Montag, November 14, 2016

Meine Meinung zu "Die kleine Bäckerei am Strandweg" von Jenny Collan

Jenny Colgan studierte an der Universität von Edinburgh und arbeitete sechs Jahre lang im Gesundheitswesen, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. In England ist sie seit mittlerweile gut zehn Jahren eine Bestseller-Autorin. Mit dem Marineingenieur Andrew hat Jenny Colgan drei Kinder und die mehr ...
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Zum Inhalt

Polly flüchtet nach einer großen Lebenskrise von Plymouth in das wenig beschauliche Polbearne in Cornwall. Die Beziehung zu ihrem Freund scheiterte, nachdem er Konkurs anmelden musste. Geld weg, Wohnung futsch, Beziehung kaputt!
Polly mietet ein Haus, das aussieht, als wenn eine Abrissbirne angebracht wäre. Nahe am Meer und kaum Tourismus. 
Bald schon hat sie zu den Fischern einen herzlichen Kontakt. Ihre Vermieterin Gillian Manse ist gleichzeitig die Besitzerin einer Bäckerei im Ort. Das Brot, welches sie herstellt, ist einfach nur geschmacklos.
Polly hat ein Faible für das Backen von Brot. 
Nachdem Polly das verkommene Häuschen einigermaßen auf Vordermann gebracht hat, lenkt sie sich mit Brot herstellen von ihren Sorgen ab. Ein köstlicher Duft weht die Küste entlang.
Ihrer Vermieterin ist Pollys Brot ein Dorn im Auge!

Meine Meinung

Polly ist mir sehr sympathisch. Trotz ihrer großen Pechsträhne fängt sie ganz von vorne an. Von einer luxuriösen Wohnung zu einer Bruchbude ist bestimmt nicht leicht. Doch, Polly und ihr Sinn für Humor, ebnen ihr den Weg zu einem Neuanfang.
Einen guten Draht hat sie zu einem Amerikaner, der Honig herstellt. Das Haus an einem Waldrand, in welchem er wohnt, erinnert Polly an ein Märchenhaus. Polly spürt, dass auch Huckle vor irgendwas davongelaufen ist.
Die Geschichte liest sich wie ein schöner Urlaub. Davon ist Polly jedoch erstmal weit entfernt. 
Die Einheimischen verstehen sie und Huckle nicht. Polbearne wurde von den meisten Bewohnern verlassen. Arbeit ist rar. Tourismus gibt es kaum. Das Leben auf der Insel ist ein einziger Überlebenskampf. 
Trotzdem spürt man die Liebe zur Insel zwischen den Zeilen. Man würde die Insel, die zeitweise vom Festland abgeschnitten ist, gerne selber erleben.
Man möchte von dem leckeren, frischgebackenen Brot kosten, welches Polly mit so viel Liebe bäckt. 
Dazu die verschiedensten Sorten Honig von Huckle.
Süß fand ich das Papageientaucherjunge, das mit einem verletzen Flügel bei Polly gestrandet ist. Polly wird vom Tierarzt gewarnt, keine enge Beziehung zu dem Tier aufzubauen. Sobald sein Flügel wieder gesund ist, muss er zu seinen Artgenossen. Und sie soll ihm keinen Namen geben.
Viele Dinge kommen ins Rollen, nachdem Gillian Manse einen Unfall hat.

Fazit

Cornwall, das Meer, der Duft von köstlichem Brot und ein Papageientaucher,  haben mich in eine märchenhafte Welt entführt. 
Abgeschnitten vom Rest der Welt! Manchmal träumt wohl jeder davon.
Der wunderbare Schreibstil und die sympathischen Protagonisten haben mir eine Reise ermöglicht, wie man sie in keinem Reisebüro angeboten bekommt. 
Ich durfte miterleben, wie Polly ihre Träume verwirklicht.
Die Geschichte zeigt, dass ein Mensch wie Gillian nicht immer so grimmig war.
Auch ein starker, großer Mann wie der Amerikaner, kann eine sehr sensible Seite haben.
Ich weiß zwar nicht, ob ein Papageientaucher wirklich zahm werden kann, aber ein bisschen Märchen darf in einem Roman schon dabei sein.

Ob der Perlentaucher wieder zurück zu seinen Artgenossen geflogen ist? Das verrate ich nicht. Nur soviel: >>Sie nannte ihn ...........<<

UNBEDINGT LESEN!

Danke Jenny Collan

Mein Dank geht an den PIPER-VERLAG