Donnerstag, April 20, 2017

Top Ten Thursday, 20.04.2017


Heute mache ich zum ersten Mal bei dieser Aktion mit. Die Steffi von Steffis Bücherbloggeria machts möglich.

Heutiges Thema: 10 Bücher mit einem Gesicht auf dem Cover!


Hier sind sie.




Bei den Elias Büchern ist der untere Teil der Gesichter nicht zu sehen. Aber, diese tollen Cover mussten einfach mit aufs Bild.

Ich wünsche Euch einen schönen Donnerstag.



Dienstag, April 18, 2017

Meine Meinung zu "Den Mund voll ungesagter Dinge" von Anne Freytag

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. 

Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.
"Freytag erzählt temporeich mit trickreicher Spannung ... Das Buch ist unprätentiös, unverkrampft."
Yvonne Poppek, Süddeutsche Zeitung (21.03.2017)


Ein paar gesagte Dinge von Anne Frytag. KLICK!




Meine Meinung


Die Augen voll ungeweinter Tränen.


Nachdem ich in das Buch hineingelesen habe, war ich mir sicher, dass mir das Buch gefallen wird. Mit einer so emotionalen Story habe ich jedoch nicht gerechnet. Es gibt viele Bücher, die den Leser mit auf die Reise nehmen. Nur wenige Bücher haben es jedoch bisher geschafft, dass ich mich gefühlt habe, als wäre ich ein Teil davon. Mir ging der alte Schlager von Chris Roberts durch den Kopf: >>Du kannst nicht immer siebzehn sein.<< Das stimmt! Aber, bei "Den Mund voll ungesagter Dinge" war ich wieder siebzehn. 400 Seiten lang.

Sophie muss mit ihrem Vater von Hamburg nach München ziehen. Sie ist sehr unglücklich darüber. Ihr Vater Christian hat dort seine große Liebe gefunden. Sophie musste erst Abschied von ihrem besten Freund Lukas nehmen. Lukas hat seine große Liebe in Paris gefunden. Für Sophie ein schwerer Verlust. Lukas ist eigentlich das für sie, was man beste Freundin nennt. Sophie ist eine Einzelgängerin, mit vielen Gedanken im Kopf. Mit vielen ungesagten Dingen im Mund. Sie macht Dinge, die sie eigentlich nicht will. Lukas skypt mit ihr jeden Tag. Es ist für sie ein Ersatz, der sie mit Wehmut erfüllt.

>>Seit er weg ist, bin ich allein. Davor war ich einfach nur seltsam.<< (Seite 12)

Sophie verspürt Sehnsucht nach ihrer Mutter, die sie nie kennengelernt hat. Sie hat sie nach der Geburt verlassen. Sie kann nicht aussprechen, wie sie das mitnimmt. Sie erfindet Dinge, die sie mit ihrer Mutter erlebt hat.

Sophie möchte Christians Freundin hassen. Das ist gar nicht so leicht. Lena ist eine warmherzige Person, die ihr Freiraum gewährt. Lena buhlt nicht um Sophies Sympathie. Lena ist einfach nur feinfühlig. Lena tut das, was ihre eigene Mutter versäumt hat: Sie ist für sie da.

Ich mag Sophie sehr gerne. Sie ist eine direkte Person; jedoch vermeidet sie, die Gefühle anderer Menschen zu verletzen. Sophie kann sich bei der Liebe nicht so fühlen, wie in ihrer Phantasie. Sophie tut Dinge, die sie eigentlich nicht mag.

Lena war mir von Anfang an sympathisch. Sie und ihre beiden Söhne, haben Sophie von Anfang an herzlich in die Familie aufgenommen. Bei Lena darf Mensch sein, wie Mensch ist.

Von Christian habe ich anfangs nicht viel gehalten. Er hätte seiner Tochter mehr helfen müssen. Ich verstehe, dass ein Chirurg wenig Zeit hat. Aber, mehr Mitgefühl hätte er Sophie schon entgegenbringen können.

Sophie freundet sich mit dem Nachbarsmädchen Alex an. Alex hat einen Freund. Alex und Sophie sind von einander fasziniert. Auf einer Party müssen sie sich beim Flaschendrehen küssen. Von da ab ist nichts mehr, wie es vorher war.

Fazit

Ich empfand Sophie sehr reif für ihr Alter. In der Schule bringt sie gute Leistungen. Mit anderen Menschen geht sie meist taktvoll um. Ihre neue Familie hat einen großen Fehler: Sie ist einfach nicht so schrecklich, wie sie sich das vorgestellt hat. Auch der Mischlingshund  Carlos bringt ihr uneingeschränkte Liebe entgegen.

Alex und Sophie verbringen wunderschöne zwei Wochen im Mai. Mit dem Roller fahren sie durch München und zum Zelten an einen See. 
Ich hatte stets das Gefühl, mit dabei zu sein. Ich habe gelacht. Ich habe geweint. Besonders bei einer Szene, so ziemlich am Schluss. Ich habe ein wunderschönes Klavierstück gehört. 
Ich habe vielen Songs aus Sophies Playlist gelauscht. Die Musik und diese wunderbare Geschichte, haben mich an allem teilhaben lassen. Der Schreibstil ist magisch. Emotional und ohne übertriebene Rührseligkeit. Aus der Sicht von Sophie erzählt. 

Die Autorin hat ein brisantes Thema aufgegriffen. Sie räumt mit Vorurteilen auf. Sie gibt der Thematik die Selbstverständlichkeit, die sie auch verdient hat. Ihre direkte Ausdrucksweise gefällt mir. Sie schafft das, ohne dabei taktlos zu werden. Ohne die Romantik zu zerstören. Die Ernshaftigkeit kommt voll zum Ausdruck. Der Sarkasmus von Sophie ist einfach nur köstlich.
Sophie gibt sich nach außen selbstbewusst und unnahbar. >>Es ist schwer, Schwäche zu zeigen, wenn alle denken, dass man stark ist.<< (Seite 290)

Ein Sommer in München mit Regen, Sonne, Lachen, Weinen und viel Liebe. Ein Sommer, der eigentlich nie vergehen sollte. 

Einmal lag Sophie in ihrer "Dienstbotenkammer" auf dem Bett und hat ein Klavierstück gehört. Es war mein Lieblingsstück aus Sophies Playlist. Es hat die melancholische Stimmung von Sophie perfekt eingefangen. "Where is My Mind" von Maxense Cyrin. Warum Dienstbotenkammer? Also, das war so ..... 
Ach ... und Christian! Was ich dir noch sagen wollte ... am Ende fand ich dich super. Warum nicht gleich so?!

Danke Anne Freytag.





Lust auf wunderschöne Klavierklänge? KLICK:  Where is My Mind (Quelle Youtube)











Gemeinsam lesen, 18.04.2017


Gemeinsam lesen.
Nadja und Steffi von Schlunzenbücher machen es möglich. Hier gehts lang zu Schlunzenbücher
Es geht darum, jeden Dienstag über das aktuelle Buch Fragen zu beantworten.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Wenn Träume verschwinden …
Keiner träumt wie Henriette. Jeden Morgen erinnert sie sich klar und deutlich an die Abenteuer der vergangenen Nacht – sogar herbeiwünschen kann sie ihre Träume. Doch eines Tages schlägt ein Traumdieb zu. Jede Spur von dem letzten Traum ist wie ausradiert. Obwohl der alte Buchhändler Anobium sie warnt, beschließt Henriette, den Dieb zu suchen und zur Rede zu stellen. Ihr Weg führt sie durch schöne und böse Träume, in die heiße Wüste, in den finsteren Wald der Alben und zu einer Tür, hinter der etwas Schreckliches lauert …

Ich lese das Ebook und bin auf Seite 188 von 232 laut Reader. Erster Satz: >>Aus ihr wurde früher ein Saft gewonnen, der den Schlaf brachte.<<

Mara ist eine erfolgreiche Anwältin und eine liebevolle Ehefrau und Mutter – und sie leidet an einer unheilbaren Krankheit. Weil sie sich dieser Krankheit nicht bis zum bitteren Ende ergeben will, beschließt sie, sich am Jahrestag ihrer Diagnose das Leben zu nehmen.
Fünf Tage bleiben ihr noch, um sich von ihren Freunden und ihrer Familie zu verabschieden. Fünf Tage, um ihre letzten Spuren in den Herzen ihres geliebten Mannes und ihrer kleinen Adoptivtochter zu hinterlassen …

Ich lese das E-Book und bin auf Seite 35 auf dem Reader. 1. Satz: >>Sobald einmal das Wort >>Krankheit<< gefallen ist, behandeln einen sofort auch alle wie eine Kranke, selbst an den Tagen, an denen es einem gut geht, dachte Mara einmal mehr.<<


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken, Gefühle, Zitate usw.)


Das Traumdiebbuch ist voller Aktion. Die Abenteuer von Henriette und ihrem Zwillingsbruder führen uns in eine Traumwelt. Mittlerweile weiß ich, wer Henriette ihre Träume geklaut hat. Das verrate ich Euch aber nicht ;-) Jeder Fantasy- und Traumliebhaber dürfte dieses Buch lieben. Ja, und leben wollen. Ich wäre gerne selber dabei.

Das 5 Tage Buch stimmt mich von Anfang an traurig. Kann man sich das überhaupt vorstellen, dass man sich vornimmt, nur noch 5 Tage zu leben? Da Mara sehr schwer krank ist, kann ich sie ein Stück weit verstehen. Sie hinterlässt ein kleines Mädchen ....
Ich bin noch ziemlich am Anfang. Puh ... keine leichte Kost.

4.  Planst du gemeinsam Lesen gerne vor oder beantwortest du die Fragen an dem Tag spontan?

Aber so was von spontan! Anders ist es bei Rezis. Im Moment habe ich drei vorbereitete Rezensionen. Auch da setzte ich mich spontan an den PC um diese zu schreiben. Da finde ich es ganz angenehm, wenn ich gleich mit meiner Meinung loslegen kann.

Und Ihr? Antwortet Ihr mir spontan oder bereitet Ihr die Antwort vor? Kleines Späßchen zum Dienstag :-)))))




Montag, April 17, 2017

Blogger empfehlen ihr Lieblingsbuch für den Frühling!


Gerne mache ich bei dieser Aktion von Der Duft von Kaffee und Büchern


Ich muss aber unbedingt zwei Bücher empfehlen. Ich kann nicht anders.

Rezi

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. 

Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.
"Freytag erzählt temporeich mit trickreicher Spannung ... Das Buch ist unprätentiös, unverkrampft."
Yvonne Poppek, Süddeutsche Zeitung (21.03.2017)


Ich habe dieses Buch gestern Abend angefangen und eben beendet. Ich bin noch ganz hin und weg. Rezi folgt noch.

Beide Bücher habe ich kürzester Zeit verschlungen. Normalerweise lese ich viel langsamer. Beide Bücher lege ich Euch ans Herz. 

Welches Buch für den Frühling hat Euer Herz höher schlagen lassen?



Donnerstag, April 13, 2017

Meine Meinung zu "Ein bisschen wie Unendlichkeit" von Harriet Reuter Hapgood

»So ist es, wenn man jemanden liebt.
So ist es, wenn man um jemanden trauert.
Ein bisschen wie Unendlichkeit.«

Als die Ferien anfangen, möchte Gottie eigentlich nur unter dem Apfelbaum liegen, in die Sterne schauen und über das Universum nachdenken. Sie kennt jede Theorie zu Raum und Zeit und kann alles mit einer Formel erklären. 
Außer, warum ihr bester Freund Thomas, der vor einigen Jahren weg­gezogen war, plötzlich wieder auftaucht. Warum niemand ihre Verzweiflung über den Tod ihres Großvaters Grey versteht. Und warum sie in Flashbacks ganze Szenen ihres Lebens erneut durchlebt. Verliert sie den Verstand oder wird sie wirklich in die Vergangenheit versetzt? Und wie kann sie in der Gegenwart bleiben – bei Thomas, dessen Küsse ihr Universum verändern?

Ein großes, bewegendes Debüt über den Schmerz und die unendliche Schönheit des Lebens



Lust auf einen Blick in die Unendlichkeit? Den könnt Ihr hier bekommen: Fischerverlage


Das Gottie H. Oppenheimer-Prinzip und der Apfelbaum.

Meine Meinung

Ich habe mich spontan in dieses wunderschöne Cover verliebt. Auf dem Foto sieht es nicht ganz so schön aus, wie es in Wirklichkeit ist.
Nicht nur das Cover ist schön. Auch die Geschichte ist einfach nur wunderbar. Mathematik und Physik sind ja nicht so mein Ding. Bei Gottie (Margot) Oppenheimer,  dreht sich jedoch alles darum. Da kommen wir jetzt auch schon zu dem einzigen Kritikpunkt,  den ich habe. Stellenweise haben mich Gotties Berechnungen genervt. Das intelligente Mädchen hat mich damit manchmal ganz schön durcheinander gebracht. Das dürfte für Leser, die Mathematik lieben,  jedoch kein Problem sein.

Gottie hat ihre Mutter nie kennengelernt, da diese kurz nach der Geburt gestorben ist. Der Tod von ihrem Großvater hat sie in ein dunkles Loch gestoßen. Mit mathematischen Formeln ist sie bestens vertraut. Ihre Trauer überfordert sie jedoch maßlos. Ihr verrückter Großvater Grey war wie ein Vater für sie. Er konnte ihre Leidenschaft für das Universum und Mathematik verstehen. Wäsche schmiss er zum Trocknen auf den Apfelbaum im Garten.

Unglücklich verliebt zieht sich Gottie immer mehr zurück. Keiner versteht ihre Trauer. Die beste Freundin Sof wird ihr auch von Tag zu Tag fremder. Keiner weiß um ihre heimliche Liebe zu einem Jungen, der sie in ihrer schlimmsten Zeit im Stich gelassen hat.
Als ihr bester Freund Thomas von Kanada nach England zurückkehrt, empfindet Gottie wieder mehr Freude am Leben. Sie sieht die Sterne wieder leuchten. Mit Thomas verbringt sie wieder Zeit, auf dem heißgeliebten Apfelbaum.

Gottie war mir auf Anhieb sehr sympathisch. Ihre Trauer um den Großvater hat ihr Leben zu einem dunklen Loch werden lassen. Ein Wurmloch, welches sie immer öfter in die Vergangenheit katapultiert hat. Sie war sich nicht mehr sicher, ob sie den Verstand verliert. Die Vermutung lag auch für mich nahe. Die hübsche 17 jährige verfügt trotz Trauer, über eine große Portion Humor. Den braucht sie aber auch, bei der skurrilen Familie. Sie ist der Meinung, die einzige Vernünftige im Hause Oppenheimer zu sein.
Die Familie Oppenheimer ist liebenswert und total verrückt. Ihr Bruder Ned spielt in einer Band. Ihr Vater ist ein liebevoller Mensch, der jedoch in seinem eigenen Universum zu leben scheint. Er arbeitet in der Bücherscheune, die Greys ganzer Stolz war. In dem Antiquariat fühlt sich auch Gottie wohl. 

Fazit

Das Universum und seine zahlreichen Geheimnisse hauchen dem Roman eine eigentümliche Romantik ein. Eine Familie, bei der jeder für sich versucht, mit der Trauer umzugehen.
Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. War Teil des Universums, das Gottie in ihrer Geschichte erschaffen hat. Wollte wissen, was es mit dem Wurmloch auf sich hat. War jedesmal gespannt, in welchem Jahr sie gelandet ist. 
Der Schreibstil mutet poetisch an. Es wird aus der Sicht von Gottie erzählt. 
Das Meer, Sternenhimmel und ein Apfelbaum. Menschen mit Erkennungswert. 
Ich verzeihe Gottie ihre mathematischen Berechnungen. Alles andere in dem Buch war einfach nur schön. Ein Tagebuch von Grey bringt Spannung in die Story.

Das Gottie H. Oppenheimer-Prinzip habe ich nicht ganz verstanden. Und irgendwie doch.
Die Berechnung des Weltschmerzes ... ich wusste gar nicht, dass es das gibt.
Aber eins weiß ich. "Ein bisschen wie Unendlichkeit" ist eins der schönsten Jugendbücher, die ich je gelesen habe.  Ein warmer Sommerregen und eine Portion Eis. Dazu eine zarte Liebe.  Das macht jedes Universum zu etwas Besonderen.
Ob mir das Ende gefallen hat? Muss ich erst noch berechnen .... :-))))

Danke Harriet Reuter Hapgood



Meine Meinung zu "Richtig leben ... und dann tu, was du willst" von Jürgen Domain

Domian und die Frage nach dem Hier und Jetzt: Wie geht erfülltes Leben?

»Wie lebt man so, dass man über jede Stunde sagen kann: Ja, ich bin mir und den anderen gerecht geworden? « Mehr als 20.000 nächtliche Gespräche hat Jürgen Domian geführt. 20.000 Menschen haben ihm von ihrem Leben erzählt – oft vom Falschen darin. Was aber heißt eigentlich: Richtig leben? Domian folgt den Leidenschaften des Menschen und findet so Antworten auf die Frage, die ihn und so viele andere bewegt. Ein Buch voller Geschichten und Gespräche, Begegnungen und Erfahrungen. Ein Buch über den Wert des Augenblicks und über eine Gegenwärtigkeit, die frei und lebendig macht.


Ihr wollt wollt Euch Anregungen holen, wie man richtig lebt? Hier lang: Penguin-Verlag

Meine Meinung

Richtig leben! Wie lebt man richtig? Ich denke, auf diese Frage muss die Antwort jeder selber finden. Jürgen Domain hat darüber ein interessantes Büchlein geschrieben. Er erzählt auf eine mitreißende Weise. Er bringt persönliche Erfahrungen mit ein. Was mir besonders gut gefallen hat, dass die böse Stimme, die wir wohl alle im Kopf haben, auch zu Wort kommt. Da musste ich oft schmunzeln.
Jürgen ist vom "Zen" überzeugt. In die eigene Natur zu schauen, stelle ich mir nicht ganz einfach vor. Zen ist eigentlich nichts, was man richtig benennen kann. >>Ich würde dir gerne etwas anbieten, um dir zu helfen, aber im Zen haben wir überhaupt nichts.<<(Quelle wikipedia)

Besitz belastet eigentlich nur. Die Gier des Menschen kennt oft keine Grenzen. Hat man ein Haus, will man ein noch Größeres. Besser noch größer, als das Haus des Nachbarn. Das Ganze kann man auf alle Luxusartikel dieser Welt übertragen. Die Habsucht verhindert, dass man das genießt, was man hat. 
Das unterschreibe ich so, wie es der Autor geschrieben hat.  Handys, Facebook usw. verhindern eigentlich, dass wir im "Jetzt" leben. Kaum einer konzentriert sich noch auf eine Sache. Mit einer Freundin Kaffee trinken gehen kann da schon sehr anstrengend werden, wenn diese immer ein Auge auf ihrem Handy hat. Viele Menschen pflegen kaum Kontakte und vertrauen ihre Sorgen und Nöte Facebook an. TRAURIG!

Sich auf eine Sache konzentrieren verhindert, meiner Meinung nach, Langeweile.
Wenn ich esse, esse ich. Ohne Facebook, Handy und PC!
Wenn ich lese, lese ich. Ohne Fernsehen, Radio und Tablet!
Das kann man auch auf sämtliche Aktivitäten übertragen.

Stille! Wer verträgt die eigentlich noch? Wer genügt sich auch mal selber? 
Die Themen in diesem Buch sind aktueller denn je. 
Habgierigkeit, Narzissmus, Egomanie, Wolllust, Genusssucht und Bestätigung durch soziale Netzwerke. Vereinsamung in einer Zeit, wo zu jeder Tages- und Nachtzeit, fast die ganze Welt erreichbar ist.
Der Glaube findet auch Beachtung. Achtsamkeit verkommt mittlerweile zu einem Modewort. Der Sinn dahinter ist aber mehr als wertvoll.

Jürgen Domain ist in den Medien nicht unbekannt. Er war Moderator der Telefon-Talk-Sendung Domian. Einige Auszüge davon befinden sich im Buch.
Mir war der Autor vorher nicht bekannt, da ich nie fernsehe. 

Fazit

Ich könnte jetzt noch viel mehr schreiben. Aber, ich überlasse es Euch, Domians wertvolles Büchlein zu genießen. Es birgt für Menschen, die sich mit Buddhismus befassen, nicht viel Neues. Zen ist eine Sache für sich. Nein! Es ist eigentlich gar nichts, das man benennen könnte. 
Was für mich neu ist, die Gedanken im Kopf, die gerne jeder Einsicht widersprechen. So habe ich das bisher noch nicht gelesen. 
Jürgen setzt sich mit den sieben Todsünden auseinander.
Er bietet den Menschen andere Sichtweisen an. Dabei hat man aber nie das Gefühl, dass er uns seine Meinung aufs Auge drücken will. Er befasst sich mit Zen, ist aber selber noch kein Meister darin. 

>>Jürgen: Und wer tiefste Zufriedenheit darüber empfindet, dass er seinen eigenen Weg konsequent geht, der neidet dem anderen nicht sein Aussehen, ein besonderes Talent oder seinen gesellschaftlichen Rang.<< (Seite 92-93)

>>Böse Stimme im Kopf, erster Satz: Das willst du den Verlierern des Lebens erzählen?! (Seite 93)




Alles in allem ein ein stimmiger Ratgeber, den ich sehr gerne gelesen habe. Nicht bei Allem konnte ich beipflichten. Ein Rat den, den er einem jungen Mann gegeben hat, ist leider nicht hilfreich, wenn dessen Leben auf dem Spiel steht. 

Danke Jürgen Domain

Mein Dank geht an den Penguin-Verlag, für die Bereitstellung des Buches.


Jürgen Domian (Autor)

Jürgen Domian wurde 1957 in Gummersbach geboren. Nachdem er bei verschiedenen Sendern der ARD als Autor, Reporter arbeitete, moderierte er bis Ende 2016 die bimediale Telefon-Talkshow DOMIAN (WDR-Fernsehen/WDR-Hörfunk 1LIVE). 2003 wurde er für die Sendung mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Domian veröffentlichte erfolgreiche Romane und 2012 den Bestseller "Interview mit dem Tod".






Dienstag, April 11, 2017

Gemeinsam lesen, 11.04.2017



Gemeinsam lesen.
Nadja und Steffi von Schlunzenbücher machen es möglich. Hier gehts lang zu Schlunzenbücher
Es geht darum, jeden Dienstag über das aktuelle Buch Fragen zu beantworten.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?



Henriette und der Traumdieb (E-Book)

AutorInnen:

Wenn Träume verschwinden …
Keiner träumt wie Henriette. Jeden Morgen erinnert sie sich klar und deutlich an die Abenteuer der vergangenen Nacht – sogar herbeiwünschen kann sie ihre Träume. Doch eines Tages schlägt ein Traumdieb zu. Jede Spur von dem letzten Traum ist wie ausradiert. Obwohl der alte Buchhändler Anobium sie warnt, beschließt Henriette, den Dieb zu suchen und zur Rede zu stellen. Ihr Weg führt sie durch schöne und böse Träume, in die heiße Wüste, in den finsteren Wald der Alben und zu einer Tür, hinter der etwas Schreckliches lauert …

Seite 17 auf dem Reader. 1. Satz: >>Du besitzt nichts, was mich dazu bringen könnte, dir zu gehorchen.<<

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken, Gefühle, Zitate usw.)
Viel kann ich zu dem E-Book noch nicht sagen, da ich erst damit angefangen habe. Es handelt von einem Bücherladen, dessen Besitzer verstorben ist. Henriette kann sich Träume herbeiwünschen. An ihren letzten Traum kann sie sich nicht mehr erinnern. Jemand hat ihr ihren Traum geklaut.

Bisher finde ich die Geschichte nett. Da ich aber erst begonnen habe, kann ich nicht allzu viel darüber sagen. Ich habe das E-Book vom Verlag bekommen und werde meine allererste Blogtour mitmachen.


4.  Nimmst du an Lesechallenges teil? Wenn ja, planst du dein Lesen danach oder guckst erst, nachdem du ein Buch gelesen hast, ob es irgendwie passt?
(Mikka Liest ) 


Ich habe bisher erst einmal bei einer Leschallenge mitgemacht. Ich schaue grundsätzlich nicht, von welchem Verlag das Buch ist, welches ich gerade lese. Ich lese ja nur Bücher, von tollen Verlagen. Meine Bücherregale können das bezeugen. :-))))

Und Ihr so?

Ueberreuter-Verlag


Montag, April 10, 2017

Montagsfragen, 10.04.2017



Und schon wieder ist das Wochenende vorbei. Zeit Buchfresserchen eine Frage zu beantworten.

Montagsfrage: Welches Buch hast du zuletzt deiner Wunschliste hinzugefügt und wie bist du darauf aufmerksam geworden?



Marah Woolf

GötterFunke. Liebe mich nicht


Band 1 
Text von Marah Woolf
Einbandillustration von Frauke Schneider
"Sag das nie wieder, hörst du? Hast du verstanden, Jess?" Seine Stimme klang drohend und seine Augen glitzerten vor Zorn. "Liebe mich nicht."

Eigentlich wünscht Jess sich für diesen Sommer nur ein paar entspannte Wochen in den Rockys. Doch dann trifft sie Cayden, den Jungen mit den smaragdgrünen Augen, und er stiehlt ihr Herz. Aber Cayden verfolgt seine eigenen Ziele. Der Göttersohn hat eine Vereinbarung mit Zeus. Nur wenn er ein Mädchen findet, das ihm widersteht, gewährt Zeus ihm seinen sehnlichsten Wunsch: endlich sterblich zu sein. Wird Cayden im Spiel der Götter auf Sieg setzen, auch wenn es Jess das Herz kostet?

Marah Woolf, Autorin der MondLichtSaga und eine der erfolgreichsten Selfpublisherinnen Deutschlands, jetzt erstmals in einem deutschen Verlag!

Auch als E-Book erhältlich.
Ich bin durch eine Mail vom Verlag darauf aufmerksam geworden. Eine Bloggerfreundin hat das Buch zweimal bekommen und mir eine Ausgabe überlassen. 
Und wie seid Ihr auf das letzte Buch in Eurer Wunschliste aufmerksam geworden? Ich wünsche Euch eine schöne Woche.






Sonntag, April 09, 2017

Meine Meinung zu "Ikigai" von Francesc Miralles & Héctor García (Kirai)

Das Geheimnis für ein langes Leben

Worum geht es? Den Japanern zufolge hat jeder Mensch ein Ikigai. Ikigai ist das, wofür es sich lohnt, morgens aufzustehen, oder auch ganz einfach: »der Sinn des Lebens«. Das Ikigai ist in uns verborgen, und wir müssen geduldig forschen, um es zu finden. Gelingt es uns, haben wir die Chance, gesund und glücklich alt zu werden. Vorbild hierfür sind die Einwohner der japanischen Insel Okinawa, auf der die meisten Hundertjährigen leben. Was ist besonders? Die praktischen Anleitungen zeigen, wie man sein eigenes Ikigai entdeckt. Eine kleine Offenbarung sind zudem die zahlreich eingeflochtenen Erzählungen der Hundertjährigen, die ihr Ikigai-Geheimnis preisgeben. Wer liest? · Jeder, der auf der Suche nach dem Sinn des Lebens ist und für den Gesundheit ein hohes Gut ist.

Besucht Vorablesen und den Ullstein-Verlag! Dort bekommt ihr alle Infos zum Buch und könnt Euer Ikigai finden. 


Meine Meinung

Humor ist unser größtes Kapital!
Was bedeutet Ikigai? Warum gibt es Menschen, die weit über hundert werden? Diese Fragen haben meine Neugierde auf dieses Buch geweckt.
Ikigai ist das Glück, immer beschäftigt zu sein. Damit kann ich dienen. Mir ist nie langweilig. Doch leider lebe ich nicht in einem kleinen Dorf, in dem übermäßiger Stress ein Fremdwort ist. Vielmehr zählt man in meiner Welt zu den Loosern, wenn man nicht täglich einen vollen Terminkalender vorzuweisen hat.
Aber, ich sehe einen Wandel. Immer mehr Menschen erkennen, dass es ein Leben außerhalb Facebook und vollen Terminkalendern gibt. 

In diesem Ratgeber wird uns die Lebensweise der Japaner beschrieben. Ich dachte immer, gerade die Japaner wären ein Volk, dass zuviel arbeitet. Sie arbeiten tatsächlich viel, aber mit Freude. Nicht selten streicht ein Manager selber sein Büro, um bei dieser einfachen Tätigkeit abschalten zu können. Leider ist das aber auch in Japans Großstädten nicht immer der Fall.

In dem Dorf Ogimi gibt es die meisten Hundertjährigen. Sie fahren noch auf dem Fahrrad und legen oftmals weite Strecken zu Fuß zurück. Nach dem Frühstück arbeiten die Meisten in ihrem Garten. Sie ziehen selber ihr Gemüse. Die Ernährung dieser Menschen ist gesund. Fisch, selbst angebautes Gemüse und sogar Schweinefleisch stehen auf ihren Speisezettel. 
Im Dorf wird viel getanzt und Spielabende veranstaltet. Dort ist keiner allein. Man trifft sich regelmäßig. 
Ich konnte mir die Ortschaft bei den Bergen bildlich vorstellen. Die beiden Autoren haben mit Kameras und Aufnahmegeräten vieles festgehalten. Bei Wettkämpfen gegen die betagten Leutchen verloren. Ja, und ausgelacht wurden sie von den Rentnern auch. :-))) Ich habe mir das bildlich vorgestellt und musste auch lachen. Humor ist so ziemlich das Wichtigste, um ein gesundes und langes Leben zu führen. Tanzen lässt die Seele baumeln.

Bitte setzen sie sich nicht zur Ruhe. (Seite 20)


Bei uns in Deutschland reißt man ja Witze, über Rentner die arbeiten. In Japan zählt dies zu den Geheimwaffen für ein langes Leben. Sogar schwere körperliche Tätigkeit wird dort willkommen geheißen. Solange es die Gesundheit zulässt, wird dort geackert. 
Der Gesundheitszustand auf der Insel Ogimi ist der beste Beweis für die Lebenseinstellung der emsigen Alten. 
Es gibt fünf blaue Zonen. Dabei handelt es sich um Orte, bei denen die Menschen sehr alt werden.
1. Okinawa, Japan.
2. Sardinien, Italien
3. Loma Linda Kalifornien
4. Halbinsel Nicoya, Costa Rica.
5. Ikaria, Griechenland.

Alle fünf blaue Zonen haben eins gemeinsam: Die Menschen leben dort in Dörfern und sind auch im hohen Alter aktiv. Die Ernährung ist gesund. Es werden regionale Lebensmittel verzehrt.

Moai bedeutet in Japan Bindungen für ein langes Leben. Lokale Gemeinschaften werden gepflegt.
Beeindruckend finde ich auch, wie dort die Finanzen verwaltet werden.

Die Interviews mit den betagten Leuten fand ich sehr aufschlussreich. Wer erwartet, dass die Geheimwaffen der Bewohner neu sind, irrt sich gewaltig. Eigentlich wissen wir ja, wie wir leben sollen um gesund alt zu werden. Die zehn Ikigai Regeln am Ende sind eine ideale Zusammenfassung. 

Fazit


Diesen Ratgeber empfehle ich gerne weiter. Er birgt zwar nicht viel Neues, ist aber wunderbar geschrieben. Vom grünen Tee bis zu sanften Sportarten wird in diesem Buch alles ausführlich behandelt. Der Schreibstil ist flüssig. Jedes Kapitel enthält Tabellen, die alles verdeutlichen. Die verschiedenen Kapitel sind nicht zu lange. 
Abbildungen für sanfte Sportarten ermuntern zum Nachmachen. 

Sanfte Sportarten wie Joga usw. erfreuen sich bei uns schon seit Jahren großer Beliebtheit.
Dieses Büchlein bringt uns die Sichtweisen betagter Menschen in Japan näher. 
Vieles können wir auch in unseren Alltag integrieren. Manches ist jedoch für uns unmöglich, da wir nun mal nicht alle in einem Dorf leben. Nicht jeder kann sich sein Gemüse selber anbauen. Nicht jeder hat seinen Traumjob. Eins können wir jedoch machen. Versuchen unsere Einstellung zu ändern. Unser Ikigai zu finden. Ist es beruflich nicht möglich, dann eben in der Freizeit. 
In den Großstädten Japans sieht es anders aus. Da dürfte bei vielen Menschen das Ikigai auf Eis gelegt sein. Nach meinen Infos gibt es dort sehr wohl Menschen, die sich fast zu Tode arbeiten. Selbstmorde sind da auch keine Seltenheit. Der Kampf um Kariere und Macht lässt sämtliches Ikigai vermissen. Schade!

Danke Francesc Miralles & Héctor García

Mein Dank geht an Vorablesen und den Ullstein-Verlag für die Bereitstellung des Buches.




Francesc Miralles


Francesc Miralles ist ein Multitalent. Er macht Musik, schreibt, wurde vielfach ausgezeichnet, und arbeitete einige Jahre als Indie-Verleger. Heute ist er in seiner Lieblingsstadt Barcelona zuhause.


Héctor García (Kirai)


Héctor García (Kirai) wurde 1981 in Spanien geboren. Nachdem er als Informatiker in der Schweiz gelebt hat, zog er 2004 nach Tokyo, Japan, wo er in der Software- Entwicklung tätig ist. 

Mittwoch, April 05, 2017

Gemeinsam lesen, 05.04.2017



Heute mein verspäteter Beitrag zu Gemeinsam lesen.
Nadja und Steffi von Schlunzenbücher machen es möglich. Hier gehts lang zu Schlunzenbücher
Es geht darum, jeden Dienstag über das aktuelle Buch Fragen zu beantworten.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?



Seite 87. Erster Satz: Finde dein Lebensziel.


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken, Gefühle, Zitate usw.)

Das Buch ist bisher total interessant. Auf der Insel Okinawa gibt es die größte Anzahl Hundertjähriger. Die Japaner sind überhaupt ein Volk, welches sehr gesundheitsbewusst lebt. Sie gehen auch regelmäßig zum Arzt. Ikigai bedeutet: Glück, immer beschäftigt zu sein.
Vieles in dem Buch kennt man bereits aus anderen Büchern. Mir gefällt jedoch, wie Francesc Miralles und Héctor García uns ihr Wissen vermitteln. Ich habe jetzt knapp die Hälfte des Ratgebers gelesen und fühle mich bestens unterhalten.

>>Nur wenn du aktiv bleibst, wirst du dir wünschen, hundert Jahre zu leben.<< (Japanisches Sprichwort)

Ich könnte mir vorstellen, hundert Jahre zu leben, wenn ich dabei gesund sein darf. Und genau darum geht es in dem Buch. Die Interviews mit über Hundertjährigen sind richtig spannend. Da sind sogar Welche dabei, die auch Laster haben. Ich werde dieses informative Büchlein heute Nachmittag fertig lesen.


4. Auf welche Neuerscheinung/en 2017 freust du dich besonders?


Im Moment fällt mir keine ein. Ich bin satt! ich brauch kein Blatt! Aus welchem Märchen ist das? :-)

Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

Meine Meinung zu "Black Memory" von Janet Clark

Ein vermisstes Mädchen mit einer einzigartigen Inselbegabung.

Eine Ärztin, die sich an jedes Detail ihrer Ausbildung erinnern kann, aber nicht an ihren Namen und auch nicht an das Verbrechen, das sie begangen haben soll.

Als Clare orientierungslos auf einem Boot vor der indonesischen Küste erwacht, wird sie verhaftet. Sie soll ein kleines Mädchen entführt haben. Nur durch den Einsatz eines Mannes, mit dem sie angeblich verheiratet ist, kommt sie frei.

Zurück in London begreift sie, dass der Schlüssel zu dem Schicksal des vermissten Mädchens in ihrer Erinnerung vergraben ist. Doch diese ist verschüttet - von einem Trauma, so extrem, dass sich Clare mit einem völligen Blackout schützt.


Wollt ihr Gänsehautfeeling und fast 400 Seiten im Dunklen tappen? KLICK:Heyne-Verlag

Meine Meinung

Wer ist Freund-wer Feind?

Ein Boot vor der indonesischen Küste. Eine Frau die erwacht und nicht weiß, wer sie ist. Warum klebt ihr die Zunge am Gaumen? Warum hat sie Verletzungen, die bei jeder Bewegung starke Schmerzen verursachen? Warum klebt ihr überall Meersalz auf der Haut? Wer ist der Mann im Boot, der sie anscheinend aus dem Meer gefischt hat?

So beginnt dieser phänomenale Thriller, der mir eine schlaflose Nacht beschert hat. Knapp 400 Seiten habe ich auf einen Tag gelesen. 
Ich weiß gar nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Am besten mit Clare.

Clare weiß nicht, wie sie nach Indonesien gekommen ist. Sie kann sich an nichts erinnern. Sie weiß noch nicht mal ihren Namen. Sie verfügt über eine sehr umfangreiche Bildung, an die sie sich komischerweise erinnern kann.
Clare wird eines Verbrechens beschuldigt und landet in einem Gefängnis, welches den Vorschriften in keinster Weise entspricht. Sie soll ein Kind entführt haben.
Dann wird sie von zwei Männern aus dem Gefängnis abgeholt. Einer davon ist angeblich ihr Mann. 

Bei dieser Geschichte wusste ich nie, wer Clare gut gesinnt ist. Wer ist Freund-wer Feind?!
Ihr Mann Paul verheimlicht ihr viele Dinge. Sperrt sie in die Londoner Wohnung ein. Zu ihrer eigenen Sicherheit, meint er. Bei dem entführten Mädchen soll es sich um ihre Tochter Bonnie handeln.
Clare ist verzweifelt. Eigentlich müsste sie sich doch an ihr Kind erinnern. Sie versteht nicht, warum sie sich an ihre Fähigkeiten als Ärztin erinnern kann, ihr eigenes Kind jedoch im Dunklen bleibt. Bonnie hat angeblich seltene Fähigkeiten.
Ihr Suche nach Bonnie führt sie nach Italien. 
Clare weiß nicht,  wem sie glauben darf. Clare weiß noch nicht einmal, von wem sie eigentlich davonlaufen muss. Clare will unbedingt ihre Tochter finden. Für Clare beginnt ein Kampf um ihr Leben. Auch um das Leben ihrer Tochter? Genau diese Frage hat mich durch die Seiten rasen lassen!

Fazit

Die Protagonisten sind sehr gut gezeichnet. Der Schreibstil ist flüssig. Die Geschichte wird aus der Sicht von Claire erzählt. Viele Menschen begegnen Claire auf der Suche nach Bonnie. Sie hat viele Freunde, die ihr helfen wollen. Doch sie muss erst feststellen, wem sie wirklich trauen kann.
Mir ging es wie Clare. Ich wusste Paul nicht einzuordnen. Einerseits kam er mir sehr liebevoll Clare gegenüber vor, anderseits befürchtete ich Clares größtem Feind in ihm. Jedes Mal wenn ich dachte, nun hat Clare jemand gefunden, der ehrlich zu ihr ist, hat eine Ereignis diese Hoffnung zunichte gemacht. 
Claire muss schrittweise wieder Zugang zu ihrem Gedächtnis finden. Die Methoden, die man ihr anbietet, sind sehr gefährlich. Sie sucht in Florenz Hilfe. Teresa Terenzo ist Ärztin. Ich war sehr gespannt, ob sie Claire wirklich weiter helfen kann.
So ging es mir fast 400 Seiten lang. Hoffen und Bangen! Meine Vermutungen stellten sich nie als richtig heraus. Die letzten Seiten des Buches waren für mich Nervenkitzel pur.

>>Wenn wir uns nicht erinnern, können wir nicht verstehen.<< (E.M. Forster)

Ob mir das Ende gefallen hat? Nicht nur das! Der Thriller beginnt mit einer Spannung, die sich kontinuierlich aufbaut.  "Black Memory" ist mein Thriller-Highlight 2017!
Ich bin gespannt, ob das noch zu toppen ist. 

Danke Janet Clark

Mein Dank geht an den Heyne-Verlag für die Bereitstellung des Buches.