Mittwoch, Juni 29, 2016

Gemeinsam lesen 29.06.2016 Muchachas-Kopfüber ins Leben



Ich habe diese tolle Aktion bei Sonjas Bücherinfos und mehr entdeckt. Hier gehts lang zu Sonja!

Ins Leben gerufen haben es Schlunzenbücher. Hier gehts lang zu Schlunzenbücher

Es geht darum, jeden Dienstag über das aktuelle Buch Fragen zu beantworten.

Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


Ich bin immer noch auf Seite 8.
Aus zwei gescheiterten Ehen hat sie zwei Töchter, die ihr den letzten Nerv rauben.
Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken, Gefühle, Zitate usw.)


Zitat: >>Ich gehe so spät schlafen und stehe so früh wieder auf, dass ich mir selbst im Treppenhaus begegne!<< Was meint Ihr? Nach diesem Zitat hat ein Buch schon fast gewonnen, oder?!

Denkt bitte nicht, dass mir dieses Buch nicht gefällt. Ich habe mehrere Bücher gelesen. In letzter Zeit war es wie verhext. Ich bin nie so richtig zum Lesen gekommen. Aber jetzt!!!! Das hat sich die letzten Tage wieder geändert. Muss auch noch zwei Rezis schreiben. 


Isst oder trinkst du gerne beim Lesen?

Jaaaa! Ich trinke für mein Leben gerne Latte Machiato beim Lesen. Hab sogar einen Lieblingsbecher. 
Mit Sommer der Blaubeeren habe ich damals den Becher bekommen.

Ach und, das im Hintergrund sind nicht meine Beine ;-)))))



Und Ihr? Verratet Ihr mir Eure Gaumenfreuden beim Lesen?

Liebe Grüße, Gisela





Meine Meinung zu "Wie ein Schmetterling im Wind" von Anna Loyelle


INFO

Nicht immer ist alles so, wie es scheint. Manchmal stößt man auf Geheimnisse, die man nicht erfahren will, aber sie helfen einem zu verstehen – und zu verzeihen. Die sechzehnjährige Nora ertrinkt im elterlichen Swimmingpool. Ein harter Schlag für ihre beste Freundin Alicia. Die beiden waren enge Freundinnen und gingen durch dick und dünn. Als sich Alicia ein Erinnerungsstück aus Noras Zimmer holt, findet sie ihr Tagebuch und einen Schlüssel, der nirgendwo zu passen scheint. Allmählich wird ihr klar, dass ihre Freundin viele Geheimnisse mit sich herumtrug. Geheimnisse, die sie innerlich zerfraßen. Immer grauenhaftere Dinge kommen ans Tageslicht, die Alicia nicht glauben will. Nach und nach öffnen sich neue Türen, die sie dem Geheimnis Stück für Stück näherbringen. Schon bald wünscht sich Alicia, das Tagebuch niemals gefunden zu haben.


Vita



Anna Loyelle, alias Andrea Kammerlander, wurde 1972 in Schwaz in Tirol im Zeichen des Zwillings geboren. In der Marktgemeinde Jenbach aufgewachsen, entdeckte sie bereits in der Grundschule den Hang zum Schreiben. Ihre Gedanken brachte sie damals mit der Füllfeder in einem Schulheft zu Papier, und erfreute ihre Mitschüler und Lehrer vorwiegend mit Abenteuer- und Tiergeschichten. Mit vierzehn Jahren schrieb sie ihr erstes Buch, das sieben Jahre später veröffentlicht wurde. (...)

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Zum Inhalt

Von der ersten Silbe an hat mich die Geschichte von Alicia und Nora gepackt. Nora ertrinkt im elterlichen Swimmingpool und Alicia steht am Fenster. Es ist dunkel. Irgendwas stimmt im Garten ihrer Freundin nicht. Da huscht etwas vorbei. Ach, das war ja nur eine Katze. Alicia legt sich in ihr Bett und schläft beruhigt weiter.
Nora hat einen Todeskampf und denkt: "Alicia, du bist meine beste Freundin. Merkst du nicht was mit mir los ist?" Nora ertrinkt.

Am nächsten Tag wacht Alicia auf und hört viele Menschen, die sich im Nachbargarten befinden. Sie läuft zum Garten rüber und bahnt sich einen Weg zu Nora. Zur toten Nora!

Meine Meinung

Die Szene, in der Nora mit dem Tode ringt und verzweifelt an ihre beste Freundin denkt, geht unter die Haut. 
War es ein Unfall oder Mord? Wer würde denn ihre beste Freundin umbringen wollen?
Alicia bittet Noras Mutter, sich ein Andenken aus Noras Zimmer nehmen zu dürfen. 
Langsam betritt sie das Zimmer. Sie findet ganz oben auf einem Bücherregal Noras Tagebuch. Alicia reagiert auf diesen Fund verstört. Normalerweise hatten die Freundinnen keine Geheimnisse voreinander. Warum hatte Nora ihr nie erzählt, dass sie ein Tagebuch geführt hat? 
Dann findet sie Fotos von Nora. Fotos, die Alicia daran zweifeln lassen, dass sie Nora je richtig gekannt hat.

Das Elternhaus von Nora kam mir ziemlich unharmonisch vor. Der Vater vermittelte den Eindruck eines komischen Kauzes. Er blieb mir irgendwie fremd. Ich hatte das Gefühl, er konnte mit der Trauer nicht umgehen. Die Mutter schluckte schon vor dem Tod ihrer Tochter Valium. Für mich ein Zeichen, dass diese Frau stets unglücklich war.

Alicias Eltern dagegen vermittelten ein Gefühl von Geborgenheit. Sie zeigten viel Verständnis für Alicias Trauer. Viel Trost konnte ihr auch ihr Schwarm Catos geben. Nach dem Tod von Nora bahnte sich bei den Beiden eine zarte Liebesgeschichte an. Catos half Alicia die wahren Gründe für den Tod ihrer Freundin aufzudecken. Sorgte dafür, dass Alicia wieder genug Nahrungsmittel zu sich nahm. Sie mussten feststellen, dass ihre Ermittlungen nicht ungefährlich sind.

Fazit

Die Autorin versteht es, den Leser in den Fall mit rein zu ziehen. Die Emotionen der Protagonisten sind spürbar beschrieben. Die langsame Annäherung von Catos zu Alicia sorgt für Prickeln in den "unteren Regionen!" Die Liebesszenen sind wahrlich wunderschön beschrieben. Einzig die Formulierung "untere Regionen" fand ich etwas nervig und zu häufig.
Nora lernt man im Laufe von Alicias Ermittlungen sehr gut kennen. Die verlorene Seele hatte so viele Geheimnisse, an denen Alicia oft schier verzweifelte. Warum hatte sich ihrer beste Freundin ihr nicht anvertraut? 
Alicia wird von Schuldgefühlen geplagt. Warum hatte sie auf die Veränderungen von Nora nicht besser reagiert? 
Der Spannungsbogen beginnt mit dem Prolog und steigert sich kontinuierlich bis zum Epilog.
Der Schreibstil liest sich wie Butter und lässt einen durch die Seiten fliegen. 
Die gut durchdachte Geschichte dürfte auch Lesern gefallen, die viele Thriller lesen. Sie brilliert als Jugendbuch- sowie als Thriller. Die Gedanken von sämtlichen Rückblenden aus Alicias- und Noras Leben, vermitteln ein klares Bild der Beiden. 
Alicia fand ich absolut sympathisch. Eine junge Frau die kein Facebook mag und gar nicht wusste, wie aktiv dort ihre beste Freundin war.

Den Weg, den Nora zu Lebzeiten gegangen ist, lässt den Leser nicht kalt. Die Geheimnisse um Nora sind spannend und sehr traurig. Sie lassen einen an der Menschheit zweifeln. Ich habe mich oft gefragt, warum weder Lehrer noch ihre Angehörigen etwas gemerkt haben. Ist es eigentlich sicher, dass keiner was gemerkt hat? Da bin ich mir nicht so sicher .....

Ob mir das Ende gefallen hat? Zum Teil schon. Ich hatte ab der Mitte des Buches so eine Ahnung, die sich bestätigte. Der Weg dahin war voller überraschender Erkenntnisse.

Was für mich nicht ganz nachvollziehbar war: Warum hatte die Polizei Noras Zimmer nicht durchsucht?

Trotz kleiner Schwächen eine absolute Leseempfehlung von mir.

Danke  Anna Loyelle

Mein Dank geht an den BOOKSHOUSE VERLAG