Freitag, Juni 17, 2016

Meine Meinung zu "Muchachas-Tanz in den Tag" von Katherine Pancol



Vita

Katherine Pancol wurde 1954 in Casablanca geboren und lebt seit ihrem fünften Lebensjahr in Frankreich. Nach ihrem Literaturstudium arbeitete sie als Lehrerin, Journalistin und Autorin. Ihr beispielloser Aufstieg zum „Phänomen Pancol“ begann 2006 mit dem Erscheinen des ersten Bandes der Joséphine-Trilogie "Die gelben Augen der Krokodile", der auch erfolgreich verfilmt worden ist. Auch ihre neue Trilogie "Muchachas" stürmte die Bestsellerlisten in Frankreich. Katherine Pancol lebt in Paris.

Info

In ihrer neuen Trilogie schreibt Katherine Pancol auf ihre unverwechselbare Weise über ein Kaleidoskop von Frauen, die kaum unterschiedlicher sein können, eines aber vereint: Was auch immer geschieht, sie lassen sich nicht unterkriegen. 

Da ist zum Beispiel Stella. Sie lebt mit ihrem kleinen Sohn auf einem Bauernhof im Burgund und arbeitet auf dem Schrottplatz; oder Hortense, die ihr Glück in der Modewelt von New York sucht. Oder die von quälenden Selbstzweifeln heimgesuchte Erfolgsautorin Joséphine und schließlich Calypso, eine begnadete kubanische Geigerin, die auf dem Konservatorium Hortenses Freund Gary gefährlich nah kommt. 

Jede dieser »Muchachas«, wie »junge Frau« auf Spanisch heißt, hat ihre ganz eigene Geschichte und dennoch kreuzen sich ihre Wege immer wieder, und es entsteht ein dichtes Romangeflecht, dessen Sogwirkung sich keine Leserin entziehen kann.


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Zum Inhalt

Wenn man das wunderschöne Cover anschaut, vermutet man leichte Frauenlektüre. Davon ist die Geschichte jedoch weit entfernt. Das Buch ist leicht zu lesen; jedoch ist der Inhalt stellenweise schwer verdaulich. 
Es beginnt mit Hortense und ihrem Freund Gary. Sie leben in einer tollen Wohnung in New York, die ihnen von der betagten Hausbesitzerin kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die ältere Dame hat ein Herz für Künstler. Gary ist Musiker und Hortense möchte in der Modewelt berühmt werden. Beide sind sehr extrem. Beide haben ständig ihren beruflichen Werdegang im Kopf. Da bleiben Unstimmigkeiten nicht aus.
Die unscheinbare Violistin Calypso ist nicht mit Schönheit gesegnet. Beim Musizieren wird aber aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan.
Josephine zieht der Liebe wegen von Paris nach London. Da macht ihr ihre 16 jährige Tochter Zoe einen Strich durch die Rechnung. Sie büchst von Zuhause aus, um mit ihrer ersten großen Liebe zusammenzuleben. Die erfolgreiche Autorin zieht mit ihrer Tochter zurück nach Paris und führt nun eine Fernbeziehung.
Stella ist eine hübsche Blondine, die sich ihren Lebensunterhalt auf einem Schrottplatz verdient. Ihre beste Freundin Julie und ihr Vater sind Besitzer des Schrottplatzes. Stella liebt ihren kleinen Sohn abgöttisch.
Leonie ist die Mutter von Stella und führt seit jeher ein Leben, welches man eigentlich gar nicht als solches bezeichnen kann.

Meine Meinung

Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Als ich richtig drinnen war, habe ich jedes einzelne Wort genossen.
Die Geschichte handelt hauptsächlich von Stella und ihrer Mutter Leonie. 
Der Schreibstil der Autorin hat absoluten Erkennungswert. Es wird in der dritten Person erzählt. 
Leonie hatte es schon in ihrer Kindheit nicht leicht. Von der Mutter verlassen und vom Vater mehr oder weniger ignoriert. Zu ihrem Bruder Andrew hatte sie auch keinen guten Draht. 
Ihre Heirat, mit dem bekanntesten Mann im Ort, war auch nicht von Glück geprägt. Einzig ihre Tochter Stella gibt ihrem Leben einen Sinn.
Stella ist eine Frau, die man einfach gern haben muss. Trotz schlimmen Erlebnissen lässt sie sich nicht unterkriegen. Ihrem Sohn Tom ist sie eine fabelhafte Mutter. 
Ihre Freundin Julie hält zu ihr und stärkt ihr, wenn nötig, den Rücken.
Das Leben der anderen Frauen wurde im 1. Band nur kurz angeschnitten. Die Leben der Frauen sind sehr unterschiedlich; trotzdem besteht eine Verbindung. 

Fazit

Eine Geschichte über Gewalt und sexuellen Missbrauch, die mir mehr wie einmal kalte Schauer über den Rücken gejagt hat. Eine Geschichte, in der ein einziger Mann für sämtliche Korruptionen verantwortlich ist. Eine Geschichte, in der ein Mann aus dem beschauliche Städtchen Saint-Chaland in Frankreich, einen Ort des Verbrechens macht.
Wenn ich nur an eine bestimmte Hochzeitsnacht denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken hinunter.
Es ist purer Wahnsinn, dass sämtliche Menschen über Verbrechen Bescheid wissen und nichts unternehmen. Die Geschichte zeigt sehr deutlich, dass Kinder, die in ihrem Elternhaus nichts wert waren, auch selten im späteren Leben  Selbstbewusstsein entwickeln.  
Welche Auswirkungen es haben kann, wenn man als Kind ständig erniedrigt wurde, sieht man sehr deutlich in diesem Buch. 

Ich denke, dies ist der Grund, warum ich vor Stella allen Respekt dieser Welt habe. Trotz schlimmer Erlebnisse hat sie ihr Leben im Griff und ist in der Lage, sehr viel Liebe zu geben. 
Besonders die Familiengeheimnisse- und der Gruppenzwang verleihen der Story eine extra Portion Spannung.
Schritt für Schritt werden wir der Wahrheit näher gebracht. Diese ist so anders, als ich erwartet hätte.

Im Nachwort erzählt die Autorin, wie sie auf die Idee der Geschichte gekommen ist. Ich fand ihre Worte sehr emotional. Ich denke, auch die Autorin wollte mit dieser Geschichte ein Erlebnis verarbeiten. 

Mein Lieblingszitat: >>Seine Seele sei von fern gekommen, sagt sie, um ihre Seele zu berühren.<< (Seite 305)
Um welche Seelen es sich handelt, müsst Ihr selber herausfinden!

Mich hat diese emotionale Handlung sehr berührt. Trotz Gewalttätigkeit ist noch sehr viel Platz für Liebe ....

Danke Katherine Pancol

Mein Dank gilt dem  Carl´s Books Verlag!




Kommentare:

  1. Ich freue mich jetzt riesig auf die Triologie. Danke Gisela für´s neugierig machen!

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  2. Hallo :)

    das Thema interessiert mich. Ich setze das Buch mal auf die Wunschliste.
    Schöne Besprechung ♥

    Liebe Grüße
    Schneeflöckchen Blog

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    1. Liebe Yagmur

      Ich bin sehr gespannt auf deine Meinung. Ich sehe es ja, was auf deinem schönen Blog abgeht :-) Muchachas kommt mir nicht aus.

      Liebe Grüße, Gisela

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