Montag, Dezember 19, 2016

Interview mit Claudia Winter! Autorin von Glückssterne!

Heute habe ich Claudia Winter auf meinem Blog zu Gast. Ich habe ihr neues Werk >>Glückssterne<< gelesen und mich dabei köstlich amüsiert.
Liebe Claudia, würdest du dich bitte mal vorstellen?

Hallo liebe Gisela. Mein Name ist Claudia Winter, ich bin 43 Jahre alt, verheiratet, und schreibe für den Goldmannverlag Romantische Komödien. Von Berufs wegen bin ich Diplom-Sozialpädagogin und arbeite an einer Grundschule. Aufgewachsen bin ich am Bodensee, studiert habe ich in Köln, wo ich auch 10 Jahre gelebt habe. Mittlerweile lebe ich mit meinem Mann und meinen beiden Hunden Kim und Luka in einem kleinen Dorf in der Nähe von Limburg an der Lahn. Neben dem Schreiben liebe ich es zu malen und ich koche sehr gerne – vor allem für Freunde.

1. Wann hast du mit dem Schreiben von Büchern begonnen?

Das war im Jahr 2009, da habe ich meinen Erstling „Ausgerechnet Soufflé“ geschrieben, den ich heute neben zwei weiteren Romanen unter dem Pseudonym Carolin Wunsch herausgebe. Die Bücher sind bei Amazon als Ebooks erhältlich.


   Mein Großvater und ich. Er hat mich immer zum Geschichtenerzählen ermutigt.
2. Übst du noch eine weitere Tätigkeit aus?

Ich arbeite als Pädagogin in einer Montessori-Grundschule. Die Arbeit mit Kindern und Menschen im Allgemeinen inspiriert mich, weshalb ich ihr auch weiterhin nachgehen werde. Ich kann mir nicht vorstellen, den ganzen Tag allein am Schreibtisch zu sitzen.

3. Zu welcher Tageszeit fällt dir das Schreiben am leichtesten? Pflegst du irgendwelche Rituale?

Ich schreibe viel in der Bahn, denn ich pendle täglich rund 260 Kilometer zu meiner Arbeitsstelle. Da schaffe ich viel, weiter geht es dann meist abends von zuhause aus, am liebsten in der Küche mit Blick auf unseren schönen Garten. Meinen Laptop habe ich eigentlich immer dabei und nutze jede Gelegenheit, wenn ich unterwegs bin.

Recherche in Schottland/Loch Insh. Das war der schönste Ort zum Schreiben, den ich je hatte.

4. Du hast in deinem Buch >>Glückssterne<< liebenswerte, chaotische Personen geschaffen. Besonders die Tanten Bri und Li haben es mir angetan. Hast du Tanten, die mit den Beiden Ähnlichkeit haben?

Tatsächlich gab es Bri und Li wirklich. Sie sind die Schwestern der Großmutter meines Mannes, Lieselotte und Brigitte, und sie waren wie meine beiden Romanfiguren: Wie Feuer und Wasser und immer für einen Lacher gut. Ansonsten sind sie aber rein fiktive Persönlichkeiten, auch ihre Geschichte ist erfunden.

5. Josefine ist ja anfangs eher der biedere Typ Mensch. Ebenso Justus. Mit wem hast du mehr Ähnlichkeit? Mit der Jo aus Frankfurt oder mit Jo in Schottland?

Mit keiner von beiden. Aber wer Katta aus „Ausgerechnet Soufflé“ oder „Häppchenweise“ kennengelernt hat, kann sich vorstellen, wie ich manchmal bin: Offen, liebevoll, Herz auf der Zunge, verrückt nach gutem Essen, ein Mensch, dem sein soziales Umfeld sehr wichtig ist.

6. Woher nimmst du deine Ideen? Beobachtes du die Menschen in Cafes, Kaufhäuser usw. ?

  Meine beiden Jungs Kim und Luka. Für eine Autorin gibt es nichts Inspirierenderes, als ein ausgiebiges Gassi und die Jungs halten mich fit.


Als Pädagogin ist es mir in Fleisch und Blut übergegangen, mich sehr eingehend mit Menschen zu beschäftigen. Ich beobachte gern, stelle mir vor, was die jeweilige Geschichte der Personen ist, die mir begegnen, selbst wenn es nur flüchtige Momente sind. Ja, ich beobachte eigentlich ständig und schreibe schon mal mit, wenn mir ein witziges Gespräch in die Ohren kommt. ;-)

7. Du warst selbst in Schottland. Hattest du vor- oder nach der Reise die Idee für Glückssterne?

Ich bereite meine Geschichten immer sehr eingehend vor. Deshalb hatte ich die Geschichte schon vor meiner Schottlandreise konzipiert und habe mich dort hauptsächlich von Landschaften, Stimmungen, Gerüchen und Geräuschen inspirieren lassen – und von sehr vielen, guten Gesprächen mit interessanten Menschen, die mir dort begegnet sind.

8. Dein erstes Buch Aprikosenküsse hat ja auch eine total lustige Handlung. Bist du ein lustiger Mensch?

Ich halte mich zumindest für einen humorvollen Menschen. Mein Humor ist eher hintergründig und subtil, ich versuche auf den Punkt zu kommen – das kann sehr trocken herüberkommen. Plattes Lustigsein liegt mir hingegen nicht wirklich.

9. Wie schauen deine Pläne für die Zukunft aus?


Bretagne Recherche für den neuen Roman, der 2018 erscheint


Ich möchte gerne dauerhaft für den Goldmannverlag schreiben – und das natürlich gerne erfolgreich.

10. Könntest du dir vorstellen ein ernstes Buch zu schreiben?


Natürlich. Wer meine Entwicklung verfolgt, wird feststellen, dass die Themen zunehmend komplexer und auch ernsthafter werden. Aber das Augenzwinkern (auch bei schwierigen Themen wie Tod und Krankheit beispielsweise) werde ich wohl immer in meiner Schreibe haben – denn ich glaube, dass man nur so diese Schicksalsschläge überwinden kann. Mit Selbstironie und Humor.

11. Welche Stärken und Schwächen stecken hinter der Autorin Claudia Winter?



 Die Giraffe. So sieht es aus, wenn ich zum Pinsel greife.
Ich bin in schriftstellerischer Hinsicht Perfektionistin. Das birgt große Chancen aber auch Gefahren. Ich neige dazu, nicht zur Ruhe zu kommen und bis zur (geistigen) Erschöpfung zu arbeiten – und dennoch nicht zufrieden mit mir selbst und dem Text zu sein. Damit mache ich mir das Leben manchmal schwerer als nötig.
Meine Stärke ist mein Selbstbewusstsein und meine Offenheit. Ich bin ein Mensch, der andere für sich einnehmen kann und keine Angst vor dem Rampenlicht hat. Das ist ein großes Kapital in der Branche. Außerdem liebe ich die Menschen – und das spüren sie, weshalb ich das Glück habe, viele Leserherzen gewonnen zu haben.

12. Was kann dich zum Lachen bringen und was macht dich zornig?

Mein Mann bringt mich täglich zum Lachen – das Geheimnis einer perfekten Ehe. Auch die Kinder auf meiner Arbeit machen mich glücklich. Zornig machen mich fremdenfeindliche Aussagen und Schwarz-Weiß-Denker. Das Leben ist keine festgelegte Farbpalette, es hat tausende Nuancen.

 Bleistiftzeichnung von Luka. So sieht es aus, wenn kein Pinsel greifbar ist.


13. Nun die letzte Frage. Welches peinliche Erlebnis hattest du in der Vergangenheit, über das du heute lachen kannst?




Ich war vor einigen Jahren mal der Meinung, ich könnte ein Ei in der Mikrowelle zubereiten. Es war ein in jenem Moment unschönes Fiasko im Angesicht meiner Gäste, über das ich heute herzlich lachen kann. Damals war es nicht witzig, die Mikrowelle konnten wir wegwerfen.

Danke liebe Claudia.

Claudia mit 16. Eine Freundin hat mir zum ersten Mal die Haare gefärbt. Das Ergebnis hat sie dann selbst überrascht: „Oh mein Gott, du siehst aus wie Marylin!“ Ich fand es furchtbar.


 Süß war ich ja schon, als Baby.









Elsbeth, so hat mein Mann unser Haus genannt. Wir haben uns sofort darin verliebt.


Meine Meinung zu Glückssterne

Hier kommt Ihr zum Autorentrailer. KLICK: Claudia Winter ganz privat!


Hier kommt Ihr zum Buchtrailer. KLICK: Trailer zu Glückssterne!






Weitere Werke von Claudia. KLICK: Aprikosenküsse-Goldmann-Verlag





Caroline Wunsch. KLICK: Amazon
Caroline Wunsch. KLICK: Amazon




Kommentare:

  1. Hallo Gisela,
    ein schönes Interview!
    Darf ich in meiner Rezension zu Glückssterne darauf verlinken?
    Liebe Grüße
    Conny

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Guten Morgen Conny

      Ja, natürlich. Gerne verlinke ich auch deine Rezension bei mir.

      Liebe Grüße, Gisela

      Löschen
  2. Hi Gisela,
    schönes Interview. Das macht noch neugieriger auf das Buch.
    LG Biggi

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Gisela,

    ein tolles und sehr interessantes Interview mit einer sehr sympathischen Autorin. Da kann ich Biggi nur zustimmen, dass macht gleich nochmal neugieriger auf das Buch!

    Liebe Grüße von Conny

    AntwortenLöschen