Dienstag, Oktober 25, 2016

Meine Meinung zu "Girl in Black" von Mara Lang



Info

Die 19-jährige Lia hat ein dunkles Geheimnis: Sie ist ein Seelenauge und kann die Gefühle anderer Menschen lesen, sie sogar beeinflussen. Eine machtvolle Gabe, wegen der sie in die Fänge der italienischen Mafia gerät. Der einzige Ausweg scheint die Flucht. Tausende Kilometer von ihrer Heimat entfernt versucht sie, ein neues Leben zu beginnen, ohne die Familie, ohne ihre Gabe und ohne jegliche Emotionen. Für sie zählt nur eins: Endlich ihren Traum zu verwirklichen und Modedesignerin zu werden. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit holen Lia ein und bringen nicht nur sie in Gefahr, sondern auch ihre neuen Freunde – insbesondere Nevio, der sie stärker berührt, als sie erwartet hätte …
Unterschätze niemals deine Gefühle –
sie sind das Mächtigste,
das du hast.

Vita

Mara Lang, Jahrgang 1970, begann in ihrer Jugend zu schreiben, als ihr der Lesestoff ausging. Die Geschichten von C. S. Lewis und Michael Ende begründeten ihren Faible für Fantastik.
Hin- und hergerissen zwischen Buch und Film wollte sie ursprünglich Filmregisseurin werden, um ihrer Fantasie Leben einzuhauchen, wählte dann aber das Studium zur Diplompädagogin und fabriziert heute Kopfkino für ihre Leser. Mara Lang lebt und arbeitet in Wien.

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Meine Meinung

Ich habe mit der Geschichte begonnen, und nur ein Messebesuch hat es geschafft, mich von Lia und Nevio zu trennen. Lia ist ein Seelenauge. Sie kann die Gefühle anderer Menschen spüren und ihnen mitten in die Seele blicken. Als dunkles Geheimnis würde ich diese Gabe nicht bezeichnen. Dunkel sind vielmehr die Geheimnisse manch anderer in dieser Geschichte. 
Ich habe mit Lia mitgefiebert, als sie von ihrer "Mafioso-Hochzeit geflüchtet ist. Die Umstände, unter denen sie den charismatischen Nevio kennen lernt, haben schon etwas Märchenhaftes. Nevio spürt von Anfang an den weichen Kern, unter Lias rauher Schale. 
Nachdem Lea von Italien nach Berlin geflüchtet ist, gehört sie erst einmal zu den Obdachlosen der Großstadt. Eine Stadt, in der Lia ihr Talent als Modedesignerin ausleben kann. Der Weg dorthin ist hart und gefährlich.Lia lebt eine Zeit lang in einem ausrangierten Wohnwagen. Sie muss ihn von Mäusekot und sämtlichen anderen Ungeziefer befreien. Dort lernt sie einen Hund kennen. Angekettet und traurig. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie nennt ihn Lagerfeld und eine große Freundschaft beginnt. Eine Freundschaft, die sogar der Mafia trotzt. 
Lia befreit ein Mädchen aus einer misslichen Lage. Eine große Freundschaft beginnt. Das arme, reiche Mädchen Mavia ist Model und lebt in Charlottenburg. Ihre Eltern sieht sie kaum. Nestwärme ist ihr fremd. Sie buhlt um die Liebe ihres Vaters.
>>Weil seine Liebe alles ist, was sie braucht. Und ihr selbst seine Geringschätzung noch gut genug ist.<< (Seite 317 im Buch)


Lia ist eine bildhübsche, tapfere und hochsensible Kämpfernatur. Zitat von Lia: >>Das Leben ist gespickt mit Hindernissen. Das gehört dazu, davon darf man sich nicht unterkriegen lassen. Niemand hat je behauptet, dass es einfach ist, seinen Weg zu gehen.<< (Seite 22 im Buch)
Lias Emotionen sind an einem Rankenmuster zu erkennen, welches sich auf ihrer gesamten Haut bildet. Sobald Lia Ängste, Traurigkeit und Agressionen verspürt, beginnt ein Tanz auf ihrer Haut. Lia versucht stets dieses Schauspiel vor anderen geheim zu halten. Doch, gelingt ihr das immer?
Viele Geheimnisse ranken um ihre Familiengeschichte. Sie versteht nicht, warum ihre verstorbene Mutter ihr so viele offene Fragen hinterlassen hat. Wenn sie an die Geborgenheit denkt, die sie stets bei ihrer Mutter verspürt hatte, beginnt ein trauriger Tanz auf ihrer Haut.
Lia lernt, mit ihren Kräften umzugehen. Sie ist keine "MUSETTI!" 

Fazit

Der Schreibstil vermittelt ein klares Bild von den Protagonisten. Ich hatte das Gefühl, in Berlin durch die Straßen zu wandern. Ich war Zuschauerin bei Modeschauen. Ich bin vor der Mafia geflüchtet. 
Die Autorin hat wunderbare Charaktere geschaffen. Ich könnte schwören, alle schon mal irgendwo gesehen zu haben.
Wundervolle Zitate, die ich gerne mehrmals gelesen habe. Hier mein Lieblings-Zitat: >>Man gehört nicht automatisch zu den Guten, bloß weil einem vonseiten der Bösen Leid angetan wurde. Man muss sich schon für das Richtige entscheiden.<< (Seite 362 im Buch)
Die Geschichte enthält Wendungen, mit denen ich im Leben nicht gerechnet hätte. 
Liebe, Spannung. Aktion. Drama und eine Prise Humor, machen "Girl in Black" zu einem einmaligen Leseerlebnis.
Besonders erwähnenswert finde ich das Cover. Eine coole Frau im kleinen Schwarzen mit einer blonden, ungezähmten Mähne. Das Ganze umrankt. Ein echter Hingucker! Unter dem Cover ranken sich Geheimnisse ......
Ob mir das Ende gefallen hat? Ja! 
Eine absolute Empfehlung von mir:
Danke Mara Lang

Wollt Ihr auch mal durch ein Seelenauge blicken? 







Kommentare:

  1. Huhu Gisela,

    und wieder eine tolle Rezi von dir. Das Buch steht ja schon auf meiner WuLi und ist auch bald in unserer Bibo verfügbar. Ich bin mal gespannt!

    Liebe Grüße von Conny :)

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    1. Liebe Conny

      Ich bin gespannt wie es dir gefällt.

      Liebe Grüße, Gisela

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    2. Huhu Gisela, :)

      Danke für deine vielen netten Kommentare auf meinem Blog! Nun weißt du ja, dass mir das Buch leider nicht so gefallen hat. Ist schon immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich ein Buch wirken kann. Die Modewelt war mir hier einfach zu präsent und gerade das Ende (mit Lias Mutter!) fand ich arg übertrieben.

      Liebe Grüße von Conny

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  2. Huhu Gisela,

    dieses Buch ist mir schon öfters aufgefallen allein durch dieses schöne, mysteriöse Cover, aber so wirklich im Blick behalten, habe ich es bisher nicht. Deine Rezension hat mich aber gerade so neugierig gemacht. Die Fantasie scheint in der Geschichte in solchen Mengen vorhanden zu sein, dass es geradezu über die Seiten hinweg schwappt. Die vielen Ideen, wie das tanzende Rankenmuster, finde ich super originell und total interessant. Dankeschön für diesen tollen Einblick, das Buch wandert direkt auf meine Wunschliste. =)

    Ganz liebe Grüße
    Leni

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    1. Gerne liebe Leni. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es dir einmal gefallen wird.

      Liebe Grüße, Gisela

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