Donnerstag, Juli 17, 2014

Meine Rezension zu "NOAH" von Sebastian Fitzek

                                                           Kurzbeschreibung

Er weiß nicht, wie er heißt. Er hat keine Ahnung, wo er herkommt. Er kann sich nicht erinnern, wie er nach Berlin kam, und seit wann er hier auf der Straße lebt. Die Obdachlosen, mit denen er umherzieht, nennen ihn Noah, weil dieser Name tätowiert auf der Innenseite seiner Handfläche steht. Noahs Suche nach seiner Herkunft wird zu einer Tour de force. Für ihn und die gesamte Menschheit. Denn er ist das wesentliche Element in einer Verschwörung, die das Leben aller Menschen auf dem Planeten gefährdet und schon zehntausende Opfer gefunden hat.

                                                        Über den Autor

Sebastian Fitzeks Psychothriller sind definitiv nichts für schwache Nerven. "Therapie", erschienen 2006, war sein erstes Werk - und wurde gleich ein Bestseller. Seither präsentiert der Friedrich-Glauser-Preisträger einen Erfolgstitel nach dem anderen. Zum Glück entstammen die bedrohlichen Plots seiner Fantasie - und ebenfalls erfreulich: Fitzeks Sprache hat wenig mit seinem Uni-Abschluss zu tun. Denn sein erstes Buch schrieb der 1971 geborene Berliner in Form einer Jura-Promotion zum Thema Urheberrecht. Es folgten redaktionelle Tätigkeiten in Funk und Fernsehen. Als Autor und bekennender "Mailoholic" ist Fitzek ebenso fleißig wie kommunikativ, tourt gern auf Lesereisen und ist (fast) immer online. Sein Wohnort ist weiterhin Berlin.



Auf der Leipziger Buchmesse habe ich Sebastian Fitzek bei einem Interview gesehen. Der sympathische Autor hat auch ein paar Zeilen aus seinem neuesten Werk Noah vorgelesen. Da ich das Buch schon seit dem Erscheinungsdatum besitze, habe ich mir fest vorgenommen es bald zu lesen. Das habe ich nun gemacht und bin schwer begeistert. Für alle Fitzek-Fans, (ich bin auch einer), das Beste kommt immer zuletzt!!! Meine Vorfreude hat etwas länger gedauert. ;-)




                                                      Zum Inhalt

Die Wachenden haben eine gemeinsame Welt, doch im Schlummer wendet sich jeder von dieser ab an seine eigene.

Heraklit

Noah hat eine Schusswunde an der Schulter und sein Gedächtnis verloren. Der Penner Lucas hat ihn in einem stillgelegten Tunnel gefunden und gerettet. Beide hausen in einem Verschlag am Ende eines blinden U-Bahn-Tunnels,den Lucas einigermaßen gemütlich hergerichtet hat. Noah fühlt sich aber in dem fensterlosen und überheizten Raum nicht wohl. Dass er zehn Meter unter der Erde Berlins ist, macht es auch nicht besser.

Noah kümmert sich um den Hund der drogensüchtigen Pattrix. Für sie verzichtet er auf ein warmes Bett im Obdachlosenasyl. Lucas kann es nicht fassen. Trotzdem verzichtet auch er und begleitet Noah.Dass Noah den Hund mitgenommen hat, gefällt Lucas auch nicht. Aber er ist erstaunt, dass die Pennerin Pattrix Noah Hund und Rucksack anvertraut hat. Kein Penner fasst normalerweise zu Anderen Vertrauen.In einem Bahnhof, bei einem Seitenarm des Fußgängerübergangs, ergattern sie einen Platz zum schlafen. Lucas schläft und Noah blättert in einer Zeitung. Da sieht er ein Gemälde. Es kommt ihm bekannt vor und er fühlt, dass dieses Bild ihm gehört. Die Redaktion der Zeitung bittet den Eigentümer des Bildes sich zu melden. Eine hohe Summe Geld wartet auf den Eigentümer. Noah sieht darin auch eine Chance endlich zu erfahren wer er ist. Warum er in Berlin als Penner rumläuft. Er ruft dort an und ein rasantes Abenteuer beginnt,,,,,,,

                                                               Meine Meinung


Noah war mir von Anfang an sehr sympathisch. Man merkt dass er ein gutes Herz hat. Liebevoll kümmert er sich um den Welpen Toto. Die Freundschaft zu Lucas gibt ihm Kraft.  Doch...warum weiß er wie man mit Waffen umgeht und einen Menschen killt?
Warum ist der Name Noah in seine Handfläche tätowiert? Ist das sein richtiger Name? Gibt es diesen Grippevirus, der sämtliche Menschen dahinrafft, wirklich?
Fragen über Fragen!

Es geht in dieser Geschichte um unsere Umwelt. Diese Story ist total anders als die anderen Bücher von Fitzek. Und doch war es für mich das Gruseligste bisher. Vieles entspricht leider der Wahrheit. Einiges könnte noch wahr werden! Oder...ist es das schon?

Zitat aus dem Buch : >>Die Welt geht vor die Hunde, wir alle wissen es, wir sehen es, aber es kümmert uns nicht.<<
Seitdem ich dieses Buch gelesen habe, sehe ich meinen heißgeliebten Bic Mac und Interneteinkäufe mit anderen Augen. Vieles wusste ich, vieles wurde mir nach dem lesen bewusst.

Eine Szene im Buch hat mich sehr traurig gemacht. Kann sie natürlich nicht verraten. Aber ein schönes Zitat aus dem Buch: >>In dem Moment größter Freude sind wir dem Tode am nächsten.<<

Der Schreibstil und die Thematik haben mich nur so über die Seiten fliegen lassen. Unvorhersehbare Wendungen waren in dieser Geschichte wahrlich keine Seltenheit. Spannung von der ersten bist zur letzten Silbe. Zitate die den Kern der Wahrheit treffen und mir sehr gefallen haben. Dass wir uns zurück in´s Mittelalter bewegen, ist schon seit Jahren mein eigene Meinung.

Die Geschichte spielt abwechselnd in Deutschland, Amerika und den Philippinen. In Manila kämpft Alicia um das Leben ihres Babys......
In Berlin wacht Noah ohne Gedächtnis auf.....
In New York befindet sich das geheimnisvolle Gemälde. Noah setzt sich mit der Reporterin Celine in Verbindung......


                                                     Fazit


Das war wieder mal eine Geschichte die mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Teilweise hatte ich  ein schlechtes Gewissen. Uns wird ein Spiegel vorgehalten! Der Autor nimmt sich selber nicht aus.
 Ich habe mir fest vorgenommen einiges zu ändern. Ich weiß jetzt schon...alles wird mir nicht gelingen. Aber ein bisschen was geht immer! Passendes Zitat aus dem Buch: >>Jede Lüge wird zu einer Wahrheit, mit der wir irgendwann leben müssen.<<
Was die Umwelt betrifft habe ich mich schon viel zu lange belogen.
Danke Sebastian Fitzek für dieses tolle Buch. Die besten Thriller sind die, die das Leben schreibt!

Eine absolute Empfehlung von mir und 5 Sterne