Freitag, Juli 15, 2016

Meine Meinung zu "Erdbeerpunsch" von Britta Orlowski


Info zum Buch

Eine Stippvisite in St. Elwine … Es gibt einen triftigen Grund, der Tally in ihr Immer-mal-wieder-Zuhause nach St. Elwine führt. Nichts ist in dem beschaulichen Küstenort wie erwartet und ihr läuft ein ungehobelter Fremder über den Weg. Sofort findet Tally ihn verdächtig, denn sie arbeitet für Maureenas, eine Organisation, die Frauen auf der Flucht vor ihren gewalttätigen Ehemännern hilft. Ihre Recherche ergibt: Es handelt sich um den Tänzer Louis Bowlder. Diese Neuigkeit erklärt, warum Bowlder elegant über den Boden zu schweben scheint. Er trägt einen Dreitagebart, der mit einem vierten Tag zu liebäugeln scheint und sein dunkles Haar zu einem Männer-Dutt geschlungen. Unter anderen Umständen hätte sie zugegeben, dass er eine Augenweide ist. Leider ist er ebenso gut aussehend wie arrogant. Bei all der Aufregung kommt ihr ein Glas Erdbeerpunsch gerade recht. Mit einem Gastauftritt von Trish Prescott aus der beliebten Lake Anna-Reihe von Joanne St. Lucas.

Vita

Britta Orlowski wurde im Jahr 1966 geboren – eine Schnapszahl, ich weiß, meine Eltern hätten gleich stutzig werden sollen. Stattdessen zogen sie mich mit viel Liebe, Wärme und schönen Geschichten auf. Sie nahmen meine zahlreichen kreativen Experimente gelassen hin und nährten meine ohnehin uferlose Fantasie noch mit zauberhaften Erzählungen über Spielzeug, welches zum Leben erwacht, sobald ich des abends eingeschlafen sei. (...)

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Meine Meinung

Dies war nun mein vierter Besuch in ST. Elwine. Ein Besuch, der mir sehr zu Herzen ging.
Den Humor fand ich dieses Mal nicht so ausgeprägt, wie bei den Vorgängern. Das hat mich aber nicht gestört, da die Geschichte viele Themen aufgreift, die mich sehr interessieren. 

Zum einen haben wir es mit der Sozialarbeiterin Tally zu tun. Sie arbeitet für die Organisation "Maureenas!" Dort wird Frauen in Not geholfen. Dieses Mal hat Tally einen besonders schweren Fall zu bearbeiten. Sie verpasst einer Klientin eine andere Identität und bringt sie nach ST. Elwine.
Etwas besseres konnte der geschundenen Frau und ihrer kleinen Tochter nicht passieren. Die eingeschworene Quiltgemeinschaft der Frauen glänzt durch ihre nie versiegende Hilfsbereitschaft. Tally fühlt sich in ST. Elwine wieder so richtig wohl. Hilft ihrer Freundin im Bücherladen aus. 

Sämtlichen Protagonisten aus den Vorgängerbänden- sowie Neuzugängen durfte ich begegnen.
Den etwas grimmig wirkenden Tänzer Louis Bowlder fand ich auf Anhieb sympathisch. Ich spürte von Anfang an, dass er eine schwere Last zu tragen hat. Der vom Schicksal gebeutelte Tänzer gerät in Verdacht, als in dem örtlichen Bücherladen ein Überfall statt findet. Eine Frau wird schwer verletzt dabei.


Fazit

In der Geschichte findet das Thema Selbstpublisher Beachtung. Eine Protagonistin lehrt sämtlichen Buchhändlern das Fürchten. Die Autorin glänzt hier mit vielen Aussagen, die die Problematik im Buchhandel exakt beschreiben. Überzeugend setzt sie sich auch mit der Thematik Alzheimer auseinander. Besonders die Idee mit der Herstellung von Quiltdecken für Betroffene, finde ich genial. Die Autorin hat das Thema sehr sensibel aufgegriffen. Man merkt, dass Frau Orlowski gut recherchiert hat. 
In der Geschichte spielt der Tanz eine große Rolle. Auch hier liest man etwas Fachwissen heraus.

Der unnachahmliche Schreibstil und die liebenswerten Bewohner von ST. Elwine, haben mir für gute 300 Seiten ein Stück Heimat vermittelt. Ja, in St. Elwine habe ich wirklich das Gefühl, hier könnte ich auch glücklich leben. Da wo Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe noch groß geschrieben wird, fühlt sich bestimmt jeder Mensch zuhause. Einen gemütlicher Plausch beim Erdbeerpunsch komplettiert die gemütliche Idylle.
Was die Geschichte so realistisch macht ist die Tatsache, dass auch in ST. Elwine die Menschen ihre Sorgen und Nöte haben. Arbeitslosigkeit, Verbrechen, Liebeskummer und Geheimnisse verpassen der Geschichte eine kriminalistische Note. Lassen die Bewohner näher zusammen rücken. Einer stärkt dem anderen den Rücken. Ob jemand lange in ST. Elwine einsam ist? NIEMALS! 
Natürlich kam auch bei meinem vierten Besuch die Liebe nicht zu kurz. Wer mit Wem? Das müsst Ihr selber herausfinden. 

Erdbeerpunsch konnte mich auf der ganzen Linie überzeugen. Eine absolute Empfehlung von mir! Ach, und vielen Dank für die Rezepte vom Erdbeerpunsch  im Anhang. Hicks .....

Danke Britta Orlowski.

Mein Dank geht an den Bookshouse-Verlag und mich selber!
Warum an mich selber?
Ich bekomme von dem tollen Verlag die Ebooks gestellt. Die St. Elwine-Reihe gönne ich mir aber auch als Print. Im Regal sind sie eine Augenweide. Auf einem Kissen der absolute Wahnsinn! :-)









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