Dienstag, Januar 17, 2017

Meine Meinung zu "Das Nest" von Cynthia D´Apriz Sweeney

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann.

Als Kinder haben sie einander geneckt, als Erwachsene verbindet die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb nur noch eine gemeinsame Erbschaft. Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben …
Meisterhaft erzählter, böser und witziger Familienroman

»Ein Roman wie gute dunkle Schokolade: elegant und bittersüß, so köstlich, dass man ihn in einer Nacht verschlingt.«
Entertainment Weekly
Klett-Cotta Verlag! Hier bekommt Ihr weitere Infos zum Buch. Dort könnt Ihr auch Euren Erbschein beantragen. :-))))))


Verrücktes Erbe mit skurrilen Hintergrund.


Zum Inhalt

Diese Geschichte könnte tatsächlich so passiert sein. Es geht ums Erben. Ein Thema das stets aktuell ist. Sterben tut schließlich immer wieder jemand.
Etwas schwieriger wird das Ganze jedoch wenn eine Klausel im Testament ist. Die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo erben erst dann, wenn Melody ihren 40. Geburtstag feiert. Sie ist die Jüngste der Geschwister.
Noch verzwickter wird es, wenn die Mutter einem Kind in Not eine große Summe vorher schon auszahlt. Leo ist das Kind in Not! Ein Womanizer, der nach einer Scheidung ziemlich blank ist.
Jack traut Leo nicht über den Weg. Er ist sich sicher, dass Leo irgendwo Geld gebunkert hat.

Melody ist Hausfrau und Mutter. Sie möchte dass ihre Zwillingstöchter die besten Schulen besuchen. Das Vorstadthäuschen, welches sie unbedingt haben wollte, übersteigt eigentlich auch das Budget der Familie. Eigentlich rechnet Melody mit der Erbschaft zu ihrem 40. Geburtstag. Sie hofft, dass Leo bis zu diesem Termin Geld auftreibt, ums sie alle auszuzahlen.

Jack hat seinen Ehemann Walker hintergangen. Sein Antiquitätenladen steckt in den roten Zahlen.
Heimlich verpfändet er Walkers Sommerhaus. Mit der Erbschaft wird sich alles wieder zum Guten wenden. Denkt er! Der Anwalt Walker wird auch anderweitig noch schwer enttäuscht von Jack.

Beatrice ist eine Schriftstellerin, deren Schreibblockade schon seit mehreren Jahren anhält. Sie hält sich mit einem Bürojob über Wasser.

Meine Meinung

Erst musst du das Geld auf deinem Konto haben. Nur dann kannst du es ausgeben. Vorher nicht. Dieser Satz ging mir beim Lesen durch den Kopf. Aber, wenn sich die Geschwister so korrekt verhalten hätten, wäre dann die Geschichte so spannend geworden?
Leo ist ein ausgekochtes Schlitzohr, der jahrelang in Luxus geschwelgt hat, ohne einen Finger dafür krumm zu machen.
Ich war sehr gespannt, ob er seinen Geschwistern das Geld wieder zurückgibt.
Der Schreibstil ist magisch und die Protagonisten gut gezeichnet. Man hat von jedem ein klares Bild vor Augen.
Keiner der Geschwister hat jemals Not erleiden müssen. Mir kommen sie etwas neurotisch vor.
Melody mutet wie ein verwöhntes, unreifes Mädchen an, welches nicht akzeptieren will. dass manche Dinge für sie zu teuer sind. Sie denkt, nur mit ihren Wünschen kann die Familie glücklich werden.

Beatrice wirkt auf mich wie ein Mauerblümchen. Ihr Verhalten, in Sachen Erbschaft, fand ich klasse.

Jack ist mir total unsympathisch. Sein toller Ehemann Walker hat seine Lügen wirklich nicht verdient. Ich habe nicht verstanden, warum Jack mit Walter nicht offen über seine Probleme gesprochen hat. Jack betrachtete sich selber als Leo light!

Das ausgekochte Schlitzohr Leo hält alle auf Trap. Sein Lebenswandel müsste "IHM" eigentlich zum Verhängnis werden. Ich war wirklich sehr gespannt, wie Leo sich aus dieser Situation herauswinden wird. Nicht nur was das Erbe betrifft! Eine Autofahrt, am Anfang der Geschichte, bringt ihn in große Schwierigkeiten. Dabei hatte er bei dieser Fahrt so viel Spaß ......

Fazit

Das Thema Erben und Protagonisten mit Erkennungswert, machen diese Gesellschaftssatire zu etwas ganz Besonderen.
Auch das World Trade Center findet Erwähnung.
Eine amerikanische Familien-Satire,  die mich von der ersten Silbe an bestens unterhalten hat.
Neurotische Geschwister,  die mich oft zum Schmunzeln- und Staunen gebracht haben.
Besonders interessant muten die Partner der Erben an. Allen voran Leos Freundin!

Ob mir das Ende gefallen hat? Ja! Leo hat auch am Ende eine Überraschung parat .....

Unbedingt lesen! Danke Cythia D´Apriz Sweeney.

Mein Dank geht an den Klett-Cotta Verlag für die Bereitstellung des E-Books.


Über die Autorin:

Cynthia D'Aprix Sweeney hat in New York als PR-Beraterin gearbeitet, bevor sie zum Schreiben kam. Sie lebt mit Mann und Kindern in Los Angeles.

Das meint Bröselchens Bücheregal zu dem Buch!

Kommentare:

  1. Liebe Gisela,

    das Buch hat schon vielen Lesern gefallen, so wohl auch dir. Ja, das Thema Erbe bringt so manche Familie durcheinander.
    Ich tauche heute mal ein in meine virtuelle Welt von Vietnam: Die Töchter des Roten Flusses.

    Wünsche dir noch einen herrlichen Wintertag,
    liebe Grüße Barbara!

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    1. Liebe Barbara

      Danke für deinen Besuch. Ich wünsche dir viel Spaß der Tochter des roten Flusses.

      Liebe Grüße,
      Gisela

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  2. Hey,
    das Buch liegt noch auf meinem SuB. Mal sehen, ob ich es in der nächsten Zeit schaffe zu lesen. :)

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

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    1. Liebe Steffi

      Sag mir bitte Bescheid, wenn du es gelesen hast. Deine Meinung interessiert mich sehr.

      Liebe Grüße,
      Gisela

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