher, in denen ein Kind/Kinder eine Hauptrolle spielen.

Bücher, in denen Jugendliche eine Hauptrolle spielen, hätte ich schneller gefunden. Ich habe auch Thriller gewählt, in denen ein Kind/er mit eine Hauptrolle spielen. Mein Leben als Zucchini ist zwar Zeichentrick, aber es handelt sich trotzdem um Kinder. Lilli Beck hat zwei Romane geschrieben, in denen man Kinder beim Erwachsenwerden begleitet. Fünf Freunde habe ich als Kind sehr gerne gelesen. Ich habe mir sogar wieder ein paar Bücher zugelegt. Ich bin mir sicher, im Laufe des Tages entdecke ich noch mehr Bücher in meinen Regalen, in denen Kinder die Helden sind. Harry Potter ... fällt mir gerade ein. Ich habe sie alle!

Ich wünsche Euch einen schönen Donnerstag. Lasst es Euch gut gehen.


Rezi
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Rezi

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Dienstag, November 28, 2017

Gemeinsam Lesen, 28.11.2017

Habe ich schon erwähnt, dass eine Woche gar nichts ist? Es ist schon wieder Dienstag. Gerne mache ich auch heute wieder bei der Aktion Gemeinsam Lesen mit.
Schlunzen-Bücher stellt jede Woche drei gleich und eine neue Frage.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Montag, November 27, 2017

Meine Meinung zu "Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster" von Susann Páztor


Klappentext

Wie begegnet man einer Frau, die höchstens noch ein halbes Jahr zu leben hat? Fred glaubt es zu wissen. Er ist alleinerziehender Vater und hat sich zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter ausbilden lassen, um seinem Leben mehr Sinn zu geben. Aber Karla, stark, spröde und eigensinnig, arrangiert sich schon selbst mit ihrem bevorstehenden Tod und möchte nur etwas menschliche Nähe – zu ihren Bedingungen.
Als Freds Versuch, sie mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen, grandios scheitert, ist es nur noch Phil, sein 13-jähriger Sohn, der Karla besuchen darf, um ihre Konzertfotos zu archivieren. Dann trifft Hausmeister Klaffki in einer kritischen Situation die richtige Entscheidung – und verhilft Fred zu einer zweiten Chance.
Susann Pásztor erzählt in ihrem dritten Roman eine berührende Geschichte über die erstaunliche Entwicklung einer Vater-Sohn-Beziehung – unpathetisch und humorvoll, einfühlsam und mit sicherem Gespür für menschliche Gefühlslagen.
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Klappentext und Cover vom Verlag Kiepenheuer&Witsch
Gekauft bei Amazon

Zum Inhalt

Keine Angst! Es darf auch gelacht werden!

Einen fremden Menschen begleiten, der an einer schweren Krankheit leidet, ist eine sehr große Herausforderung. Die Hospizbewegung leistet da großartige Arbeit.
Dieses Buch erzählt von Fred, der eben seine Ausbildung zum ehrenamtlichen Begleiter abgeschlossen hat. Seine erste Klientin ist Karla. Sie leidet an Bauchspeicheldrüsenkrebs. 
Fred ist ein geschiedener Mann mitte 40. Seinem 13-jährigen Sohn versucht er ein guter Vater zu sein. Mit seiner esoterisch stark angehauchten Exfrau hat er so seine Probleme.

Karla ist eine einsame Frau. Von Schmerzen stark geplagt regelt sie ihren Nachlass. Eine große Hilfe ist ihr da Freds Sohn. 

Meine Meinung

Diese herzerwärmende Geschichte wurde von einer Frau geschrieben, die Ahnung von der Thematik hat. Sie beschreibt die Ängste und Unsicherheiten, die fast jeden Anfänger in der Sterbebegleitung plagen. 
Fred kommt sehr sympathisch und menschlich rüber. Klasse fand ich, dass er seinen Sohn Phil mit in die Begleitung involviert hatte. Denn, genau dieser Junge tat der schwerkranken Karla gut. Seine authentische und jugendliche Art, hatte die ältere Dame des öfteren aus der Reserve gelockt. Er brachte sie zum Lachen.  Ale er ihr einen Rapp vortrug, war Klara nicht die Einzige, die ein Schmunzeln auf den Lippen hatte. Ich als Leserin habe Tränen gelacht. 
Besonders gut gefiel mir, dass die Protagonisten nicht weichgezeichnet wurden. Mit allen Ecken und Kanten wurden sie beschrieben. Es handelt sich hier um kein Märchen, indem man jemanden die Hand hält, und die lieben Engelein kommen angeflogen. Vielmehr werden Ängste und Probleme beschrieben, die bei einer Begleitung auftreten können. 
Fred musste vor allen Dingen lernen, wie weit er sich in privaten Dingen einmischen darf. Musste lernen zu akzeptieren, dass manche Unstimmigkeiten nicht aus dem Weg geräumt werden können. Vor allen Dingen, dass man nicht über den Kopf eines schwerkranken Menschen Entscheidungen treffen kann und darf. Seien sie auch noch so gut gemeint. 


Mein Fazit

Selbstbestimmt sterben dürfen ist ein sehr großes Bedürfnis, welches die Menschen am Ende ihres Lebens haben. Frau Páztor ist darauf sehr sensibel eingegangen.
Mal aus der Sicht von Karla- mal von Fred, erfahren wir von Wünschen und Hoffnungen, in der letzten Lebensphase. 

Dieses Buch ist eine sehr großer Schatz für Sterbebegleiter oder Menschen, die es werden wollen.
Es handelt sich hier um eine fiktive Geschichte, die es aber so ähnlich gegeben haben könnte. 

Diese humorvolle und herzliche Geschichte empfehle ich sehr gerne. Mal ehrlich: Irgendwann öffnet jeder mal ein Fenster. Irgendwann wird es auch für uns geöffnet.

Danke Susann Pátor. Ich habe jedes Wort genossen.

Meine Lieblingszitate 

>>Nichts war hier in Ordnung, nichts war hier normal. Trotzdem war er gern hier.<< (Pos. 1222 auf dem Reader)

>>Ich fühle mich privilegiert, weil ich mich intensiv mit meinem Tod auseinandersetzen kann.<<(Pos.2513 auf dem Reader) 

>>Eine Beziehung zum Tod "als" letztes Geschenk des Lebens. Und dann die selbstbestimmte Form der Beisetzung als letztes Geschenk "ans" Leben. (Pos. 2505 auf dem Reader)

>>Karla starb nicht, weil sie aufhörte zu trinken. Sie hatte aufgehört zu trinken, weil sie starb.<< (Pos. 3116 auf dem Reader)


Susann Pásztor, 1957 in Soltau geboren, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihr Debütroman »Ein fabelhafter Lügner« (KiWi 1201, 2011) erschien 2010 und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 2013 folgte der Roman »Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts« (KiWi 1326). Sie hat die Ausbildung zur Sterbebegleiterin abgeschlossen und ist seit mehreren Jahren ehrenamtlich tätig.






Samstag, November 25, 2017

Sonntags bei Gisela und Manuela; 26:11:2017 Neues aus dem SuBermarkt!

Jeden Sonntag stellen die Manuela und ich drei Bücher aus unserem SuB vor. Manuela wählt für mich-ich für Manuela, welches Buch davon befreit wird. Hier geht es zu Manuela von "Mamenus Bücher"Ihr dürft gerne mitmachen. Wenn Ihr keine Sonntagspartnerin habt, entscheiden wir für Euch.

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Mit einem Klick auf die Cover bekommt Ihr alle Infos zu den Büchern.






Liebe Manuela. Ich bin gespannt, wie du dich entscheidest. 
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag. Lasst es Euch gut gehen.

Giselas Samstagsfragen, 25.11.2017 Heutige Frage: Bei welchem Buch (oder Reihe,) wart Ihr so richtig traurig, als Ihr es fertig gelesen habt?

Bei dieser Aktion kann jeder mitmachen. Ihr dürft den Banner auf Eurem Blog benutzen. Gerne dürft Ihr bei den Kommentaren ein Link von eurem Beitrag hinterlassen. Ihr habt eine Woche lang Zeit, um Euren Beitrag zu posten!

Heutige Frage: Bei welchem Buch (oder Reihe,) wart Ihr so richtig traurig, als Ihr es fertig gelesen habt?

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Wenn Ihr auf die Cover klickt, bekommt Ihr Infos zum Buch.








Die Biss-Reihe konnte mich total fesseln. Mir fiel im Buchladen das Cover des 3. Band (Biss zum Abendrot) auf. Nachdem ich den Klappentext gelesen habe, wollte ich es eigentlich nicht lesen. Schon wieder ein Vampirbuch! Doch, jedes Mal wenn ich das schöne verträumte Cover sah, nahm ich das Buch wieder in die Hand. So ging ich einmal an die Kasse und fragte den Buchhändler, ob denn das auch ein Buch für mich wäre. Ich gehörte schon damals nicht zur Zielgruppe. Der Buchhändler kam gar nicht dazu, mir zu antworten. Zwei Frauen, (geschätzt mein Alter) stürmten auf mich zu. Lesen sie die Bücher! Unbedingt! Die sind so schön. Nehmen sie sich gleich alle drei Teile mit! Ok, dachte ich mir, zwei hysterische Damen. :-))) Es gab vom 1. Teil die Taschenbuchausgabe. Die nahm ich mit. Drei Tage später holte ich die zwei anderen Teile. Ich war ehrlich fasziniert von der wunderschön erzählten Geschichte um Bella und Edward. Habe dem letzten Teil entgegen gefiebert. Ich wusste damals nichts um den Hype, der um diese Bücher gemacht wurde. Ich ging total unvoreingenommen an die Bücher ran.
Die Filme konnten mich nicht begeistern. Hätte ich die zuerst gesehen, hätte ich auf die Bücher verzichtet. Bella war ja noch so, wie ich sie mir in den Büchern vorgestellt habe. Edward ging gar nicht. 

Ich weiß nicht, ob mir die Reihe beim zweiten mal lesen auch noch gefallen würde. Ich weiß nur eins, ich war damals traurig, als die Geschichte um Bella und Edward zu Ende war.

Wie ist das bei Euch? 

Ich wünsche Euch einen schönen Samstag. Lasst es Euch gut gehen.





Donnerstag, November 23, 2017

TTT am Donnerstag, 23.11.2017






Heutige Aufgabe von Weltenwanderer : 10 Bücher die mit "S" beginnen. Das ist für mich heute eine leichte Aufgabe. Und Ihr so? Ich wünsche Euch einen schönen Donnerstag. Lasst es Euch gut gehen.

Sunshine Girl Rezi

Stiefkind Rezi

SOS Schön ohne Schummeln Rezi

So, und jetzt kommst du. Rezi

Selkie Rezi

Sieh mich an Rezi

Schweineglück Rezi

Sieben Tage voller Wunder

Die Sehnsuchtsfalle Rezi

Sehnsucht ist ein Notfall











Dienstag, November 21, 2017

Gemeinsam lesen, 21.11.2017























Wie schnell eine Woche vergeht, merkt man sehr stark an Aktionen, wie Gemeinsam lesen. Ich finde es klasse, wie lange unseren lieben Schlunzies das schon durchziehen. An dieser Stelle mal ein herzliches Danke! 







1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite befindest du dich?






Das darf ich leider noch nicht verraten. Ich beginne mit dem Buch heute.

2. Erster Satz: Noch gar keinen :-) Und selbst wenn, ich müsste ihn für mich behalten.

3. Was möchtest du zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gefühle, Schreibstil, Zitate usw.)

Ich kann und darf ja noch nichts dazu verraten. Aber keine Angst, zu diesem Buch werde ich mich noch richtig austoben. Ich freue mich auf wunderschöne Lesestunden. Von dieser Autorin bin ich nämlich so etwas gewohnt.

4Von welchem Autor/in, von dem lange nichts mehr erschienen ist, wünscht du dir ein neues Buch? 
(Sandra)





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Diese Geschichte konnte mich 2013 sehr berühren. Eine Besprechung dazu habe ich nicht geschrieben. Ich würde mich sehr auf ein weiteres Buch der Autorin freuen.

Ich wünsche Euch einen schönen Dienstag. Lasst es Euch gut gehen.





Dialog zwischen Doktor Freud und mir!

Freud: Warum dürfen sie nicht darüber reden, welches Buch sie gerade lesen?

Ich: Weil das Buch noch nicht veröffentlicht wurde.

Freud: Aber das ist doch ein Vertrauensbeweis von Seiten des Autors! Was ist so schwer daran, sich erst später zu äußern?

Ich: Ich würde gerne anderen Büchersüchtigen den Mund wässerig machen.

Freud: Das ist krank! So was von krank.

Ich: Dreimal dürfen sie raten, Herr Doktor Freud, warum ich sie regelmäßig besuche!!!

Freud: Die Stunde ist um. Sie haben eine Woche Zeit, um darüber nachzudenken, warum sie andere Menschen neidisch machen wollen.














Montag, November 20, 2017

Montagsfrage, 20.11.2017





Das Möchte Buchfresserchen heute wissen:Besitzt du Merchandise zu bestimmten Buchreihen, z. B. Lesezeichen, Tassen, Kunstdrucke etc.? Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

Ohne Worte!










Samstag, November 18, 2017

Inspirationen einer Autorin – Lilli Beck. "Wie der Wind und das Meer!"

Hallo ihr Bücherfreunde da draußen.
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Liebt Ihr Familiengeschichten? Interessiert Ihr Euch, wie es Waisenkindern nach dem zweiten Weltkrieg erging? Vor allem, wollt Ihr wissen, wie die wunderbare Geschichte "Wie der Wind und das Meer" von Lilli Beck entstand? Lilli erzählt uns nun, welche Dinge sie zu ihrem Roman inspiriert haben. Ich habe es von Lilli selbst schon auf der Lit Love erfahren.

Danke liebe Lilli, dass du nun alle Leser an dieser schönen Geschichte teilhaben lässt. Es ist für mich wie ein weiterer Roman. Die Geschichte vor der Geschichte.



Die Geschichte hinter der Geschichte– Lilli Beck
Wie der Wind und das Meer

Lilli Beck.

Die Ausgangsidee zu dieser Geschichte tauchte bereits 2014 auf, als ich für Glück und Glas, meinem ersten zeitgeschichtlichen Schicksalsroman, recherchierte, und bei diesem Roman waren sie besonders aufwühlend. Teilweise brachten mich die Berichte und Dokumentationen zu den Waisenkinder immer wieder an den Rand der Tränen und ich musste oft unterbrechen, um den nötigen Abstand zu gewinnen, ohne den ich viele der tragischen Ereignisse nicht hätte beschreiben können. Nie war ich so dankbar für meine relativ gesicherten Lebensumstände, wie während der Arbeit an diesem Roman.

Wie auch im ersten Roman beginnt die Handlung wieder mit dem Ende des 2. Weltkriegs, bei dessen Ende schätzungsweise eine halbe Million Kinder ihre Eltern verloren hatten und zu Vollwaisen geworden waren. Darunter unzählige traumatisierte Kleinkinder, die nicht wussten, wer ihre Eltern sind, noch ihren richtigen Namen oder ihr Geburtsdatum kannten.

Krieg ist die schlimmste von Menschen gemachte Katastrophe, die ein Volk treffen kann. Doch am grausamsten trifft es die Kinder, die unschuldig sind und doch die Konsequenzen dieses Irrsinns mitzutragen haben. Ganz besonders tragisch sind Schicksal von Waisenkindern. Heute scheint es uns unvorstellbar, und wir fragen uns, wie das überhaupt möglich war. Wieso hat niemand bemerkt, dass sie allein durch die Trümmerwüste irrten, sich in irgendwelchen Kellerlöchern versteckt oder sogar im Wald gelebt haben?
Ich habe mich gefragt, wie sie überleben konnten? Hat sich irgendjemand ihrer angenommen, sie versorgt, oder kamen sie schließlich in Waisenhäusern unter? Inzwischen kursieren massenhaft Erlebnisberichte von überlebenden Kindern, die nie erfahren haben, wer sie sind und woher sie kamen.
Einige Glückliche wurden adoptiert, und das war ein weiterer aufregender Punkt. Denn das damalige Adoptionsgesetz, wer Kinder aufnehmen durfte und warum, unterschied sich doch sehr zum heutigen Gesetz. Das hat die Story nachhaltig beeinflusst.
Des weiteren waren die ersten Nachkriegsjahre von Entbehrungen und Hunger geprägt. Es fehlte vor allem an Lebensmitteln und Wohnungen. Die Münchner Innenstadt war zu 90% zerstört und 300.000 Bewohner obdachlos. Einige Experten wollten München gar dem Erdboden gleichmachen und am Starnberger See neu aufbauen. In Berlin waren von über 1,5 Millionen Wohnungen nur noch knapp 400.000 sofort wieder bewohnbar. Experten hatten für den Wiederaufbau der Städte unfassbare 40 bis 50 Jahre geschätzt. Wenn man diese Zahlen hört, kann man sich vorstellen, dass ganz Deutschland ein einziges Trümmerfeld war und jeder sich durchkämpfen musste. Inmitten dieser zerstörten Städte als Kind ohne Eltern zu überleben, kam einem Wunder gleich. Nicht wenige dieser Kinder schlossen sich zu Banden zusammen, hausten in Kellerlöchern, suchten in den Trümmern nach Verwertbarem und schlugen sich mit kleinen Diebstählen durch. Niemand kümmerte sich um sie, jeder war mit den eigenen Nöten beschäftigt.

Trotz aller Recherche fehlte mir noch der richtige Einstieg in die Geschichte. Da kam mir der Zufall zu Hilfe, als ich meiner neunzigjährigen Mutter beim Umzug half. Dabei entdeckte ich auf dem Dachboden einen alten Lederkoffer, der Fotos, Dokumente und einen Ahnenpass enthielt.

Fotos: Koffer, Ahnenpass,  Bilder










Solche Funde sind ja immer spannend. Leider konnte sich meine Mutter nicht erinnern, woher der Koffer stammt und wer auf den Fotos abgebildet ist. Vielleicht wollte sie auch nicht darüber reden. Und da ich finde, dass jeder ein Recht auf seine Geheimnisse hat, habe ich auch nicht weiter nachgehakt, aber den Koffer samt Inhalt mitgenommen.    


So, hier kommen die geheimnisvollen Fotos: Meine Mama als junge Frau und ein junger Mann, an den sie sich nicht erinnern konnte ... vielleicht ein Schulfreund, meinte sie .....


Meine Mutter am ersten Schultag!
Eine Postkarte von Amrum und das Foto dieser Villa war auch im Koffer


Die Schulklasse meiner Mutter - sie wurde von diesen schrecklichen Schulschwestern vom Orden der Englischen Fräuleins unterrichtet












Und meine Großmutter. Das Foto stammt aus dem Jahr 1903.



Diese Puppe habe ich Pauls Schwester zugeschrieben.
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Diese „Zutaten“ ergaben den Beginn der Geschichte, und zusammen mit den Widrigkeiten der Nachkriegsjahre entstand die Story, vor dem Hintergrund der Entwicklung Deutschlands. 


Klappentext München, im April 1945: 
Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen … 

Das ist natürlich nur eine Zusammenfassung der Anfangsgeschichte, denn bis sich die beiden ineinander verlieben, vergehen einige Jahre, in denen sie vieles durchmachen müssen, was sie umso enger miteinander verbindet.


Liebe Grüße, Eure Lilli Beck



Genau diese Liebe zum Detail, macht Lillis Familiengeschichten zu etwas ganz Besonderen. Ich fühle mich in ihren Geschichten sehr wohl. Vieles davon wurde mir früher von meinen Eltern erzählt. Einiges habe ich selber mitverfolgen können. Die Frau weiß wovon sie schreibt. Die Protagonisten bleiben einem nicht fremd. Alle sind liebevoll ausgearbeitet. Einige Schauplätze in München kenne ich. Andere durfte ich in ihren Geschichten kennen lernen. 

Es gibt schon Zufälle im Leben. Erst vor ein paar Tagen habe ich die Biographie“Hannas Koffer“ gelesen. Aus der Kriegszeit existieren bestimmt noch viele Koffer. Sie bergen traurige und abenteuerliche Geschichten. Lilli zählt zu den Autorinnen, die diese wieder zum Leben erwecken. Den Koffer hat sie schon mal abgestellt. Mit welcher Geschichte wird sie wohl als Nächstes unser Herz berühren? Paul aus “Der Wind und das Meer“ ist nicht das einzige Kind, welches mit einem Koffer durch die Trümmer irrte. 




Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Lasst es Euch gut gehen.





Dritte von links: Lilli Beck

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