Donnerstag, März 19, 2015

Meine Rezension zu "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin




Über die Autorin

Anna McPartlin wurde 1972 in Dublin geboren und verbrachte dort ihre frühe Kindheit. Wegen einer Krankheit in ihrer engsten Familie zog sie als Teenager nach Kerry, wo Onkel und Tante sie als Pflegekind aufnahmen. Nach der Schule studierte Anna ziemlich unwillig Marketing, doch sie blieb dabei ihrer wahren Liebe, der Stand-up-Comedy, und dem Schreiben treu. Bei der künstlerischen Arbeit lernte sie ihren späteren Ehemann Donal kennen. Die beiden leben in der Nähe von Dublin.


Kurze Inhaltsangabe

Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich.      

Ein Buch das trösten kann.


Meine Meinung

Manchmal frage ich mich, warum ich gerne Bücher lese, die von Krankheit und Tod handeln. "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" ist so ein Buch, wie unschwer am Titel zu erkennen ist.
Ich denke, man kann mit einer Geschichte wie dieser, die eigenen Ängste und Erfahrungen besser verarbeiten.

Rabbit wird von ihrer fluchenden, Schimpfwörter liebenden Mutter, in ein Hospiz gefahren.
Rabbit hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Weder ihre Angehörigen;noch ihre Mutter sind in der Lage, das Unabwendbare zu akzeptieren. So wird erst mal um den heißen Brei geredet. Das Wort "Sterben" zur Tabuzone erklärt. 
Rabbits Vater kann nicht akzeptieren, dass seine stark fluchende Frau, die Tochter nicht retten kann. Eine Zeit lang spricht er deshalb mit ihr kein Wort. Doch, dann werden beide aktiv .....

Rabbit hat keinen Glauben. Sie kann mit "Märchen" nichts anfangen. Trotzdem ist sie eine herzensgute Frau. Sie liebt ihre Tochter Juliet über alles. Es macht ihr Angst, sie alleine lassen zu müssen. 

In diesem Buch geht es nicht nur um Krankheit und Tod. Wir dürfen mit erleben, was Rabbit für ein tolles Leben geführt hat. Sie durfte in einer warmherzigen Familie aufwachsen. 
Ich konnte oft schmunzeln. Das Hospiz war kein Ort in dem nur Trübsal geblasen wurde. Rabbit lachte oft von ganzem Herzen. 

Besonders gut haben mir die Rückblenden aus ihrem Leben gefallen,
wenn sie geschlafen hat. Die erste große Liebe von Rabbit ist mir sehr nahe gegangen.
Für ihren Bruder Davey habe ich im Lauf der Geschichte eine große Sympathie entwickelt. Der Musiker, der zu keinem sesshaften Leben fähig ist, wächst über sich selber hinaus.

Besonders gut hat Anna McPartlin die Familienmitglieder beschrieben und wie sie mit der Situation umgegangen sind. 

Fazit

Ich könnte jetzt seitenweise schreiben. Das lasse ich lieber. Man sollte dieses Buch einfach lesen. Man braucht vorher nicht viel zu
wissen; denn von der ersten Seite an wird man in die Geschichte hineingezogen. Die Autorin hat einen unglaublich magischen Schreibstil. Man kann und will nichts anderes, als Rabbit begleiten. Man will ihre Geschichte hören. Man will mit ihr lachen und weinen. Die letzten Tage waren für mich wunderbar und traurig zugleich.

Besonders überzeugend fand ich Rabbits Mutter. Ehrlich, ich habe oft mit geflucht und Schimpfwörter benutzt. Ich bin jetzt mal total unverschämt und bediene mich an Moms Ausdrucksweise: Scheiß, verdammter, ver....ter Krebs!!!!

Aber das Cover .... verdammt schön!

Herzlichen Dank an den Rowohlt-Verlag. Dieses Buch ist für mich ein Hauptgewinn.


Absolute Empfehlung von mir und 5 Sterne




Kommentare:

  1. Da komme ich doch glatt mal zum Gegenbesuch und bleibe auch als Leserin :) Das Buch klingt sooo gut, aber ich bin noch unschlüssig. Ich mag zwar die Thematik ... aber ich weiß nicht. Kann es schlecht beschreiben.

    Aber sehr schöne Rezi :)

    LG Dinchen

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    1. Schön dich hier zu sehen Dinchen :-)

      Trau dich ran, das Buch ist wunderschön. Und est bietet so viel mehr. Es ist eine wunderschöne Familiengeschichte. LG, Gisela

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  2. Huhu Leseschwester,
    Hab jetzt schon viel Gutes darüber gehört.
    Würde es gerne lesen, doch irgendwie hab ich Angst vor dem Ende...

    Übrigens : herzlichen Glückwunsch zur 100! :-D

    Liebe Grüße vom Lesemonsterchen Dani

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  3. Danke Dani.

    Leseschwester, es ist bekannt wie das Buch ausgeht. Der Titel allein sagt es schon. Ich habe es wahnsinnig gerne gelesen; jedoch darf man keine Berührungsängste mit Krankheit und Tod haben. Es gehört zum Leben dazu; was oftmals schwer zu akzeptieren ist. Auch wenn du Angst vor dem Ende hast, lies das Buch. Es kann auch trösten.

    Liebe Grüße von deiner Leseschwester.

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  4. Sehr schön geschrieben, ich habe dieses Buch auch total geliebt. :) Lieben Gruß, caro

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  5. Liebe Caro

    Danke für dein Feedback.

    Liebe Grüße, Gisela

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