Mittwoch, September 30, 2015

Meine Rezension zu "Fieber am Morgen" von Péter Gárdos


Vita

Péter Gárdos, 1948 in Budapest geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Film- und Theaterregisseur. Fieber am Morgen ist sein erster Roman, den er zudem selbst verfilmt hat. Die ungarisch-schwedisch-israelische Koproduktion kommt voraussichtlich im Frühjahr/Sommer 2016 in die Kinos. Der Roman erscheint weltweit in neunundzwanzig Ländern.

Info

"Wie viele haben geantwortet?" "Beinah zwanzig." "Willst du jeder von ihnen zurückschreiben?" "Sie ist die Richtige", antwortete Miklós. "Und woher weißt du das?" "Ich weiß es einfach."
Im Juli 1945 wird Miklós, ein junger Ungar, nach Schweden gebracht. Er hat das KZ Bergen-Belsen überlebt, besteht nur noch aus Haut und Knochen, Zähne hat er auch keine mehr. Sein Arzt gibt ihm sechs Monate. Doch er hat andere Pläne. 117 junge Frauen aus Miklós' Heimatstadt haben wie er die Vernichtungslager überlebt und es nach Schweden in Erholungsheime geschafft. Jeder einzelnen von ihnen schreibt er einen Brief. Eine dieser Frauen wird er heiraten, das hat er sich fest vorgenommen. Hunderte Kilometer entfernt liest Lili seinen Brief und beschließt, ihm zu antworten. Brief um Brief verlieben sich die beiden ineinander. Im Dezember 1945 treffen sich Miklós und Lili zum ersten Mal. Sie haben nur drei Tage. Und lieben sich vom ersten Augenblick. Nun müssen sie nur noch einen Weg finden, wie sie heiraten können. Und Miklós darf nicht sterben.

Hier könnt Ihr das emotionale Buch kaufen:   


Meine Meinung

1945

Fieber am Morgen ist eine Geschichte, die einen ganz tief berührt, da die Thematik 
dramatisch anmutet; jedoch spürt man in jedem einzelnen Wort die pure Lust am Leben. Der Hauptprotagonist Miklós ist ein Optimist vor dem Herren und beschäftigt mich immer noch. 
Miklós überlebt das KZ Bergen-Belsen und erfährt auf der Schiffsfahrt nach Schweden, dass er nur noch ein halbes Jahr zu leben hat, da seine Lunge mit jedem Tag mehr zerstört sein wird.
Doch, Miklós wäre nicht Miklós wenn er sich von SO  einer Aussage entmutigen lassen würde. Soll doch sterben wer will!!! Er hat andere Pläne, die keine Zeit zum sterben übrig lassen.
Bis auf die Knochen abgemagert und mit Zähnen aus Wipla, hat er keine Scheu, Frauen die das gleiche Schicksal wie er haben, Briefe zu schreiben. 117 Briefe hat er geschrieben und bei Lilis Antwort weiß er sofort: Das ist die Richtige für mich!

Fazit

Beim lesen habe ich mir oft gedacht, wo Menschen, die ein KZ überlebt haben und nicht wissen was mit ihren Angehörigen passiert ist, ihre große Hoffnung und Lebenslust hernehmen. Mal ganz ehrlich .... da verzweifeln wir Menschen heutzutage schon an wesentlich kleineren Schicksalsschlägen.
Péter Gárdos hat die Geschichte seiner eigenen Eltern erzählt, nachdem er sämtliche Briefe der beiden gefunden hatte. Wie musste es Péter dabei ergangen sein? Er ist bestimmt unheimlich stolz auf seine Eltern und das aus gutem Grund.
Der Arzt Lindholm war zu Miklós von Anfang an ehrlich und hatte zu seinem Patienten eine große Sympathie entwickelt. 
Ich denke, Miklós ungarisches Temperament trug dazu bei, dass er sich nicht unterkriegen lassen hatte.
Besonders rührend fand ich den Briefwechsel, zwischen ihm und Lili. Ich konnte durch die Zeilen spüren, wie sie sich langsam aber sicher ineinander verliebt haben. Von ihrem ersten Zusammentreffen war ich anfangs enttäuscht, da Lili von dem kleinen, mageren Ungaren, mit den gruseligen Zähnen, schockiert war und ihm ihre beste Freundin als Lili präsentierte. Miklós hatte die Aktion durchschaut und war Lili keineswegs böse. Ja, die zarten Bande durch unzählige Briefe haben sich als stärker erwiesen. Lili erkannte die schöne Seele von Miklós und konnte sich stundenlang mit ihm unterhalten.
Miklós hatte auch im Krankenlager viele Freunde, für die jedes Wort von ihm von großem Gewicht war. Einer konnte sich für den anderen freuen. Einmal musste Miklós jedoch eine sehr traurige Entdeckung machen ....
Von Lilis Freundinnen sollte sich eine noch als falsche Schlange herausstellen, die Lili ihr Glück missgönnte. 
Zwei Menschen von Debrecen, weit voneinander entfernt in einem Krankenlager, verlieben sich per Briefe. 
In einem Strandkorb am Meer habe ich dieses Buch auf zwei Nachmittage gelesen und war fasziniert von Miklós und Lili. Beide krank und durch grausame Erlebnisse traumatisiert, haben mir gezeigt wie wertvoll das Leben ist. Arm wie Kirchenmäuse und doch so reich!
Jeden Morgen hatte Miklós seine Körpertemperatur gemessen. Erhöhte Temperatur hatte nichts Gutes zu bedeuten. 
Diese emotionale, wahre Geschichte kann und will ich empfehlen, da sie wunderschön und humorvoll geschrieben ist. Da sie uns zeigt, dass es immer einen Weg gibt glücklich zu werden. Miklós und Lisa waren der beste Beweis dafür. Nicht zu vergessen: Miklós Wortwitz war unschlagbar.



Vielen Dank Péter Gárdos

5 Sterne für Miklós und Lili







Donnerstag, September 17, 2015

Autoren- und Buchvorstellung & Verlosung! "Das verdammte Chaos im Mikroskosmos" von Anke Weber

Heute möchte ich Euch die Autorin Anke Weber vorstellen. Anke hat ein ganz besonderes Buch geschrieben. "Das verdammte Chaos im Kosmos"! Darin geht es um die 16 jährige Milla, die ihren Opa heimlich im Garten beerdigt. Die Geschichte ist etwas ganz Besonderes; nimmt sie doch auch ein bisschen die Angst vor dem Tod. Ich konnte oft schmunzeln, weil die Dialoge oft sehr makaber und lustig sind. Die Story ist nicht nur traurig, sondern auch eine fröhliche Sommergeschichte! Eine(r) von Euch kann sich bald selber davon überzeugen, da Anke eine gebundene, signierte Ausgabe spendiert, die ich auf meinem Blog verlose. Anke hat mir ein paar Bilder zur Verfügung gestellt und ein bisschen über sich erzählt.

Hallo Anke


Liebe Leserinnen und Leser hier auf dieser Blog-Seite,

ich freue mich, dass ich mich im Lese-Himmel vorstellen darf. 

„Das verdammte Chaos im Mikrokosmos“
(Oetinger) ist mein zweites Jugendbuch. Zuvor ist von mir der Titel „Regenbogenasche“ (ueberreuter) erschienen. Zwei Bücher zum Thema Tod – aber ebenso sind es zwei Bücher zum Thema Leben. Und zwar quirliges Leben. Das Phänomen, wie Menschen mit dem Tod umgehen und wieder zur Lebendigkeit im Alltag finden, ist mein Antrieb bei dieser Thematik. 

Geschrieben habe ich beide Bücher an meinem Schreibtisch – mit Blick auf die Pferdekoppel meines Nachbarn. Hier kann ich mich am besten konzentrieren. Einzige Alternative: Mein Sofa. In Cafés oder irgendwo unterwegs schreibe ich zwar auch, aber dann nur Satzfragmente oder Ideen in mein Notizbuch. Das will ich immer dabei haben, vergesse es aber trotzdem oft. Also schreibe ich auf Zettel, Zeitungen, Briefumschläge oder Papiertaschentücher. Zur Not tippe ich auch mal ein paar Wörter in die Notiz-Funktion meines Handys. Aber so richtige Texte entstehen immer am Laptop in meinen vier Wänden. Falls ihr euch fragt, warum das Regal auf dem Foto so leer ist – ich habe es erst vor einigen Tagen gestrichen und aufgestellt, weil die Bücherwand hinter meinem Schreibtisch komplett überfüllt ist und ich Platz für neue Bücher schaffen musste. (Foto1)

Eigentlich wohne ich sehr abgelegen und ruhig. Umgeben von Wald und Feld. Aber sogar an einem ruhigen Ort passieren zwischendurch ungewöhnliche Dinge. Eines Tages saß zum Beispiel dieser Molch in meinem Wohnzimmer. Der Winter stand kurz bevor und ich fragte mich, ob ich ihn einfach wieder ins Freie setzen sollte, oder ob es dort zu kalt für ihn sei. Also nahm ich ihn mit in mein Büro, setzte ihn auf den Schreibtisch und bemühte das Internet auf der Suche nach Antworten. Offenbar hatte der kleine Molch auch Interesse an den Ergebnissen. Und so landete er auf meiner Tastatur. (Foto2)

Tatsächlich hat mein Leben auf dem Land inzwischen auch einen wichtigen Platz in meinem Arbeitsleben. Ich schreibe für Tageszeitungen eine Kolumne mit dem Titel „Mein Landleben“. Es ist wirklich erstaunlich, was einem alles so passieren kann. Selbst, wenn man sich kaum vom Grundstück bewegt. Wer diese kleinen Geschichten verfolgen möchte, findet sie unter diesem Link – dort kann man wirklich viel über meinen Alltag erfahren.

Oft spielt in diesen Geschichten auch mein Hund eine Rolle. Kaschmir ist ein junger Doggen-Rüde und sorgt dafür, dass ich beim Schreiben nicht festwachse und zwischendurch mal frische Luft und Bewegung bekomme. Auf unseren gemeinsamen Spaziergängen kommen mir dann oft die besten Einfälle. (Foto3 und Foto4)

Auch am Meer habe ich eine gute Ideen-Quote. Gerne wäre ich noch viel häufiger am Meer. Aber leider liegt es nicht direkt vor der Tür. Jedenfalls kann ich dort stundenlang aufs Wasser gucken oder Steine sammeln. (Foto5)

Wenn ich mich einmal richtig austoben will, fahre ich zu einem Festival. Drei Tage Musik und Spaß. So, wie andere Leute zum Beispiel Karneval feiern. Mein Ausnahmezustand sind die Festivals. Das Hurricane in Scheeßel besuche ich fast jedes Jahr. Und mit Farbpulver auf Holi-Festivals werfen finde ich auch ganz wunderbar. (Foto6)

Richtig abtauchen kann ich natürlich beim Lesen. Das geht – anders als das Schreiben – quasi überall. Auf dem Sofa, im Bett, auf der Liege im Garten, am Meer, im Flugzeug, im Café und an tausend anderen Orten. Richtig begeistert hat mich zuletzt „funny girl“ von Anthony McCarten. Und das Mädchen Isa in Wolfgang Herrndorfs letztem Werk „Bilder deiner großen Liebe: Ein unvollendeter Roman“. Ich liebe Figuren, die so schräg sind wie Isa. Und wenn ich so darüber nachdenke, dann stelle ich fest: Auch Milla in „Das verdammte Chaos im Mikrokosmos“ ist manchmal ganz schön schräg.

Ich hoffe, dass alle Leserinnen und Leser mit ihr viel Spaß haben.

Anke Weber


Danke Anke .... ( das kommt mir irgendwie bekannt vor ;-))) )



Ist das Cover nicht toll? Ab, zur Verlosung. Das Buch ist seit heute im Handel. Somit seid Ihr die ersten, die ihr Glück versuchen können!

Was Ihr dafür tun müsst?

1. Einen Kommentar mit Namen hinterlassen.
2. Volljährig sein.
3. Ohne Bücher nicht leben können.
4. Zur Kentnis nehmen, dass der Rechtsweg ausgeschlossen ist, dass keine Barauszahlung möglich ist und alle Daten nur für die Verlosung benutzt werden.
5. Zur Kenntnis nehmen, dass der Gewinner sich innerhalb drei Tage melden muss, da ansonsten neu verlost wird.
6. Schön wäre auch, wenn der Gewinner(in) eine Rezension schreiben würde.

Die Verlosung beginnt am 17.09.15 und endet am 08.10.15!!!

Viel Glück, Eure Gisela




Meine Rezension zu "Das verdammte Chaos im Mikrokosmos" von Anke Weber

Covergestaltung  Cornelia Niere

Vita


Anke Weber, Jahrgang 1967, lebt im niedersächsischen Aller-Leine-Tal bei Hannover. Um Menschen, deren Geschichten und das Schreiben hat sich das Leben der Autorin schon immer gedreht. Nach einem Sozialpädagogik-Studium wurde sie Journalistin und arbeitete viele Jahre beim Radio. Heute schreibt sie Kolumnen über ihr geliebtes Landleben für die Zeitung und vor allem Geschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Anke Weber liebt Hundepfoten-Geruch und die Magie von Notizbüchern. 

Info

Willkommen im Leben!

Inspiriert von einem Spruch auf einer Cornflakes-Packung und aus Angst, das geliebte Zuhause zu verlieren, beschließt die 16-jährige Milla, den Tod ihres Großvaters, bei dem sie aufgewachsen ist, zu verheimlichen. Milla vergräbt die Leiche im Garten und vertraut sich nur ihren besten Freunden an. Kurz darauf lernt sie Tim kennen. Auch Tim wird bald sterben, und Milla plant gemeinsam mit ihm sogar die Details seiner Beerdigung. Doch je besser sie Tim kennenlernt, desto mehr fühlen die beiden sich zueinander hingezogen und entdecken, wie wunderschön das Leben sein kann.

Originell und liebenswert, optimistisch und lebensbejahend mit einer sympathischen Heldin und einem coolen Typ zum Verlieben! Ein Buch über den Tod, Freundschaft und die erste große Liebe!


Hier könnt Ihr die Bekanntschaft mit einem besonderen Kosmos machen:




Meine Meinung

Als ich den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, dass es sich um ein außergewöhnliches Buch handeln muss. Ich hatte ein richtiges Gespür!!! Diese warmherzige Geschichte wird noch lange in mir nachwirken.

Kann man sich das überhaupt vorstellen, dass der eigene Opa stirbt und man ihn im Garten heimlich beerdigt? Muss so ein Mensch nicht total skrupellos sein?
Nein, muss er nicht! Im Gegenteil!!! Ich denke, so einen warmherzigen Abschied bekommt selten ein Mensch.
Milla entdeckt ihren Opa tot auf dem Sofa liegend. Der Fernseher läuft und sie sitzt neben Opa und hält seine Hand. Die Wärme, die von Opas Hand ausstrahlt, kann nur ihre eigene sein. Draußen scheint der Mond und irgendwann schläft Milla ein. Als sie wieder aufwacht kann sie nicht gleich realisieren, dass sie keinen Großvater mehr hat. Ihre Eltern hat sie als kleines Mädchen verloren. Nun, mit 16 Jahren ist ihr Opa auch verstorben. Milla gerät in Panik! Muss sie nun in ein Waisenhaus? Milla möchte auf jeden Fall in ihrem Haus weiter leben. Was tun? Den Opa im Garten beerdigen und seinen Tod geheim halten. Sie mailt ihrer besten Freundin, dass ihr Opa und sie krank sind. Sie kann nicht zur Schule kommen. Besuch will sie keinen, da sie Niemanden anstecken will.

Milla buddelt ein großes Loch im Garten und achtet darauf, dass Licht auf das Grab fällt.
In einer mit Holzpaneelen ausgekleideten Grube beerdigt sie ihren heißgeliebten Opa und hält eine zu Herzen gehende Rede für ihn.

Opa ist beerdigt und kein Mensch weiß etwas davon. Sie darf nicht öffentlich trauern und weiß nicht wohin mit ihren Gefühlen. Wie lange kann sie es geheim halten? Was soll sie ihrem Onkel erzählen, der regelmäßig Opa besucht? 
Viele Dinge im Haus erinnern sie an ihn. Da hilft nur eins: Das Haus muss renoviert werden ....

Fazit

Die Trauer, die Milla durchlebt, ist durch die Seiten spürbar. Die Einsamkeit springt einen förmlich an und man möchte Milla einfach nur drücken.
So hoffnungslos scheint ihre Situation jedoch nicht zu sein, da ihre beste Freundin, Justus und seine Schwester und die Mexikanerin Carlit ihren Weg kreuzen und zu Verbündeten werden. 
Als Milla übersieht,  sich einen Praktikumsplatz zu besorgen, bewirbt sie sich kurzfristig in einem Beerdigungsinstitut. Sie hat Glück und Karin Kunze stellt sie ein. Die Bestatterin ist eine liebenswerte Person und bald eine weitere Freundin von Milla. Karin hat sofort Vertrauen zu Milla und übergibt ihr den Auftrag, für einen 18 jährigen Krebspatient die Beerdigung zu organisieren ...

Denkt jetzt bitte nicht, dass es sich hier um ein Trauerkloß - Buch handelt. Ganz im Gegenteil!!
Milla genießt den Sommer und macht viele tolle Bekanntschaften. Die Dialoge sind oft sehr witzig und haben mich zum schmunzeln gebracht. Milla beherzigt den Spruch auf einer Cornflakespackung und tut was sie für richtig hält. Schwimmen, grillen,  Party feiern, sich verlieben und leckere Nudeln kochen. 
Besonders süß fand ich ihren Onkel. Warum? Das erzähle ich Euch jetzt nicht. 
Ich habe die liebenswerte Milla und ihre Freunde ins Herz geschlossen.
Ich weiß nicht, ob so etwas im realen Leben funktioniert. 
Eines weiß ich jedoch ganz bestimmt: Millas Geschichte wird Euch gefallen. Sie wird Euch genauso packen wie mich. Ihr werdet den Sommer mit Milla ebenso genießen.
Der Schreibstil ist flüssig und die Protagonisten bildlich beschrieben.
Meine Erkenntnis: Mit guten Freunden kann einem nichts passieren.
Der bunte Sarg auf dem Cover mutet etwas makaber an; spielt jedoch in der Geschichte eine große Rolle, die Millas Leben auf positive Art verändern wird,

Vielen Dank Anke Weber, für diese Geschichte,  die mal wirklich so ganz anders ist und wunderschön.

Eine absolute Empfehlung und 5 Sterne







Montag, September 14, 2015

Meine Rezension zu "2 X 3 m Finsternis" von Leonie Lastella

Vita

Leonie Lastella wurde am 4.2.1981 in Lübeck geboren und wuchs in einem kleinen Dorf nordwestlich von Hamburg gelegen auf. Dort lebt sie noch immer mit ihren drei Söhnen und jeder Menge Viehzeug in einer Reetdachkate inmitten von Büchern. Schon als Kind atmete sie Bücher, verlor sich in tausenden Geschichten und potenziert dieses Gefühl seit 2011 durch das Schreiben. Die Edition Doppelpunkt brachte den Erstling Stille Seele heraus. Es folgten In Licht und Dunkelheit 2013, Tropfen auf der Haut 2014 ( Siegergeschichte beim Delia-Kurzgeschichtenwettbewerb 2014), Wer Finsternis sät 2014, der Auftakt zur Finsternis- Thrillerreihe und der Nachfolger 2x3 Meter Finsternis im Juli 2015, alle im Bookshouse Verlag. Seit November 2014 wird sie durch die Literaturagentur Schlück vertreten und zählt sich zu den Schlücklichen. Im Frühjahr 2017 wird ein, durch die Agentur vermittelter, All-Age Liebesroman im S.Fischer Verlag erscheinen. Im November 2013 wurde ihre Kurzgeschichte Habels Teufel zweitplatziert beim NordMordAward der KrimiNordica. In diesem Jahr schaffte es die Kurzgeschichte Finstere Wellen unter die Top Ten, weitere Infos zur Platzierung folgen im November 2015.

Hier könnt Ihr diesen genialen Thriller kaufen:


Info

Eine Zelle.
Finsternis, Schmerz und kein Ausweg.
Was würdest du tun, um zu entkommen? Wärst du bereit, andere zu verletzen? Zu töten? Zu sterben?

Samuel ist zehn, als er entführt wird. Sein Peiniger sperrt ihn in eine düstere Zelle. Jahre vergehen, in denen Folterungen die einzige Möglichkeit sind, der Finsternis seines Verlieses zu entkommen. Samuel weiß, wenn er dem Keller irgendwann entfliehen kann, dann nur, um zu sterben. Durch eine Waffe. Durch seine eigene Hand. So will es sein Entführer, und niemand wird seinen Tod aufhalten können.

Meine Meinung

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Hannes wieder voll im Einsatz ist. Mit seinem Kollegen Robert hat er die Aufgabe, einen Psychopathen zur Strecke zu bringen. 
Junge Burschen verschwinden jahrelang spurlos; tauchen auf einmal an belebten Plätzen auf, um ihren Leben ein Ende zu setzen. 
An den Leichnamen findet man Spuren von Folterungen, die selbst die ausgekochtesten Polizisten nicht kalt lassen.
Als sie Samuel fassen, kommt langsam etwas mehr Licht in den Fall. Der hübsche, charismatische Junge ist traumatisiert und reagiert auf alles wie ferngesteuert. Als jahrelanger Diener, eines Psychopathen, hat er einiges erlebt.
Hannes schafft es, dass Samuel zu ihm Vertrauen fasst. Was er von Samuel erfährt, raubt ihm förmlich den Atem ...

Dachte ich, dass mich ein Thriller nur noch bedingt überraschen kann; so hat mich Leonie Lastella eines Besseren belehrt. Man braucht für diesen Thriller starke Nerven, da er Wendungen aufweist, die einem den Glauben an die Menschen verlieren lassen könnten. Ich hoffe nur, das so eine Geschichte reine Fiktion ist und bleiben wird. Was da mit blutjungen Jungs gemacht wird, kann nur der Fantasie einer total kranken, kaltblütigen und gefühlsarmen Seele entspringen, die keine Skrupel hat, diese auszuleben.
Das Ende war für mich irgendwann nicht mehr ganz überraschend, weil ich fast zum Schluss schon einen Verdacht hatte. 

Fazit

Der flüssige Schreibstil macht diesen Thriller zu einem Lesegenuss. Der Spannungsbogen wird von Seite zu Seite immer mehr aufgebaut. Die Idee ist grausam .... aber mal ehrlich, sollte das ein Thriller nicht sein? 
Ein bisschen hadere ich immer damit, wenn es sich in Thrillern um Kinder und Jugendliche handelt. Das packt mich besonders und lässt mich hoffen, dass so etwas "BITTE" nicht im realen Leben passiert.
Sehr gut gefallen hat mir das kumpelhafte Verhältnis von Hannes und Robert. Einmal ist Hannes das Herz in die Hose gerutscht,  wegen Robert .....

Leonie kann mittlerweile mit den großen Autoren dieses Genres mithalten. Danke Leonie Lastella

Eine absolute Empfehlung und gute 5 Sterne. 




Mittwoch, September 09, 2015

Tolle Verlosung! Eine gebundene Ausgabe "Monday Club" von Krystyna Kuhn



Heute möchte ich Euch die Autorin Krystyna Kuhn vorstellen. Einigen von Euch ist sie bestimmt schon ein Begriff. Krystyna hat mir ein paar Fotos zu Verfügung gestellt und erzählt frei von der Leber weg.

Am liebsten bin ich am Meer – es inspiriert mich einfach. Vielleicht liegt es am Horizont.Er ist eine Grenze, die nicht existiert. Nur ein imaginäres Ende, Illusion, eine Fata Morgana. Ich fürchte mich nicht vor meiner Fantasie: "Kein Vogel kann zu hoch fliegen, wenn er seine eigenen Flügel benützt. (William Blake) Meine Flügel bestehen aus Buchstaben!  (Copyright: Thomas Kohnle) Man merkt an ihren Büchern, dass Krystinas Flügel aus Buchstaben bestehen. Ihr Buch Monday Club hat mich überzeugt. Hier meine Rezension dazu: http://lese-himmel.blogspot.de/2015/08/meine-rezension-zu-monday-club-von.html Hallo Ihr Bücherfreunde da draußen! Ich schreibe immer und überall. Auch wenn man es mir nicht ansieht – denn dann schreibe ich im Kopf. Es ist keine Krankheit, keine Sucht, das ist meine Natur. Okay, und wenn ich doch mal nicht über dem Laptop hänge, lese ich oder schaue Filme. Geschichten sind mein Leben. Das war schon als Kind so. Meine Mutter hatte fünf Geschwister, mein Vater neun. Ich habe sieben Geschwister und über vierzig Cousins und Kusinen, sechs Neffen und Nichten, einen Großneffen und eine Tochter. Der Stoff, aus dem mein Leben ist. Unterschiedliche Charaktere, Lebensentwürfe, Biographien, unzählige Geschichten, die ich gerne erzählen würde. Die Fotos zeigen alle Plätze, an denen ich gerne schreibe. Ich wünsche Euch viel Spaß beim anschauen, Eure Krystyna.



Zuerst habe ich jeden Sonntag Bücher aus der kleinen Pfarrbücherei in meinem Dorf ausgeliehen – und nach zwei Stunden alle ausgelesen. Eine schreckliche Erfahrung – Bücher haben ein Ende! Ich habe sogar die Bibel von vorne bis hinten gelesen  Später habe ich mich in jeder Buchhandlung herumgetrieben, an der ich vorbeikam. Ich liebe Antiquariate, weil man dort auf seltene Schätze stößt. (Copyright: Thomas Kohnle) Ja, liebe Krystyna .... Bücher haben tatsächlich ein Ende. Deine Bücher leider auch. :-)
Fällt mir die Decke auf den Kopf, dann gehe ich in ein Café oder in meine Stammkneipe. Dort kennt man mich, wechselt ab und zu ein Wort mit mir, doch lässt man mich in Ruhe, wenn mein Laptop aufgeklappt vor mir steht. Manchmal kann ich mich besser konzentrieren, wenn um mich herum menschliche Stimmen sind und Musik. Vielleicht liegt es daran, dass ich meine Hausaufgaben immer zusammen mit meinen Geschwistern am Küchentisch gemacht habe. Ich habe gelernt, mich weit weg zu beamen. (Copyright: Thomas Kohnle)

Auf diesem Kneipentisch hast du jede Menge Platz und verdursten kannst du auch nicht. :-)


Meine Tochter (links) spielt Theater – jeder Mensch kann vieles sein. Das Motto für Monday Club Band II: Jeder ist in irgendeinem Universum glücklich. 



Nur ein leerer Schreibtisch ist ein guter Schreibtisch. Manchmal, wenn ich schreibe, werde ich zum Autisten. Dann bin ich blind für die Realität. Ich klettere durch das Fenster meiner Geschichte und verlasse sie erst Tage später. 





Seit meine Tochter Mascha ausgezogen ist, lebe ich allein. Nein, nicht allein, denn ich habe ja meine Katzen. Viele Autoren sind Katzenliebhaber. Hat das schon mal jemand analysiert? Schon jede Babykatze ist völlig anders als seine Geschwister. Menschen sind unterschiedlich, das macht das Leben so faszinierend. 



Danke liebe Krystyna, für die schönen Fotos und deine netten Worte.


Krystyna hat eine gebundene Ausgabe von Mondy Club spendiert, die ich nun auf meinem Blog verlose. Was Ihr dafür tun müsst?






1. Einen Kommentar mit Namen hinterlassen.
2. Volljährig sein.
3. Ohne Bücher nicht leben können.
4. Zur Kentnis nehmen, dass der Rechtsweg ausgeschlossen ist, dass keine Barauszahlung möglich ist und alle Daten nur für die Verlosung benutzt werden.
5. Zur Kenntnis nehmen, dass der Gewinner sich innerhalb drei Tage melden muss, da ansonsten neu verlost wird.
6. Schön wäre auch, wenn der Gewinner(in) eine Rezension schreiben würde.
Unter den Verlierern verlose ich einen Amazon Gutschein im Wert von 10 Euro.

Die Verlosung beginnt am 09.09.15 und endet am 01.10.15!!!

Viel Glück, Eure Gisela

Meine Rezension zu BookElements" von Steffi Hasse

Quelle Carlsen Verlag
Info - Quelle Carlsen Verlag

**Verliebe dich niemals in eine Romanfigur, denn sie könnte dich suchen kommen…**
Wenn die Menschen nur wüssten, wie gefährlich das Bücherlesen ist, wäre Lins Job um einiges leichter. Aber leider verlieben sich tagtäglich junge Frauen in Romanfiguren und ahnen dabei nicht, dass sie ihnen mit jedem schwärmerischen Seufzer ein wenig mehr Leben einhauchen – bis die Protagonisten aus den Büchern heraustreten, die Stadt unsicher machen und Lin sie wieder einfangen muss. Die unwiderstehlichen Vampire, die muskulösen Außerirdischen, die Gitarre spielenden Bad Boys … Als Wächterin der Bibliotheca Elementara kennt Lin sie alle persönlich. Alle außer Zacharias, den Protagonisten ihres Lieblingsbuchs »Otherside«, das sie entgegen aller Wächterregeln heimlich liest. Dabei ist er der einzige Romanheld, den sie gerne einmal kennenlernen würde…
//Textauszug:
Ich stand noch ein paar Minuten unentschlossen in der Küche herum, ehe ich in mein Zimmer ging. Selbst nach zwei Jahren war es noch nicht mein Zimmer. Ganz gleich, was ich in Sachen Einrichtung unternahm, es wirkte kühl auf mich, was allein an dem Fehlen jeglicher Bücher lag. Schnell huschte ich zu meinem Nachtschrank, zog die Schublade auf und packte den Kleinkram darin auf die obere Ablage. Dann tastete ich nach dem schmalen Faden auf der Rückseite der Schublade, die man nur halb ausziehen konnte, und hob das dünne Holz an. Nun konnte ich vorne in die schmale Lücke hineingreifen und den doppelten Boden anheben.
Wie jedes Mal raste mein Puls und mein Magen rebellierte. War es nur der Reiz des Verbotenen, oder war da tatsächlich mehr, wie Ty mir immer sagte? Andächtig hob ich die Holzschatulle aus dem Geheimversteck und legte sie auf meinen Schoß. Nach einem tiefen Atemzug hob ich den mit Schnitzereien verzierten Deckel. Ein wohliger Schauer überkam mich, als ich den etwas zerfledderten Einband sah. Jetzt fühlte sich mein Zimmer an wie ein Zuhause.//

Vita

Stefanie Hasse lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen im Süden Deutschlands. Als Buchbloggerin taucht sie stets in fremde Welten ein und lässt ihrer eigenen Kreativität in ihren Romanen freien Lauf. Ihre zwei fantasybegeisterten Kinder machen ihr immer wieder aufs Neue deutlich, wie viel Magie es doch im Alltag gibt und dass mit einem kleinen Zauber so vieles einfacher geht.

Meine Meinung
Ich stelle mir gerade vor, dass es in meiner Wohnung keine Bücher gibt; noch nicht mal einen EBook Reader. Besser gesagt .... ich will es mir überhaupt nicht vorstellen, weil eine Wohnung ohne Bücher leblos ist. 
Lin darf keine Bücher besitzen, da sie zu den Menschen gehört, die den Protagonisten eine Seele einhauchen können und diese dann in unsere Welt eintreten. Leider kann sie nicht kontrollieren wer das sein wird. Somit ist der Besitz von Bücher für sie streng verboten. Arme Lin!!! Ich fühle mit dir!!! Lin hat jedoch einen geheimen Schatz in ihrer Nachttischschublade. Ein altes, zerfleddertes rotes Buch. Dann passiert es: Lin verliebt sich in Zack aus Otherside und holt ihn in unsere Welt.
Lin, Ric, Coral und Peter besitzen alle die gleiche Begabung. Sie dürfen nur Bücher an ihrem Arbeitsplatz der  "Bibliotheca Elementara" lesen. Dort werden sie auch als Wächter eingesetzt und müssen auf Streifzüge gehen, um die entflohenen Protagonisten in ihre Bücher zurückzubringen. Interessant finde ich auch ihre Verwandlungskünste.
Ich finde diese Idee fantastisch und hätte gerne selber so eine Begabung ;-))) Nur, wenn es mir so geht wie den anderen; ich nicht weiß wer wer ist? Jeder hat ja eine eigene Vorstellung beim lesen, wie die Charaktere aussehen. Somit kann ein und der selbe Protagonist jedes Mal anders aussehen; je nach Geschmack des Lesers. Vor allem, was tun,  wenn ich einem ganz ganz bösen Charakter Leben eingehaucht habe und ihn nicht mehr los werde? 
Genau mit diesen Problemen müssen sich die Wächter auseinandersetzten. Die Abenteuer die sie erleben, lassen jedes Leserhez höher schlagen. Mehr wie einmal hab ich um das Wächterteam gebangt. Lin muss einsehen, dass der Besitz von "Otherside" eine Katastrophe ausgelöst hat ....

Fazit
Das war mein erstes Buch von Steffi Hasse; aber mit Sicherheit nicht mein letztes. Die Lady hat mich knapp 300 Seiten auf Trapp gehalten. Schon als ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar: "Diese Geschichte muss ich lesen"!!! Die liebenswerten Protagonisten und ihre Abenteuer haben mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und hat mich über die Seiten rasen lassen. Besonders die Sticheleien zwischen Lin und Ric haben mir gefallen. Heißt es nicht immer, was sich liebt das neckt sich? Irgendwie wusste ich lange nicht , wem man noch trauen kann. Ich wollte unbedingt wissen, ob alle Charaktere wieder in ihre Bücher zurückwandern. 
Eines habe ich aus dieser Geschichte gelernt "Es ist gefährlich keine Bücher zu lesen"!!! Auch an Euch da draußen einen guten Rat von mir: "LEST UM EUER LEBEN"!!! Warum? Dazu sag ich nur eins: EINFACH SELBER LESEN!!!
Danke liebe Steffi Hasse. 
Ich vergebe 5 Sterne und ein Lesemuß!! Glaubt mir, lesen ist gesund ....












Dienstag, September 08, 2015

Meine Rezension zu "Zwei auf Umwegen" von Taylor Jenkins Reid

Vita

Taylor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren, studierte am Emerson College in Boston und lebt heute mit ihrem Mann in Los Angeles. Bevor sie ihr erstes Buch Neun Tage und ein Jahrschrieb, war sie für verschiedene Zeitungen tätig. Zwei auf Umwegen ist ihr zweiter Roman.

Info

Elfeinhalb Jahre lang waren Lauren und Ryan das perfekte Paar. Doch seit Lauren mit dem Hund häufiger spricht als mit ihrem Mann, kann sie die Wahrheit nicht mehr leugnen: Ihre Ehe steckt in einer tiefen Krise. Ein Jahr Trennung soll die Liebe zurückbringen. Sie vereinbaren nur eine Regel: kein Kontakt. Alles andere ist erlaubt. Unsicher, aber auch aufgeregt stürzt Lauren sich ins Leben … doch wird es sie wieder zu Ryan führen?

Hier begegnet Ihr "Zwei auf Umwegen"! Ich bin glücklich darüber, die Zwei getroffen zu haben. Einfach draufklicken:


Meine Meinung

Ich habe diese wunderschöne Geschichte an einem Tag gelesen, da ich mich von Lauren und Ryan nicht mehr losreißen konnte. 
Ihre Liebe hat mich tief berührt; ihre Trennung auf Zeit traurig gemacht. Ich habe sehr gehofft, dass es wirklich nur ein Jahr Trennung sein würde .........

 Jahre zuvor

Lauren besucht das College, auf dem sie sich ziemlich einsam fühlt. Oft fährt sie am Wochenende zu ihrer Familie, die sie heiß und innig liebt. Ihre Schwester Rachel ist gleichzeitig ihre beste Freundin, mit der sie alles besprechen kann. 
Sie nimmt einen Job in der Poststelle an und lernt eine Menge Leute kennen.
Nach den Weihnachtsferien führt sie ihr Stundenplan auch in andere Gebäude; auf deren Weg ihr ihr immer ein Typ begegnet, der Lauren nicht kalt lässt. Kräftige Arme, hellbraune Haare, ein Bartschatten und Charme zum Niederknien. Ryan! Beide verlieben sich ineinander bis über beide Ohren.

Bei einer beschwerlichen Wanderung, im Yosemite-Nationalpark, macht Ryan Lauren einen Heiratsantrag, den sie überglücklich annimmt.

In Los Angeles mieten sie ein altes Haus, in das sich Lauren auf Anhieb verliebt hat. Sie legen sich einen Labrador zu und nennen ihn "Klopper"! Das Leben könnte nicht schöner sein ......

Jetzt

Die Ehe von Ryan und Lauren hat einen Tiefpunkt erreicht, der beiden unüberwindbar scheint. Gleichgültigkeit und Ignoranz scheinen die einstmals große Liebe abgelöst zu haben. Kalte Worte und Blicke statt Zärtlichkeiten. Sie beschließen, sich für ein paar Monate zu trennen. Ryan verlässt das gemeinsame Haus und nimmt den Fernseher mit. Streit hat es nur um den Hund gegeben, der letztendlich erstmal für zwei Monate bei Lauren bleibt.

Ich fand es unheimlich traurig mitzuerleben, wie die große Liebe der beiden nach und nach zerbröckelt ist.
Lauren fiel die Trennung unerwartet schwer; weiß erstmal mit ihrer neu gewonnenen Freiheit nichts anzufangen. Sie durchlebt tausend Ängste um ihren Mann. Die Vorstellung ihn ganz zu verlieren nimmt ihr alle Lebensfreude. Sie will unbedingt wissen was er denkt und fühlt, darf ihn jedoch nicht anrufen, weil er eine Auszeit ohne jeglichen Kontakt möchte. Lauren lebt das erste Mal in ihrem Leben allein.
Da fällt Lauren ein, dass sie das Passwort für Ryans Email - Account weiß .......

Fazit

"Zwei auf Umwegen" erzählt eine ein alltägliche Geschichte, von einem Ehepaar, dass verlernt hat miteinander zu reden, seine Wünsche zu äußern, um ihre Liebe zu kämpfen und aufeinander zugehen.
Mir hat der Zusammenhalt in Laurens Familie sehr gut gefallen. Laurens Mutter musste ihre drei Kinder alleine erziehen, da sie von ihrem Mann verlassen wurde, als die zwei Mädchen noch klein waren und sie mit ihrem Sohn schwanger war.  Trotzdem war sie immer optimistisch und ihrer Tochter Lauren eine große Stütze. Toll fand ich auch, dass keiner über Ryan schlecht geredet hat, so  wie das oftmals bei einer Trennung üblich ist. Jeder wollte für die Beiden nur das Beste. 
Beim lesen denkt man oft, wie lächerlich die Streitereien zwischen beiden waren. Ein geparktes Auto, dass nicht sofort gefunden wurde usw.
Ich finde es in Ordnung, wenn ein Partner dem anderen zuliebe mal was mitmacht, was der eigentlich gar nicht so mag. Bei Lauren und Ryan schien es jedoch schon die Regel zu sein. 
Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert, ob die beiden zusammen bleiben werden. Ja, ich hab es mir sogar gewünscht. 
Der Schreibstil ist flüssig und aus der Sicht von Lauren erzählt. Humor und Herzschmerz haben mir Tränen in die Augen gezaubert.
Bei einem Familiendrama hat sich Lauren sehr stark nach Ryan gesehnt.
Ich habe dieses Buch an einem Tag gelesen weil
ich wissen wollte, ob die beiden sich gegenseitig betrügen,
ich wissen wollte, ob wirklich kein Kontakt während der Trennung besteht,
ich wissen wollte, was mit Laurens Oma los ist,
ich wissen wollte, ob ich Recht habe, dass die beiden zusammen bleiben müssen, da ihre Liebe einfach zu groß ist.
das Buch einfach an meinen Händen geklebt hat.

Das Cover passt hervorragend zu Geschichte.


Danke Taylor Jenkins Reid

Eine absolute Empfehlung von mir und 5 Sterne