Montag, Juni 15, 2015

Meine Rezension zu "30 Tage und ein ganzes Leben" von Ashley Ream


Vita

Mit 16 Jahren bekam Ashley Ream ihren ersten Job bei einer Zeitung. Seitdem hat sie für verschiedene Magazine in ganz Amerika geschrieben, bis sie es irgendwann leid war, ständig einer Deadline hinterherzulaufen. Also suchte sie sich einen "richtigen" Job und schrieb nur noch in ihrer Freizeit - mit Erfolg: In den USA wollten gleich mehrere Verlage ihren Debütroman "30 Tage und ein ganzes Leben" veröffentlichen. Nach über zehn Jahren in L.A. lebt Ashley Ream heute in Wisconsin, trainiert für einen Marathon und schreibt an ihrem zweiten Buch.

Info

Clementine beschließt zu sterben. In 30 Tagen will die erfolgreiche Malerin, die für ihre Kunst ebenso bekannt ist wie für ihre Scharfzüngigkeit, ihrem Leben ein Ende setzen. Nachdem die Antidepressiva im WC entsorgt worden sind, bleibt ihr noch genau ein Monat, um das eigene Ableben zu organisieren. Schließlich will Clementine kein Chaos hinterlassen: ein letztes großes Bild malen, sich mit dem Ex aussprechen und ein neues Zuhause für den Kater finden. Ihre letzten Tage will sie genau so verbringen, wie sie es will –- und nicht wie andere es von ihr erwarten. Doch dabei stößt Clementine auf ungeahnte Hindernisse –- und nach 30 Tagen ist nichts mehr so, wie es vorher war...…

Zum Inhalt

Clementine leidet unter Depressionen und will kein Leben mehr mit Antidepressiva führen. Sie spült sämtliche Medikamente in die Toilette.

Sie ist eine Malerin, die sich in der Künstlerszene einen Namen gemacht hat. Ihre Werke sind außergewöhnlich. 
Sie will ihrem Leben ein Ende setzen und besorgt sich das passende Medikament dafür.
Sie gibt sich 30 Tage um: 1. Ein letztes großes Bild zu malen. 2. Um sich mit ihrem Exmann auszusprechen.
3. Für ihren Kater ein neues Zuhause zu finden. 4. Ihre Beerdigung zu regeln. 5. Keinen Ballast zu hinterlassen. 6. Ihren Vater zu finden.

Sie feuert ihre Helferin. Ohne Medikamente schmeckt das Essen und davon genießt sie noch jede Menge.
Sie hält sich an keine Regeln mehr. Sie nimmt keine beruflichen Termine mehr wahr. Eigentlich, finde ich, fängt sie an zu leben ......
Ihren dunklen Tage haben begonnen, als sie 20 Jahre alt war. Ihre Mutter hatte auch Depressionen. Ihr Vater hat sie verlassen, als sie noch ein kleines Mädchen war. Er kam mit der Krankheit ihrer Mutter nicht zurecht. Clementine hat Mutter und Schwester verloren ......




Meine Meinung

Das Buch handelt von einer Frau, die an Depressionen leidet. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich bei dieser Geschichte so viel zu lachen habe. Die kessen Sprüche von Clementine lassen einen zeitweise vergessen, wie krank sie ist. Doch, dann kommen immer wieder Situationen, an denen man erkennt, wie düster Clementines Gedankenwelt ist. Oft ist sie nicht mehr in der Lage sich zu bewegen. 

Ich finde es sehr schlimm, wie diese Krankheit einen Menschen fertig macht. Die Autorin bringt das sehr gut rüber. 
Clementine hat immer um die Aufmerksamkeit ihres Exmannes gebuhlt. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass auch ihr Ex noch sehr große Gefühle für sie hegt. Clementine organisiert ihre eigene Beerdigung. Das fand ich total absurd. Für die Auswahl ihres Sarges hat sie ihren Ex mitgenommen. Der war fix und fertig als Clementine in einen Sarg stieg, um Probe zu liegen. Ich habe Tränen gelacht, als er schrie: "Komm sofort aus dem Sarg raus"! Habt Ihr es bemerkt? Clementine hat mich mit ihrem schwarzen Humor angesteckt. Ihr Wortwitz lockert die Geschichte erheblich auf.

Ihre Familiengeschichte ist mysteriös. Man muss ziemlich weit in die Geschichte eintauchen, um zu erfahren was sich damals zugetragen hat. Nach dem Tod ihrer Mutter hat sie bei ihrer Tante Trudy gelebt. Die Sonnenfanatikerin will ihr nicht helfen, ihren Vater zu finden. Clementine lässt sich von ihrer Suche nach ihm nicht abbringen .......... 

Rührend fand ich, wie sich ihre junge Hilfe Jenny um sie gekümmert hat, obwohl kein Arbeitsverhältnis mehr bestand. 
Ich war sehr gespannt, ob Clementine ihrem Leben wirklich ein Ende setzen wird. Habe gehofft, dass sie ihren Kater behält und ein neues Leben beginnt.
Bei den Recherchen um ihren Vater findet sie etwas heraus, dass ihr den Boden unter den Füßen wegzieht......
Ich dachte mir: Nun ist es endgültig aus .....

Fazit

Ich vermag nicht zu beurteilen, ob diese Geschichte Depressionen richtig wiederspiegelt. 
Ich weiß nicht, ob ein Mensch ähnlich reagiert wie Clementine, wenn er abrupt mit seinen Medikamenten aussetzt.
Ich weiß nicht, ob ein depressiver Mensch in der Lage ist, sein eigenes Ableben zu organisieren. 
Eines weiß ich jedoch. Es ist ein Roman der sehr zu Herzen geht. Ich denke nur mal an den Kater.
Die letzten 30 Seiten haben sehr viel Hoffnung vermittelt.
Egal wie sich Clementine letztendlich entschieden hat, es gibt auch Positives in der Geschichte. Menschen die Clementine brauchen ........

Vielen Dank Ashley Ream

Eine Empfehlung von mir und 4 Sterne











Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen