Samstag, Februar 27, 2016

Meine Meinung zu "Das Vermächtnis des Vaters" von Jeffrey Archer

Vita

Jeffrey Archer, geboren 1940 in London, verbrachte seine Kindheit in Weston-super-Mare und studierte in Oxford. Archer schlug eine bewegte Politiker-Karriere ein, die bis 2003 andauerte. Weltberühmt wurde er als Schriftsteller. Archer verfasste zahlreiche Bestseller und zählt heute zu den erfolgreichsten Autoren Englands. Sein historisches FamilieneposDie Clifton-Saga stürmte die englischen und amerikanischen Bestsellerlisten und begeistert eine stetig wachsende Leserschar. Archer ist verheirat, hat zwei Söhne und lebt in London und Cambridge.

Info

Harry Clifton, aufgewachsen bei den Hafendocks in Bristol, und Giles Barrington, Nachkömmling einer großen Schifffahrt-Dynastie, verbindet seit ihrer Jugend eine tiefe Freundschaft. Aus der Enge des Arbeitermilieus hat Harry es auf eine Eliteschule geschafft und steht als junger Mann jetzt an der Seite seiner großen Liebe Emma, der Schwester von Giles. Mit dem Eintritt Englands in den Zweiten Weltkrieg 1939 werden die Schicksale beider Familien erschüttert. Giles gerät in Kriegsgefangenschaft und Harry verschlägt es von Bristol nach New York, wo er eines Mordes angeklagt und verhaftet wird. Emma, macht sich auf, um den Mann zu retten, den sie liebt ...

Hier könnt Ihr das Buch kaufen. Ihr kommt auch zu der Leseprobe und weiteren Infos









Zum Inhalt

1939-1942

Der zweite Teil der Clifton-Saga knüpft nahtlos an den ersten an. Die Geschichte spielt im zweiten Weltkrieg. Harry gerät in Gefangenschaft, als er per Schiff von Bristol nach Amerika reist. Er hat die Identität eines anderen angenommen, der bei der Schiffsüberfahrt ums Leben gekommen ist. Er will, dass seine große Liebe Emma ein glückliches Leben ohne ihn führen kann. Das kann er nur erreichen, wenn er als tot gilt. Kaum betritt er amerikanischen Boden, wird er des Mordes angeklagt.  Er schreibt einen Brief an seine Mutter, um ihr mitzuteilen, dass er noch lebt.

Meine Meinung

Harry der Arbeitersohn, der es bis auf die Eliteschule geschafft hat, beweist auch in diesem Band wieder, was für ein starker Charakter er ist.
Obwohl Emma aus einer reichen Familie stammt, kellnert sie, um Erfahrungen zu sammeln. Sie bekommt einen Job auf dem Schiff nach Amerika. Sie sucht in der USA nach Harry.

Auch im zweiten Teil der Geschichte sind Harry und Emma sämtlichen Intrigen ausgesetzt.
Harrys Mutter Maisie weiß lange nicht, dass ihr Sohn noch lebt. Den Brief, den sie bekommen hat, öffnet sie nicht. da sie ein Beileidschreiben vermutet. Trotz der Trauer um ihren Sohn geht es in ihrem Leben wieder aufwärts.

In der Geschichte begegnen wir den Protagonisten aus dem ersten Teil wieder. Jedes Kapitel handelt von einem anderen. Diese Aufteilung hat mir sehr gut gefallen. Harry Clifton und Giles Barringtons Freundschaft überwindet sämtliche Krisen.
Giles gerät in Kriegsgefangenschaft. Harry muss nicht lange seine Haftstrafe absitzen, da er auch in den Krieg ziehen muss. 
Beide wachsen über sich selber hinaus. Ich muss zugeben, die Kapitel in denen es um Kämpfe an den Fronten ging, haben mir nicht so gut gefallen. Sie gehören aber ganz einfach zu dieser Story!
Giles Vater Hugo Barrington glänzt auch in diesem Band als Fiesling. Seine Intrigen kennen keine Grenzen. 

Fazit

Ich möchte über den zweiten Teil nicht zuviel verraten, da ich anderen Lesern nicht den Spaß verderben will. Das Cover gefällt mir sehr gut und passt zur Geschichte. Das Vermächtnis des Vaters ist anders als Spiel der Zeit, jedoch genauso packend. Der Schwerpunkt liegt auf dem zweiten Weltkrieg und seinen Auswirkungen.
Mich hat die Geschichte sehr gut unterhalten. Obwohl sie sich nicht sehen konnten, war die Liebe zwischen Harry und Emma spürbar.  Ich habe sehr gehofft, dass eine Hochzeit der beiden doch noch möglich ist. Harry hat im Gefängnis seine Erlebnisse aufgeschrieben. Seine Zeilen haben für großen Wirbel gesorgt. Die couragierte Emma schlägt sich auf ihrer Suche nach Harry tapfer durch. 
Viele überraschende Wendungen halten den Leser auf Trap. Die Unterteilung der Kapitel, deren Ende immer spannend ist, lässt einen durch die Seiten rasen. 
Giles und Harrys Freundschaft wird immer wieder auf die Probe gestellt. Giles Familie muss von einem lieben Menschen Abschied nehmen.
Ob mir das Ende gefallen hat? Es gibt kein Ende; nur einen fiesen Cliffhanger! Ich freue mich auf den dritten Teil.

Danke Jeffrey Archer

Eine uneingeschränkte Empfehlung und 5 Sterne



Mein Dank geht an den Heyne-Verlag.





Donnerstag, Februar 25, 2016

Meine Meinung zu "Anna und der Schwalbenmann" von Gavriel Savit

Vita

Gavriel Savit ist Autor und Schauspieler. Nach seinem Abschluss an der Universität von Michigan - als Musicaldarsteller - zog er nach New York, um dort seine Bühnenlaufbahn zu verfolgen. Als Schauspieler und Sänger ist Gavriel Savit inzwischen auf drei Kontinenten aufgetreten, von New York bis Brüssel und Tokyo. Er lebt in Brooklyn. "Anna und der Schwalbenmann" ist sein erster Roman.


Info

Krakau, 1939. Anna ist noch ein Kind, als die Deutschen ihren Vater mitnehmen, einen jüdischen Intellektuellen. Sie versteht nicht, warum. Sie versteht nur, dass sie allein zurückbleibt. Und dann trifft Anna den Schwalbenmann. Geheimnisvoll ist er, charismatisch und klug, und ebenso wie ihr Vater kann er faszinierend viele Sprachen sprechen. Er kann Vogellaute imitieren und eine Schwalbe für sie anlocken. Und er kann überleben – in einer Welt, in der plötzlich alles voller tödlicher Feindseligkeit zu sein scheint. Anna schließt sich dem Schwalbenmann an, lernt von ihm, wie man jenseits der Städte wandert, sich im Wald ernährt und verbirgt. Wie man dem Tod entkommt, um das Leben zu bewahren. Aber in einer Welt, die am Abgrund steht, kann alles gefährlich werden. Auch der Schwalbenmann.

Hier könnt Ihr durch die Wälder wandern:



Zum Inhalt

Anna und der Schwalbenmann ist eine Geschichte, deren Schwerpunkt auf dem Holocaust basiert. Das siebenjährige Mädchen spricht sämtliche Sprachen. Ihr Vater ist ein intelligenter Mann und der Meinung: "Deine Muttersprache brauche ich dir nicht lernen. Die lernst du von ganz allein!" Die kleine Anna führt mit ihrem Vater ein glückliches Leben; bis zu dem Tag, an dem Deutsche den jüdischen Sprachen-Professor mitnehmen. Vorher bringt ihr Vater sie noch zu einem befreundeten Apotheker. Der jedoch schickt Anna wieder heim. Anna fühlt sich einsam und verlassen und wartet vor der Apotheke auf ihren Vater. 
Ihr Vater kommt nicht. Da spricht sie ein sehr großer, dünner Mann mit einem Arztkoffer an. Dieser Mann lockt eine Schwalbe an, die sich auf seine Schulter setzt. Er schenkt Anna einen Keks und macht sich auf seinen Weg. Anna verfolgt ihn und eine abenteuerliche Reise durch die Wälder Polens beginnt.

Meine Meinung

Es gibt sehr viele Bücher über die Judenverfolgung. Diese Geschichte spielt in Krakau, 1939. Sie ist ganz anders, als all die anderen Bücher die ich bisher zu dieser Thematik gelesen habe. Der Autor bedient sich einer wunderschönen Sprache. Die Figuren die er geschaffen hat, haben etwas märchenhaftes. Der große Schwalbenmann bleibt während der gesamten Geschichte undurchsichtig. Er hat keinen Namen und spricht, wie Annas Vater, sämtliche Sprachen. Er lockt Schwalben an und kennt alle Vogelarten, deren Laute er imitieren kann. Anna lernt viel von dem ansonsten wortkargen Hünen, dessen Lächeln Seltenheitswert hat. Sein sonderbares Wesen schreckt Anna nicht ab; spürt sie doch das gute Herz vom Schwalbenmann. Ihren Namen muss sie ablegen; nur sprechen wenn der Schwalbenmann es ihr erlaubt. 

Diese Story ist von der ersten Silbe an spannend. Die Streifzüge durch die Wälder und Städte bergen jede Menge Gefahr. Anna ist noch zu klein, um all das zu verstehen.
Sie erleben mehrere Winter in freier Natur. 

Es war für mich unvorstellbar, dass ein so kleines Mädchen diese Strapazen aushalten konnte. Eiskalte Winter in den Wäldern Polens. Kein Feuer zum Erwärmen, da man sie sonst entdecken könnte. Tagelanges Hungern erschwerte die Situation zusätzlich. Der Schwalbenmann blieb die ganze Geschichte für mich ein Rätsel. Sei es wie er Nahrung beschaffte, Kleidung für das kleine Mädchen und Pillen die er mehrmals am Tag nehmen musste. Anna kam mir total versteinert vor. Sie hatte ja nicht mal Zeit um ihren Vater zu vermissen. Trotz der Strapazen war ihr Wachstum normal. Ich konnte nicht nachvollziehen wie das möglich war. 
Geheimnisvoll empfand ich auch die Begegnungen, die sie mit anderen Menschen im Wald hatten. 

Fazit

In diese Geschichte sollte man einfach eintauchen, ohne Logik zu erwarten. Sie mutet wie ein düsteres Märchen an. Viele Erlebnisse von Anna und dem Schwalbenmann könnten wirklich so passiert sein. Sämtliche andere Begebenheiten schreibe ich der Fantasie des Autoren zu.
Dass Anna mit sieben Jahren fließend Deutsch, Russisch, Französisch und Englisch sprach, halte ich für möglich. Diese Talent war ihr auf ihrer Wanderung sehr hilfreich.
Der Schwalbenmann war für mich einen Märchenwesen am ähnlichsten. 
Der Schreibstil ist wunderschön und magisch. Die Grausamkeiten, die sie auf ihrer Wanderung erlebt haben, waren damals mit Sicherheit nackte Realität.
Anna war durch die Kriegswirren gezwungen, schnell erwachsen zu werden. >>Anna verstand, dass eine Sprache ein Kompromiss zwischen den Menschen war - dass zwei Menschen, die die gleiche Sprache sprachen, nicht unbedingt gleich waren.<< ( Seite 15)
Nachdem Annas Vater spurlos verschwunden war, hoffte sie dass sich der Schwalbenmann ihrer annahm. Mein Lieblingszitat von Anna aus diesem Buch: >>Verzeihung. Ich weiß, dass eine Tochter in diesen Zeiten nicht ohne Vater sein sollte. Aber ist es nicht genauso schlimm für einen Vater, ohne Tochter zu sein?<< (Seite 54)

Ob mir das Ende gefallen hat?  Die Geschichte ist von Anfang bis Ende ein großes Geheimnis.
Danke Gavriel Savit

Eine uneingeschränkte Empfehlung von mir und 5 Sterne


Mein Dank geht an bücher.de


Sonntag, Februar 21, 2016

Meine Meinung zu "Das steinerne Tor - Die Rückkehr" Band 1 von Pia Guttenson

Vita

Pia Guttenson wurde 1974 in Backnang im Rems-Murr-Kreis geboren und wuchs in den Dörfern Hohnweiler und Unterweissach auf. In ihrer Schule, dem Bildungszentrum Weissach im Tal, sah man Pia Guttenson in jeder freien Minute in der Bibliothek.

Bücher und Schreiben war ihre große Leidenschaft. Daher ist es eigentlich seltsam, dass Pia Guttenson eine Lehre zur Friseurin machte, gefolgt von einer Ausbildung im Einzelhandel. Jedoch hörte sie nie auf zu schreiben und bis heute liest sie noch immer pro Woche zwei Bücher.

Die Romanschriftstellerin bekommt Anregungen für ihre Werke aus ihrem Umfeld.
Inspiration erfährt die Autorin aber auch beim Nordic-Walking in den idyllischen Weinbergen der Umgebung, beim Tanzen oder beim Bogenschiessen.

Pia Guttenson liebt die keltische Kultur und hat auf Reisen ihr Herz in Schottland verloren.
So wird es den Leser nicht überraschen, dass Schottland und die schottische Kultur in allen ihren Büchern eine Rolle spielen. Ferner ist Pia Guttenson auf Messen, Lesungen und Veranstaltungen anhand ihrer Tartankleider gut zu erkennen. 

Mehr zu Pia Guttenson unter : http://piaguttenson.de 
Oder auf ihrem Schottland Blog: http://piaguttenson.blogspot.de 

Info

Schottland in heutiger Zeit. Am Strand der Insel Skye wartet seit Jahren ein Steinernes Tor auf diese beiden Menschen: Isandora und Ian. Das Schicksal hat sie dazu bestimmt, die Welt Fenmar jenseits des Tores zu retten. Doch Isandora weiß nicht, dass sie aus Fenmar stammt – bis sie in ihre einstige Heimat zurückkehrt. Der Schotte Ian MacLeod folgt ihr heimlich, nichts ahnend, dass er in eine Welt gelangt, die der seinen ähnelt und doch nicht gegensätzlicher sein könnte. Wesen wie Elfen, Elben, Zwerge und Einhörner bevölkern Fenmar, und befinden sich im Krieg gegen das albtraumhafte Volk der Moorguhls. Was tust du, wenn die Welt, wie du sie kennst, aus den Fugen gerät? Was ist, wenn du nicht die bist, für die du dich gehalten hast? Wie weit gehst du für das Leben deines Kindes und die Liebe deines Lebens? Trittst du durch das Steinerne Tor?"

Lust auf eine Abenteuerreise?: 





Zum Inhalt

Wenn man das Cover betrachtet, könnte man annehmen es handle sich um einen Groschenroman. Aber, nur wenn man flüchtig darauf schaut. Es zeigt sehr wohl ein schönes Stück Schottland. Hat man erst einmal das Buch gelesen, wird man das Cover sogar lieben.

Der Autorin ist es gelungen, einen humorvollen und spannenden Abenteuerroman zu schreiben. Ein Hauch Gabaldon, ein Prise Moning, Indiana Jones, Fantasy und nicht zu vergessen die Zwerge.
Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl mich in den Highlands zu befinden. Isandora und der Schotte Ian haben sich unter sehr kotzigen Umständen kennengelernt. Ihr habt richtig gelesen. :-)
Isandora kehrt nach Skye zurück und hat jede Menge Altlasten zu tragen. Ihr Sohn Sam ist spurlos verschwunden. Wen wundert es da, dass sie rein zufällig am Kilt Rock dem Hünen Ian begegnet, als sie eine Flasche Hochprozentigen genießt? Von den Absichten mal gar nicht zu sprechen! Das sie Schnaps nicht vertragen hat, versteht sich von selbst! Der schottische Gentlemen nimmt sich der rothaarigen, äußerst süßen Engländerin an. Mit seinen fast zwei Metern und dazu passenden Gewicht presst er sich in ihren roten Mini und bringt sie zu ihrer Pension. Beide können nicht aufhören aneinander zu denken. Da bekommt Isandora eine Einladung von Ian zu einem keltischen Fest.

Meine Meinung

Gute 500 Seiten hatte ich beste Unterhaltung. Isandora hatte schon als kleines Kind ihre Eltern verloren. Sie wuchs glücklich und zufrieden in einem Heim auf. Gerade noch rechtzeitig besucht sie ihre Erzieherin Agnes. Agnes liegt auf dem Sterbebett und überreicht ihr ein kleines Kästchen. Dieses enthält eine Botschaft, die Isa darauf hinweist, das steinerne Tor zu überqueren. Dort wird sie ihren Sohn Sam wieder finden.

Isa verlässt das Fest um auf der Insel Skye das steinerne Tor ausfindig zu machen. Ian versteht nicht, warum Isa das Fest verlässt und folgt ihr. Beide durchqueren das steinerne Tor und landen in einer Welt, die nur auf den ersten Blick mit ihrer Ähnlichkeit hat.
Als erstes machen sie Bekanntschaft mit den grässlichen, stinkenden und mordlustigen Moorguhls. Die Ungeheuer haben es auf das Leben der Beiden abgesehen. Kräftig und mutig rettet Ian ihrer beider Leben.
Sie machen Bekanntschaft mit dem Formwandler Nikoma. Nikoma fand ich toll. Mit ihm sollten sie noch einiges erleben.
Auf ihrer Weiterreise begegnen sie Elfen. Elfric der Hauptmann der Elfenkrieger, Nerolli Heilerin, Thanna Elfenkrieger und Jul Elfenkriegerin. Die Elben Damian, Lady Brunhild und Ria die Hexe lernen wir etwas später in der Geschichte kennen.
Die Elfen sind ihnen gut gesinnt; besonders nachdem Isa Nerolli das Leben gerettet hat. So, genug verraten!

Die Abenteuer die sie zusammen erleben sind einfach nur köstlich. Ich konnte oft schmunzeln. Anderseits kamen auch Situationen bei denen ich um aller Leben bangte. Die Bekanntschaft mit den Zwergen fand ich "ENTZÜCKEND!" Auch die Einhörner Cal und Caja habe ich bald in mein Leserherz geschlossen.

Bei jedem Wort spürt man die tiefe Verbundenheit der Autorin zu Schottland.
Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich jedoch. Mir waren in der Geschichte etwas zuviel ääh. ... und ääähms. Die Liebeszenen fand ich manchmal etwas zu übertrieben. Irgendwie haben sie für mich nicht in die Geschichte gepasst. In den gefährlichsten Situationen haben sich Ian und Isa angeschmachtet.
Ansonsten habe ich herrliche Stunden in dieser für mich fremden Welt verbracht.

Fazit

Ich kann "Das steinerne Tor" jedem empfehlen der

Lust auf Abenteuer mit den eigenartigsten Wesen hat,
Diana Gabaldon gerne gelesen hat,
das Gefühl haben will selber dabei zu sein,
Sommersprosse kennenlernen will :-),
ein anständiges Schwefelbad nehmen will,
mit einem Zwerg tanzen möchte, der einem den Hintern tätschelt,
der der Gefahr nicht aus dem Weg geht,
den schlechte Mägen nicht aus der Fassung bringen!

Besonders gut haben mir die Beschreibungen der verschiedenen Wesen gefallen. Nerolli mochte ich sehr.

Für mich ein durch und durch stimmiges Buch, dass ich trotz kleiner Schwächen uneingeschränkt empfehle. Ich gratuliere der Autorin zu ihrem gelungenen Debut.

Danke Pia Guttenson






Meine Meinung zu "Immerstill" von Roman Klementovic



Vita

Roman Klementovic, geboren 1982 in Wien, wuchs im niederösterreichischen Marchfeld auf, bis es ihn für sein Studium zurück in die österreichische Bundeshauptstadt zog. Er arbeitete viele Jahre im Marketing, bevor er seine Liebe zum Schreiben entdeckte. Sein erster Thriller »Verspielt« erschien 2015 im Gmeiner-Verlag, eine Fortsetzung mit Bezirksinspektor Mück ist bereits in Arbeit. Roman Klementovic ist Mitglied der Kriminalautorenvereinigungen Syndikat & Krimiautoren.at.

Info

KEIN ENTRINNEN  In einer eisigen Winternacht verschwinden zwei Jugendliche spurlos. Die örtliche Polizei tappt im Dunkeln, findet keinerlei Anhaltspunkte und mit der Zeit gerät der Fall in Vergessenheit. Doch dann, auf den Tag genau drei Jahre später, werden wieder zwei junge Menschen vermisst. Die Medien wittern eine Tragödie und in dem kleinen Dorf wächst die Nervosität. Als eine misshandelte Leiche gefunden wird, bricht Panik aus.

Hier könnt Ihr diesen genialen Thriller kaufen: 




Zum Inhalt

Immerstill ist der zweite Thriller den ich von Roman Klementovic gelesen habe. Immerstill ist ganz anders als Romans Debut - Verspielt und genauso genial.
Die Geschichte wird aus der Sicht von Lisa erzählt. 

Lisa hat vor drei Jahren das ihr verhasste Kaff Grundendorf verlassen. Sie fühlte sich eingeengt und unglücklich. Vor drei Jahren verschwanden zwei Klassenkammeraden ihrer Schwester Maria spurlos.
Jetzt, drei Jahre später, verschwindet ihre Schwester und deren beste Freundin. Sie wollten zu einer Faschingsparty gehen, bei der sie nie ankamen.
Lisa musste nach Grundendorf zurückkehren, um ihre Schwester zu suchen. 

Ihr Elternhaus deprimiert sie, seit dem Tod ihrer Mutter. Ihr Vater verfällt immer mehr. Von dem einst attraktiven Mann scheint nicht mehr viel übrig zu sein. Apathisch vegetiert er in dem mittlerweile ungepflegten Haus dahin. Er hält sich oft in seiner Werkstatt im Garten auf.
Lisa kann nicht verstehen, dass ihr Vater kaum mit ihr spricht und bisher nichts wegen ihrer Schwester Maria unternommen hat. Lisa beteiligt sich an einer Suchaktion. Es wird eine misshandelte Leiche gefunden.

Meine Meinung

Ich habe diesen Thriller auf einen Tag gelesen. Die Charaktere,  die der Autor geschaffen hat, konnte ich mir bildlich vorstellen. Lisa,  die verzweifelt nach Antworten suchte und in so manche gefährliche Situation geriet.  Lisas Vater hätte ich manchmal am liebsten gepackt und durchgeschüttelt. Seine Passivität konnte ich,  Angesichts des Verschwindens seiner Tochter,  nicht verstehen. 
Lisa suchte bei ihrer Tante Hannelore Trost und Antworten, was sich jedoch als sinnlos herausstellte. Hannelore kommunizierte am liebsten mit ihrer Schnapsflasche!
Beim Lesen musste ich ständig frieren. Die Geschichte spielt im Winter und Lisa lief oft nass und unpassend gekleidet durch Grundendorf. 
Einzig ihr Exfreund Patrick war Lisa ein Fels in der Brandung. Der Polizist unterstützte sie so gut er konnte.
Viele Ungereimtheiten raubten Lisa den Schlaf. Krank und kraftlos kam sie nicht mehr zur Ruhe.  Sie sehnte sich nach ihrer Wahlheimat Wien. 

Fazit

Ich war mir sicher. wer für die Taten verantwortlich war. Ich wurde eines besseren belehrt. Grundendorf wirkte auf mich unheimlich. Die Ortsansässigen kamen mir alle sehr speziell vor. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass eine Aufklärung der Verbrechen von einigen nicht angestrebt wurde. 
Mit dem Verschwinden von ihrer Schwester wurden auch wieder die alten Fälle aufgerollt.

Dieser Thriller hält viele überraschende Wendungen bereit. Die Haupt-Protagonistin Lisa möchte man am liebsten in den Arm nehmen und trösten. Ihr gesamtes Leben gleicht einem Scheiterhaufen.
Der Schreibstil lässt keine Unterbrechung beim Lesen zu. Man kann nicht vor dem Ende aufhören.

Wer Schneewittchen muss sterben von Nele Neuhaus mochte wird Immerstill lieben.
Ob mir das Ende gefiel? NEIN! Das Ende hat mich sehr, sehr traurig gemacht.

Danke Roman Klementovic

Unbedingt lesen. 5 Sterne


Mein Dank geht an den Gmeiner Verlag


Sonntag, Februar 14, 2016

Meine Meinung zu "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven

Vita

Jennifer Niven wuchs in Indiana auf, dort, wo auch All die verdammt perfekten Tage spielt. Mit der herzzerreißenden Liebesgeschichte von Violet und Finch hat sie Verlage in aller Welt begeistert – die Rechte wurden in 32 Länder verkauft. In den USA stieg All die verdammt perfekten Tage sofort auf Platz 13 der New-York-Times-Bestsellerliste ein, eine Hollywoodverfilmung ist ebenfalls in Planung. Heute lebt die Autorin mit ihrem Verlobten und ihren »literarischen« Katzen in Los Angeles, wo sie 2000 das Schreiben zu ihrem Hauptberuf machte.

Info


Ein Mädchen lernt zu leben - von einem Jungen, der sterben will

Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…
Wussten Sie, dass Jennifer Niven mit dem berühmt berüchtigten Banditen Jesse James verwandt ist?
Hier erwarten Euch "All die verdammten Tage!"




Zum Inhalt
Finch ist ein Junge, der Angst hat nicht wach bleiben zu können. Auf dem Glockenturm muss er wach bleiben oder er stürzt in den Abgrund. Auf dem Turm fühlt er sich lebendig. Als er sich wieder mal auf dem Glockenturm befindet, bemerkt er das Mädchen Violet. Violet gerät auf dem Turm in Panik. Finch rettet ihr Leben und eine große Liebe nimmt ihren Anfang.
Meine Meinung
Ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut. Um das ernsthafte Thema wusste ich. Dennoch war mir die Geschichte einen Touch zu düster. Finch geriet in der Schule oft in schlimme Situationen, die er selber nicht herbei geführt hatte. Die Ignoranz von manchen Lehrern fand ich besonders schlimm. Ich würde von Lehrern schon erwarten, für Gerechtigkeit zu sorgen. Finchs Eltern waren geschieden. Er lebte mit seinen beiden Schwestern bei der Mutter. Die Mutter war mir total suspekt. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, dass sie ihre Kinder nur am Rande wahrgenommen hatte. Finchs Vater und seine neue, kleine Familie blieben etwas blass in der Geschichte. Dort konnte Finch sich nie wohlfühlen. Er hatte keinen guten Draht zu seinem Vater, was ich sehr gut verstehen konnte.Violet verlor ihre ältere Schwester bei einem Autounfall. Sie fühlte sich schuldig. Trotz ihrer depressiven Verstimmung war sie froh, dass Finch ihr auf dem Glockenturm geholfen hatte.Die Eltern von Violet zeigten sich immer sehr verständnisvoll; jedoch kam es mir vor, als wenn die Familie sich in einem Vakuum befinden würde. Jeder hatte seine Gefühle für sich behalten. Gut gefielen mir die  Ausflüge, die Finch und Violet gemeinsam unternahmen. Sie arbeiteten  an einem Schulprojekt, dessen Aufgabe es war Indiana zu erkunden.
Fazit
Eine Geschichte die mit ziemlich viel Zitaten von berühmten Autoren gespikt wurde. Normalerweise mag ich schöne Zitate sehr gerne. In diesem Buch  waren sie mir zuviel. Ich liebe wunderschöne Sätze, die aus den Federn der Autoren stammen. Hier wurde sich, für meinen Geschmack, zuviel von anderen Autoren bedient.Die ersten zwei Drittel des Buches konnten mich nicht überzeugen. Für mich plätscherte die Geschichte so dahin. Den Schreibstil fand ich angenehm und flüssig. Von Finch und Violet konnte ich mir ein genaues Bild machen. Die letzten hundert Seiten konnten mich dann doch noch überzeugen. Eine Schülerin hatte mich total überraschen können. Von ihr kam etwas ans Tageslicht, dass ich nie im Leben erwartet hätte. Die zarte Liebe von Finch und Violet fand ich sehr berührend. Das soziale Umfeld von Finch kam mir mehr als verheerend vor. Eine Geschichte über selbstmordgefährdete Jugendliche, die sehr deutlich das gefühllose Verhalten von Mitmenschen zeigte.Ob mir das Ende gefallen hatte? NEIN!!! Die Heuchelei von sämtlichen Menschen wurde mir entschieden zuviel.
Ich hatte von "All die verdammten Tage" wahrscheinlich zu große Erwartungen. Es gibt sehr viele Leser, die dieses Buch lieben. So viele Leser können nicht irren. Es liegt an meinem Geschmack, dass mich dieses Buch nicht überzeugen konnte.
Danke Jennifer Niven
Ich vergebe 3 1/2 Sterne

 Mein Dank geht an den Limes Verlag



Mittwoch, Februar 10, 2016

Meine Meinung zu "a.) Nenne drei Nadelbäume" Tanne-Fichte-Oberkiefer von Lena Greiner-Carola Padtberg-Kruse

Vita

Lena Greiner, Jahrgang 1981, stammt aus Hamburg. Sie studierte Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen in Hamburg, Berlin und Washington, DC. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als freie Journalistin und schrieb vor allem über Bildungspolitik. Seit 2013 ist sie Redakteurin bei SPIEGEL ONLINE. 

Carola Padtberg-Kruse, Jahrgang 1976, studierte Englische Literatur und Politik in Bonn und London. Sie volontierte bei der ZEIT online und ist seit 2005 Redakteurin bei SPIEGEL ONLINE im Ressort UniSPIEGEL. 

Info

Wer schrieb Romeo und Julia? Philipp Reclam jun Wie heißen die Nachkommen des Rehs? Reh Kids Welche Stände gab es im Mittelalter? Brotstände Blumenstände Gemüsestände

Wenn Lothar Matthäus die Bibel übersetzt hat, waren Deutschlands Schüler mal wieder besonders kreativ. SPIEGEL ONLINE hat Lehrer dazu aufgerufen, die skurrilsten Stilblüten und Fehler aus Prüfungen, Klausuren und Unterrichtsstunden zu verraten und Hunderte von Einsendungen erhalten. Die besten davon sind in diesem Buch versammelt: Ein Beispiel für eine heimische Vogelart? Das Rotkäppchen. Das weibliche Sexualhormon? Estragon. Und Deutschlands bekannte Nadelbäume? Tanne, Fichte und Oberkiefer. Witzig, absurd und manchmal zum Verzweifeln – denn wer nichts weiß, kann alles raten.

Ihr wollt wissen ob Eure schulischen Fehltritte eventuell auch dabei sind? HIER LANG:






Meine Meinung

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als ich in meiner Schulzeit eine Schulaufgabe schreiben musste. 8. Klasse. Thema: Geburt eines Kindes. Schade dass ich mir dieses Glanzstück nicht aufgehoben habe. Nur soviel dazu: Mein Lehrer hatte beim Lesen Lachtränen in den Augen. Ehrlich, ich weiß nicht mehr warum :-))))))
Als ich das Angebot vom Ullstein Verlag bekommen habe dieses Buch zu lesen, habe ich dankend angenommen. Meine Geburtsbeschreibung war mit Sicherheit nicht der größte Lacher, den es in Schulen gegeben hat. 

Das Buch enthält zu sämtlichen Bereichen Antworten von Schülern, die einem Lachtränen und Verzweiflung ins Gesicht zaubern. Geschichte, Sprachen, Politik, Religion, Erdkunde, Biologie, Physik-Chemie, Wirtschaft und Recht, Medizin oder Sexualkunde waren noch nie so lustig wie in diesem Buch.
Latein oder französisch beherrsche ich nicht. Trotzdem waren Aussagen von Schülern dabei wo ich mir dachte: "Nicht wirklich ... oder?" :-)))))

Fazit

Ich habe von diesem Buch immer wieder mal ein paar Seiten genossen. Es auf einmal zu lesen hätte mir keinen Spaß gemacht. Stellenweise konnte ich mir vorstellen, dass der eine oder andere Lehrer verzweifelt war. Ein kleines Beispiel: >>Bilde einen Satz mit >>wider erwarten<<. Antwort: >>Wider erwarten wir meine Tante.<< Gymnasium!!!! Eine einzige Antwort verrate ich noch. Mein Lieblingsirrtum in diesem Buch: >>Wie schützen sich Tiere für den Winter?<< Antwort: >>Die Kaninchen fliegen in den Süden.<<  Mein guter Tipp an alle Kaninchenbesitzer: Sperrt Eure Lieblinge über den Winter gut ein!!! :-))))

Ich denke .... viele in dem Buch enthaltene Fehler sind dem Zeitalter von PC und Handy geschuldet. Leider verbringen viele Schüler zuviel Zeit mit diesen Geräten. 
Mir hat dieses Büchlein gefallen. Eine Empfehlung von mir und 5 Sterne am Schülerhimmel.


Mein Dank geht an den Ullstein Verlag






Dienstag, Februar 09, 2016

Meine Meinung zu "Der Hut des Präsidenten" von Antonie Laurain

Vita


Antoine Laurain arbeitete als Drehbuchautor und Antiquitätenhändler in Paris. Er ist in Frankreich ein gefeierter Bestsellerautor. Mit Liebe mit zwei Unbekannten (Atlantik Verlag, 2015) gelang ihm der internationale Durchbruch. Der Hut des Präsidenten wird derzeit fürs Kino verfilmt.
Info
Die große Liebe finden, ein meisterhaftes Parfüm kreieren, der Chef des eigenen Chefs werden: Wer träumt nicht davon, seinem Leben eine neue Richtung zu geben? Und sind Träume nicht reine Kopfsache? 
Als der Präsident seinen Hut in einer Brasserie vergisst, setzt sein Tischnachbar ihn auf - und schlagartig ändert sich dessen Leben. Doch der Hut wandert weiter von Kopf zu Kopf, um seine ganz besondere Wirkung zu entfalten. Ein Roman voller Charme und Überraschungen, über große Ziele und glückliche Wendungen - und was man dafür drauf haben muss.


Meine Meinung
Das Cover verspricht eine Geschichte mit Pariser Charme. Das Versprechen wird gehalten! Der Hut des Präsidenten, der auf Wanderschaft geht, spielt in den 80igern. Daniel Mercier hat keine Lust sein Abendessen alleine zu genießen. Er lässt sich in einer angesagten Brasserie in Paris verwöhnen. Nicht nur die Fischplatte ist etwas Besonderes. Ein Dessert der besonderen Art sind  drei Männer, die sich zu ihm an den Tisch setzen. Darunter kein Geringerer als der französische Präsident Francois Mitterand!!! Daniel kann den Blick kaum von ihm abwenden. Er mit dem Präsidenten an einem Tisch! UNFASSBAR! Der Präsident und seine Begleiter verlassen zuerst die Brasserie. Zurück bleibt Mitterands Hut. Ein schwarzer Filzhut, den Daniel unmöglich alleine zurücklassen möchte. Mit dem Hut auf dem Kopf verlässt er das Lokal. 
Diese Geschichte ist so originell und charmant, dass es einem unmöglich ist das Buch auf die Seite zu legen. Dieser Hut besitzt eine Magie, die Daniels Leben von Grund auf zum Positiven ändert. Ich brauche nicht zu erwähnen, wie unglücklich Daniel ist, als er seinen Hut in einem Zug liegen lässt. Der magische Hut bleibt jedoch nicht lange alleine. Eine  hübsche Frau verlässt mit ihm den Zug. 
Fazit
Ein Hut geht auf Reisen und ich habe ihn sehr gerne begleitet. Ich kann mir vorstellen, dass sowas wirklich passieren könnte. Menschen finden einen Hut und ein besseres Leben dazu. Oft dachte ich mir, ob das Gefühl mit dem Hut auf den Kopf dazu beigetragen hat, dass sich die Träger mehr zugetraut haben. Jeder wusste nicht, dass es sich um den Hut des Presidenten handelt. Entscheidungen wurden getroffen, die das Leben des jeweiligen Hutbesitzers von Grund auf änderten. Die Zufälle wie jeder Einzelne an den Hut kam sind einfach nur köstlich. Der Hut durfte sogar eine Reise nach Venedig machen. 
Wir werden in dieser Geschichte an einige Ereignisse aus den 80igern erinnert. Beim Lesen hat man das Gefühl, sich mitten in Frankreich zu befinden. Ich war jedesmal neugierig was dem "HUT" beim nächsten Besitzer einfällt. Wie er das Leben des Menschen verändert. Interessant fand ich auch eine neue Duftkomposition die durch "HUT" entstanden ist. Ich wollte auch unbedingt wissen, ob Mitterand seinen Hut irgendwann mal wieder zurückbekommt. 
Eine Empfehlung an alle die
eine Reise nach Frankreich machen möchten, wissen möchten wie der Hut Leben verändert, noch an Wunder glauben können und die feine Pariser Gesellschaft kennenlernen möchten.
Ich habe gelesen, dass die Geschichte ins Kino kommt. Ich bin dabei! Danke Antonie Laurain. Ich ziehe den Hut vor Ihnen!
5 Sterne

Vielen Dank an den Atlantik Verlag für dieses wunderschöne Buch.




Montag, Februar 08, 2016

Meine Meinung zu "In Liebe, für immer" von Hannah Beckerman

Vita

Hannah Beckerman studierte Englisch und Literatur in London und arbeitete danach für die BBC in London und Bangladesh. Heute lebt sie als Journalistin und Autorin mit ihrem Mann und ihrer Tochter in London. In Liebe, für immer ist ihr erster Roman.

Info


Ein Jahr nach Rachels unerwartetem Tod, haben Max und Ellie den Verlust immer noch nicht überwunden. Und genauso ergeht es Rachel. Gefangen an einem Platz zwischen Himmel und Erde, darf sie ab und an noch einen Blick auf das Leben ihrer Familie werfen. Sie muss mitansehen, wie die beiden sich in ihrem neuen Leben ohne sie einrichten. Als Max dann von seinen Freunden dazu gedrängt wird, sich auf die Suche nach einer neuen Frau zu machen, merkt Rachel, dass sie noch nicht bereits ist, ihren Mann loszulassen. Obwohl sie für Max und Ellie nur das Beste will ...
Ein anrührender Roman über Liebe, Trauer und das Loslassen

Hier könnt Ihr diese emotionale Geschichte kaufen: 





Meine Meinung

Wie ich auf dieses Buch gekommen bin? Erstmal ist mir das Cover ins Auge gestochen. Der Klappentext konnte mich dann restlos überzeugen. Ich war jedoch nicht auf eine so emotionale Geschichte vorbereitet. Obwohl ich schon sehr viele Bücher gelesen habe, in denen es um Krankheit, Sterben und Trauer ging, war "In Liebe, für immer" eine totale Überraschung für mich. 
In dieser Geschichte erleben wir nicht nur die Trauer der Hinterbliebenen; auch die Sorgen und Nöte der verstorbenen Rachel werden uns nahe gebracht.

Rachel hatte einen unentdeckten Herzfehler und wurde ohne Vorwarnung aus dem Leben gerissen. Sie feierte mit ihrem Mann Max und ihrer kleinen Tochter Ellie Max beruflichen Aufstieg zum Rektor. Rachel bekommt einen Herzanfall und stirbt in den Armen ihres Mannes.

Sehr sensibel behandelt die Autorin das Thema Trauer. Die kleine Ellie hat, trotz dem Verlust der Mutter, ein gutes soziales Umfeld. Zwei Omas und ein Opa sind sehr bemüht um das Wohlergehen von Ellie. Max ist ein Vater, der seine Tochter in die Trauer voll mit einbezieht. Er redet mit ihr über ihre Ängste und tut alles, um seinen >>Engel<< glücklich zu machen. Er  weicht keiner noch so schwierigen Frage der kleinen Ellie aus. 
Max bekommt viele Ratschläge. Er sieht sich jedoch lange nicht in der Lage, diese anzunehmen. Seine Rachel war seine große, perfekte Liebe. Er verspürt nicht die geringste Lust mit Freunden auszugehen. 

Rachel ist nach ihrem Tod von einer endlosen, wabernden Weiße umgeben, die sich immer wieder lichtet und ihr einen Blick auf ihre Lieben frei gibt. Sie fühlt sich unendlich einsam. Sie versteht nicht, warum sie immer wieder  einen Einblick auf das Leben ihrer Familie bekommt. Helfen kann sie ihrem Mann und der Tochter nicht. Völlig isoliert wird sie immer wieder Zeugin von einem Leben, dass ohne sie weiter geht. Es bricht Rachel das Herz Max und Ellie leiden zu sehen. Sie muss feststellen, dass sie Angst davor hat, vergessen zu werden. Einerseits möchte sie ihre Familie glücklich erleben; anderseits hat sie Angst davor, dass das ohne sie passiert.

Nicht nur Trauer und Leid von Max und Ellie finden in dieser Geschichte Beachtung. Alle Verwandten und Freunde werden mit einbezogen. Die Sichtweise jedes Einzelnen wird von der Autorin sehr gut beschrieben.
Mir hat sehr gut gefallen, dass jeder seine Meinung offen und ehrlich gesagt hat. Streitereien haben jedoch nie zu einem Bruch in der Familie und im Freundeskreis geführt.


Fazit

Ich möchte nicht zuviel von dieser Geschichte verraten. Sie ist so anders als alles was ich bisher gelesen habe. Ich hoffe, dass die Geschichte von Rachel reine Fiktion ist. Wer kann schon genau sagen, was nach unserem Tod passiert? Ich würde niemals zusehen wollen, wie meine Hinterbliebenen weiter leben und mich nicht wahrnehmen. Für Rachel war es oft die Hölle.
Bei diesem Buch konnte man das Hintergrundwissen der Autorin, zu dieser Thematik, bei jeder Seite spüren. 
Uns wird vor Augen geführt, dass jeder seinen eigenen Weg finden muss, mit seiner Trauer umzugehen. Es gibt in der Geschichte auch mal Passagen zum Schmunzeln. 
Trotz des traurigen Themas kommt dieses Buch sehr optimistisch rüber; zeigt es doch auch wieder die sonnigen Zeiten des Lebens.
Man hat das Gefühl beim Lesen alles selber zu erleben.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr gefühlvoll.

Eine Empfehlung von mir an Alle, die diesem schwierigen Thema nicht aus dem Weg gehen,
die sich in einer ähnlichen Situation befinden und sich damit auseinandersetzen wollen,
die keine Angst vor ihren eigenen Emotionen haben.

Danke Hannah Beckerman
5 Sterne