Donnerstag, Juni 19, 2014

Meine Rezension zu "Weit weg und ganz nah" von Jojo Moyes

                                                    Kurzbeschreibung


Einmal angenommen, dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher. Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast? Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

                                                Über die Autorin


Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex.  





Dies ist nun das dritte Buch dass ich von Jojo Moyes gelesen habe. "Ein ganzes halbes Jahr" war das Erste  und hat mich förmlich umgehauen.Dieses Buch hat irgendwie zu meiner damaligen Lebenssituation gepasst. Es hat meine eigene Stimmung wiedergespiegelt.  Das Zweite von ihr: "Eine Hand voll Worte". Da fiel mir der Einstieg sehr schwer. Ich wollte es schon abbrechen. Ein Mitglied aus meiner Büchergruppe hat mich eines Besseren belehrt." Lies weiter; die Geschichte wird noch sehr schön", hatte sie gesagt. Hab ich gemacht und war tatsächlich auch von diesem Buch hin - und weg.
Nun habe ich gerade " Weit weg und ganz nah" beendet. Ich habe die 500 Seiten auf zwei Nachmittage gelesen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Jojo hat ihre Bücher anscheinend mit einem "Klebezauber" belegt. Bei ihren Büchern klebe ich so lange auf meinem Lesestuhl, bis ich sie durch habe :-) Aber nun zum Inhalt!


Jess ist eine taffe Frau, die ihren Lebensunterhalt mit Putzen verdient. Abends arbeitet sie in einem Pub.
Ihre kleine Tochter Tanzie ist ein Mathematikgenie. Sie könnte eine Schule besuchen die ihren Fähigkeiten gerecht wird. Aber woher das Geld nehmen? Jess kommt nur schwer jedes Monat über die Runden  Ihren Ehemann hat sie zu seiner Mutter verfrachtet und somit eine Sorge weniger.Er war ihr keine große Hilfe.
Nicky ist der Sohn aus der ersten Ehe ihre Mannes. Sie hat ihn bei sich aufgenommen um ihm einen Halt im Leben zu geben. Nicky ist anders als andere Jungen seines Alters. Er trägt Eyliner und Wimperntusche. In der Schule wird er oft verdroschen. Das Leben in einer Kleinstadt ist nicht leicht für ihn.

Ed ist ein Computergenie der einen verhängnisvollen Fehler begeht. Er gibt einer lästigen Frau, die er los werden will, Informationen zu einem neuen Projekt. Nun droht ihm Gefängnis......

Ja, und dann gibt es da noch einen ganz besonderen Liebling. Norman, ein rießengroßer träger Hund, der seine Umwelt leidenschaftlich gerne vergast. Der gutmütige Vierbeiner ist der Beschützer von Tanzie.

Als Jess einmal mit ihrer Kollegin Natalie ein Haus von Ed putzt, lernt sie ihn als stinkreichen, unhöflichen Kotzprocken kennen.
Wenig später besäuft er sich in dem Pup, in dem Jess arbeitet. Sie fühlt sich verantwortlich dass der ungehobelte Snob sicher nach Hause kommt. Sie verfrachtet ihn in ein Taxi. Da sie weiß wo er wohnt, fährt sie mit. Der Taxifahrer und sie schleppen ihn in sein Haus und legen in auf´s Sofa.
Als Jess wieder ins Taxi einsteigt entdeckt sie die Geldbörse von Ed.......

Tanzie wird zu einer Olympiade in Mathematik eingeladen.Von dem Gewinn könnten sie das Schulgeld bezahlen. Doch wie sollen sie da hinkommen?
Jess fährt, bewaffnet mit Kinder, Hund und Gepäck, in einem alten, verrosteten Oldtimer Richtung Olympiade. Der alte Karren ist weder versichert, noch tüvgeprüft. Da wird sie von der Polizei angehalten. Das gibt Ärger....
Ausgerechnet der unhöfliche Ed bietet ihnen nun an, Tanzie und ihre " ungewöhnliche" Familie nach Aberdeen zur Olympiade zu fahren. Ein außergewöhnliches Roadmovie beginnt......



                                          Meine Meinung


Man erlebt als Leser mit, wie zwei grundverschiedene Leben aufeinanderprallen. Ed, der ein sauberes Auto und luxeriöses Leben gewöhnt ist. Jess, die jeden Monat um´s Überleben kämpft und dem Computerfachmann belegte Brote anbietet. Die lieber im Auto übernachtet um Geld zu sparen.
Mit jeder Meile die sie zurücklegen, findet Ed mehr Gefallen an Jess und ihren Kindern. Ja, sogar der pfurzende Norman wächst ihm an´s Herz. Man kann ja schließlich bei offenem Fenster Auto fahren.
Sein Auto mit jeder Menge PS kommt nicht richtig zum Zug. Muss Tanzie doch kotzen bei allem was über 40 kmh geht.

Der Schreibstil von Jojo ist einfach nur magisch. Ich konnte nicht mehr zu lesen aufhören. Wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Was macht Jess mit dem gefundenen Geldbeutel? Schaffen sie es rechtzeitig zur Olympiade? Muss Ed in den Knast wandern?

Man kann mit den Protagonisten mitfühlen. Versteht; dass selbst so ehrliche Menschen wie Jess und Ed, gegen das Gesetz verstoßen.
Ich habe beim Lesen gelacht und geweint. Eine Szene im Buch hat mich total fertig gemacht. Kann es euch
leider nicht erzählen. Ich würde einfach zuviel verraten.


                                             Fazit
 Von einer Freundin habe ich gehört, dass sie sich in dem Buch oft selbst
gefunden hat.
Die Geschichte könnte auch euch passieren! Aber nur wenn ihr noch Träume habt!
Denn....auch Träume werden manchmal wahr.
Jojo Moyes ist mittlerweile meine Lieblingsautorin.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen