Sonntag, Oktober 09, 2016

Heute möchte ich Euch Mirjam Müntefering vorstellen. Die Autorin von "Kalle und Kasimir!"

Heute darf ich Mirjam Müntefering ein paar Fragen stellen.
Liebe Mirjam, schön, dass du dir Zeit nimmst. Magst du dich mal vorstellen?




Tja, wo fange ich da am besten an? Geboren und aufgewachsen bin ich im Sauerland. Da liegt quasi auch die Wiege meiner Geschichten – denn ehrlich gesagt kann man da nicht viel anderes machen als auf Schützenfesten abzuhängen oder aus der Not heraus kreativ zu werden. Und da ich Schützenfeste noch nie mochte … da bin ich also, als Autorin in Hattingen an der Ruhr. 1998 erschien mein erster Roman und seitdem sind es nun über dreißig Romane für Erwachsene, Kinder und Jugendliche, die von mir erschienen sind.
Nach meinem Studium der Filmwissenschaften an der Ruhr Uni Bochum, brav mit Magister erledigt und noch eine Ausbildung beim Fernsehen drauf gepackt, habe ich eine Weile freiberuflich für verschiedene Sender gearbeitet. Aber die Arbeit dort hat mir keinen Spaß gemacht. Deswegen habe ich mich gefragt, was ich denn sonst noch kann … und kam auf: Hunde!
Seit 2000 betreibe ich also in Hattingen eine eigene Hundeschule.
Diese beiden Traumberufe ergänzen sich toll!

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe schon früh gespürt, dass das Schreiben für mich die ideale Möglichkeit bot, mich auszudrücken.  Aber auch meiner Phantasie freien Lauf zu lassen, die sich schon in meiner Kindheit gerne mal zu überschlagen drohte. Seitdem ich als Teenager mit dem Schreiben von Geschichten begonnen habe, habe ich nicht mehr aufgehört. Es gehört zu mir wie Atmen und Essen.

2. Wie hat dein Leben ausgesehen, bevor du mit dem Schreiben begonnen hast?

Daran kann ich mich kaum erinnern. Schon als Kind wollte ich Bücher schreiben …

3. Ich habe gelesen, dass du viel als Hundetrainerin unterwegs bist. Erzähl uns doch ein bisschen von dieser interessanten Arbeit.

Im Jahr 2000 eröffnete ich meine Hundeschule HUNDherum fit! in Hattingen. Im Angebot war von der Welpenspielgruppe über Grunderziehung bis zum Hundesport und Verhaltenstherapie alles. Über zwölf Jahre hatte ich bis zu sieben Angestellte in diesem Betrieb – doch dann wurde ich schwer krank und beschloss, mich mehr aufs Schreiben zu konzentrieren. Seitdem sind wir im Team nur noch zu dritt und unterrichten ausschließlich ZOS (Zielobjektsuche), eine Nasenarbeit für Hunde, die etwa so funktioniert wie Hunde beim Zoll nach Sprengstoff suchen. Eine tolle Auslastung für die Hunde und Spaß fürs Team.

4. Du arbeitest derzeit an deinem dritten Buch, welches von Kalle und Kasimir handelt. Magst du uns zu Teil 1- und 2 etwas verraten?

Ich bin mit Teil 3 sogar bereits fertig! Jippy! Tja, Kalle & Kasimir sind zwei ganz besondere Helden. Kalle ist ein schwarzer, übergewichtiger Mops, der vom sympathischen Mads vor zwei mobbenden Dackeln im Tierheim gerettet wurde. Kasimir ist ein stattlicher, rotweißgestromter Kater, der zur hübschen Linna gehört. Als Mads und Linna sich verlieben und zusammenziehen, lernen die beiden Helden der Geschichte sich auch kennen. Zunächst ist Kasimir entsetzt – er versucht mit allen Mitteln die nervige Frohnatur Kalle wieder loszuwerden. Doch dann stellt er fest, dass Kalle durchaus behilflich sein kann bei seinem eigentlichen Job: Kasimir ist nämlich selbsternannter Ermittler auf vier (Samt-)Pfoten. Und als solcher hat er den verdächtigen Nachbarn ins Auge gefasst. Kalle ist natürlich vollkommen begeistert und will unbedingt mitmachen. Die beiden sind eigentlich von Anfang an ein unschlagbares Dream-Team.

5. Ich habe selten beim Lesen eines Buches so gelacht, wie bei Kalle und Kasimir. Da du sehr viel mit Tieren arbeitest, gehe ich davon aus, dass eigene Erfahrungen in deinen Büchern dabei sind. Liege ich damit richtig?
Meine Rezension zu Kalle und Kasimir: Kalle & Kasimir von Mirjam Müntefering

Absolut! Kalle vereint viele Eigenschaften von fröhlichen, witzigen und immer gut gelaunten (und hungrigen) Hunden in sich, die mir so begegnet sind. Und Kasimir ist ein Traumbild von einem Kater, etwas versnobt, aber im Grunde mit dem Herzen auf dem rechten Fleck.

6. Fragen zu deiner Familie stelle ich dir nicht, da du eine schöne Biographie geschrieben hast.  >>Tochter und viel mehr: Eine autobiographische Reise.<<
Welche Beweggründe hattest du diese Biographie zu schreiben?

Genau das: Dass ich immer und überall nach meinem Vater befragt wurde. In der Presse war das eine echte Plage. Dann dachte ich: Ich schreib jetzt einfach mal alles auf, was ich zu sagen bereit bin. Und wenn ich wieder mal ein Interview geben soll, wo nur nach „Franz“ gefragt wird, lege ich das Buch auf den Tisch und sage: „Selbst lesen!“  ;o)))) kicher
Rausgekommen ist bei dem Buch aber nicht nur eine Geschichte über meine Kindheit und Jugend, sondern auch eine halb fiktive Story über eine meiner Lesereisen durchs Land. Hat riesig Spaß gemacht, es zu schreiben. Und wird übrigens in Bälde nochmal neu als eBook aufgelegt!

7.Neben dem Schreiben und der Hundeschule hast Du Dir auch vorgenommen, anderen Autorinnen unter die Arme zu greifen?!

Seit 2003 biete ich mindestens einmal pro Jahr einen Schreiburlaub für ambitionierte Frauen an. Dabei geht es nicht um „kreatives Schreiben“ oder Kurzgeschichten, sondern darum das Handwerk zum Romanschreiben zu lernen. Und dabei ist es egal, ob diejenige bereits eine Geschichte im Kopf hat oder ob sie einfach nur mal ausprobieren will, ob ihr das Schreiben (von so einem langen Text) liegt.
Es sind nur kleine Gruppen von 5 – 7 Teilnehmerinnen. Ich buche uns immer Bungalows in einem Feriendorf und wir werden von unserer eigenen „Köchin“ bestens vollversorgt. Die Teilnehmerinnen müssen sich also eine Woche lang um nichts anderes kümmern als nur um ihre eigene Geschichte und das Feedback zu denen der anderen. Eine herrlich kreative Zeit – ich genieße das immer sehr.
Und es sind auch schon Bücher aus dem Kurs gewachsen, die veröffentlicht wurden!

8. Nun kommen wir zur letzten Frage. Wie sehen deine Pläne, beruflich und privat, für die Zukunft aus?

Privat ist das ganz einfach zu beantworten: Ich lebe mit meiner Lebensgefährtin Sabine, unseren Hunden, den Not-Meerschweinchen, den vor dem Kochtopf geretteten Hühnern auf einem kleinen Hof im Grünen – und da soll sich nichts ändern. Ein schönes Leben im großen Garten und inmitten von Freunden. Herrlich!
Beruflich habe ich natürlich wieder mal gewaltige Ziele. Ich habe gerade gleich drei neue Buchverträge abgeschlossen und bin gerade dabei, mein Jahr 2017 zu planen – schließlich muss auch “Schreibzeit“ sorgfältig geplant werden. Eine Schriftstellerin muss enorm diszipliniert sein. Arbeitszeit ist Arbeitszeit! (Auch wenn es in Echt einfach Zeit zum Träumen und Abheben ist. :o)

Vielen Danke liebe Mirjam. "Tochter und viel mehr: Eine autobiographische Reise" werde ich lesen. Darauf bin ich ich sehr gespannt! Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern. Grüße Kalle und Kasimir von mir.

Das mache ich gerne, Gisela. Liebe Grüße an alle Leseratten da draußen.


1. Teil

Kater Kasimir führt ein herrliches Leben bei Frauchen Linna. Er streift durch den Garten, oder bereitet sich bei kuscheligen Krimiabenden vor dem Fernseher auf seine eigentliche Berufung vor: Detektiv zu werden. Doch plötzlich wird Kasimirs Alltag auf den Kopf gestellt. Zweibeiner Mads zieht bei Linna ein. Damit könnte Kasimir sich noch abfinden. Aber zusammen mit Mads kommt auch Kalle. Der gutmütige Mops ist nicht gerade der hundifizierte Scharfsinn, sehr schnell zu begeistern und hat permanent eine nervtötende gute Laune – Grund genug für Kasimir, ihn so schnell wie möglich loszuwerden. Doch alle Versuche, den Quälgeist aus dem Haus zu bekommen, scheitern. Und beinahe wäre dem Kater durch das Intrigenspinnen entgangen, wie merkwürdig sich der Nachbar verhält. Aber Kasimir ist wachsam und spürt, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Wird er herausfinden, was der Nachbar im Schilde führt? Und vor allem: Wird er einen Weg finden, Kalle endlich loszuwerden? 
 
Ein heiterer Katzen-Mops-Krimi – ideal für alle Fans von Kater Brown, Andrea Schachts Katzenromanen und Bob, der Streuner.




2. Teil

Eine ganz alltägliche Situation für Kasimir:
„Unauffällig folgen und auskundschaften, wohin die Verdächtige geht!“, ordne ich an. Ich sprinte über die freie Rasenfläche und suche auf der anderen Seite Schutz. Die mausgraue Verdächtige hat mich nicht bemerkt.Als ich mich nach Kalle umsehe, bleibt mir jedoch fast das Herz stehen: Der schwarze Mops hat sich auf den Bauch geworfen und robbt ächzend und schnaufend durch das Gras. Er versucht, sich ganz flach an den Boden zu pressen, der Erfolg ist – man muss es wohl so sagen – eher niederschmetternd.
 
Als es vermehrt zu Einbrüchen in der Wohngegend von Mops Kalle und Kater Kasimir kommt, ist klar: Es steht ein neuer Fall für unser tierisches Detektivduo an. Nachdem sich Herrchen und Frauchen in getrennt haben, laufen die Ermittlungen nun unter erschwerten Bedingungen. Mops und Kater setzen alles daran, die beiden wieder zu versöhnen. Gekonnt durchschauen sie auch die Masche der Einbrecher, aber erklär das mal den Menschen...
 
Kalle und Kasimir sind lustige Mops- und Katzenkrimis fürs Herz mit einer Prise Spannung. Nicht nur Tierliebhaber kommen auf ihre Kosten, wenn die beiden auf ihre ganz spezielle Art ermitteln und sich über die Eigenheiten der Menschen wundern. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen