Dienstag, September 06, 2016

Gemeinsam lesen, 06.09.2016. ALLES LICHT, DAS WIR NICHT SEHEN


Ich habe diese tolle Aktion bei Sonjas Bücherinfos und mehr entdeckt. Hier gehts lang zu Sonja!

Ins Leben gerufen haben es Schlunzenbücher. Hier gehts lang zu Schlunzenbücher

Es geht darum, jeden Dienstag über das aktuelle Buch Fragen zu beantworten.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Seite 206. Erster Satz: Stabsfeldwebel von Rumpel steigt im Dunkeln eine Leiter hinauf.

3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken, Gefühle, Zitate usw.)


Ich mache bei einer Leserunde mit. Da ich das Buch schon seit längerer Zeit lesen möchte, kommt es mir gelegen.
Ich dachte es ist eine Geschichte über ein blindes Mädchen. Ist es ja auch. Den größten Platz in der Geschichte nimmt jedoch der zweite Weltkrieg ein. Ich habe mich vorher nicht so mit dem Inhalt befasst und bin sehr überrascht. Mir gefällt das Buch sehr bisher. Der deutsche Werner und die Pariserin Marie- Laure sind mir  sympathisch. Jedes Kapitel erzählt einmal von Marie-Laure- dann wieder von Werner. Die Kapitel sind kurz gehalten. Der Autor bedient sich einer wunderschönen Sprache.

4. Wenn du dich entscheiden müsstest, würdest du lieber nur deine 10 Lieblingsbücher besitzen, oder so viele wie du wolltest,aber nicht deine Lieblings? (Frage von Zauberfees Büchergrotte)


Natürlich würde ich so viele nehmen wie ich wollte. Ich habe die Bücher alle gleich lieb. :-))))))))

Und Ihr so????

Meine Meinung zu "Die Stimme des Vergessen " von Sabine Kornbichler




Als die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo das Haus des verstorbenen Albert Schettler betritt, sind die Zeichen seiner Paranoia unübersehbar. Die Türen sind mehrfach gesichert, alle Fenster vergittert. In einem Brief, den er hinterlassen hat, steht, jemand werde versuchen, an den brisanten Inhalt seines Bankschließ­fachs zu gelangen. Kristina hält das für Verfolgungswahn, doch dann werden die Unterlagen tatsächlich gestohlen. War Schettlers Angst begründet? Kristinas Recherchen bringen ungeahnte Wahrheiten ans Licht …
  • € 9,99 [D], € 10,30 [A]
  • Erschienen am 01.07.2016
  • 416 Seiten, Kartoniert
  • ISBN: 978-3-492-30944-8
Sabine Kornbichler, geboren 1957, wuchs an der Nordsee auf und arbeitete in einer Frankfurter PR-Agentur, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Schon ihr erster Roman, »Klaras Haus«, war ein großer Erfolg. Mit »Das Verstummen der Krähe«, ihrem ersten Kriminalroman um die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo, wurde sie für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Sabine Kornbichler lebt und arbeitet als Autorin in München.





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Zum Inhalt

Die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo hat es dieses Mal mit einem ganz besonderen Fall zu tun.
Das Haus des verstorbenen Albert Schettler gleicht einem Gefängnis. Alle Fenster sind vergittert. Die Türen mehrfach gesichert. Litt Schettler unter Verfolgungswahn oder waren seine Ängste begründet? Muss man die schriftlichen Warnungen, die er hinterlässt, ernst nehmen?


Meine Meinung

Der Krimi beginnt mit einem Auszug aus einem Vernehmungsprotokoll.

Ich habe mich sehr gefreut, Kristina wieder zu treffen. Kristina arbeitet als Nachlassermittlerin und beweist wieder mal detektivische Fähigkeiten.
Das Leben, das Schettler geführt hatte, kann man nicht als Solches bezeichnen. Angst war sein ständiger Begleiter. Überall sah er Gefahr. Umso mehr wundert sich Kristina über den schmuddeligen Untermieter, den Schettler beherbergte.

Ich habe mich in diesem Krimi richtig wohl gefühlt. Das lag mit Sicherheit nicht an den Verbrechen, die Schettlers Tod ans Tageslicht brachte. Vielmehr sorgen Christina und ihre Freundinnen für den Wohlfühlfaktor. Auf ihre zuverlässige Mitarbeiterin Funda kann sie sich zu 100% verlassen. Die junge Mutter merkt sofort, wenn es Kristina schlecht geht und versorgt sie dann mit türkischen Spezialitäten. Mehr wie einmal ist mir das Wasser im Mund zusammengelaufen.
Kristina bringt sich in eine wahnsinnig gefährliche Situation. Henrike,  mit ihrem unfehlbaren Spürsinn und Röntgenblick, rettet Kristina in letzter Sekunde. Henrike und Kristina sind gute Freundinnen. Henrike verdient ihr Geld mit alten Trödel. Das war nicht immer so. Sie liebt grünen Tee und das Klönen mit Kristina.
Simon ist Kristinas große Liebe. Der Haussegen hängt im Moment schief, Auch bei ihren Eltern ist einiges geboten.
Ist es das ganze Drumherum, welches Kris unvorsichtig macht? Ist es ihr Liebeskummer, der ihren Blick trübt? Oder, hat sie es ganz einfach mit gerissenen Menschen zu tun?

Der Hund Rosa und die Krähe Alfred verleihen Kristinas Alltag eine beruhigende Routine. Eine Routine dir ihr gut tut, als nichts mehr so ist wie es sein sollte und sich Nachts jemand Eintritt in ihr Haus verschafft.

Fazit

Der Tod von Schettler führt Kristina und Henrike nach Korsika.
Kristina begegnet einigen Menschen bei ihren Recherchen. Die meisten davon haben eines gemeinsam: ANGST!
Der Tod eines Kindes vor vielen Jahren spielt auch eine Rolle.
Ich hatte einen Verdacht. Eigentlich lag ich richtig. Aber, nicht ganz. Warum nicht ganz? Ich habe nichts von diesem Talent gewusst.

Der flüssige Schreibstil und die authentischen Protagonisten bescheren einem Kopfkino. Die Autorin unterhält gute 400 Seiten lang. Sie kommt ohne blutige Szenen aus und besticht mit einer gut durchdachten Geschichte. Besonders spannend empfand ich die Protokolle, die immer wieder wieder zu lesen sind. Sie spielen in einem Zeitraum, nachdem das Geheimnis bereits gelüftet ist.

Wer gut durchdachte Krimis mag liegt hier richtig. Mich konnte die >>Stimme des Vergessens<< überzeugen, Gut gefallen hat mir eine Erklärung über die >>Stimme des Vergessens.<<

Danke Sabine Kornbichler

Mein Dank geht an den PIPER-VERLAG