Sonntag, Februar 21, 2016

Meine Meinung zu "Das steinerne Tor - Die Rückkehr" Band 1 von Pia Guttenson

Vita

Pia Guttenson wurde 1974 in Backnang im Rems-Murr-Kreis geboren und wuchs in den Dörfern Hohnweiler und Unterweissach auf. In ihrer Schule, dem Bildungszentrum Weissach im Tal, sah man Pia Guttenson in jeder freien Minute in der Bibliothek.

Bücher und Schreiben war ihre große Leidenschaft. Daher ist es eigentlich seltsam, dass Pia Guttenson eine Lehre zur Friseurin machte, gefolgt von einer Ausbildung im Einzelhandel. Jedoch hörte sie nie auf zu schreiben und bis heute liest sie noch immer pro Woche zwei Bücher.

Die Romanschriftstellerin bekommt Anregungen für ihre Werke aus ihrem Umfeld.
Inspiration erfährt die Autorin aber auch beim Nordic-Walking in den idyllischen Weinbergen der Umgebung, beim Tanzen oder beim Bogenschiessen.

Pia Guttenson liebt die keltische Kultur und hat auf Reisen ihr Herz in Schottland verloren.
So wird es den Leser nicht überraschen, dass Schottland und die schottische Kultur in allen ihren Büchern eine Rolle spielen. Ferner ist Pia Guttenson auf Messen, Lesungen und Veranstaltungen anhand ihrer Tartankleider gut zu erkennen. 

Mehr zu Pia Guttenson unter : http://piaguttenson.de 
Oder auf ihrem Schottland Blog: http://piaguttenson.blogspot.de 

Info

Schottland in heutiger Zeit. Am Strand der Insel Skye wartet seit Jahren ein Steinernes Tor auf diese beiden Menschen: Isandora und Ian. Das Schicksal hat sie dazu bestimmt, die Welt Fenmar jenseits des Tores zu retten. Doch Isandora weiß nicht, dass sie aus Fenmar stammt – bis sie in ihre einstige Heimat zurückkehrt. Der Schotte Ian MacLeod folgt ihr heimlich, nichts ahnend, dass er in eine Welt gelangt, die der seinen ähnelt und doch nicht gegensätzlicher sein könnte. Wesen wie Elfen, Elben, Zwerge und Einhörner bevölkern Fenmar, und befinden sich im Krieg gegen das albtraumhafte Volk der Moorguhls. Was tust du, wenn die Welt, wie du sie kennst, aus den Fugen gerät? Was ist, wenn du nicht die bist, für die du dich gehalten hast? Wie weit gehst du für das Leben deines Kindes und die Liebe deines Lebens? Trittst du durch das Steinerne Tor?"

Lust auf eine Abenteuerreise?: 





Zum Inhalt

Wenn man das Cover betrachtet, könnte man annehmen es handle sich um einen Groschenroman. Aber, nur wenn man flüchtig darauf schaut. Es zeigt sehr wohl ein schönes Stück Schottland. Hat man erst einmal das Buch gelesen, wird man das Cover sogar lieben.

Der Autorin ist es gelungen, einen humorvollen und spannenden Abenteuerroman zu schreiben. Ein Hauch Gabaldon, ein Prise Moning, Indiana Jones, Fantasy und nicht zu vergessen die Zwerge.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl mich in den Highlands zu befinden. Isandora und der Schotte Ian haben sich unter sehr kotzigen Umständen kennengelernt. Ihr habt richtig gelesen. :-)
Isandora kehrt nach Skye zurück und hat jede Menge Altlasten zu tragen. Ihr Sohn Sam ist spurlos verschwunden. Wen wundert es da, dass sie rein zufällig am Kilt Rock dem Hünen Ian begegnet, als sie eine Flasche Hochprozentigen genießt? Von den Absichten mal gar nicht zu sprechen! Das sie Schnaps nicht vertragen hat, versteht sich von selbst! Der schottische Gentlemen nimmt sich der rothaarigen, äußerst süßen Engländerin an. Mit seinen fast zwei Metern und dazu passenden Gewicht presst er sich in ihren roten Mini und bringt sie zu ihrer Pension. Beide können nicht aufhören aneinander zu denken. Da bekommt Isandora eine Einladung von Ian zu einem keltischen Fest.

Meine Meinung

Gute 500 Seiten hatte ich beste Unterhaltung. Isandora hatte schon als kleines Kind ihre Eltern verloren. Sie wuchs glücklich und zufrieden in einem Heim auf. Gerade noch rechtzeitig besucht sie ihre Erzieherin Agnes. Agnes liegt auf dem Sterbebett und überreicht ihr ein kleines Kästchen. Dieses enthält eine Botschaft, die Isa darauf hinweist, das steinerne Tor zu überqueren. Dort wird sie ihren Sohn Sam wieder finden.

Isa verlässt das Fest um auf der Insel Skye das steinerne Tor ausfindig zu machen. Ian versteht nicht, warum Isa das Fest verlässt und folgt ihr. Beide durchqueren das steinerne Tor und landen in einer Welt, die nur auf den ersten Blick mit ihrer Ähnlichkeit hat.
Als erstes machen sie Bekanntschaft mit den grässlichen, stinkenden und mordlustigen Moorguhls. Die Ungeheuer haben es auf das Leben der Beiden abgesehen. Kräftig und mutig rettet Ian ihrer beider Leben.
Sie machen Bekanntschaft mit dem Formwandler Nikoma. Nikoma fand ich toll. Mit ihm sollten sie noch einiges erleben.
Auf ihrer Weiterreise begegnen sie Elfen. Elfric der Hauptmann der Elfenkrieger, Nerolli Heilerin, Thanna Elfenkrieger und Jul Elfenkriegerin. Die Elben Damian, Lady Brunhild und Ria die Hexe lernen wir etwas später in der Geschichte kennen.
Die Elfen sind ihnen gut gesinnt; besonders nachdem Isa Nerolli das Leben gerettet hat. So, genug verraten!

Die Abenteuer die sie zusammen erleben sind einfach nur köstlich. Ich konnte oft schmunzeln. Anderseits kamen auch Situationen bei denen ich um aller Leben bangte. Die Bekanntschaft mit den Zwergen fand ich "ENTZÜCKEND!" Auch die Einhörner Cal und Caja habe ich bald in mein Leserherz geschlossen.

Bei jedem Wort spürt man die tiefe Verbundenheit der Autorin zu Schottland.
Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich jedoch. Mir waren in der Geschichte etwas zuviel ääh. ... und ääähms. Die Liebeszenen fand ich manchmal etwas zu übertrieben. Irgendwie haben sie für mich nicht in die Geschichte gepasst. In den gefährlichsten Situationen haben sich Ian und Isa angeschmachtet.
Ansonsten habe ich herrliche Stunden in dieser für mich fremden Welt verbracht.

Fazit

Ich kann "Das steinerne Tor" jedem empfehlen der

Lust auf Abenteuer mit den eigenartigsten Wesen hat,
Diana Gabaldon gerne gelesen hat,
das Gefühl haben will selber dabei zu sein,
Sommersprosse kennenlernen will :-),
ein anständiges Schwefelbad nehmen will,
mit einem Zwerg tanzen möchte, der einem den Hintern tätschelt,
der der Gefahr nicht aus dem Weg geht,
den schlechte Mägen nicht aus der Fassung bringen!

Besonders gut haben mir die Beschreibungen der verschiedenen Wesen gefallen. Nerolli mochte ich sehr.

Für mich ein durch und durch stimmiges Buch, dass ich trotz kleiner Schwächen uneingeschränkt empfehle. Ich gratuliere der Autorin zu ihrem gelungenen Debut.

Danke Pia Guttenson






Meine Meinung zu "Immerstill" von Roman Klementovic



Vita

Roman Klementovic, geboren 1982 in Wien, wuchs im niederösterreichischen Marchfeld auf, bis es ihn für sein Studium zurück in die österreichische Bundeshauptstadt zog. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Sein erster Thriller »Verspielt« erschien 2015 im Gmeiner-Verlag, eine Fortsetzung mit Bezirksinspektor Mück ist bereits in Arbeit. Roman Klementovic ist Mitglied der Kriminalautorenvereinigungen Syndikat & Krimiautoren.at.

Info

KEIN ENTRINNEN  In einer eisigen Winternacht verschwinden zwei Jugendliche spurlos. Die örtliche Polizei tappt im Dunkeln, findet keinerlei Anhaltspunkte und mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Doch dann, auf den Tag genau drei Jahre später, werden wieder zwei junge Menschen vermisst. Die Medien wittern eine Tragödie und in dem kleinen Dorf wächst die Nervosität. Als eine misshandelte Leiche gefunden wird, bricht Panik aus.

Hier könnt Ihr diesen genialen Thriller kaufen: 




Zum Inhalt

Immerstill ist der zweite Thriller den ich von Roman Klementovic gelesen habe. Immerstill ist ganz anders als Romans Debut - Verspielt und genauso genial.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Lisa erzählt. 

Lisa hat vor drei Jahren das ihr verhasste Kaff Grundendorf verlassen. Sie fühlte sich eingeengt und unglücklich. Vor drei Jahren verschwanden zwei Klassenkammeraden ihrer Schwester Maria spurlos.
Jetzt, drei Jahre später, verschwindet ihre Schwester und deren beste Freundin. Sie wollten zu einer Faschingsparty gehen, bei der sie nie ankamen.
Lisa musste nach Grundendorf zurückkehren, um ihre Schwester zu suchen. 

Ihr Elternhaus deprimiert sie, seit dem Tod ihrer Mutter. Ihr Vater verfällt immer mehr. Von dem einst attraktiven Mann scheint nicht mehr viel übrig zu sein. Apathisch vegetiert er in dem mittlerweile ungepflegten Haus dahin. Er hält sich oft in seiner Werkstatt im Garten auf.
Lisa kann nicht verstehen, dass ihr Vater kaum mit ihr spricht und bisher nichts wegen ihrer Schwester Maria unternommen hat. Lisa beteiligt sich an einer Suchaktion. Es wird eine misshandelte Leiche gefunden.

Meine Meinung

Ich habe diesen Thriller auf einen Tag gelesen. Die Charaktere,  die der Autor geschaffen hat, konnte ich mir bildlich vorstellen. Lisa,  die verzweifelt nach Antworten suchte und in so manche gefährliche Situation geriet.  Lisas Vater hätte ich manchmal am liebsten gepackt und durchgeschüttelt. Seine Passivität konnte ich,  Angesichts des Verschwindens seiner Tochter,  nicht verstehen. 
Lisa suchte bei ihrer Tante Hannelore Trost und Antworten, was sich jedoch als sinnlos herausstellte. Hannelore kommunizierte am liebsten mit ihrer Schnapsflasche!
Beim Lesen musste ich ständig frieren. Die Geschichte spielt im Winter und Lisa lief oft nass und unpassend gekleidet durch Grundendorf. 
Einzig ihr Exfreund Patrick war Lisa ein Fels in der Brandung. Der Polizist unterstützte sie so gut er konnte.
Viele Ungereimtheiten raubten Lisa den Schlaf. Krank und kraftlos kam sie nicht mehr zur Ruhe.  Sie sehnte sich nach ihrer Wahlheimat Wien. 

Fazit

Ich war mir sicher. wer für die Taten verantwortlich war. Ich wurde eines besseren belehrt. Grundendorf wirkte auf mich unheimlich. Die Ortsansässigen kamen mir alle sehr speziell vor. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass eine Aufklärung der Verbrechen von einigen nicht angestrebt wurde. 
Mit dem Verschwinden von ihrer Schwester wurden auch wieder die alten Fälle aufgerollt.

Dieser Thriller hält viele überraschende Wendungen bereit. Die Haupt-Protagonistin Lisa möchte man am liebsten in den Arm nehmen und trösten. Ihr gesamtes Leben gleicht einem Scheiterhaufen.
Der Schreibstil lässt keine Unterbrechung beim Lesen zu. Man kann nicht vor dem Ende aufhören.

Wer Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus mochte wird Immerstill lieben.
Ob mir das Ende gefiel? NEIN! Das Ende hat mich sehr, sehr traurig gemacht.

Danke Roman Klementovic

Unbedingt lesen. 5 Sterne


Mein Dank geht an den Gmeiner Verlag