Donnerstag, Mai 26, 2016

Meine Meinung zu "Drei mal wir" von Laura Bennett



Vita

Laura Barnett ist Journalistin. Sie wurde 1982 in London geboren, wo sie zusammen mit ihrem Ehemann lebt. Sie hat Spanisch, Italienisch und Journalismus in Cambridge und London studiert. Bisher hat sie einige Kurzgeschichten veröffentlicht, die mehrfach ausgezeichnet wurden. «Drei mal wir» ist ihr erster Roman. Er stand in England auf Platz 1 der Bestsellerliste, wurde von der Presse gefeiert und in zweiundzwanzig Länder verkauft.

Info

Das erfolgreichste belletristische Debüt des Jahres 2015 in England: 'Drei mal wir' ist ein reicher Roman über die Was-wäre-wenn-Momente des Lebens. Darüber, wie ein Augenblick über unser Leben entscheiden kann. Und es ist ein Plädoyer für die Liebe – auch wenn man sie nicht immer gleich erkennt. 
Eva und Jim sind neunzehn und Studenten in Cambridge, als ihre Wege sich 1958 zum ersten Mal kreuzen. Eine Fahrradpanne führt die beiden zusammen. Was dann passiert, wird den Rest ihres Lebens bestimmen.
Wir folgen drei unterschiedlichen Versionen ihrer Zukunft, zusammen und getrennt. Sehen Eva dabei zu, wie sie eine berühmte Schriftstellerin wird. Und Jim, wie er für die Kunst seinen Beruf als Anwalt hinter sich lässt. Wir sehen Partner kommen und gehen, reisen mit ihnen nach London, New York und Los Angeles. In all den Jahren nimmt ihre Liebe immer wieder ungeahnte Wege, von den ersten drei Treffen bis hin zum Finale: Drei Liebesgeschichten, ein Paar. 
'Drei mal wir', das im Original „The Versions of us“ heißt, war in England das Sommerbuch des Jahres 2015: Nummer-1-Bestseller, verkauft in 22 Länder und ein sensationeller Presseerfolg. Die deutsche Ausgabe ist besonders liebevoll gestaltet: durchgängig vierfarbig, florale Vignetten und illustrierte Zwischentitel, bedruckter Einbandbezug.

Hier könnt Ihr den Roman kaufen: Kindler-Verlag



Zum Inhalt


Eva hätte mit ihrem Fahrrad beinahe ein kleines Hündchen angefahren. Sie weicht aus und handelt sich dadurch einen kaputten Reifen ein. Ein junger Mann geht vorbei. Doch, er geht gar nicht vorbei, bleibt stehen und bietet ihr seine Hilfe an. Er hat Flickzeug in seiner Jackentasche. Meint er. Er hat doch keines dabei. Eva sieht dem Studenten Jim in die Augen und weiß, dass hier etwas Unwiderrufliches passiert. Jim blickt in Evas strenge Augen und weiß, dass diese Begegnung etwas zu bedeuten hat.


Meine Meinung

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wo ich anfangen soll. In dieser Geschichte ist sehr viel passiert. Ehen wurden geschlossen und Kinder geboren. 
Wir begleiten die zwei Liebenden von 1958-2014! Wir erleben mit, wie Eva und Jim in drei verschiedenen Versionen immer wieder zusammen kommen. Aber, nicht jedes mal als Paar.
Sie bekommen Kinder. Sie müssen Abschied nehmen, von geliebten Menschen. Sie haben gescheiterte Ehen zu verkraften. 

Jim ist Künstler. Ohne sich dessen bewusst zu sein, malt er ein Bild von Eva- >>Die lesende Frau<<.
Eva wird Schriftstellerin. Auch wenn sich beide in einer Version befinden, in der sie nicht zusammen sind, fühlen sie eine tiefe Verbundenheit.

Normalerweise mag ich verworrene Familiengeschichten. Ich reise auch gerne nach Paris, Griechenland und Rom. Aber,  jedes Kapitel in einer anderen Version ist sehr anstrengend.
Der Name von den Kindern wechselt genauso häufig, wie der Beziehungsstatus von Eva und Jim. Kaum habe ich mich in einem Kapitel so richtig wohl gefühlt, war im nächsten wieder eine andere Version, die nicht viel mit der vorherigen gemeinsam hatte. Die Kinder hatten andere Namen. Der Wohnort war auch oftmals nicht mehr der Gleiche.

Es werden ganz normale Alltagsprobleme angesprochen. Man erlebt mit, dass eine Patchworkfamilie nicht für jedes Kind gut ist. 

Von der Thematik her hätte mir das Buch gut gefallen. Der Schreibstil hat mir leider nicht ermöglicht, einen Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. Es wurde in der dritten Person erzählt. Ich hatte von keiner Person ein Bild vor Augen. Auch die Umgebungsbeschreibungen fielen etwas mager aus.
Bei der Liebe von Eva und Jim hätte ich mir mehr Emotionen gewünscht. Auch sämtliche Ehepartner blieben blass in der Geschichte. 
Jim war mir unsympathisch. Eva zu passiv. Sie hatte, für meinen Geschmack, zuviel hingenommen.
Was seine Mutter betraf, tat mir Jim leid. Die depressive Frau hatte den Tod von ihrem Mann nie verkraftet. Zu Lebzeiten war der Künstler nie treu. 
Eva erfährt am Sterbebett ihrer Mutter ein großes Geheimnis.

Fazit

Selten war ich von einem Buch so enttäuscht wie von >>Drei mal wir<<! Ich hatte regelrechte Lese-Schleudertraumas! Entspanntes lesen war einfach nicht möglich. Die verschiedenen Versionen hätten, meiner Meinung nach, immer komplett erzählt werden sollen. So wurde man regelrecht von einer- zur nächsten Version geschleudert. Kaum hatte man für jemand etwas Sympathie entwickelt, war an dessen Stelle eine andere Person getreten.. 
Den Prolog fand ich schön.
Das Ende hat mir auch gefallen. Es fanden gute Dialoge statt. Menschen wurde der letzte Weg erleichtert. 

Ich habe bei diesem Buch an einer Leserunde teilgenommen. Wir haben uns gegenseitig dazu animiert, weiterzulesen. Ansonsten hätte ich das Buch wahrscheinlich abgebrochen.

Die Autorin verdient allen Respekt für ihr Werk. Es war bestimmt nicht einfach, jedes Kapitel in einer anderen Version zu schreiben und zu einem stimmigen Ende zu bringen. Das Ende ist wirklich gut gelungen.

Das Cover und die Blümchenverzierungen auf jeder Seite sind wunderschön.
Leider konnte mich der Inhalt nicht überzeugen.

Danke Laura Bennett

Danke Elke und Conny für das gemeinsame Lesen. Es hat sehr viel Spaß gemacht!





Kommentare:

  1. Sehr schöne Rezie, liebe Gisela :-) Es hat wirklich viel Spaß gemacht und ich hoffe, wir können noch einige Bücher zusammen lesen!

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  2. Liebe Conny.

    Ganz bestimmt. Ich freue mich jetzt schon darauf.

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  3. Schöne Rezi :-) Ich hab es ähnlich gesehen wie du, konnte aber noch 3 Sterne vergeben. War eine sehr nette Dreier-Leserunde mit dir und Elke. Gerne mal wieder!

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  4. Vielen Dank für die gelungene Rezension.

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  5. Oh weh....dir hat es wohl gar nicht gefallen. Und ja...anstrengend war es zu lesen, da muss ich dir Recht geben! Ohne meine Notizen wäre ich wohl verloren gwesen. Das war ich noch nie! Insgesamt war es ein sehr interessantes Buch und auch der Schreibstil hat mir gefallen...aber zu verwirrend. Meine Rezi dazu ist trotzdem besser ausgefallen ;) Zwingen musste ich mich nicht zum Lesen.
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Leider war ich wirklich enttäuscht.

      Liebe Grüße, Gisela

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