Samstag, Dezember 31, 2016

Ich wünsche Euch ein erfolgreiches Jahr 2017!



Nur noch wenige Stunden und wir können das neue Jahr begrüssen. Für mich war 2016 ein gutes Jahr. Klar, das eine oder andere hätte besser sein können. Aber, es ist ganz normal, dass immer ein paar Wünsche offen bleiben. Ein paar Sorgen gehören auch zum normalen Leben.
Vielen Menschen war das Glück im vergangenen Jahr nicht so hold. Besonders diesen Menschen wünsche ich, dass das neue Jahr viel Positives für sie bringt.

Wir haben 2016 viel über Flüchtlinge gelesen. Anschläge wurden auf unschuldige Menschen verübt. Zuletzt auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin.
Das hat uns alle wütend und ratlos gemacht. Zu gerne schmeißt man alle diese Menschen in einen Topf. 
Ich kenne eine Frau, die mit Flüchtlingen arbeitet. Sie hat mir Dinge erzählt, die meine Sichtweise geändert haben. Es sind sehr viele arme Menschen darunter, die wirklich unsere Hilfe brauchen. Die, die die Anschläge verübt haben, haben mit den wirklichen Flüchtlingen nichts gemein.

Man wünscht sich im neuen Jahr gegenseitig Gesundheit und Glück.
Besonders die Gesundheit ist wichtig. Viele Menschen, darunter auch welche die ich kenne, sind schwer krank. 
Leider weiß man die Gesundheit erst dann zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat.

Bücher! Ja, diese Spezies hat mir 2016 wieder sehr viel Freude bereitet.
Sie wird es auch bestimmt 2017 wieder tun!




Ich bedanke mich bei allen Verlagen und Autoren, die mir Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt haben. 
Ein dickes Danke auch an all meine Leser. Besonders an die, die fleißig kommentiert haben. Über Kommentare freue ich mich immer besonders.
Hilfreiche Kritik wird von mir auch gerne angenommen.

Viele neue Bücher haben Ende dieses Jahres in meine Bücherregale gefunden. Mein SuB hat schwindelerregende Höhen angenommen.
Ich werde es im neuen Jahr nicht ändern. Mein persönlicher kleiner Buchladen gefällt mir einfach zu gut. 


Bleibt, (oder werdet,) gesund und kommt gut in das Jahr 2017! Nur das Beste für Euch.

Eure Gisela, die gerade den Sekt kaltstellt. 



Dienstag, Dezember 27, 2016

Gemeinsam lesen, 27.12.2016




Ich habe diese tolle Aktion bei Sonjas Bücherinfos und mehr entdeckt. Hier gehts lang zu Sonja!

Ins Leben gerufen haben es Schlunzenbücher. Hier gehts lang zu Schlunzenbücher

Es geht darum, jeden Dienstag über das aktuelle Buch Fragen zu beantworten.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Ich habe erst mit dem Buch angefangen.

Seite 34. Erster Satz: >>Was?<<

 3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken, Gefühle, Zitate usw.)

Plötzlich Banshee gefällt mir bisher sehr gut. Alana finde ich sympathisch. Sie hat sich damit abfinden müssen, die Lebenszeit der Menschen, über deren Köpfe in roter Leuchtschrift zu lesen. Sie versucht Leben zu retten. Lernt einen gut aussehenden Polizisten kennen. Ich ahne da was ;-)))) Ich hoffe, mir gefällt der Rest vom Buch auch.

Bei Winterglücksmomente stehe ich ganz am Anfang. Ich kann noch nichts dazu sagen.

4. Was wünschst du dir für "Gemeinsam Lesen" 2017?

Ich würde mich sehr freuen, wenn es auch 2017 mit >>Gemeinsam lesen<< weiter geht. Mir macht es sehr viel Spaß. An dieser Stelle mal ein dickes Dankeschön an Schlunzenbücher. Ich werde mir Fragen überlegen.

Was wünscht Ihr Euch für >>Gemeinsam lesen<< 2017?

Montag, Dezember 26, 2016

Meine Meinung zu "Zimtzauber" von Katrin Koppold

Stell dir vor, du hast Pech - zum Glück!

Die Buchhändlerin Elisa ist nicht abergläubisch. Doch seit sie aus Versehen den äußerst attraktiven Schornsteinfeger zu Fall gebracht hat, geht in ihrem Leben einiges schief. Als ihr eine Wahrsagerin auf einer vorweihnachtlichen Party eine tiefschwarze Aura bescheinigt und furchtbares Pech prophezeit, wird ihr klar: Sie muss den Mann aufsuchen und ihn um Verzeihung bitten. 
Das ist allerdings gar nicht so einfach. Denn der Schornsteinfeger hat sich über Weihnachten in die Abgeschiedenheit der Berge zurückgezogen und ist überhaupt nicht begeistert, als Elisa auf einmal dort auftaucht und ihn mit Aufmerksamkeit überschüttet. Bis ein Unfall am Heiligen Abend die beiden unerwartet zusammenschweißt ...

Ein bezaubernder Roman voller Romantik, Humor und Weihnachtsmagie. 

Hier könnt Ihr die Bekanntschaft mit Elisa machen. Ein Tipp von mir: SETZT EINEN STURZHELM AUF! KLICK: Amazon


Zum Inhalt

Diese Weihnachtsgeschichte besticht durch eine tollpatschige Protagonistin, welche die Lachmuskeln arg strapaziert.
Elisa führt einen Buchhandel. Als sich einmal ein Vogel im Schornstein verirrt, schafft der Schornsteinfeger Mark Abhilfe. Zum Dank bringt ihn Elisa, mittels eines Besenstiels, zu Fall.
Auf einer Scheidungsparty entdeckt eine Wahrsagerin, dass es um ihre Aura schlecht bestellt ist. Sie muss sich unbedingt bei einem Menschen entschuldigen, dem sie Leid zugefügt hat.
Da kommt eigentlich nur der Schornsteinfeger in Frage. Der befindet sich jedoch im Moment in einem Luxushotel in den Bergen. Da hilft nur eins: Ab in die Berge!

Meine Meinung

Die Autorin hat es geschafft, weihnachtliche Stimmung zu verbreiten, die dem Leser Lachtränen in die Augen treibt. Egal was Elisa anpackt, es. geht. schief!
Der gebeutelte Schornsteinfeger ist alles andere als begeistert, als Elisa ihn extra aufsucht, um sich zu entschuldigen. Klar, sie will diesen Fluch loswerden. Mark will sie los werden.
Ich würde jetzt wahnsinnig gerne erzählen, was Mark mit Elisa alles im Hotel, (und außerhalb) erlebt hat. Damit würde ich anderen Lesern aber das Lesevergnügen stehlen.
Lasst Euch verzaubern von der wunderschönen, winterlichen Landschaft. Dem Sternenhimmel, dem Glitzern des Schnees auf den Bäumen und den Versuchen von Elisa, sich dem Fluch zu entledigen. :-)))

Fazit

Eine wunderschöne Berglandschaft und ein Luxushotel bringen uns in weihnachtliche Stimmung.
Eine Protagonistin, der ich jede Sünde erlassen würde, vorausgesetzt sie nimmt davon Abstand, sich bei mir zu entschuldigen. Obwohl, so eine Biermassage hat schon was. :-)
Ein Buchhandel in Not und liebenswerte Charaktere runden die Geschichte ab.

Ob mir das Ende gefallen hat? Ja, es aktiviert das Kopfkino.

Eine kurze Weinachtsgeschichte, die nichts vermissen lässt!

Unbedingt lesen.

Danke Katrin Koppold.


Biografie

"Wenn du an eine Weggabelung kommst, geh einfach drauf zu".

Dieses Zitat aus dem Film "360°", das die Autorin ihrem Debutroman "Aussicht auf Sternschnuppen" vorausgestellt hat, trifft ihre Lebensphilosophie ziemlich genau. Nicht lange zaudern, Neues ausprobieren, auch wenn man sich dabei blaue Flecke holt, Risiken eingehen, Visionen haben!
Nach Abitur und Studium ist Katrin Koppold viel gereist, hat die Welt erkundet, als Fitnesstrainerin, Journalistin, Mode- und Kosmetikdarstellerin und in einem Restaurant gearbeitet, bevor sie den Mann ihrer Träume kennen gelernt hat und sesshaft geworden ist. Heute lebt sie mit ihrer Familie und den Katzen Merlin und Fiona in einem Häuschen in der Nähe von München. 
Ihre Romane rund um die Liebe, das Leben und das große Glück lässt sie immer wieder an Orten spielen, an die sie ihr Herz verloren hat: Italien, Irland, München, Paris ... 

Weitere Werke von Katrin Koppold findet Ihr hier: AMAZON




Meine Meinung zu "Das Geheimnis der Schwimmerin" von Erika Swyler

Simon Watson lebt allein in einem verwitterten Haus an der Küste Long Islands. Eines Tages findet er ein altes Buch auf seiner Türschwelle, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Die brüchigen Seiten erzählen von einer großen Liebe, vom dramatischen Tod einer Schwimmerin und vom tragischen Schicksal einer ganzen Familie – Simons eigener Familie. Denn wie es scheint, finden die Watson-Frauen seit 250 Jahren im Wasser den Tod – immer am 24. Juli. Auch Simons Mutter ertrank in den Fluten des Atlantiks. Als nun seine Schwester Enola zu Besuch kommt, scheint sie seltsam verändert – und der 24. Juli steht unmittelbar bevor …

Hier bekommt Ihr weitere Infos zum Buch. Hier könnt Ihr lernen, wie man unter Wasser den Atem anhält. KLICK: 
Limes-Verlag


Das Geheimnis des Wassers und der Wahrsager.



Zum Inhalt

Die Familiengeschichte von Simon Watson hat mich fasziniert. Ein Haus, welches dabei ist über den Abhang zu stürzen, wenn nicht bald etwas unternommen wird. Der Sund leistet ganze Arbeit.
Simon ist Bibliothekar. Er erhält ein uraltes Buch mit Tagebucheinträgen und Zeichnungen. Simon merkt schon nach wenigen Seiten, dass dieses Buch etwas mit seiner eigenen Familiengeschichte  zu tun hat. In der Vergangenheit fanden Frauen den Tod im Atlantik. Immer am 24. Juli. Seine eigene Mutter ertrank auch an einem 24. Juli.
Simons Schwester Enola kommt kurz vor dem 24. Juli zu Besuch. Simon hat Angst um seine Schwester.

Meine Meinung

Simon ist in dieser Geschichte der Haupt-Protagonist. Das Familiendrama wird aus seiner Sicht erzählt. Er ist vom Schicksal stark gebeutelt. Er verliert seinen Job als Bibliothekar. Das uralte Buch zieht ihn in seinen Bann. Das Leben von Zirkusleuten ist mehr als spannend. Tarot-Karten und seltsame Schausteller geben ihm einige Rätsel auf.
Der Wechsel vom 18. Jahrhundert in unsere Zeit gelingt der Autorin mühelos. Simon entdeckt, dass es auch im 18. Jahrhundert Schwimmerinnen gab. Seine Mutter hatte ihm beigebracht, wie man die Luft anhält, um lange Zeit unter Wasser bleiben zu können.

Den Schreibstil fand ich außergewöhnlich. Er kommt ohne blumige Formulierungen aus. Jeder Satz bringt die Dinge genau auf den Punkt.
Ich hatte beim Lesen stets das Gefühl, auf einem Stein an der Küste Long Islands zu sitzen, und die verschiedenen Menschen zu beobachten. Einmal im 18. Jahrhundert bei den Zirkusleuten und dann wieder in unserer Zeit. Den Frauen aus der Vergangenheit haftet etwas Geheimnisvolles an.

Simon liest die Tagebucheinträge und auch die Gegenwart beginnt sich zu verändern. Dieses Gefühl hatte ich sehr stark.
Seine Schwester legt Tarot-Karten. Das Wahrsagen und die geheimnisvollen Menschen verleihen der Story Okkultes.

Den Menschen in diesem Buch haftet Traurigkeit an. Keiner scheint glücklich zu sein.

Fazit

Das Setting schafft eine Atmosphäre, die einem den Geschmack von Meersalz auf die Lippen zaubert. Man sieht zahllose Krebse am Strand.
Die Ereignisse des 18. Jahrhundert sind sehr stark mit der Gegenwart verwoben.
Bibliothekare, die eine Leidenschaft für uralte Bücher haben.
Ein altes Buch, welches wirklich Leiden schafft.
Familiengeheimnisse, wie ich sie so noch nie gelesen habe.
Protagonisten die ohne Weichzeichner daherkommen.
Ein Haus, das auf Wanderschaft gehen möchte und die Bewohner nicht mehr dulden mag.

Besonders die Frauen scheinen eine tragende Rolle bei den Tragödien zu haben.
Aber, wer behauptet eigentlich, dass nur Frauen den Ruf des Wassers erhalten?
Gute Schwimmerinnen, die ertrinken. Das Warum hat mich durch die Seiten rasen lassen.
Besonders eine Schaustellerin im 18. Jahrhundert hat hat die Wege mit Unglück gepflastert .....

Eine Empfehlung von mir an Alle, die sich auf eine Geschichte einlassen wollen, deren Schreibstil dem Einheitsbrei ein Schnippchen schlägt.

Ob mir das Ende gefallen hat? Ganz ehrlich .. ich überlege noch .....

Ich gratuliere Erika Swyler zu ihrem Debüt. Danke für diese tolle Familiengeschichte.

Mein Dank geht an den Limes-Verlag


Erika Swyler (Autorin)

Erika Swyler besuchte die New York University und hat bereits für die Bühne sowie diverse Literaturmagazine und Anthologien geschrieben. Geboren und aufgewachsen in Long Island, lernte sie schwimmen, noch bevor sie laufen konnte. Vor Kurzem zog sie von Brooklyn zurück in ihren Heimatort, der sie zu ihrem Debüt Das Geheimnis der Schwimmerin inspirierte.

Werner Löcher-Lawrence (Übersetzer)

Werner Löcher-Lawrence, geb. 1956, studierte Journalismus, Literatur und Philosophie, arbeitete als wissenschaftlicher Assistent an der Universität München und als Lektor in verschiedenen Verlagen. Er ist der Übersetzer von u.a. Ethan Canin, Patricia Duncker, Michael Ignatieff, Jane Urquhart.



Dienstag, Dezember 20, 2016

Gemeinsam lesen, 20.12.2016


Ich habe diese tolle Aktion bei Sonjas Bücherinfos und mehr entdeckt. Hier gehts lang zu Sonja!

Ins Leben gerufen haben es Schlunzenbücher. Hier gehts lang zu Schlunzenbücher

Es geht darum, jeden Dienstag über das aktuelle Buch Fragen zu beantworten.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du? 2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?


2% auf dem Kindle. 1. Satz: >>Die Katze folgte mir schnurrend  und blickte anschließend mit großen, grünen Augen dabei zu, wie ich mich an die Hauswand stellte und beidhändig nach geeigneten Fugen im Mauerwerk suchte.


Seite 108 auf dem Reader. 1. Satz: >>Ich weiß, was jetzt kommt.<<


3. Was willst du unbedingt zu deinem aktuellen Buch loswerden? (Gedanken, Gefühle, Zitate usw.)


Diamantkrieger bin ich noch immer nicht weit gekommen. Die Geschichte fängt aber sehr gut an. Weihnachten werde ich mit Sicherheit weiter kommen.




Das Geheimnis der Schwimmerin hat mich in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist mal ganz was Anderes. Die Geschichte einfach nur schön. Zirkus, Bibliotheken und meine heiß geliebten Familiengeheimnisse. Ich kann jetzt schon sagen: Ich liebe dieses Buch!

4. Vervollständige den Satz: Auf meinem Tisch steht eine Lampe, mein aktuelles Buch "TITEL", eine Schale mit XXXX und ganz wichtig: XXX (Frage von Katis Bücherwelt)



Vervollständige den Satz: Auf meinem Tisch steht eine Lampe, mein aktuelles Buch >>Das Geheimnis der Schwimmerin,<< eine Schale mit Weihnachtsplätzchen und ganz wichtig: Eine Latte Machiato und das Buch, das ich mir heute gegönnt habe.


Was spielt sich auf Eurem Tisch so ab?




Montag, Dezember 19, 2016

Interview mit Claudia Winter! Autorin von Glückssterne!

Heute habe ich Claudia Winter auf meinem Blog zu Gast. Ich habe ihr neues Werk >>Glückssterne<< gelesen und mich dabei köstlich amüsiert.
Liebe Claudia, würdest du dich bitte mal vorstellen?

Hallo liebe Gisela. Mein Name ist Claudia Winter, ich bin 43 Jahre alt, verheiratet, und schreibe für den Goldmannverlag Romantische Komödien. Von Berufs wegen bin ich Diplom-Sozialpädagogin und arbeite an einer Grundschule. Aufgewachsen bin ich am Bodensee, studiert habe ich in Köln, wo ich auch 10 Jahre gelebt habe. Mittlerweile lebe ich mit meinem Mann und meinen beiden Hunden Kim und Luka in einem kleinen Dorf in der Nähe von Limburg an der Lahn. Neben dem Schreiben liebe ich es zu malen und ich koche sehr gerne – vor allem für Freunde.

1. Wann hast du mit dem Schreiben von Büchern begonnen?

Das war im Jahr 2009, da habe ich meinen Erstling „Ausgerechnet Soufflé“ geschrieben, den ich heute neben zwei weiteren Romanen unter dem Pseudonym Carolin Wunsch herausgebe. Die Bücher sind bei Amazon als Ebooks erhältlich.


   Mein Großvater und ich. Er hat mich immer zum Geschichtenerzählen ermutigt.
2. Übst du noch eine weitere Tätigkeit aus?

Ich arbeite als Pädagogin in einer Montessori-Grundschule. Die Arbeit mit Kindern und Menschen im Allgemeinen inspiriert mich, weshalb ich ihr auch weiterhin nachgehen werde. Ich kann mir nicht vorstellen, den ganzen Tag allein am Schreibtisch zu sitzen.

3. Zu welcher Tageszeit fällt dir das Schreiben am leichtesten? Pflegst du irgendwelche Rituale?

Ich schreibe viel in der Bahn, denn ich pendle täglich rund 260 Kilometer zu meiner Arbeitsstelle. Da schaffe ich viel, weiter geht es dann meist abends von zuhause aus, am liebsten in der Küche mit Blick auf unseren schönen Garten. Meinen Laptop habe ich eigentlich immer dabei und nutze jede Gelegenheit, wenn ich unterwegs bin.

Recherche in Schottland/Loch Insh. Das war der schönste Ort zum Schreiben, den ich je hatte.

4. Du hast in deinem Buch >>Glückssterne<< liebenswerte, chaotische Personen geschaffen. Besonders die Tanten Bri und Li haben es mir angetan. Hast du Tanten, die mit den Beiden Ähnlichkeit haben?

Tatsächlich gab es Bri und Li wirklich. Sie sind die Schwestern der Großmutter meines Mannes, Lieselotte und Brigitte, und sie waren wie meine beiden Romanfiguren: Wie Feuer und Wasser und immer für einen Lacher gut. Ansonsten sind sie aber rein fiktive Persönlichkeiten, auch ihre Geschichte ist erfunden.

5. Josefine ist ja anfangs eher der biedere Typ Mensch. Ebenso Justus. Mit wem hast du mehr Ähnlichkeit? Mit der Jo aus Frankfurt oder mit Jo in Schottland?

Mit keiner von beiden. Aber wer Katta aus „Ausgerechnet Soufflé“ oder „Häppchenweise“ kennengelernt hat, kann sich vorstellen, wie ich manchmal bin: Offen, liebevoll, Herz auf der Zunge, verrückt nach gutem Essen, ein Mensch, dem sein soziales Umfeld sehr wichtig ist.

6. Woher nimmst du deine Ideen? Beobachtes du die Menschen in Cafes, Kaufhäuser usw. ?

  Meine beiden Jungs Kim und Luka. Für eine Autorin gibt es nichts Inspirierenderes, als ein ausgiebiges Gassi und die Jungs halten mich fit.


Als Pädagogin ist es mir in Fleisch und Blut übergegangen, mich sehr eingehend mit Menschen zu beschäftigen. Ich beobachte gern, stelle mir vor, was die jeweilige Geschichte der Personen ist, die mir begegnen, selbst wenn es nur flüchtige Momente sind. Ja, ich beobachte eigentlich ständig und schreibe schon mal mit, wenn mir ein witziges Gespräch in die Ohren kommt. ;-)

7. Du warst selbst in Schottland. Hattest du vor- oder nach der Reise die Idee für Glückssterne?

Ich bereite meine Geschichten immer sehr eingehend vor. Deshalb hatte ich die Geschichte schon vor meiner Schottlandreise konzipiert und habe mich dort hauptsächlich von Landschaften, Stimmungen, Gerüchen und Geräuschen inspirieren lassen – und von sehr vielen, guten Gesprächen mit interessanten Menschen, die mir dort begegnet sind.

8. Dein erstes Buch Aprikosenküsse hat ja auch eine total lustige Handlung. Bist du ein lustiger Mensch?

Ich halte mich zumindest für einen humorvollen Menschen. Mein Humor ist eher hintergründig und subtil, ich versuche auf den Punkt zu kommen – das kann sehr trocken herüberkommen. Plattes Lustigsein liegt mir hingegen nicht wirklich.

9. Wie schauen deine Pläne für die Zukunft aus?


Bretagne Recherche für den neuen Roman, der 2018 erscheint


Ich möchte gerne dauerhaft für den Goldmannverlag schreiben – und das natürlich gerne erfolgreich.

10. Könntest du dir vorstellen ein ernstes Buch zu schreiben?


Natürlich. Wer meine Entwicklung verfolgt, wird feststellen, dass die Themen zunehmend komplexer und auch ernsthafter werden. Aber das Augenzwinkern (auch bei schwierigen Themen wie Tod und Krankheit beispielsweise) werde ich wohl immer in meiner Schreibe haben – denn ich glaube, dass man nur so diese Schicksalsschläge überwinden kann. Mit Selbstironie und Humor.

11. Welche Stärken und Schwächen stecken hinter der Autorin Claudia Winter?



 Die Giraffe. So sieht es aus, wenn ich zum Pinsel greife.
Ich bin in schriftstellerischer Hinsicht Perfektionistin. Das birgt große Chancen aber auch Gefahren. Ich neige dazu, nicht zur Ruhe zu kommen und bis zur (geistigen) Erschöpfung zu arbeiten – und dennoch nicht zufrieden mit mir selbst und dem Text zu sein. Damit mache ich mir das Leben manchmal schwerer als nötig.
Meine Stärke ist mein Selbstbewusstsein und meine Offenheit. Ich bin ein Mensch, der andere für sich einnehmen kann und keine Angst vor dem Rampenlicht hat. Das ist ein großes Kapital in der Branche. Außerdem liebe ich die Menschen – und das spüren sie, weshalb ich das Glück habe, viele Leserherzen gewonnen zu haben.

12. Was kann dich zum Lachen bringen und was macht dich zornig?

Mein Mann bringt mich täglich zum Lachen – das Geheimnis einer perfekten Ehe. Auch die Kinder auf meiner Arbeit machen mich glücklich. Zornig machen mich fremdenfeindliche Aussagen und Schwarz-Weiß-Denker. Das Leben ist keine festgelegte Farbpalette, es hat tausende Nuancen.

 Bleistiftzeichnung von Luka. So sieht es aus, wenn kein Pinsel greifbar ist.


13. Nun die letzte Frage. Welches peinliche Erlebnis hattest du in der Vergangenheit, über das du heute lachen kannst?




Ich war vor einigen Jahren mal der Meinung, ich könnte ein Ei in der Mikrowelle zubereiten. Es war ein in jenem Moment unschönes Fiasko im Angesicht meiner Gäste, über das ich heute herzlich lachen kann. Damals war es nicht witzig, die Mikrowelle konnten wir wegwerfen.

Danke liebe Claudia.

Claudia mit 16. Eine Freundin hat mir zum ersten Mal die Haare gefärbt. Das Ergebnis hat sie dann selbst überrascht: „Oh mein Gott, du siehst aus wie Marylin!“ Ich fand es furchtbar.


 Süß war ich ja schon, als Baby.









Elsbeth, so hat mein Mann unser Haus genannt. Wir haben uns sofort darin verliebt.


Meine Meinung zu Glückssterne

Hier kommt Ihr zum Autorentrailer. KLICK: Claudia Winter ganz privat!


Hier kommt Ihr zum Buchtrailer. KLICK: Trailer zu Glückssterne!






Weitere Werke von Claudia. KLICK: Aprikosenküsse-Goldmann-Verlag





Caroline Wunsch. KLICK: Amazon
Caroline Wunsch. KLICK: Amazon




Sonntag, Dezember 18, 2016

Meine Meinung zu "Glückssterne" von Claudia Winter



Lust auf Schottland? Hier lang! Eins vorweg .. Aidan ist einfach nur toll! KLICK: Goldmann-Verlag


Karriere, Heirat, Kinder. Die Anwältin Josefine weiß genau, was sie vom Leben erwartet. Doch kurz vor der Hochzeit brennt Josefines Cousine mit einem Straßenmusiker nach Schottland durch, den legendären Familienring im Gepäck, den die Braut bei der Trauung tragen sollte. Als ihre abergläubische Großmutter daraufhin der Ehe ihren Segen verweigert, bleibt Josefine keine Wahl: Wutentbrannt reist sie dem schwarzen Schaf der Familie hinterher und gerät in den verregneten Highlands von einem Schlamassel in das nächste. Nicht nur einmal muss der charismatische Konditor Aidan der Braut in spe aus der Patsche helfen – dabei ist dieser Charmeur der Letzte, vor dem sie sich eine Blöße geben möchte. Aber der Zauber Schottlands lässt niemanden unberührt, und schon bald passieren seltsame Dinge mit Josefine, die so gar nicht in ihren Lebensplan passen ...


Zum Inhalt

Glückssterne in Schottland.

1952

Zwei kleine süße Mädchen sitzen in einem Wandschrank und ritzen sich an den Handgelenken. Li hat Angst und hofft, dass ihre Schwester Bri nur Spaß macht. Weit gefehlt! Die Blutsbrüderschaft wird vollzogen. Den Eid den sie leisten, muss eingehalten werden.
Süß die Beiden. Gelle!? Mann, mit diesen beiden Püppchen werden wir noch was erleben .....

2016

Josefine ist erfolgreiche Scheidungsanwältin. Sie ist mit ihrem Kollegen Justus verlobt und möchte ihn in Kürze heiraten.
Aber, was machen wenn ein sehr wichtiges Relikt, in Form eines Ringes,  verloren gegangen ist? Ja, und dieser Ring unbedingt am Hochzeitstag getragen werden muss? Großmutter verlangt das! Andernfalls wird sie nicht zur Hochzeit erscheinen. Eine Hochzeit ohne diesen Ring bringt Unglück!

Josefine ist sich sicher, dass ihre Cousine den Ring entwendet hat. Sie ist mit einem Straßenmusiker nach Schottland durchgebrannt.
Josefine setzt sich spontan in den nächsten Flieger. Ab nach Schottland. 

Meine Meinung

Die Charaktere sind so wundervoll gezeichnet, dass ich nach dem Beenden des Buches, Abschiedsschmerz empfunden habe. 
Die beiden alten Tanten Li und Bri muss man einfach lieben. Li erinnert an eine richtige Leseratte, die man stets mit der Nase in einem Buch vorfindet.
Bri ist eine resolute Lady, die gegen sexy Kleidung nichts einzuwenden hat. Ein enger Rock und hochhackige Schuhe, bereiten der über 80 jährigen Dame keine Schwierigkeiten beim Einkaufsbummel.
Josefine ist eine junge Frau, die noch nicht gelernt hat richtig zu leben und genießen. 
Ehrlich gesagt wurde mir schwindelig, ob der staubtrockenen Beziehung zum tadellosen Justus. Zwei Aktenordner die sich paaren! So einen Eindruck machten die Beiden auf mich.

In einem entlegenen Hotel in Schottland wartet die erste Überraschung auf Jo. Ihre Tanten haben im gleichen Hotel eingecheckt und erwarten sie bereits. 
Ständig regnet es. Jo hat keine passenden Klamotten dabei und friert ständig. Ihre Tanten sorgen dafür, dass sie sich passende Kleidung kauft. Für Jos neuen Pullover habe ich eine große Liebe entwickelt. Er hat mich irgendwie an eine Szene bei Bridget Jones erinnert.
Jo begegnet in einer kleinen Konditorei dem charismatischen Aidan wieder, der ihr schon den Hinflug nach Schottland ver- süßt,/ miest,/ dorben hat. So genau konnte ich es zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. 
Die tollpatschigen Situationen, in die Jo sich bringt, sind einfach nur köstlich. Ihre Tanten einzigartig. Besonders Bri hat es faustdick hinter den Ohren.
Aidan ist ein Highlander zum Niederknien. Besonders wenn er einen Kilt trägt. Josefines Augen verweilen an einer bestimmten Stelle zu lange.
Es ist sehr schwer, sich beim Lesen nicht in Aidan zu verlieben. Aidan verfügt über sehr viel Geduld und Humor. Er kann den Tanten keine Bitte abschlagen. Ist immer zur Stelle, wenn Jo mit Familienanhang, mal wieder in Schwierigkeiten geraten ist. 
Er beteiligt sich an der Suche nach dem sagenumwobenen Ring,nebst ausgeflippter Cousine.
Josefine ist sich ihrer Gefühle zu Justus nicht mehr sicher. Jo will zurück nach Frankfurt, um Justus zu heiraten. Jo kennt sich einfach nicht mehr aus. Jo ist verliebt in ... ja in wen eigentlich?
Die Geschichte hat nicht nur Humor zu bieten. Manche Dinge waren einmal sehr, sehr traurig.

Fazit

Glückssterne sollte verschreibungspflichtig sein, für alle Menschen, die an Traurigkeit leiden.
Zu Risiken und Nebenwirkungen wendet Euch an die Autorin oder den Verlag!

Da dieses Rezept nur Buchhandelpflichtig ist, rate ich Euch, den Trip in die Highlands zu wagen. 
Wunderbare Kuchen und Torten erwarten Euch in einer kleinen, urigen Konditorei in Kincraig.
Schokoladenkuchen mit roter Beete, um nur mal einen zu nennen. Rezepte befinden sich im Anhang.
Ein Highlander der Frauenherzen höher schlagen lässt. Zwei Tanten, mit denen man gerne verreisen würde. Eine Anwältin, die im regnerischen, kalten Schottland das Leben genießen lernt. Eine Anwältin die zurück nach Frankfurt reist, und mich damit schockiert hat.

Ein Schottland bei ständigem Regen, das bei mir Fernweh geweckt hat. Protagonisten die mir sehr ans Herz gewachsen sind. 
Der humorvolle Schreibstil und das Setting haben mir eine Reise beschert, die leider nun zu Ende ist.

Ob mir das Ende gefallen hat? JA!

Danke Claudia Winter

Mein Dank geht an den Goldmann-Verlag


Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben "Aprikosenküsse" und "Glückssterne" hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Nebenbei arbeitet sie als Lektorin und Coach. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.



Hier die Rezension vom Blog "Meine kleine Welt!" Conny von "Meine kleine Welt"
Hier die Meinung von Lesefieber Buchpost-Erlebe die zauberhafte Welt der Bücher.

Meine Meinung zu "Das steinerne Tor-Hoffnung" von Pia Guttenson

Die junge Schottin Isa sucht verzweifelt nach ihrem verschollenen Sohn, nichtsahnend, dass er in die Parallelwelt Fenmar verschleppt wurde. Für Sams Befreiung ist Isa bereit, alles zu opfern - auch die Liebe ihres Lebens. Monate sind vergangen seitdem das Steinerne Tor auf Skye Isandora und Ian unvermittelt aus ihrer Heimat Schottland in eine fremde Welt gerissen hat. In Fenmar hängt ihr Leben, ebenso wie das von Isandoras Sohn Sam, am Seidenfaden. Denn im Krieg gegen das albtraumhafte Volk der Moorguhls und deren Herrscher, den Noctrum, sind sie gezwungen an der Seite der Elfen und Elben zu kämpfen. Können sie die Prophezeiung erfüllen und Fenmar vor dem Bösen retten? Kann ihre Liebe standhalten, wenn Verrat ebenso wie der Tod allgegenwärtig ist?

Hier findet Ihr Isa und Ian und könnt sie auf ihrem Weg begleiten: AMAZON



Meine Meinung

Im zweiten Teil geht es spannend weiter. Die Liebe von Isandora und Ian ist unerschütterlich. Angriffe der Moorguhls und deren Auflauern im Hinterhalt, erschweren ihre Reise. Isa will endlich ihren Sohn in die Arme nehmen. 

Die Hoffnung auf ein gutes Ende lässt den Leser mitfiebern. Isa wird von allen wie eine Königin behandelt. Ihre Freunde, die wir von Band 1 schon kennen, scheuen auch diesmal keine Gefahr, um sie an das gewünschte Ziel zu bringen.
Ian liebt seine rothaarige Fee abgöttisch. Er beschützt sie, wo er nur kann. Darum fällt es ihm besonders schwer, Isa in die Obhut des Gestaltenwandlers Nikoma zu geben. Die Situation erfordert dies nun mal. 
Nikoma ist immer noch unsterblich in Isa verliebt. Er weiß, dass seine große Liebe für ihn unerreichbar bleibt. Eigentlich müsste er Ian hassen. Er ist sich jedoch darüber im Klaren, dass Ian ein großer Krieger ist und hat Respekt vor ihm.
Ich mag Nikoma. Mir tut er auch leid. Er kämpft für seine große Liebe, die er niemals lieben darf. Obwohl er Isa auf ihrer gemeinsamen Reise gut beschützt, wird diese Opfer einen Angriffes. Sie erleidet einen gefährlichen Biss .....

Fazit

Die Abenteuer von den zwei Turteltäubchen sind wieder märchenhaft und gefährlich zugleich. Ich persönlich hatte keine Angst bei den Angriffen der Moorguhls. Ich wusste, was denen blüht. Aber, könnte es sein, dass ich mich auch mal irre?!
Mir gefiel sehr gut, wie sich Isa und Ian um das Waisenkind Kayla gekümmert haben. 
Ob die Reise durch die Wälder Y-Haras oder die die Häuser in den Wipfeln des Königbaums, alles mutet unwirklich und verzaubert an. 
Eine Szene mit Isa und Nikoma hat mich wahnsinnig traurig gemacht. Und ich bin mir sicher .... Isa empfindet genauso.
Neuzugänge gibt es auch zu verbuchen. Keine Angst, es handelt sich nur um etwas größere Kätzchen, die eventuell auch Ian transportieren können. Hoffnung! Ja, die habe ich auch für die Kätzchen. :-) Ian ist ja nicht gerade ein Leichtgewicht!

Ob mir das Ende gefallen hat? NEIN! Warum verrate ich hier natürlich nicht. Ich empfehle Euch diese Highland-Saga.

Danke Pia Guttenson




Pia Guttenson liebt die keltische Kultur und hat auf Reisen ihr Herz in Schottland verloren.
So wird es den Leser nicht überraschen, dass Schottland und die schottische Kultur in allen ihren Büchern eine Rolle spielen. Ferner ist Pia Guttenson auf Messen, Lesungen und Veranstaltungen anhand ihrer Tartankleider gut zu erkennen. 

Mittwoch, Dezember 14, 2016

Meine Meinung zu "Trümmerkind" von Mechthild Borrmann



In ihrem neuen Roman "Trümmerkind" beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern "Wer das Schweigen bricht", "Der Geiger" und "Die andere Hälfte der Hoffnung" und ihrem neuen Roman "Trümmerkind" eindrucksvoll unter Beweis. 
Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel - das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist …

Hier bekommt Ihr weitere Infos zur Autorin und dem Trümmerkind. Droemer-Knaur-Verlag



Zum Inhalt

Der Krieg, das Trümmerkind und die Hoffnung!

Dies ist das erste Buch, welches ich von der Autorin bisher gelesen habe. Von der ersten Silbe an hat mich der packende Schreibstil in die Geschichte hineingezogen. 

Hamburg, 1947

Hanno Dietz, seine Mutter und die kleine Schwester haben den Krieg überlebt. Hamburg liegt größtenteils in Schutt und Asche. In einem Haus, welches viele Schäden hat, leben sie zusammen in einem Zimmer. Der Vater ist vom Krieg nicht zurückgekehrt. Der 14 jährige Hanno beherzigt die Bitte seines Vaters und übernimmt die Verantwortung für die Familie. In den Haustrümmern sucht er nach verwertbaren Müll und verkauft es beim Schwarzmarkt. Als er einmal mit seiner Schwester wieder auf Suche nach Ware ist, entdeckt er in einer Ruine eine nackte, tote Frau. Vor der Ruine steht einsam und verlassen ein ca. 3 jähriger Junge. Der Junge ist tadellos angezogen. Er spricht kein Wort. Seine Schwester bettelt Hanno so lange, bis dieser einwilligt und ihn mit nach Hause nimmt. 

Köln, 1992

Anna Meerbaum ist eine sehr ängstliche Frau. Ihre Mutter spricht mit ihr nie über deren Vergangenheit. Ihr Exmann Thomas rät ihr, sich um eine eventuelle Erbschaft zu kümmern. Es handelt sich um ein Grundstück in der Uckermark. Annas Neugier ist größer als ihre Ängste. Sie reist in die Uckermark. Dort macht sie Bekanntschaft mit Joost Diez. Er renoviert das runtergekommene Haus.

Uckermark, 1945

Heinrich Anquist weigert sich, sein Anwesen zu verlassen. Dies hat sehr, sehr negative Auswirkungen für ihn und seine Angehörigen. Besonders sine Tochter Clara und Nichte Almuth sind besondere Kämpfernaturen. Vor allem Tochter Isabelle leidet an den dramatischen Ereignissen.

Meine Meinung

Die drei verschiedenen Zeitebenen wechseln bei fast jedem Kapitel. Man lernt die Personen sehr gut kennen.
Ich war sehr neugierig, was die verschiedenen Protagonisten miteinander verbindet.
Hanno lernen wir besonders gut kennen. Der Junge steht schon sehr früh seinen Mann. Seine Mutter Agnes ist eine warmherzige Frau, die keine Sekunde gezögert hat, einen kleinen Jungen bei sich aufzunehmen. Lebensmittel sind knapp. Der Ehemann verschollen. Auf ihrer Nähmaschine ändert sie Kleidungsstücke für andere Leute und hält damit die Familie über Wasser.
Besonders der kleine Waisenjunge ging mir sehr ans Herz. Durch Agnes liebevolle Art gewöhnt er sich sehr schnell an sein neues Zuhause. Agnes gibt ihm den Namen Joost.

Ich habe ja schon oft Bücher gelesen, die von der Nachkriegszeit handelten. Trümmerkind ist jedoch eine ganz besondere Geschichte. Sie zeigt, wie so oft, dass die Frauen die wahren Helden sind. Sie ernähren die Familie und warten oft vergeblich auf die Rückkehr ihrer Männer. Sie räumen die Trümmer weg (Trümmerfrauen) und freuen sich, wenn sie mal ein kleines Stückchen Butter ergattern. 
Clara hat mich tief beeindruckt. Die resolute junge Frau hat sich keinerlei Ängste erlaubt. Obwohl sie mit einem golden Löffel im Mund zur Welt kam. hat sie sich den entbehrungsreichen Zeiten gut angepasst, ohne jemals zu klagen. Almuth zeigt auch sehr viel Courage und steckt traumatische Erlebnisse gut weg. Ich habe mich oft gefragt: Wohin? Wie kann man diese schrecklichen Dinge erleben, ohne den Verstand zu verlieren?

Anna fühlt sich für ihre Mutter verantwortlich, deren bester Freund der Alkohol ist. Ich konnte ihre Mutter nicht leiden. Die selbstgefällige, alte Frau macht es sich ziemlich leicht. Beweint nur ihre eigenen Tragödien. Benutzt ihre Tochter und weigert sich ihr Informationen über die früheren Ereignisse zu geben.

Fazit

Ein Roman, der wie eine Kriegsgeschichte anmutet. Ist er ja auch. Viele Dinge die passiert sind, waren mit Sicherheit nicht legal. Man nehme mal den Schwarzmarkt oder Leichenraub. Papiere wurden gefälscht und Menschen ausgeplündert. Vergewaltigungen gab es besonders viele, als die Russen einmarschierten. Zu Konzentrationslagern brauche ich nichts zu schreiben. Jeder weiß, zu "Führerzeiten" waren sie das größte Verbrechen schlechthin. 
Was jedoch Trümmerkind von der Masse an Kriegsgeschichten hervorhebt, ist die Tatsache, dass ein Krimi in der Geschichte steckt. 

Kinder, die sehr schnell erwachsen werden müssen.
Frauen, die ihren Mann stehen.
Menschen, die zusammen halten.
Menschen, die selbst nach vielen Jahren ihre Kriegsverbrechen verharmlosen. Sie hatten ja keine Wahl ........
Männer. die nach ihrer Rückkehr nicht mehr die selben sind.
Hunger, Trauer, Tragödien und am Ende: HOFFNUNG!


Das Setting und der Schreibstil lassen den Leser an den Ereignissen teilhaben. Wir begleiten Flüchtlinge und lernen viele tolle Menschen kennen. Wir lesen einen brutalen Krimi, den das Leben schrieb. Das war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von Mechthild Borrmann!


Ein herzliches Danke an die Autorin.

Mein Dank geht an Droemer-Knaur-Verlag



 Das meint Connys Bücherwelt zu Trümmerkind.

Das meint Martinas Buchwelten zu Trümmerkind