Montag, März 14, 2016

Meine Meinung zu "Ausradiert" von Martin S. Burkhardt

Martin S. Burkhardt

AUSRADIERT

Horror-Thriller 

Wie fühlt sich jemand, der auf einen Schlag für die gesamte Welt unbekannt geworden ist, an den sich weder die eigene Freundin noch die Kollegen erinnern?
Genau das passiert Moritz. 
Als er kurz darauf von nebulösen Erscheinungen angegriffen und beinahe getötet wird, ist das erst der Anfang eines schrecklichen Albtraumes.
Hier könnt Ihr das Buch kaufen: KLICK: Luzifer Verlag
Über den Autor
Martin S. Burkhardt, Jahrgang 1970, hat eine grundsolide kaufmännische Ausbildung absolviert, Pressearbeit für verschiedene Theater gemacht und als freier Redakteur gearbeitet. 2002 gründete er die Musicalzeitschrift »Blickpunkt Musical«, kurze Zeit später die »Akademie Modernes Schreiben«, deren Geschäftsführer er ist.
2007 war er unter den Finalisten beim »rotfuchs Schreibwettbewerb«. Seitdem gilt seine große Leidenschaft der Gänsehaut anderer Leute und dem Verfassen unheimlich gruseliger Geschichten.
Meine Meinung
Schon der Klappentext konnte meine Neugierde wecken. Man stelle sich mal vor, in der Arbeit ist man auf einmal ein Unbekannter. Die Freundin weiß nicht wer man ist. In seine Wohnung kommt man nicht mehr hinein, weil der Schlüssel nicht mehr passt. Die Geldkarte wird vom Automaten einbehalten. Kurz und bündig: Man ist am A..h!!!
Da das alles noch nicht genug ist, wird man von nebulösen Erscheinungen angegriffen, die von einem, außer runzelige Haut, nichts mehr übrig lassen wollen. Man ist glücklich, dass man diese rasante Horrorgeschichte nur liest; nicht selber erlebt. Ich hab sie doch wirklich nur gelesen .... oder?
Das alles und noch viel mehr erlebte Moritz. Ich bin kein Freund von Unmengen Alkohol. Dass Moritz einen hohen Konsum an Schnaps und Bier hatte, konnte ich trotzdem verstehen. Ich fand, dass Moritz trotz der unerklärlichen, gruseligen Ereignisse, ziemlich gefasst blieb. Auf der Suche nach einer Antwort, erlebte Moritz ein Abenteuer nach dem anderen. Nett waren diese auf keinen Fall ......

Fazit
Eigentlich mag ich keine Horrorgeschichten. Da ich jedoch ein Faible für Storys habe, in denen die Protagonisten nicht mehr wissen wer sie sind; von anderen nicht mehr erkannt werden, musste ich Ausradiert unbedingt lesen. 
Der Schreibstil ist flüssig und die Protagonisten gut beschrieben. Wenigstens hatte Moritz einen guten Nachbarn, der ihm half, so gut es ging. Die Spannung fängt mit der ersten Seite an und steigert diese kontinuierlich. Die Ereignisse verschlagen Moritz nach Island.
Ob mir das Ende gefallen hat? Ja, es ist für uns eine sehr wertvolle Botschaft enthalten. Lieber Herr Burkhardt. Das ist nun das zweite Buch, das ich von Ihnen gelesen habe. Bei der letzten Geschichte haben Sie mich in Punkto Trinkwasser verunsichert. Jetzt habe ich meine Bedenken, wenn ich bei Nebel in die Arbeit fahren soll. Bei dunklen Ecken in der Wohnung, bin ich mir nicht sicher, ob die normal sind. 
Herr Burkhardt, wir sollten endlich mal reden!!!
5 Sterne








Meine Meinung zu "Die Bienen" von Laline Paul

Vita

Laline Paull studierte Englisch und Theaterwissenschaften in Oxford, Los Angeles und London, wo sie auch für das Royal National Theatre tätig war. Sie lebt mit ihrer Familie in England. »Die Bienen« ist ihr Debütroman.

Info

Flora 717 ist eine Säuberungsbiene aus der untersten Kaste im Bienenkorb. Ausgestattet mit Fähigkeiten, die ihren Rang weit überschreiten, steigt sie schnell auf und darf an der Seite der Königin leben. Alles scheint perfekt. Doch ohne es zu wollen, gebiert Flora eines Tages ein Ei. Ein Umstand, der allein der Königin vorbehalten ist und bei Missbrauch schwer bestraft wird. Es beginnt ein Wettlauf um Zeit, Nahrung und Geschicklichkeit, um ihr Leben und das ihres geliebten Kindes.

Summm summ summ ..... hier könnt Ihr den Bienenstock besuchen. Ihr werdet es nicht bereuen: 



Meine Meinung

In der Buchhandlung meines Vertrauens, wurde mir dieses Bienenbüchlein ans Herz gelegt. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich an diesem Buch vorbeigelaufen bin. Weder Cover noch Titel konnten mein Interesse wecken. Um was könnte es sich schon in dieser Geschichte handeln? Ich wusste ja vorher schon, dass Bienchen Honig produzieren; auch was mit den Herren der Gattung passiert, nachdem sie die Königin beglückt haben. 
Dass die Produktion von Honig in einem Bienenstock stattfindet, war mir auch nicht neu. Und, dass diese Bister ganz schön stechen können, habe ich am eigenen Leib erfahren.
Also, wozu das Ganze auch noch lesen???? An dieser Stelle mal ein dickes Danke an meine Buchhandlung in Landshut. Durch Euch mache ich immer mit wunderbaren Geschichten Bekanntschaft.

Flora 717 war meine absolute Lieblingsbiene. Schon frisch ausgeschlüpft war sie so ganz anders, als allere anderen Bienchen. Etwas wuchtig und nicht besonders schön; jedoch sehr klug. Sie wurde erst mal als Hygienearbeiterin eingesetzt. Da tat sie mir oft leid, da die "Drohnen" (Ansammlung von Bienenmännchen) oft eine große Schweinerei hinterließen. (Ähnlichkeiten zu Menschenmännchen sind zufällig und von mir nicht beabsichtigt! :-)))))
Die Schwestern Salbei und Melisse bewachten sie oft mit Argusaugen. 
Durch Fleiß und Raffinesse schaffte es Flora 717 sehr bald, sich in den Räumlichkeiten der Königin aufzuhalten. Dadurch war ihr noch mehr Misstrauen der Schwestern gewiss.
Das Eierlegen war nur der Königin erlaubt. Doch, was tun, wenn sich Flora 717 in anderen Umständen befindet? 

Fazit

Die kluge, liebenswerte Flora 717 schleicht sich von Anfang an in das Leserherz. Die Erlebnisse, mit ihr und den anderen Bienen, halten uns auf Trapp. Man fiebert mit um ihr Leben. Man erkennt, was die verschmutzte Umwelt für Auswirkungen auf den Lebensbereich der Bienen hat.
Besonders spannend fand ich die Ausflüge, in denen Flora 717 auf Nahrungssuche ging. Die Bekanntschaften mit Wespen, Spinnen und Schmeißfliegen  waren interessant und stellenweise lustig. Die Atmosphäre im Bienenstock verspricht Geborgenheit. Leider wurde dieses Versprechen nicht immer gehalten. Das Lebensmotto der Arbeiter-Bienen: >>Arbeiten, Gehorchen, Dienen!<<   Das Motto der heiligen Schwestern: >>Arbeitet, Gehorcht, Dient!<< 

Manchmal dachte ich mir beim Lesen: "Werde ich jemals wieder Honig mit Appetit essen können?" Es fanden schließlich richtige Massaker zwischen den Waben statt. Oh heilige Männlichkeit! 
Insgesamt ein wunderschönes Märchen, das ich so noch nie gelesen habe. Ich habe mich manchmal richtig wohl gefühlt im Stock. War tatsächlich traurig, wenn ein Bienchen sein Leben lassen musste. 
Es wurde gebetet, getanzt,  gearbeitet, gehorcht und gedient. Interessant war auch, wie sich die Bienen untereinander verständigt haben. Die Bibliothek fand ich einzigartig.

Ich empfehle dieses wunderschöne Bienenmärchen sehr gerne an alle die

- kein Sachbuch, sondern einen Roman (Märchen) erwarten,
- die einmal für ein paar Stunden ein gelb-golden farbiges Zuhause möchten,
- die es zulassen, dass sie von einer wunderschönen Sprache verzaubert werden,
- die bereit sind zu erkennen, dass auch Bienen ihre Sorgen und Nöte haben,
- die Flora 717 und viele andere liebenswerte Bienchen kennenlernen wollen.
- die ein Buch lesen wollen, das an Einzigartigkeit nicht so schnell zu überbieten ist.

Der Epilog hat mir sehr gut gefallen. 

Unbedingt lesen!!!

Danke Laline Paul

5 goldene Sterne für die Bienchen.



Meine Meinung zu "Das Seehaus" von Kate Morton














Vita

Kate Morton, geboren 1976, wuchs im australischen Queensland auf, studierte Theaterwissenschaften in London und Englische Literatur in Brisbane. Ihre Romane "Das geheime Spiel", "Der verborgene Garten", "Die fernen Stunden" und "Die verlorenen Spuren" verkauften sich in 38 Ländern insgesamt über zehn Millionen Mal. Auch in Deutschland eroberte sie ein Millionenpublikum, alle Romane sind SPIEGEL-Bestseller. Kate Morton lebt mit ihrer Familie in Australien und England.

Info


Eine Mittsommernacht am See, die noch jahrzehntelang ihre Schatten wirft

Cornwall 1933: Die sechzehnjährige Alice Edevane fiebert dem Höhepunkt des Jahres entgegen, dem prachtvollen Mittsommernachtsfest auf dem herrschaftlichen Landgut ihrer Familie. Noch ahnt niemand, dass sich in dieser Nacht etwas Schreckliches ereignen wird. Ein Unglück, das so groß ist, dass die Familie das Anwesen für immer verlässt.

Siebzig Jahre später stößt Sadie auf das verfallene Haus an einem See. Sie geht den Spuren des Jungen nach, der in jener Nacht verschwunden sein soll. Die Suche nach Antworten führt Sadie tief in die Vergangenheit der Familie Edevane, zu einer verbotenen Liebe und tiefer Schuld …
Weitere Infos zu Kate Morton & ihren ErfolgsromanenZum Special
"Morton gelingt es mühelos, die zwei Zeitstränge zu verweben und mit so viel Liebe zum Detail zu erzählen, dass man auch nach 608 Seiten das Gefühl hat, viel zu schnell am Ende angekommen zu sein. Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann!"
FREUNDIN (24.02.2016)

Hier kommt Ihr zu weiteren Infos und könnt das traumhaft schöne Seehaus kaufen: KLICK!   Diana - Verlag



Zum Inhalt


Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von Alice Edvane, in den 30igern erzählt; einmal von Sadie in unserer Zeit.
Alice Edvane lebt mit ihrer Familie in einem wunderschönen Seehaus in Cornwall. Das Anwesen liegt in einem engen Tal. Umgeben von dichtem Wald und Dornengestrüpp, hat es etwas märchenhaftes. Nach Loeanneth kommt man nicht zufällig. Das verborgene Paradies muss man gezielt suchen.  Das junge Mädchen hat ständig ihr Notizbuch dabei, in dem sie sämtliche Eindrücke festhält. Sie möchte Schriftstellerin werden. Sie ist heimlich verliebt in den Gärtner Benjamin Munro. Der traumhafte Garten wird für das Mittsommernachtsfest geschmückt. Wenn das Fest in vollem Gang sein wird, hofft sie, mit Ben ein paar ungestörte Stunden zu verbringen.
Auf einer Schaukel, unter der Trauerweide, beobachtet sie das rege Treiben.
Auf einmal sieht sie einen Fremden. Er geht auf das Körbchen zu, in dem ihr kleiner Bruder Theo liegt ....
Nach diesem Mittsommernachtsfest wird nichts mehr so sein, wie es mal war.

Sieben Jahrzehnte später joggt Sadie im Wald und stößt auf ein verlassenes Haus am See. Sie fühlt sich von dem Anwesen magisch angezogen.

Meine Meinung

Gute 600 Seiten wurde ich bestens unterhalten. Mehr wie einmal wünschte ich mir, Bewohnerin des Seehauses zu sein. Die Beschreibungen von der einzigartigen Idylle haben mich zum Träumen gebracht.
Durch Rückblenden lernte man alle Protagonisten gut kennen. Vermutet man bei dem Cover eine zarte Familien und Liebesgeschichte, wird man schon bald eines Besseren belehrt. Ein Geschehen in der Mittsommernacht macht diese Story zu einem spannenden Krimi.
Das Gefühl, alle Personen persönlich zu kennen, ist der detaillierten Schreibweise geschuldet. Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, der mir 600 Seiten wie 300 erscheinen ließ.
Der zweite Weltkrieg spielt in der Familiengeschichte auch eine Rolle.

Fazit

Spannung, Familiengeheimnisse und zarte Liebesbande machen diese Geschichte zu einem Pageturner. Über Jahrzehnte begleiten wir Menschen, die uns sehr viel zu erzählen haben.
Der Wechsel, zwischen den zeitlichen Erzählsträngen, gelingt der Autorin mühelos.

Ich empfehle jedem dieses Buch der
einmal nach Cornwall reisen will,
Zeitreisen machen möchte,
gerne in Familiengeschichten versinkt,
raffinierte Krimis liebt,
der mehr wie einmal durch Enthüllungen überrascht werden möchte,
der sich gerne von einer begnadeten Autorin in das märchenhafte Seehaus entführen lässt und keine Angst vor 600 Seiten hat; die ohnehin wie 300 anmuten.

Ob mir das Ende gefallen hat? Ja! Meine Vermutungen haben sich in keinster Weise bestätigt. Das Wort überrascht wäre untertrieben.

Danke Kate Morton

Zu dem Sternenhimmel von Loeanneth gesellen sich nun 5 weitere Sternchen dazu.




Mein Dank geht an den DIANA - VERLAG!