Sonntag, Februar 21, 2016

Meine Meinung zu "Immerstill" von Roman Klementovic



Vita

Roman Klementovic, geboren 1982 in Wien, wuchs im niederösterreichischen Marchfeld auf, bis es ihn für sein Studium zurück in die österreichische Bundeshauptstadt zog. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Sein erster Thriller »Verspielt« erschien 2015 im Gmeiner-Verlag, eine Fortsetzung mit Bezirksinspektor Mück ist bereits in Arbeit. Roman Klementovic ist Mitglied der Kriminalautorenvereinigungen Syndikat & Krimiautoren.at.

Info

KEIN ENTRINNEN  In einer eisigen Winternacht verschwinden zwei Jugendliche spurlos. Die örtliche Polizei tappt im Dunkeln, findet keinerlei Anhaltspunkte und mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Doch dann, auf den Tag genau drei Jahre später, werden wieder zwei junge Menschen vermisst. Die Medien wittern eine Tragödie und in dem kleinen Dorf wächst die Nervosität. Als eine misshandelte Leiche gefunden wird, bricht Panik aus.

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Zum Inhalt

Immerstill ist der zweite Thriller den ich von Roman Klementovic gelesen habe. Immerstill ist ganz anders als Romans Debut - Verspielt und genauso genial.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Lisa erzählt. 

Lisa hat vor drei Jahren das ihr verhasste Kaff Grundendorf verlassen. Sie fühlte sich eingeengt und unglücklich. Vor drei Jahren verschwanden zwei Klassenkammeraden ihrer Schwester Maria spurlos.
Jetzt, drei Jahre später, verschwindet ihre Schwester und deren beste Freundin. Sie wollten zu einer Faschingsparty gehen, bei der sie nie ankamen.
Lisa musste nach Grundendorf zurückkehren, um ihre Schwester zu suchen. 

Ihr Elternhaus deprimiert sie, seit dem Tod ihrer Mutter. Ihr Vater verfällt immer mehr. Von dem einst attraktiven Mann scheint nicht mehr viel übrig zu sein. Apathisch vegetiert er in dem mittlerweile ungepflegten Haus dahin. Er hält sich oft in seiner Werkstatt im Garten auf.
Lisa kann nicht verstehen, dass ihr Vater kaum mit ihr spricht und bisher nichts wegen ihrer Schwester Maria unternommen hat. Lisa beteiligt sich an einer Suchaktion. Es wird eine misshandelte Leiche gefunden.

Meine Meinung

Ich habe diesen Thriller auf einen Tag gelesen. Die Charaktere,  die der Autor geschaffen hat, konnte ich mir bildlich vorstellen. Lisa,  die verzweifelt nach Antworten suchte und in so manche gefährliche Situation geriet.  Lisas Vater hätte ich manchmal am liebsten gepackt und durchgeschüttelt. Seine Passivität konnte ich,  Angesichts des Verschwindens seiner Tochter,  nicht verstehen. 
Lisa suchte bei ihrer Tante Hannelore Trost und Antworten, was sich jedoch als sinnlos herausstellte. Hannelore kommunizierte am liebsten mit ihrer Schnapsflasche!
Beim Lesen musste ich ständig frieren. Die Geschichte spielt im Winter und Lisa lief oft nass und unpassend gekleidet durch Grundendorf. 
Einzig ihr Exfreund Patrick war Lisa ein Fels in der Brandung. Der Polizist unterstützte sie so gut er konnte.
Viele Ungereimtheiten raubten Lisa den Schlaf. Krank und kraftlos kam sie nicht mehr zur Ruhe.  Sie sehnte sich nach ihrer Wahlheimat Wien. 

Fazit

Ich war mir sicher. wer für die Taten verantwortlich war. Ich wurde eines besseren belehrt. Grundendorf wirkte auf mich unheimlich. Die Ortsansässigen kamen mir alle sehr speziell vor. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass eine Aufklärung der Verbrechen von einigen nicht angestrebt wurde. 
Mit dem Verschwinden von ihrer Schwester wurden auch wieder die alten Fälle aufgerollt.

Dieser Thriller hält viele überraschende Wendungen bereit. Die Haupt-Protagonistin Lisa möchte man am liebsten in den Arm nehmen und trösten. Ihr gesamtes Leben gleicht einem Scheiterhaufen.
Der Schreibstil lässt keine Unterbrechung beim Lesen zu. Man kann nicht vor dem Ende aufhören.

Wer Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus mochte wird Immerstill lieben.
Ob mir das Ende gefiel? NEIN! Das Ende hat mich sehr, sehr traurig gemacht.

Danke Roman Klementovic

Unbedingt lesen. 5 Sterne


Mein Dank geht an den Gmeiner Verlag


Kommentare:

  1. Hallo Gisela,

    deine Rezension hat mich auf jeden Fall sehr neugierig gemacht und ich werde das Buch definitiv mal im Hinterkopf behalten :)

    liebe Grüße, Meike

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    1. Liebe Meike

      Hol es aus dem Hinterkopf und lese es :-) Du wirst es nicht bereuen :-)

      Liebe Grüße, Gisela

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