Mittwoch, November 02, 2016

Meine Meinung zu "Und nebenan warten die Sterne" von Lori Nelson Spielman



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 Zum Inhalt

Annie und Kristen sind Schwestern, wie sie verschiedener nicht sein könnten. Während die zierliche blonde Kristen das Leben mit Freunden genießt, reicht Annie der Kontakt zur besten Freundin. 
Erika ist alleinerziehende Mutter der Beiden. Sie nimmt an einem Wettbewerb teil. Ihr Ziel ist zu den 50 erfolgreichsten Wohnungsmaklerinnen New Yorks zu gehören. Leider bleibt da nicht mehr viel Zeit für die Sorgen und Nöte ihrer Töchter.
Erika kann ihr Versprechen nicht einhalten. Sie wollte normalerweise ihre beiden Töchter zur Uni fahren. Beide müssen mit dem Zug fahren. 
Sie sitzt mit einem Bekannten in einem Lokal und hört von einem Zugunglück. Es ist der Zug, in dem ihre beiden Töchter zur Uni fahren.
Doch, es ist nur Kristen verunglückt. Annie saß nicht im Zug.
Als dann auch noch Annie spurlos verschwindet, macht sich Erika auf die Suche.

Meine Meinung

Die Geschichte wird aus der Sicht von Erika in der Ichform- und von Annie in der dritten Person erzählt. Die Autorin hat einen Schreibstil, der die Protagonisten zum Leben erweckt. Man spürte ihre Trauer und die Unfähigkeit diese auszuleben.
Erika möchte stark sein und bemerkt nicht, wie dringend Annie sie gebraucht hätte. Annie hatte ein Lügennetz aufgebaut. Sie verschwieg den wahren Grund, warum sie nicht mit Kristen im Zug war. Annie konnte ihre Mutter überzeugen, dass Kristen nicht tot ist. 

Ich konnte nicht verstehen, warum zwischen Annie und ihrer Mutter kein klärendes Gespräch stattgefunden hatte. Annie machte auf mich einen ziemlich verlogenen Eindruck. Im Lauf der Geschichte änderte sich meine Meinung jedoch.
Erikas Tochter war nicht der einzige Mensch, mit dem Erika eine Aussprache gebraucht hätte. Mit ihrem Vater hatte sie, seit dem Tod ihrer Mutter, kaum noch Kontakt. Ich konnte ja verstehen, dass Erika unter enormen Stress stand. Dem komischen Verhalten von Kristen schenkte sie zu wenig Beachtung. Die Schuldgefühle, weil sie ihre Töchter nicht zur Uni gefahren hatte, ertränkte sie in Arbeit. 
Erika musste an einen Spruch ihrer Mutter denken: >>Verwechsle niemals das, was wichtig ist, mit dem, was wirklich zählt<<

Fazit

Dies war nun das zweite Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Lori Nelson Spielmans Augenmerk gilt hauptsächlich trauernden Menschen. Gekonnt führt sie den Leser durch die verschiedenen Trauerphasen. In dieser Geschichte spürt man sehr stark "das nicht wahrhaben wollen." Das Verschwinden von Kristen öffnet sämtliche Schleusen. Annie wächst über sich selbst hinaus. Erika stellt sich ihren Problemen. Auf der Suche nach Kristen findet sich vor allem Erika selber wieder. 

Jedoch mutet die Story in keinster Weise wie ein Trauerbuch an. Es gibt einige Passagen zum Schmunzeln. 


Diese Geschichte enthält Trauer, Hoffnung, Liebe, eine Prise Humor und Familie. Es muss alles nur noch gefunden werden.
Besonders gut gefielen mir die Weisheiten fürs Leben. Ob mir das Ende gefallen hat? Es war so anders, als ich vermutet hätte .....

Unbedingt lesen!

Danke Lori Nelson Spielman

Mein Dank geht an LOVELYBOOKS und FISCHER-VERLAG