Dienstag, März 21, 2017

Meine Meinung zu "AchtNacht" von Sebastian Fitzek

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. 
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Der neue Blockbuster von Sebastian Fitzek, dem „Meister des Wahns“ – exklusiv im Taschenbuch.


Hier kommt Ihr zu den Mentoren von Fitzek. Das sind die Menschen, die Fitzeks Wahnsinn auch noch unterstützen!!!  Droemer Knaur


Meine Meinung

Wieviel Schmerz und Elend passt in eine Handvoll Stunden?

Ich habe letztes Wochenende das Buch im Netzt entdeckt. Nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen habe, musste das Buch sofort auf meinen Reader. 
Die Idee ist nicht neu, aber vom Autor phänomenal umgesetzt. Wahnsinn ist eigentlich nicht der Inhalt dieses Buches! Nein! Wahnsinn ist welchen Gefahren wir uns freiwillig in den sozialen Netzwerken aussetzen. 
>>Stellen sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie. Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.<< (Auszug aus Klappentext)
In der AchtNacht darf der Mensch, der aus dem Lostopf gezogen worden ist, gejagt und umgebracht werden. Straffrei! 
Ich habe es mir vorgestellt. Ich gebe zu, es gibt schon jemanden, den ich in den Lostopf werfen würde. (nicht in echt)  Aber, wie viele Menschen würden mich hineinwerfen? Den Gedanken finde ich gruselig. (in echt)

Ben Rühmann befindet sich auf der Schattenseite des Lebens. Seine Frau Jenny hat ihn verlassen, die Tochter Jules liegt im Koma, und seinen Job in einer Band hat er versoffen. Ein junges Mädchen, welches er vor Vergewaltigungen retten möchte, bringt ihm nur Ärger und ein lädiertes Aussehen. Welche Vergewaltigung eigentlich?

Dann sieht er auch noch sein Bild in Großaufnahme im Fernsehen. Ein Los mit seinem Namen wurde gezogen. Er ist ab sofort ein AchtNächter. 
Da die AchtNacht Premiere hat, wird noch eine zweite Person aus dem Lostopf gezogen. Die magersüchtige junge Frau Arezu!
Beide haben traumatische Erlebnisse hinter sich. Beide sind irgendwie schräg. Beide laufen um ihr Leben.
Auch in diesem Thriller geizt der Autor nicht mit schwarzem Humor: >>Hier ruht Benjamin Rühmann. Er wurde nur neunundreißig Jahre alt. Aber machen sie sich keine Sorgen. Wir haben schon einen Ersatz für ihn gefunden.<< (pos. 176, 4% aud dem Reader.)


Viele Menschen halten die AchtNacht für einen Fake. Noch mehr sehen jedoch die Gelegenheit, für einen lächerlich geringen Einsatz 10 Millionen zu gewinnen. 
Die Protagonisten passen in die Geschichte wie die Faust aufs Auge. Lügen werden im Netz verbreitet, die immer mehr Jäger auf den Plan rufen. >>Das Gehirn ist ein Lügner. Der vielleicht beste und überzeugendste der Welt. (pos. 1374, 32% auf dem Reader)
Wem können die beiden AchtNächter noch trauen? 


Fazit

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass so etwas wirklich passieren könnte. Facebook, Twitter und viele andere Netzwerke machen die Menschen gläsern. Viele Nutzer geben ständig ihren Aufenthaltsort öffentlich preis. Selbst die, die es nicht machen, können von technisch versierten Hackern ausfindig gemacht werden. Brutale Livevideos erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. 
Die Spannung in diesem Thriller beginnt mit dem Prolog und steigert sich kontinuierlich.
Man kann sich die Protagonisten bildlich vorstellen. Ihre Verzweiflung spürt man zwischen den Zeilen. 
Ob mir das Ende gefallen hat? Es war ein typisches Fitzek-Ende. Es hat mich auch ein bisschen traurig gemacht. Ich hab doch selber gespürt, wie grenzenlos Ben seine Frau und Tochter geliebt hat ....
Auch in  Fitzeks neuen Werk musste ich mehrere Male lachen. Tja, so ist das mit des Meisters schwarzen Humor, garniert mit schrägen Typen. 

Unbedingt lesen. Schaltet Euer Handy aus. Lasst Euch nicht orten!!! Noch gibt es die AchtNacht nur in Berlin! Noch .......

Danke Sebastian Fitzek.







Kommentare:

  1. Liebe Gisela,
    meine Tochter und Mitbloggerin Hanna liest gerade das Buch. Nach dem Lesen deiner Rezension bekomme ich Lust das Buch zu lesen. Ich sollte es mir wohl mal von Hanna leihen :)

    LG Ingrid
    (von www.buchsichten.de)

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    1. Hallo Ingrid

      Ja, leih es dir von deiner Tochter aus. Auf deine Meinung bin ich gespannt. Ich habe AchtNacht auf einen Rutsch durchgelesen. Normalerweise brauche ich schon länger für ein Buch.

      Liebe Grüße,
      Gisela

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