Dienstag, November 11, 2014

Meine Rezension zu "Bolero Mortale PASTIS" von Elli Sand


Zum Klappentext

Jahrelang haben sich Valmira aus Tübingen und die Südfranzösin Claire unwissentlich den Mann geteilt. Als sie erfahren, dass sie beide betrogen werden, verbünden die Frauen sich gegen den Fremdgänger. Zu Rachegöttinnen mutiert, teilen sie. den Triumph der gemeinsamen Vergeltung und schöpfen viel Kraft aus der ungewöhnlichen Frauenfreundschaft. Doch wie agiert ein Mann, der wie die Spinne im Netz in einem solchen Lügengeflecht lebt?

Über die Autorin

Elli Sand, geboren an der deutsch-französischen Grenze, lebt heute in der Nähe von Tübingen. Die Idee zu diesem Roman, der zwischen Tübingen und Narbonne spielt, entstand während eines Frankreichaufenthaltes bei einer Flasche Wein mit einem Weingutbesitzer und einem Fernsehredakteur. Claire, Valmira, Tante Joëlle und Hugues wurden quasi über Nacht als Romanfiguren erschaffen. „Bolero Mortale mit Pastis“ ist Elli Sands Debütroman.


Hier könnt ihr diesen spannenden Roman kaufen: http://www.gmeiner-verlag.de/programm/titel/591-bolero-mortale-mit-pastis.html             




Zum Inhalt

Claire ist eine junge Frau, die sich in den verheirateten Markus verliebt hat. Sie führt seit 13 Jahren mit ihm eine lockere Beziehung. Claire hat von Anfang an akzeptiert, dass Markus sich nicht scheiden lässt. Sie nimmt das, was sie von ihm kriegen kann. Sie arbeitet für Markus in der französischen Filiale seiner Imobilienfirma.  Bei einem Geschäftsessen ist seine Frau Valmira auch anwesend. Claire spricht eine Einladung aus, die Valmira etwas später tatsächlich annimmt.......

Markus ist ein richtiger Casanova, der auf den Gefühlen der Frauen rumtrammpelt. Seine Frau will er nicht verlassen, da sie psychisch krank ist. Ist das der einzige Grund?


Tante Joëlle ist eine rüstige, ältere Frau, die schon sehr viel mitmachen musste. Sie wird Claire noch anständig den Kopf waschen.......

Valmira ist eine gebürtige Rumänin. Sie hat sich in Deutschland richtig hochgearbeitet und hat ein gutes Verhältnis zu Zahlen. Sie glaubt an ihren Mann Markus und seine Treue......

Marybelle ist die beste Freundin von Valmira. Sie begleitet sie zu einem Besuch nach Frankreich. Dort offenbart sie Claire ein paar Geheimnisse....


Albert ist ein liebenswerter Witwer, der sich seine Zeit mit Führungen in einer Abtei vertreibt. Er wird in der Geschichte noch eine sehr große Rolle spielen....

Hugues
 wird noch sehr große schauspielerische Leistungen bringen......




Meine Meinung

Manchmal habe ich mir beim Lesen wirklich die Haare gerauft. Der Ausspruch "Liebe macht blind" war in dieser Geschichte mehr als zutreffend. Ich konnte Claire oftmals nicht verstehen. Markus war nicht immer nett zu ihr. Alleine das, was er mit einem Geschenk von ihr gemacht hat, ließ mich fast in das Buch hineinkriechen. Claire war für Markus immer da. Sie hat auf eine eigene Familie verzichtet und ihre besten Jahre vergeudet.
Doch, es gab auch viel zu schmunzeln. Eine Einladung, die Claire nicht mal ernst gemeint hat, brachte ihr Valmira und deren beste Freundin in´s Haus .Valmira hatte eine sehr entbehrungsreiche Kindheit hinter sich. Sparen und Geld horten sind für sie schon zwanghaft. So zeigte sie sich bei Claire auch von der geizigsten Seite.  Süß fand ich ihren rumänischen Dialekt. Da wurde nämlich schnell mal aus Markus Maggus. :-) Für Valmira war Claire eine magere Tippse, die ihr Maggus niemals anschauen würde. Ok Valmira, du wirst dich noch wundern! Claire hat sich total zusammengerissen und ihrem unwillkommenen Besuch die nette Gastgeberin gespielt. Hätte sie das nur mal nicht gemacht! Valmira hat sich total wohlgefühlt und den Frankreichurlaub verlängert.

Marybelle erzählt Claire einige Dinge über Markus. Claire geht ein Licht nach dem anderen auf. Langsam kapiert sie! Marybelle macht bei Valmira ein Geständnis. Daraufhin streiten sie so sehr, dass Claire Marybelle zum Zug bringt.

Zur Erholung fährt Claire ein  Wochenende zum Wandern in die Pyrenäen . Valmira lässt sich nicht abschütteln und begleitet sie. Dort gesellt sich auch Claires Tante Joëlle  dazu. Sie wäscht Claire mal so richtig den Kopf. Weißt sie daraufhin wie dumm sie all die Jahre war. Hat ihr vor Augen gehalten, wie wenig Markus für Claire da war. Da hecken die Damen einen Plan aus. Sie wollen Markus zur Strecke bringen.......

Fazit

Eine Geschichte die das Leben geschrieben haben könnte. Eine Frau die ihre wertvollsten Jahre an einen Mann verschenkt, der es nicht wert ist. Die Autorin hat den Charakteren ein Gesicht gegeben. Markus ist ein Weiberheld, den keiner der Frauen jemals so richtig zu fassen bekommen hat. Claire hat nach 13 Jahren eigentlich nichts über ihn gewusst. Auch seine Frau Valmira wusste jahrelang nicht, wieviel Dreck am Stecken ihr Gatte hat. Mir als Leserin ist Markus auch fremd geblieben. Da ging es mir nicht anders als Claire und Valmira. Gut gefallen haben mir die Ausflüge in Frankreich.
Claire fuhr mit ihrem Besuch zum Binnensee Etang de l´Ayrolle wo es das kostbare Salz Fleure de Sel gibt. Elli Sand schafft es einem Südfrankreich näher zu bringen,

Eine wunderbare Geschichte die
ich gerne empfehle.
5 Sterne