Montag, Dezember 26, 2016

Meine Meinung zu "Zimtzauber" von Katrin Koppold

Stell dir vor, du hast Pech - zum Glück!

Die Buchhändlerin Elisa ist nicht abergläubisch. Doch seit sie aus Versehen den äußerst attraktiven Schornsteinfeger zu Fall gebracht hat, geht in ihrem Leben einiges schief. Als ihr eine Wahrsagerin auf einer vorweihnachtlichen Party eine tiefschwarze Aura bescheinigt und furchtbares Pech prophezeit, wird ihr klar: Sie muss den Mann aufsuchen und ihn um Verzeihung bitten. 
Das ist allerdings gar nicht so einfach. Denn der Schornsteinfeger hat sich über Weihnachten in die Abgeschiedenheit der Berge zurückgezogen und ist überhaupt nicht begeistert, als Elisa auf einmal dort auftaucht und ihn mit Aufmerksamkeit überschüttet. Bis ein Unfall am Heiligen Abend die beiden unerwartet zusammenschweißt ...

Ein bezaubernder Roman voller Romantik, Humor und Weihnachtsmagie. 

Hier könnt Ihr die Bekanntschaft mit Elisa machen. Ein Tipp von mir: SETZT EINEN STURZHELM AUF! KLICK: Amazon


Zum Inhalt

Diese Weihnachtsgeschichte besticht durch eine tollpatschige Protagonistin, welche die Lachmuskeln arg strapaziert.
Elisa führt einen Buchhandel. Als sich einmal ein Vogel im Schornstein verirrt, schafft der Schornsteinfeger Mark Abhilfe. Zum Dank bringt ihn Elisa, mittels eines Besenstiels, zu Fall.
Auf einer Scheidungsparty entdeckt eine Wahrsagerin, dass es um ihre Aura schlecht bestellt ist. Sie muss sich unbedingt bei einem Menschen entschuldigen, dem sie Leid zugefügt hat.
Da kommt eigentlich nur der Schornsteinfeger in Frage. Der befindet sich jedoch im Moment in einem Luxushotel in den Bergen. Da hilft nur eins: Ab in die Berge!

Meine Meinung

Die Autorin hat es geschafft, weihnachtliche Stimmung zu verbreiten, die dem Leser Lachtränen in die Augen treibt. Egal was Elisa anpackt, es. geht. schief!
Der gebeutelte Schornsteinfeger ist alles andere als begeistert, als Elisa ihn extra aufsucht, um sich zu entschuldigen. Klar, sie will diesen Fluch loswerden. Mark will sie los werden.
Ich würde jetzt wahnsinnig gerne erzählen, was Mark mit Elisa alles im Hotel, (und außerhalb) erlebt hat. Damit würde ich anderen Lesern aber das Lesevergnügen stehlen.
Lasst Euch verzaubern von der wunderschönen, winterlichen Landschaft. Dem Sternenhimmel, dem Glitzern des Schnees auf den Bäumen und den Versuchen von Elisa, sich dem Fluch zu entledigen. :-)))

Fazit

Eine wunderschöne Berglandschaft und ein Luxushotel bringen uns in weihnachtliche Stimmung.
Eine Protagonistin, der ich jede Sünde erlassen würde, vorausgesetzt sie nimmt davon Abstand, sich bei mir zu entschuldigen. Obwohl, so eine Biermassage hat schon was. :-)
Ein Buchhandel in Not und liebenswerte Charaktere runden die Geschichte ab.

Ob mir das Ende gefallen hat? Ja, es aktiviert das Kopfkino.

Eine kurze Weinachtsgeschichte, die nichts vermissen lässt!

Unbedingt lesen.

Danke Katrin Koppold.


Biografie

"Wenn du an eine Weggabelung kommst, geh einfach drauf zu".

Dieses Zitat aus dem Film "360°", das die Autorin ihrem Debutroman "Aussicht auf Sternschnuppen" vorausgestellt hat, trifft ihre Lebensphilosophie ziemlich genau. Nicht lange zaudern, Neues ausprobieren, auch wenn man sich dabei blaue Flecke holt, Risiken eingehen, Visionen haben!
Nach Abitur und Studium ist Katrin Koppold viel gereist, hat die Welt erkundet, als Fitnesstrainerin, Journalistin, Mode- und Kosmetikdarstellerin und in einem Restaurant gearbeitet, bevor sie den Mann ihrer Träume kennen gelernt hat und sesshaft geworden ist. Heute lebt sie mit ihrer Familie und den Katzen Merlin und Fiona in einem Häuschen in der Nähe von München. 
Ihre Romane rund um die Liebe, das Leben und das große Glück lässt sie immer wieder an Orten spielen, an die sie ihr Herz verloren hat: Italien, Irland, München, Paris ... 

Weitere Werke von Katrin Koppold findet Ihr hier: AMAZON




Meine Meinung zu "Das Geheimnis der Schwimmerin" von Erika Swyler

Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …

Hier bekommt Ihr weitere Infos zum Buch. Hier könnt Ihr lernen, wie man unter Wasser den Atem anhält. KLICK: 
Limes-Verlag


Das Geheimnis des Wassers und der Wahrsager.



Zum Inhalt

Die Familiengeschichte von Simon Watson hat mich fasziniert. Ein Haus, welches dabei ist über den Abhang zu stürzen, wenn nicht bald etwas unternommen wird. Der Sund leistet ganze Arbeit.
Simon ist Bibliothekar. Er erhält ein uraltes Buch mit Tagebucheinträgen und Zeichnungen. Simon merkt schon nach wenigen Seiten, dass dieses Buch etwas mit seiner eigenen Familiengeschichte  zu tun hat. In der Vergangenheit fanden Frauen den Tod im Atlantik. Immer am 24. Juli. Seine eigene Mutter ertrank auch an einem 24. Juli.
Simons Schwester Enola kommt kurz vor dem 24. Juli zu Besuch. Simon hat Angst um seine Schwester.

Meine Meinung

Simon ist in dieser Geschichte der Haupt-Protagonist. Das Familiendrama wird aus seiner Sicht erzählt. Er ist vom Schicksal stark gebeutelt. Er verliert seinen Job als Bibliothekar. Das uralte Buch zieht ihn in seinen Bann. Das Leben von Zirkusleuten ist mehr als spannend. Tarot-Karten und seltsame Schausteller geben ihm einige Rätsel auf.
Der Wechsel vom 18. Jahrhundert in unsere Zeit gelingt der Autorin mühelos. Simon entdeckt, dass es auch im 18. Jahrhundert Schwimmerinnen gab. Seine Mutter hatte ihm beigebracht, wie man die Luft anhält, um lange Zeit unter Wasser bleiben zu können.

Den Schreibstil fand ich außergewöhnlich. Er kommt ohne blumige Formulierungen aus. Jeder Satz bringt die Dinge genau auf den Punkt.
Ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, auf einem Stein an der Küste Long Islands zu sitzen, und die verschiedenen Menschen zu beobachten. Einmal im 18. Jahrhundert bei den Zirkusleuten und dann wieder in unserer Zeit. Den Frauen aus der Vergangenheit haftet etwas Geheimnisvolles an.

Simon liest die Tagebucheinträge und auch die Gegenwart beginnt sich zu verändern. Dieses Gefühl hatte ich sehr stark.
Seine Schwester legt Tarot-Karten. Das Wahrsagen und die geheimnisvollen Menschen verleihen der Story Okkultes.

Den Menschen in diesem Buch haftet Traurigkeit an. Keiner scheint glücklich zu sein.

Fazit

Das Setting schafft eine Atmosphäre, die einem den Geschmack von Meersalz auf die Lippen zaubert. Man sieht zahllose Krebse am Strand.
Die Ereignisse des 18. Jahrhundert sind sehr stark mit der Gegenwart verwoben.
Bibliothekare, die eine Leidenschaft für uralte Bücher haben.
Ein altes Buch, welches wirklich Leiden schafft.
Familiengeheimnisse, wie ich sie so noch nie gelesen habe.
Protagonisten die ohne Weichzeichner daherkommen.
Ein Haus, das auf Wanderschaft gehen möchte und die Bewohner nicht mehr dulden mag.

Besonders die Frauen scheinen eine tragende Rolle bei den Tragödien zu haben.
Aber, wer behauptet eigentlich, dass nur Frauen den Ruf des Wassers erhalten?
Gute Schwimmerinnen, die ertrinken. Das Warum hat mich durch die Seiten rasen lassen.
Besonders eine Schaustellerin im 18. Jahrhundert hat hat die Wege mit Unglück gepflastert .....

Eine Empfehlung von mir an Alle, die sich auf eine Geschichte einlassen wollen, deren Schreibstil dem Einheitsbrei ein Schnippchen schlägt.

Ob mir das Ende gefallen hat? Ganz ehrlich .. ich überlege noch .....

Ich gratuliere Erika Swyler zu ihrem Debüt. Danke für diese tolle Familiengeschichte.

Mein Dank geht an den Limes-Verlag


Erika Swyler (Autorin)

Erika Swyler besuchte die New York University und hat bereits für die Bühne sowie diverse Literaturmagazine und Anthologien geschrieben. Geboren und aufgewachsen in Long Island, lernte sie schwimmen, noch bevor sie laufen konnte. Vor Kurzem zog sie von Brooklyn zurück in ihren Heimatort, der sie zu ihrem Debüt Das Geheimnis der Schwimmerin inspirierte.

Werner Löcher-Lawrence (Übersetzer)

Werner Löcher-Lawrence, geb. 1956, studierte Journalismus, Literatur und Philosophie, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München und als Lektor in verschiedenen Verlagen. Er ist der Übersetzer von u.a. Ethan Canin, Patricia Duncker, Michael Ignatieff, Jane Urquhart.