Sonntag, Februar 14, 2016

Meine Meinung zu "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven

Vita

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In den USA stieg All die verdammt perfekten Tage sofort auf Platz 13 der New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte.

Info


Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…
Wussten Sie, dass Jennifer Niven mit dem berühmt berüchtigten Banditen Jesse James verwandt ist?
Hier erwarten Euch "All die verdammten Tage!"




Zum Inhalt
Finch ist ein Junge, der Angst hat nicht wach bleiben zu können. Auf dem Glockenturm muss er wach bleiben oder er stürzt in den Abgrund. Auf dem Turm fühlt er sich lebendig. Als er sich wieder mal auf dem Glockenturm befindet, bemerkt er das Mädchen Violet. Violet gerät auf dem Turm in Panik. Finch rettet ihr Leben und eine große Liebe nimmt ihren Anfang.
Meine Meinung
Ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut. Um das ernsthafte Thema wusste ich. Dennoch war mir die Geschichte einen Touch zu düster. Finch geriet in der Schule oft in schlimme Situationen, die er selber nicht herbei geführt hatte. Die Ignoranz von manchen Lehrern fand ich besonders schlimm. Ich würde von Lehrern schon erwarten, für Gerechtigkeit zu sorgen. Finchs Eltern waren geschieden. Er lebte mit seinen beiden Schwestern bei der Mutter. Die Mutter war mir total suspekt. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie ihre Kinder nur am Rande wahrgenommen hatte. Finchs Vater und seine neue, kleine Familie blieben etwas blass in der Geschichte. Dort konnte Finch sich nie wohlfühlen. Er hatte keinen guten Draht zu seinem Vater, was ich sehr gut verstehen konnte.Violet verlor ihre ältere Schwester bei einem Autounfall. Sie fühlte sich schuldig. Trotz ihrer depressiven Verstimmung war sie froh, dass Finch ihr auf dem Glockenturm geholfen hatte.Die Eltern von Violet zeigten sich immer sehr verständnisvoll; jedoch kam es mir vor, als wenn die Familie sich in einem Vakuum befinden würde. Jeder hatte seine Gefühle für sich behalten. Gut gefielen mir die  Ausflüge, die Finch und Violet gemeinsam unternahmen. Sie arbeiteten  an einem Schulprojekt, dessen Aufgabe es war Indiana zu erkunden.
Fazit
Eine Geschichte die mit ziemlich viel Zitaten von berühmten Autoren gespikt wurde. Normalerweise mag ich schöne Zitate sehr gerne. In diesem Buch  waren sie mir zuviel. Ich liebe wunderschöne Sätze, die aus den Federn der Autoren stammen. Hier wurde sich, für meinen Geschmack, zuviel von anderen Autoren bedient.Die ersten zwei Drittel des Buches konnten mich nicht überzeugen. Für mich plätscherte die Geschichte so dahin. Den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig. Von Finch und Violet konnte ich mir ein genaues Bild machen. Die letzten hundert Seiten konnten mich dann doch noch überzeugen. Eine Schülerin hatte mich total überraschen können. Von ihr kam etwas ans Tageslicht, dass ich nie im Leben erwartet hätte. Die zarte Liebe von Finch und Violet fand ich sehr berührend. Das soziale Umfeld von Finch kam mir mehr als verheerend vor. Eine Geschichte über selbstmordgefährdete Jugendliche, die sehr deutlich das gefühllose Verhalten von Mitmenschen zeigte.Ob mir das Ende gefallen hatte? NEIN!!! Die Heuchelei von sämtlichen Menschen wurde mir entschieden zuviel.
Ich hatte von "All die verdammten Tage" wahrscheinlich zu große Erwartungen. Es gibt sehr viele Leser, die dieses Buch lieben. So viele Leser können nicht irren. Es liegt an meinem Geschmack, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte.
Danke Jennifer Niven
Ich vergebe 3 1/2 Sterne

 Mein Dank geht an den Limes Verlag



Kommentare:

  1. Tatsächlich ist das die erste Rezension, die nicht vor Begeisterung sprüht, aber da du deine Mängel sehr gut beschrieben hast, gefällt mir deine Rezension wirklich gut.
    Ich hatte es auch schon ins Auge gefasst, aber vielleicht lass ich doch noch ein paar Rezensionen erscheinen und sehe dann weiter. ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Jane

      Ich denke, man sollte sich über ein Buch nicht zuviele Rezensionen durchlesen, bevor man es selber gelesen hat. Genau diesen Fehler habe ich bei diesem Buch gemacht. Meine Erwartungen waren einfach sehr hoch gesteckt.

      Löschen
    2. Ich finde einfach, man sollte bei den Rezensionen nicht auf die Sterne achten, die gegeben wurden, sondern auf die Worte der Rezensentin, denn die sagen aus, was gefiel und was nicht. Ich finde, gerade Autoren sind nur auf Sterne fixiert und das geht mir mega gegen den Strich.
      Deshalb finde ich diese Rezension wirklich gelungen, weil sie mir aufzeigt, was dich gestört hat. Und da mich diese Punkte auch stören würden, ist es wohl eher keine Lektüre für mich.
      Aber genau diese Punkte könnten es auch sein, die mich doch dazu greifen lassen, weil ich vielleicht eine ganz andere Sicht darauf habe - wir sind schließlich zwei unterschiedliche Menschen.
      All das kann ich aber nicht aus Sternen ableiten, sondern nur aus deinen Worten - und daher sind diese Bewertungssterne für mich total uninteressant, aber Rezensionen können sehr hilfreich sein.

      Löschen
    3. Das sind wahre Worte. Bei Rezensionexemplaren kommt aber leider nicht drummherum Sterne oder Punkte zu vergeben. Für mich haben sie auch wenig Bedeutung. Ich würde mich freuen liebe Jane, wenn du das Buch lesen würdest. Wie du schon schreibst, du könntest eine ganz andere Sichtweise haben. LG

      Löschen
  2. Hey =)

    Ich finde auch, dass das Buch durch den enormen Hype einfach sehr hohe Erwartungen beim Leser auslöst. Mich hat die zweite Hälfte dann ja doch noch zu einer guten Meinung umstimmen können, weil mich das Ende einfach überraschen konnte :)

    liebe Grüße, Meike

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das letzte Drittel konnte mich auch überzeugen. Bei Bücher die schlecht rezensiert wurden, war ich dann oftmals schon positiv überrascht. Ich werde meinem Grundsatz wieder treu bleiben und nicht VORHER andere Meinungen lesen. Einfach selber auf ein Buch einlassen.

      Liebe Grüße, Gisela

      Löschen
  3. Hey,

    ich gehöre auch zu denen, die das Buch mochten. Allerdings hatte ich damals das Englische als Vorabexemplar bekommen. Ist also auch schon ewig her und es gab keinen Hype. Vielleicht mochte ich es deshalb, da ich ohne Erwartungen ran bin.

    LG
    Sonja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das kann sein. In der Originalsprache sind Bücher bestimmt noch besser.

      LG, Gisela

      Löschen
  4. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Mich störten die Zitate dabei aber überhaupt nicht. Ich fand es richtig klasse, wobei die Leser auch hervorragend passten :-).

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hörbücher mag ich auch sehr gerne, Sie dauern bei mir nur ewig, weil ich immer einschlafe ;-)

      Löschen
  5. Huhu,

    Manches sehe ich ähnlich wie du, aber nicht alles.

    Im ersten Teil deiner Rezi mit den Famlien und so geb ich dir recht. Und die Lehrer und das Umfeld fand ich furchtbar. Aber ich fand die erste Hälfte besser als die zweite.

    Finch und Violet als Paar konnten mich nie überzeugen. Mir war das zu oberflächlich und ich fand das Verhalten von beiden Seiten aus auch nicht gut, besonders aber von Violet aus.

    Aber das Ende sagte mir auch nicht zu und die Heuchelei fand ich auch schlimm. Auch mir waren es hier entschieden zu viel Zitate. Das kann man ja mal machen , aber da ich die Bücher auch nicht kannte störte mich auch der Lesefluss hier.

    Also ausser der Liebe zwischen Violet und Finch kann ich dir überwiegend zustimmen.

    Ich hatte auch zu viele Erwartungen. Ein bisschen enttäuscht war ich schon dann.

    Hast du das Nachwort gelesen?

    Hier ist meine Rezi:

    https://lesekasten.wordpress.com/2017/05/11/jennifer-niven-all-die-verdammt-perfekten-tage/

    LG Corly

    AntwortenLöschen
  6. Huhu Corly

    Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, ob ich das Nachwort gelesen habe. Ich lese jetzt gleich mal deine Rezi durch.

    Liebe Grüße,
    Gisela

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Im Nachwort hat sie geschrieben, dass ihr Freund sich umgebracht hat und keiner weiß ob es Selbstmord war (oder zumindest so ähnlich). Das erklärt wieso das Ende so war wie es war. Offenbar hat sie wohl mit dem Roman das verarbeitet oder so. Ich hab es extra gelesen um zu gucken ob ich das Ende so besser verstehe. Ganz geklappt hat es nicht.

      Löschen
  7. Stimmt! Ich habe das Buch vor gut einem Jahr gelesen. Vieles vergessen.

    AntwortenLöschen