Dienstag, Dezember 22, 2015

Meine Meinung zu "Mein Stück vom Himmel" von Robin Gold

Vita

Robin Gold, geboren 1974, arbeitete zunächst beim Film, bevor sie ihren größten Traum wahr werden ließ: Schriftstellerin zu werden. Heute lebt sie mit ihrem Mann, ihren Kindern und elf Fahrrädern in der Nähe von Chicago. Mit ihrem Debüt Die Liste der vergessenen Wünsche schrieb sie sich in die Herzen der Leser. Mein Stück vom Himmel ist ihr zweiter Roman.

Info

Clover Gray ist verzweifelt: Ihr Traum von der eigenen Bäckerei ist zerbrochen, und wenn sie nicht bald Geld auftreibt, wird sie das geliebte Haus ihrer Großmutter verlieren. Als ein landesweiter Eis-Wettbewerb ausgerufen wird, wittert Clover ihre Chance für einen Neuanfang – denn sie hat ein Händchen für süße Köstlichkeiten und das perfekte Rezept im Kopf. Doch dann verliebt sie sich in ihren gefährlichsten Rivalen Cal, für den der Sieg mindestens genauso wichtig ist wie für Clover. Denn das Leben seiner kleinen Tochter hängt davon ab …
Wussten Sie, dass Robin Gold heimlich nachts Gummibärchen isst?
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Zum Inhalt
Clover Gray ist mir von Anfang an ans Herz gewachsen. Wegen einer Rezession in Amerika hat sie ihre Bäckerei verloren. Ihr Haus steht kurz vor der Pfändung. Das Einzige, dass sie im Überfluss besitzt, sind unbezahlte Rechnungen und ihr grenzenloser Humor. Ihrem Hund kann sie kein artgerechtes Futter mehr anbieten. Ihr treuherziger Vierbeiner  Bob muss mit Kartoffelkroketten vorlieb nehmen. Clover trennt sich von sämtlichen Dingen, um wenigstens das Nötigste zu kaufen. Weit unter Wert verkauft sie in einem Pfandhaus. Nur die Haarspange von ihrer Großmutter Dottie behält sie. Clover bewirbt sich bei einem Eis-Wettbewerb und wird genommen. Wenn sie gewinnt, ist sie all ihre Sorgen los! Als Maskottchen dient die Haarspange ihrer Oma.
Cal ist alleinerziehender Vater eines 5 jährigen Mädchens. Er geht mit ihr Schuhe kaufen. Dem lebhaften Mädchen verrutscht die Mütze. Ein fast kahler Kopf kommt zum Vorschein. Cal bewirbt sich für den landesweiten Eiswettbewerb. Er hat Glück und darf antreten.
Meine Meinung
Die Autorin hat sehr liebenswerte Charaktere geschaffen. Clover ist eine Frau, mit dem Herz am rechten Fleck. Sie kann fluchen was das Zeug hält. Das kommt natürlich bei vielen Mitmenschen nicht gut an. So wird aus dem matschigen Schimpfwort eine "VERFLUCHTE SCHAUMROLLE"!!! Das hat mir mehr wie einmal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Trotz ihrer katastrophalen finanziellen Lage hat sie beim Wettbewerb Fairness bewiesen. Das gutmütige Wesen von Clover geht einem so richtig nahe. Der Mitstreiter Cal lässt Clovers Herz höher schlagen. Die Beiden freunden sich an. Doch, kann Clover Cal trauen? Es geht schließlich um 2 Millionen Dollar!!! Ist Liebe stärker als Geld? Unabsichtlich wird Clover Zeugin eines Telefongesprächs von Cal. Sie weiß nicht, was sie davon halten soll. Die insgesamt fünf Teilnehmer dieses Wettbewerbs freunden sich miteinander an. Der Eis-Gigant Trilby Truman hat diesen Wettbewerb ins Leben gerufen. "Truman´s sucht das Supereis!" Er ist irritiert von dem freundschaftlichen Verhältnis der Kontrahenten Walter Hester, Annie Pearl Cash, Rita Banks, Clover Cray und Calvin Peppers. Clover hat als Begleitung ihren besten Freund Sam mitgenommen. Sam wird in diesem Wettbewerb noch eine fiese Entdeckung machen.
Fazit
In meiner Stamm-Buchhandlung hatte ich dieses Buch unzählige Male in der Hand. Das Cover gefiel mir ausnehmend gut. Der Klappentext hatte mich davon abgehalten es zu kaufen. Ich schaue sehr selten Fernsehen. Schon gar nicht Shows, wo sich Menschen für Geld einen Wettstreit liefern und ihr Privatleben an die große Glocke hängen. Trotzdem hatte diese Geschichte den Weg zu mir gefunden. Darüber bin ich froh. Einmal angefangen zu lesen konnte ich nicht mehr aufhören. Ich fand sogar Trilby Truman ganz in Ordnung. Er hatte eine warmherzige Ausstrahlung beim Lesen erzeugt. Die Idee fand ich originell. Das beste Eis wird in die Produktion aufgenommen. Ich habe regelrecht mit Cal und Clover mitgefiebert; konnte sehr gut verstehen, warum sie mitgemacht haben. Den begnadeten Sänger Walter mochte ich auch gerne. Der Rieße, mit einigen Pfunden zuviel, zeigte auch Fairness. Die mütterliche Rita fand ich sehr sympathisch. Bei Annie war ich mir nicht so sicher, was ich von ihr halten sollte. Ihre Begleitung Leland war mir ein bisschen suspekt.Das Ende war so, wie ich es mir gewünscht habe.Der Schreibstil ist  flüssig und in der dritten Person geschrieben.Mich hat diese warmherzige Geschichte auf der ganzen Linie überzeugt.Liebe, Dramatik, Humor und Intrigen machen diese Story zu einem Lese-Genuss. Also, sollte "Truman´s sucht das Supereis"  im deutschen Fernsehen ausgestrahlt werden, ich verspreche, ich schalte ein!!!
Danke Robin Gold
5 Sterne





Meine Meinung zu "In all den Jahren" von Barbara Leciejewski

Vita

Barbara Leciejewski wurde 1965 in einem kleinen Ort in Rheinland-Pfalz geboren und zog nach glücklich beendeter Schullaufbahn nach München. Hier studierte sie Literaturwissenschaft, Linguistik und Theaterwissenschaft, arbeitete in diversen Theaterjobs und wurde schließlich Cutterin beim Synchron, wo sie mehrere Jahre lang tätig war. Mit diesem Werdegang hatte sie ihre wesentlichen Interessensgebiete abgedeckt: Literatur, Theater, Film. Eins fehlte noch: das Schreiben.
Der langjährige Wunsch, der im Teenageralter noch ganz vernünftig als unrealistisch und kindisch verworfen worden war – Bücher schreiben –, wurde nach Jahren wiederbelebt und mit Hartnäckigkeit und der Wieso-eigentlich-nicht-und-wenn-nicht-jetzt-wann-dann-Attitüde der gereiften Erwachsenen verfolgt.
Heute konzentriert sich die Autorin vor allem darauf.
Sie lebt nach wie vor mit ihrer Familie in München.

Info

Elsa und Finn leben Tür an Tür in München. Sie sind Freunde. Beste Freunde. Und allen Zweifeln ihrer Umwelt, allen Versuchungen und allen Gefühlen zum Trotz, wollen sie das auch bleiben, denn schließlich enden die meisten Liebesbeziehungen doch in einer Trennung: Aus Nähe wird Besitzanspruch, aus Zuneigung Gleichgültigkeit und so weiter. Man kennt das.
Nein, Elsa und Finn wollen die bleiben, die sie sind, egal was auch passiert. Und es passiert so einiges, das ihre innige Freundschaft ins Wanken bringt, mal zur einen und mal zur anderen Seite hin.
Der Roman schildert auf humorvolle, spannende und bewegende Weise diese ungewöhnliche und tiefe Freundschaft über einen Zeitraum von zwanzig Jahren hinweg, ihre Höhen und Tiefen, komische, glückliche und dramatische Momente und stellt dabei immer wieder die Frage: Wie viel Liebe verträgt eine Freundschaft?

Ein wunderbarer Liebesroman der Münchener Autorin. Eine klare Leseempfehlung für Fans von Cecelia Ahern ("Für immer vielleicht")!

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Meine Meinung

Knapp 450 Seiten lang habe ich Elsa und Finn auf ihren ungewöhnlichen Lebensweg begleitet. Es gibt in diesem Buch keine einzige Seite, die langweilig ist. Man wird von Anfang an in die Geschichte hineingezogen. Schon der Beginn verspricht Lesevergnügen pur.
Was würdet Ihr sagen, wenn der neue Nachbar bei Euch im Adamsgewand klingelt? Elsas Nachbar hat genau "DAS" praktiziert. Tür zu - Schlüssel in der Wohnung. Ab zur Nachbarin um zu telefonieren. Manch einer würde sich nun die Hand vor seine Weichteile halten. Der Künstler Finn sieht darin jedoch keine Notwendigkeit; genießt vielmehr die Sprachlosigkeit seiner Nachbarin. Was hat die eigentlich für eine Gesichtsfarbe? Ist das tatsächlich dunkelrot?

Von da an kreuzen sich die Wege der Beiden immer wieder. Die schüchterne Schauspielerin und Synchronsprecherin Elsa und der Maler Finn könnten unterschiedlicher nicht sein. Jeder in ihrem Umfeld bemerkt die tiefe Zuneigung, die sie füreinander empfinden. Beide haben jedoch sämtliche Argumente dagegen. Es ist doch "NUR" eine tiefe Freundschaft. Man hilft sich doch "NUR" gegenseitig. Einer hat vom anderen den Wohnungsschlüssel.

Elsa gewinnt im Lauf der Jahre immer mehr Selbstbewusstsein. Mit ihrer rauchigen und sexy Stimme glänzt sie als Synchronsprecherin. Finn malt einzigartige Bilder. Nach seinem Nacktauftritt bei Elsa begegnen sie sich das erste Mal wieder bei einer Ausstellung seiner Gemälde. Elsa ist fasziniert von Finns Talent. Sie macht auch die Bekanntschaft der älteren Dame Edda. Edda gehört die etwas verkommene Villa, die sie Künstlern kostenlos zu Verfügung stellt. Elsa und Edda freunden sich an. Für Elsa ist Edda eine sehr wertvolle Gesprächspartnerin. Jedoch muss Elsa feststellen, dass die Geschichten um Eddas verstorbenen Mann Max, jedes Mal eine andere Version haben. Warum das so ist, erfährt man so ziemlich am Ende der Geschichte.
Elsa lernt Menschen aus dem Filmgeschäft kennen, die an sie glauben und ihr gute Rollen auf der Bühne und im Fernsehen verschaffen. Darunter auch der Frauenheld David. David finde ich, trotz seinem Verschleiß an Frauen, sehr liebenswert. 

20 Jahre beste Freunde! Gibt es so was wirklich zwischen Mann und Frau?

Fazit

Elsa und Finn sind zwei total sympathische Protagonisten. Manchmal möchte man sie beide solange schütteln, bis sie endlich begreifen, was wir Leser von Anfang an ahnen.
Beide haben immer wieder Partner: Beide wollen sich nicht zu fest binden. Beide wollen die Nähe des anderen nicht missen. Beide halten uns Leser auf Trapp!

Die Autorin hat eine außergewöhnliche Liebesgeschichte geschrieben, die beste Unterhaltung bietet. 
In dieser Geschichte geht es auch um Demenz. Ich bin mir nicht im Klaren darüber, ob ein demenzkranker Mensch kurz vor seinem Tod noch ein Gespräch führen kann. Ich habe jedoch gelesen, dass Demenzkranke kurz vorher noch über klare Momente verfügen. 

Humor, Dramatik, Spannung und sehr viel Gefühl haben mich überzeugt. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Die Idee des Buches einfach nur genial. 
Ein großer Verrat schockiert Elsa und uns Leser. Eine Beichte, die Elsas Sympatie für diese Person zwar erschüttert, aber nicht kaputt macht. Elsa muss von liebgewonnenen Menschen Abschied nehmen. 
Das Ende hat mich zufrieden zurück gelassen.
Ein Tipp am Ende noch: Bei Einsamkeit kann das Gewächs Farn Abhilfe schaffen! Warum? Lest selber!!!
Unbedingt lesen!!!!

Danke Barbara Leciejewski 

5 Sterne