Montag, Juni 30, 2014

Prolog zu " Versprich mir einen Kuss"! WUNDERSCHÖN! Von Anna Fricke

                                             Versprich mir einen Kuss





Hallo, du vertrauter Fremder,
ich schreibe dir, um mir zu sagen, dass es Zeit für einen Abschied ist.
Abschied von den Geistern der Vergangenheit, die nach so kurzer Zeit doch zu einem Teil
meines Lebens geworden sind. Geister, die mich verfolgen, mich gewähren lassen, nur
um, wenn ich mich in Sicherheit wähne, wieder mit voller Wucht zuzuschlagen.
Unsere Zeit war kurz und intensiv, zumindest für mich. Für dich war ich nur eine von
vielen, in deinen Augen gerade frisch geschlüpft... Noch grün hinter den Ohren.
Zuerst mochte ich die Geister. Ich spielte mit ihnen. Sie liefen fort von mir und ich fing sie
wieder ein. Sie ließen mich träumen und absurde Hoffnungen entstehen. Sie bauten mir
Gedankenschlösser, so prunkvoll, so himmlisch und so zerbrechlich, denn ein Blick in die
reale Welt ließ sie sofort in sich zusammen sinken.
Ich dachte, die Geister könnten meine Freunde werden. Ich dachte, sie würden mich
lieben, mich fordern, um mich kämpfen und mich zu fantastischen Höhenflügen
anstacheln. Doch sie spielten mit mir, ließen meine Träume zerplatzen, wenn die Gefühle
ihren höchsten Punkt erreicht hatten.
In mir baute sich ein nie gekanntes, nie erlebtes und nicht für möglich gehaltenes
Verlangen auf.
Eine Sehnsucht, die die Geister nicht befriedigen konnten.
Bis zu diesem einen Punkt, ganz oben am Scheitelpunkt der Achterbahn.
Schon lange habe ich keinen Kontakt mehr zu dir. Es besteht ja auch kein Grund dafür.
Trotzdem hast du mein Leben auf eine Weise berührt, die mehr war, als sympathische
Anziehung auf höchstem emotionalen Niveau. So viel mehr, als das menschliche
Verlangen nach einer heißen Nacht, in der zwei Körper zu einem werden. In der zwei
Seelen nur eines wollen, in der sich der gemeinsame Rhythmus aus der Lust erhebt und
die Musik der Liebe spielt.
Ohne es je beabsichtigt zu haben, hast du den Verlauf meines Lebens geändert. Ohne
überhaupt gewusst zu haben, ohne dass du es je wissen wirst, hast du mitbestimmt, zu
was ich werden kann.
Doch deine Abwesenheit in meinem Leben hat eine Leere hinterlassen, die ich nun mit
neuem Sinn füllen muss. Einen Sinn zu finden, das ist schwer. Wo findet man einen Sinn,
wenn kein Ziel vorhanden ist, außer einem verdammten Vorzeichenwechsel?
Die Leere zu ertragen ist grausam. Sie erinnert mich immer wieder an die intensiven
Gefühle, die zu empfinden ich in der Lage bin. Sie blickt tief in mich hinein und spottet:
„Glaubtest du wirklich, du hättest eine Chance gehabt?“
Nein, geglaubt hatte ich das nie, doch gegen Hoffnung kann man sich nicht erwehren. Sie
überfällt einen in den dunkelsten Stunden. Sie reißt an der eigenen Seele, die sich ihr nur
zu gerne hingibt. Die Hoffnung streichelt mich, sie verführt mich, überredet mich noch eine
Weile länger an diesem Hirngespinst festzuhalten. Vielleicht... ja vielleicht gibt es doch
Wunder.
Aber das Leben nimmt keine Rücksicht auf Hoffnung. Es nimmt keine Rücksicht auf die
Liebe oder auf Verlangen. Es ist erbarmungslos, schreitet weiter voran und zieht dich mit.
Es zieht mich mit. Wie heute früh, als ich dich sah. Im Gespräch mit einem anderen Mann.
Ihn kannte ich nicht, aber mein Herz erkannte dich.
Mein Ohr hatte den Klang deiner Stimme schon aufgesogen, als er kaum mehr als ein
Hintergrundgeräusch zwischen all dem fremden Gemurmel war. Wie ein Radar ließ er
mich zu dir herum schnellen.
Meine Augen hatten deine Gestalt schon ausgemacht, sie für einzigartig auffällig erklärt,
den Blick darauf geklebt wie ein Kaugummi unter deinen Lieblingsschuh, noch bevor ich
verstand, was vor sich ging. Es dauerte nur Bruchteile von Sekunden, aber du branntest
dich in mich hinein.
Und mein Herz setzte zu einem Marathon an, ehe ich des Grundes tatsächlich gewahr
wurde. Es machte all die Schritte, die ich nicht in der Lage war zu gehen. Es wollte sich an
das deine schmiegen, wollte ausgiebig lieben und geliebt werden. Es nahm keine
Rücksicht auf die Seele.
Meine Seele, welche sich erinnerte. Welche nie auch nur eine Tat, sei sie gut oder böse,
vergaß. Sie, die sich nach jeden Atemzug, jede Berührung, jede Hoffnung und jede
Enttäuschung sehnte und die genau wusste, dass es nie real sein würde. Diese meine
Seele zuckte schmerzhaft zusammen.
Sie hatte schon aufgehört zu hoffen, schon Tage zuvor. Wir beide waren schon erleichtert,
dachten, das Tal sei durchschritten, konnten an dich denken, ohne innerlich zu vergehen.
Wir sahen schon das Licht am Ende des Tunnels.
Doch dann standest du einfach dort. Unerwartet.
Du wusstest nicht, was mein Auge sah, wärst nie darauf gekommen, welch Melodie deine
Stimme für mein Ohr war, welch Honig deine Worte für meinen Geist und wie tief die
wenigen Berührungen zwischen uns in meine Seele drangen.
Gut so.
Mit einem Mal fiel ich zurück in die Tiefe, aus der ich mich schon hinaus gewunden hatte.
Die Geister waren wider da, sie flüsterten deinen Namen, sprachen mit deiner Stimme,
lächelten mit deinen Lippen und bewegten sich wie du.
Sie foltern mich.
Wieder ist die Sehnsucht da und nichts kann sie stillen.
Nicht du.
Du bist seit unserer ersten Begegnung in weite Ferne gerückt.
Ich habe dich berührt, habe deine Haut gespürt, habe neben dir gesessen. Deine Worte
spielten mit meinen Gedanken. Meine Kehle konnte nur wahre Bedeutungen in deine
Gegenwart entlassen. Und nichts hat mich mehr erfreut, nichts habe ich mehr gebraucht
und niemals hat mich etwas mehr bewegt, als wenn du mich am Arm berührtest.
Doch mit jedem Tag warst du wieder ein Stück weiter von mir entfernt. Mit jedem Wort,
das mich dir näher brachte, tat sich eine größere Schlucht zwischen uns auf.
Wir leben in zwei Welten.
Du bist dort, wo ich gerne wäre. Wo ich meine Zukunft sehe und doch werde ich diesen
Berg niemals erklimmen. Dir ist nicht bewusst, dass du mein Berg bist. Und deswegen
muss ich es dir sagen, denn wie sonst werde ich diese Geister los, die meiner Hoffnung
immer wieder neues Leben einhauchen?
Ich weiß ganz genau, was du sagen wirst, wie dein Gesicht aussieht, wenn die wahren
Worte über deine Lippen kommen, von denen ich schon längst weiß, dass ich sie nicht
ertragen kann. Ich kenne sie, ich habe sie so oft gedacht, gesagt, vor mich her gebrabbelt
und verdrängt.
Ich will sie nicht von dir hören, weil ich weiß, was dann folgt, obwohl ich weiß, dass sie
meine einzige Rettung sind.
Wer bin ich, gegen meine Gefühle zu kämpfen. Was wäre ich für ein Wesen, wenn ich
das menschlichste verdrängen wollte?
Doch nur ein Mensch.
Und so schließt sich der Kreis. Ohne es tatsächlich ausgesprochen zu haben, weist du
jetzt, was ich empfinde. Wie ich empfinde, wie es glüht, es brennt und brodelt.
Es ist ein Paradoxon.
Ich will es nicht sagen. Ich will, dass du es weist und ich will nicht, dass sich etwas ändert.
Ich will dich nicht für mich, das wäre vermessen, hast du doch bereits ein Leben ohne
mich. Und ich habe eines ohne dich.
Doch der innere Drang zwingt mich zum Handeln. Er pocht von Innen gegen meine Brust.
Ich verbrenne, sollte ich dir nochmal begegnen und wir werden kein Wort wechseln.
Ich wünschte, ich wüsste, was du denkst. Ich wünschte, ich wüsste, was du fühlst.
Nein.
Ich weiß, was du fühlst, nämlich nichts, außer oberflächlichem Interesse für eine entfernte
Bekannte, die einmal für eine kurze Zeit Teil deines Lebens war. Die zufällig ähnliche
Probleme, Ansichten und Lebensentwürfe hat, wie du.
Ich würde dir leid tun, für die Dauer unseres Gesprächs. Vielleicht wäre das Mitleid
ehrlich, denn du bist ein aufrichtiger Mann. Aber dann wäre es vergessen. Ein
unangenehmes Ereignis in der Vergangenheit. Einen Fehler im Lebensplan, den man
korrigiert hat. Ein unerfreuliches Hindernis im Alltag.
Genau das könnte ich nicht ertragen. Deswegen darfst du es nicht wissen.
Mir ginge es schlecht mit dem Wissen, dass du zu mir hinunter siehst.
Also, was denkst du, sollte ich tun?
Einen verwirrenden Brief schreiben, indem ich dir meine innersten Gefühle offenlege? In
dem ich verletzbarer wäre, als je in meinem kurzen Leben zuvor? Könntest du es
würdigen? Ich bezweifle es.
Manchmal lache ich über meine Geister, dann sind sie still und dann habe ich Ruhe. Dann
kommt ein sanfter Lichtstrahl, etwas von der echten Hoffnung, es überstanden zu haben.
Der Wunsch in mir erwacht erneut zum Leben, das letzte halbe Jahr hinter mir gelassen
zu haben, so wie es die Zeit vorsieht. Mit allem abschließen, dich als einen wichtigen Teil
meines Lebens in mir verewigen und in zehn Jahren mal wieder hervorholen. Über meine
Naivität lächeln und heimlich spüren, dass ich es irgendwie doch genossen hatte.
Dich in fünfzehn Jahren wiedersehen. Bemerken, dass die Zeit auch an dir Spuren
hinterlässt. Sie machen dich aber nicht alt. Mich machen sie reif und das fällt dir auf.
Du freust dich kurz über mich, fragst wie es mir geht und ich kläre dich über meinen Erfolg
im Leben, in der Liebe, der Familie und dem Beruf auf. Du lächelst und empfindest sogar
etwas wie Freude für mich.
Und dann trennen sich unsere Wege wieder und ein paar der alten Gefühle kommen in
mir auf, erinnern mich daran wie es war, jung zu sein, denn nun wäre ich in deinem Alter.
Doch jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als diesen Brief zu schreiben, all meine
kindlichen Hoffnungen, die ich schon hunderte Male scheitern sah, zu offenbaren.
Ich wünschte, ich könnte wieder weinen, aber niemals wieder will ich eine Träne wegen dir
vergießen, denn egal wie sehr sich meine Seele nach deiner sehnt, du bist diese ewigen
Tränen nicht wert.
Bitte versteh mich nicht falsch.
Wie kann man damit aufhören sich selbst zu sabotieren? Ich muss mir klar darüber
werden, dass ich mir selbst die Nächste sein darf.
Ich schreibe dir diesen Brief, weil ich mir sagen muss, dass es Zeit für einen Neuanfang
ist.
Ein neues Kapitel im Buch meines Lebens muss aufgeschlagen werden. Viel zu viel Zeit
habe ich schon in jenem Abschnitt der unerwiderten Gefühle verbracht.
Mir bleibt nur zu hoffen, dass auch ich Spuren in deinem Leben hinterlassen habe.
Spuren, die dich zu einem ehrlichen Lächeln animieren, wenn wir uns in fünfzehn Jahren

wieder begegnen.

Donnerstag, Juni 26, 2014

Mein Interview mit Anna Fricke! Der Autorin von "Versprich mir einen Kuss"!

     Ich freue mich Anna Fricke heute zu Gast auf meinem Blog zu haben. Nachdem ich die Leseprobe von " Versprich mir einen Kuss" gelesen habe, freue ich mich nun rießig auf den 1. Juli. Da erscheint Annas neues Werk!





Hallo liebe Anna. Herzlich willkommen auf meinem Blog.

Hallo Gisela, ich freue mich, hier sein zu dürfen.

Ich kann ehrlich gesagt den ersten Juli kaum noch erwarten. Du hast mich mit deiner Leseprobe total angefixt. Stell dich bitte mal unseren Lesern vor. Wer ist die Frau hinter diesen romantischen Zeilen?

Ich bin eine 24 jährige Frau. Es gibt einige Attribute, die zu mir gehören, wie zum Beispiel meine Zeit auf der Waldorfschule, mein Theologiestudium und mein Motorradführerschein. Und natürlich mein Ehemann und bester Freund Lukas.

Das hört sich nach einer rundum glücklichen, jungen Frau an. Ist das Schreiben dein Hauptberuf oder übst du noch eine andere Tätigkeit aus?

Derzeit bin ich Jobberin an einer Tankstelle, um meine Ausbildung zur Fahrlehrerin zu finanzieren. Das Schreiben ist zur Zeit eine Nebenbeschäftigung. Noch!

Eine Nebenbeschäftigung die dir anscheinend voll im Blut liegt.Versprich mir einen Kuss klingt sehr vielversprechend. Wie bist du auf diese Idee gekommen? Spiegeln sich in deinem Buch persönliche Erfahrungen? Wie lange war der Zeitraum zwischen Idee und der Fertigstellung des Buches?


Der Zeitraum in dem ich den Plot geschrieben habe, betrug kaum zwei Wochen, was wirklich unglaublich für mich ist. Die Nacharbeit dauert derzeit ca 1 Monat.
Die Geschichte beruht auf Gefühlen und Äbgaten, die tatsächlich ein Teil von mir sind. Auch Wünsche spielen eine Rolle. Aber ich habe keinerlei echte persönliche Erfahrungen mit Julias Schicksal, sehr wohl aber mit unerwiderten Gefühlen. Die Idee kam einfach, wie ein länger Tagtraum.


Denke, das sind oft die besten Ideen. Oft spielen sich Tragödien ja in der Familie oder im Freundeskreis ab.Unerwiderte Gefühle....wer hat sie nicht schon mal erlebt.
Versprich mir einen Kuss ist nicht dein erstes Buch. Das Genre ein völlig Anderes. Lieg ich da richtig?


Eigentlich ist es das gleiche Genre, nur dass mein Debüt einen Fantasyeinschlag und keinen Schicksalsschlag hat. Im Gründe geht es in beiden Geschichten um Selbstfindung und Beziehung.

Ich möchte noch was zu den Gefühlen sagen!

Gerne! Da bist du bei mir an der richtigen Adresse

Ich hatte einmal eine Freundin, die sehr lange sehr intensiv in einen Jungen verliebt war. Sie sagte mir damals, ich könnte das nicht verstehen, wie sie sich wegen der unerwiderten Liebe fühle. Ich konnte sie damals nicht ernst nehmen. Der Prolog ist sowas wie eine Bitte um Verzeihung bezüglich dieses Themas. Nun verstehe ich ihre heftigen Gefühle. Manchmal erwischt es einen einfach unerwartet und heftig!

Du sprichst da etwas sehr Wahres an. Man kann wirklich nur dann "richtig" verstehen wenn man es selber erlebt hat. Deine Erfahrung spiegelt sich absolut in deinen Zeilen wider.Die Zeilen für deine Freundin sind eine sehr romantische Entschuldigung. Schade dass du dich bei mir nicht entschuldigen musst ;-)
Zu welcher Tageszeit schreibst du am besten?



Ich hoffe, dass ich mich niemals bei dir entschuldigen muss :-)
Ich schreibe meistens nachts. Bin eine typische Nachteule und Langschläfer.

Nachts wenn alles schläft entstehen also diese romantischen Worte. Wann hast du deine Leidenschaft zum Schreiben entdeckt?

In der Schule. Ich war immer super schlecht in der Schule, aber als wir das Thema "kreatives Schreiben" hatten, wurde ich auch mal gelobt. Das hat mir einen enormen Aufschwung gegeben.

Eine schlechte Schülerin warst du bestimmt nicht. Bitte keine falsche Bescheidenheit!!!
Erscheint dein Buch auch als Printausgabe? Wenn ja, hast du ohne Probleme einen Verlag gefunden?


Oh doch, ich sollte nach der ersten Klasse auf eine Sonderschule gehen. Bis zur siebten Klasse habe ich das Klassenziel in allen Fächern nie erreicht. Es war tatsächlich eine harte Zeit für mich und das Schreiben meine Therapie.

Ich habe keinen Verlag, sondern mache alles selbst und habe  Mörder Hilfe von tollen Freundinnen.

Dann warst du ein Spätzünder. Dafür hat es später mächtig gefunkt bei dir. Siehe Studium ;-)
Du hattest also kein Lektorat? Der Lesprobe merkt man das nicht an. Du hast perfekt geschrieben.

Ich danke dir sehr für deine Worte. Ja, kein Lektor, dafür aber eine wunderbare Betaleserin. Die Autorin Emma s. Rose.


WOW! Jetzt bin ich total beeindruckt. Ich kenne zwar das Buch von  Emmas Rose noch nicht, hab aber schon viel Gutes davon gehört.
Welche Situation in deinem Leben war für dich "MEGAPEINLICH" , über die du heute lachen kannst?

Uh warte, da muss ich Grade drüber nachdenken......

Ich hab Zeit ;-)

Ich weiß :-) Aaaah...jetzt fällt mir was ein : In der zehnten Klasse hatten wir Französisch bei einem Lehrer, der immer etwas zu meckern hatte. Jede Stunde musste er schimpfen und wenn es nichts Neues war, wurde eben ein altes Thema wieder aufbereitet. Derzeit war sein Lieblingsthema, dass wir es absolut nicht schafften einfache Anweisungen auszuführen. Dieses mal: den 5cm Rand im Heft bei den Hausaufgaben. Nun war ich aber jemand, der sowas penibel einhielt. Jetzt predigte der Lehrer schon 5 Minuten lang, wie rücksichtslos wir wären. Er: "Nun denken Sie doch auch mal an mich, ich muss das korrigieren und dann schaffen sie es nicht, den Rand einzuhalten.... Denkt doch einmal auch an mich!" Ich, total genervt: "boa... Ich denke doch IMMER an Sie!"

Gelächter in der ganzen Klasse und der Lehrer hielt endlich seine verdammte Klappe und wurde so rot wie eine Tomate.


Hahahahahahahaha.....das war aber eigentlich nicht für dich sondern für den Lehrer peinlich.
Nun meine letzte Frage an dich. Gibt es wieder Pläne zu einem neuen Buch?


Das war mir unglaublich peinlich!!! Wer gesteht schon seinem Lehrer vor der ganzen Klasse seine Liebe... So zu sagen XD
Ja, ich arbeite an neuen Geschichten, aber ich bin mir noch nicht sicher, welche davon das Licht der Öffentlichkeit erblicken wird.


Jetzt freue ich mich erstmal auf den ersten Juli!
Liebe Anna, vielen Dank dass du dir Zeit für die Leser und mich genommen hast. Ich wünsche dir viel Erfolg mit "Versprich mir einen Kuss"!

Ich danke dir für das tolle Gespräch. Ich bin sehr gespannt, wie sich meine Julia so schlägt.



Dieses Buch interessiert mich sehr. Die Autorin hat Anna Frickes Werk "Gib mir einen Kuss" lektoriert.


 



                                   Kurzbeschreibung



Lina ist anders – irgendwie. Schon vor langer Zeit hat sie eine unsichtbare Mauer aufgebaut, um jeden Menschen von sich fernzuhalten, der näheres Interesse an ihr zeigen könnte. Das bemerkt auch Eric, der für sein letztes Schuljahr auf Linas Schule wechselt und schon in seiner ersten Stunde auf sie prallt. Im Gegensatz zu seinen neuen Mitschülern weckt Linas abweisende Art bei dem attraktiven Jungen jedoch Interesse, weshalb er fortan versucht, ihren Schutzwall zu durchbrechen. Dass er dabei gerade zur richtigen Zeit kommt, kann er nicht ahnen, auch wenn er immer häufiger spürt, dass etwas nicht stimmt.
Schließlich schafft er es, ihr Vertrauen zu gewinnen und zwischen den beiden entwickeln sich zarte Gefühle. Doch erst, als es zu einem dramatischen Vorfall kommt, kann Eric wahrhaftig hinter ihre Mauer schauen – und muss feststellen, dass manche Fassaden nur dazu da sind, um dunkle Geheimnisse zu verdecken. Geheimnisse, an denen Lina zu zerbrechen droht… 







                      

Montag, Juni 23, 2014

Meine Rezension zu "Klang der Gezeiten" von Emily Bold

                                                           Kurzbeschreibung

Wie leicht einem das große Glück durch die Finger rinnen kann, muss Piper erkennen, als Daniel, der Mann ihrer Träume und Vater ihres ungeborenen Kindes, bei Arbeiten in ihrem Haus am Strand stirbt. Pipers Welt bricht zusammen und all ihre Träume und Hoffnungen werden unter dem Schmerz des Verlustes begraben.
Um Daniel nahe zu sein, beschließt sie gegen den Rat von Freunden und Familie in das unvollendete Haus einzuziehen. In dieser schwierigen Situation ist ihr Daniels bester Freund Kevin eine große Stütze. Doch gerade jetzt fällt es ihr schwer, mit den tiefen Gefühlen umzugehen, die Kevin für sie entwickelt.
Im Trost der Wellen versucht Piper ihre Wunden zu schließen und ihren Weg zurück ins Leben zu finden.



                                                         Über die Autorin

Emily Bold, 1980 geboren, veröffentlichte sehr erfolgreich als unabhängige Autorin eine Reihe von historischen Liebesromanen und Jugendbüchern. Ihr Debütroman »Gefährliche Intrigen« zählte zu den Bestsellern des Jahres 2011.
»Klang der Gezeiten« ist das erste Buch, das sie gemeinsam mit einem Verlag verwirklicht.


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1803 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 264 Seiten
  • ISBN-Quelle für Seitenzahl: 1477824588
  • Verlag: Amazon Publishing (3. Juni 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00IPSEPLO





  • Piper und Daniel sind wahnsinnig glücklich. Sie haben ein Haus am Strand gekauft und schauen Elternfreuden entgegen.Ganz romantisch ist Daniels Erklärung zum "Klang der Gezeiten."
    Daniel ist der Meinung dass man kann keinen Trauschein braucht, um sich die Treue zu halten.
    Der Firefighter hat Humor und ein großes Herz. Piper schwebt im siebten Himmel.

    Da passiert das Grausamste was einem Menschen passieren kann.
    Piper bittet Daniel in ihrem Haus die Deckenlampe zu montieren. Daniel kommt trotz starker Kopfschmerzen, ihrem Wunsch nach, da sein Herzblatt ja am nächsten Tag mit der Freundin eine Wand rot anstreichen will. Dazu brauchen sie genügend Licht. Er möchte es nicht machen, diese Farbe würde bei ihm Augenkrebs auslösen.
    Als Piper mit ihrer Freundin zum Malern an´s Strandhaus fährt, finden sie Daniel leblos am Boden liegend.....



                                                                 Meine Meinung    


    Emily Bold hat eine sehr traurige Geschichte geschaffen.Ein Aneurysma hat Daniels Leben ausgelöscht. Man kann mitfühlen was Piper mitmacht. Von einer Sekunde auf die andere verliert sie ihren Partner. Ich kenne Frauen die ihren Mann verloren haben. Die Hölle, durch die sie gehen mussten, ist identisch mit diesem Buch.

    Der Schreibstil von der Autorin ist, wie immer, einfach nur schön. Sie beschreibt die Gedanken von Piper sehr ausführlich. Piper hat Gewissensbisse. Sie fühlt sich am Tod ihres Partners schuldig. Wegen ihr hatte er, trotz Kopfschmerzen, die Deckenlampe angebracht.

    Ich habe die Trauer mit Piper durchlebt. Wer kennt das nicht? Man hat einen nahestehenden Menschen verloren, zieht sich von seiner Umwelt zurück und hat ein schlechtes Gewissen wenn man das erste Mal wieder lachen kann. Daniels Eltern kümmern sich fürsorglich um sie. Auch sie sind sehr traurig. Sie haben ihr einziges Kind verloren. Die Vorfreude auf das Baby ist für alle ein Trost. So lebt Daniel in seinem Kind weiter.


    Der beste Freund von Daniel ist schon seit Ewigkeiten in Piper verliebt. Als Teenager waren die Beiden mal ein Paar. Für Kevin war es sehr schwer das Glück von Daniel und Piper zu akzeptieren. Nachdem dem Tod von Daniel merkt Piper, dass ihre Gefühle für Kevin noch nicht ganz erloschen sind.....

    Doch es gibt auch lustige Passagen in der Story. Ihr Nachbar Ewan Palmer. Ein gut aussehender Chirurg und Frauenheld. Piper hatte ihn irrtümlich als Heizungsmonteur gehalten, als er sich bei ihr vorstellen wollte. Zu Wort ist er nicht gekommen. Nein! Er wurde umgehend in den Heizungskeller bugsiert. Da stand er nun....der Chirurg....

    Nach Monaten der Trauer merkt Piper dass sie wieder einen Blick für Männer und Knackärsche hat. Sie macht sich deswegen Vorwürfe. Kommt sich Daniel gegenüber untreu vor. Hat Angst wieder Nähe zu einem Mann aufzubauen. Sie könnte ihn ja wieder verlieren. Ewan weckt in ihr Lustgefühle, von denen sie glaubt sie nicht haben zu dürfen. Bei Kevin fühlt sie sich geborgen und er vermittelt ihr Sicherheit. Doch sie kann ihre Gefühle nicht richtig einordnen. Kevin zieht sich zurück.......

    Durch den Schreibstil durchlebt man den Zwiespalt, in dem sich Piper befindet mit, als wenn man selber damit konfrontiert wäre. Sie fühlt sich, trotz guter Freunde, einsam und verlassen. Beschimpft Daniel weil er sie allein gelassen hat. Muss lernen dass ihr Leben auch ohne Daniel weitergeht.
    Man erlebt mit wie sich das Dunkel in ihrer Seele langsam wieder lichtet. Sie wieder Freude am Leben zulassen kann.
    Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Wollte unbedingt wissen für wen sich Piper entscheidet. Kevin
    oder Ewan? Ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge wird.


                                                                        Fazit


    Eine glaubwürdige Geschichte wie sie leider jeden Tag passiert.Das schöne Cover ist mit der Geschichte total stimmig. Gestört hat mich allerdings, dass ihr Zwiespalt in Punkto Männer und Knackärsche , für meinen Geschmack zu oft erwähnt wurde. Mir hätte ein oder zweimal auch gereicht. Ansonsten kann ich das Buch nur empfehlen.

    Absolute Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen








     

    Donnerstag, Juni 19, 2014

    Meine Rezension zu "Weit weg und ganz nah" von Jojo Moyes

                                                        Kurzbeschreibung


    Einmal angenommen, dein Mann hat sich aus dem Staub gemacht. Du schaffst es kaum, deine Familie über Wasser zu halten. Deine hochbegabte Tochter bekommt eine einmalige Chance. Und du bist zu arm, um ihren Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Plötzlich liegt da ein Bündel Geldscheine. Du weißt, dass es falsch ist. Aber auf einen Schlag wäre dein Leben so viel einfacher. Und einmal angenommen, du strandest mitten in der Nacht mit deinen Kindern am Straßenrand – und genau der Mann, dem das Geld gehört, bietet an, euch mitzunehmen. Würdest du einsteigen? Würdest du ihm irgendwann während eures verrückten Roadtrips gestehen, was du getan hast? Und kann das gutgehen, wenn du dich ausgerechnet in diesen Mann verliebst?

                                                    Über die Autorin


    Jojo Moyes, geboren 1969, hat Journalistik studiert und für die «Sunday Morning Post» in Hongkong und den «Independent» in London gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern auf einer Farm in Essex.  





    Dies ist nun das dritte Buch dass ich von Jojo Moyes gelesen habe. "Ein ganzes halbes Jahr" war das Erste  und hat mich förmlich umgehauen.Dieses Buch hat irgendwie zu meiner damaligen Lebenssituation gepasst. Es hat meine eigene Stimmung wiedergespiegelt.  Das Zweite von ihr: "Eine Hand voll Worte". Da fiel mir der Einstieg sehr schwer. Ich wollte es schon abbrechen. Ein Mitglied aus meiner Büchergruppe hat mich eines Besseren belehrt." Lies weiter; die Geschichte wird noch sehr schön", hatte sie gesagt. Hab ich gemacht und war tatsächlich auch von diesem Buch hin - und weg.
    Nun habe ich gerade " Weit weg und ganz nah" beendet. Ich habe die 500 Seiten auf zwei Nachmittage gelesen. Ich konnte nicht mehr aufhören. Jojo hat ihre Bücher anscheinend mit einem "Klebezauber" belegt. Bei ihren Büchern klebe ich so lange auf meinem Lesestuhl, bis ich sie durch habe :-) Aber nun zum Inhalt!


    Jess ist eine taffe Frau, die ihren Lebensunterhalt mit Putzen verdient. Abends arbeitet sie in einem Pub.
    Ihre kleine Tochter Tanzie ist ein Mathematikgenie. Sie könnte eine Schule besuchen die ihren Fähigkeiten gerecht wird. Aber woher das Geld nehmen? Jess kommt nur schwer jedes Monat über die Runden  Ihren Ehemann hat sie zu seiner Mutter verfrachtet und somit eine Sorge weniger.Er war ihr keine große Hilfe.
    Nicky ist der Sohn aus der ersten Ehe ihre Mannes. Sie hat ihn bei sich aufgenommen um ihm einen Halt im Leben zu geben. Nicky ist anders als andere Jungen seines Alters. Er trägt Eyliner und Wimperntusche. In der Schule wird er oft verdroschen. Das Leben in einer Kleinstadt ist nicht leicht für ihn.

    Ed ist ein Computergenie der einen verhängnisvollen Fehler begeht. Er gibt einer lästigen Frau, die er los werden will, Informationen zu einem neuen Projekt. Nun droht ihm Gefängnis......

    Ja, und dann gibt es da noch einen ganz besonderen Liebling. Norman, ein rießengroßer träger Hund, der seine Umwelt leidenschaftlich gerne vergast. Der gutmütige Vierbeiner ist der Beschützer von Tanzie.

    Als Jess einmal mit ihrer Kollegin Natalie ein Haus von Ed putzt, lernt sie ihn als stinkreichen, unhöflichen Kotzprocken kennen.
    Wenig später besäuft er sich in dem Pup, in dem Jess arbeitet. Sie fühlt sich verantwortlich dass der ungehobelte Snob sicher nach Hause kommt. Sie verfrachtet ihn in ein Taxi. Da sie weiß wo er wohnt, fährt sie mit. Der Taxifahrer und sie schleppen ihn in sein Haus und legen in auf´s Sofa.
    Als Jess wieder ins Taxi einsteigt entdeckt sie die Geldbörse von Ed.......

    Tanzie wird zu einer Olympiade in Mathematik eingeladen.Von dem Gewinn könnten sie das Schulgeld bezahlen. Doch wie sollen sie da hinkommen?
    Jess fährt, bewaffnet mit Kinder, Hund und Gepäck, in einem alten, verrosteten Oldtimer Richtung Olympiade. Der alte Karren ist weder versichert, noch tüvgeprüft. Da wird sie von der Polizei angehalten. Das gibt Ärger....
    Ausgerechnet der unhöfliche Ed bietet ihnen nun an, Tanzie und ihre " ungewöhnliche" Familie nach Aberdeen zur Olympiade zu fahren. Ein außergewöhnliches Roadmovie beginnt......



                                              Meine Meinung


    Man erlebt als Leser mit, wie zwei grundverschiedene Leben aufeinanderprallen. Ed, der ein sauberes Auto und luxeriöses Leben gewöhnt ist. Jess, die jeden Monat um´s Überleben kämpft und dem Computerfachmann belegte Brote anbietet. Die lieber im Auto übernachtet um Geld zu sparen.
    Mit jeder Meile die sie zurücklegen, findet Ed mehr Gefallen an Jess und ihren Kindern. Ja, sogar der pfurzende Norman wächst ihm an´s Herz. Man kann ja schließlich bei offenem Fenster Auto fahren.
    Sein Auto mit jeder Menge PS kommt nicht richtig zum Zug. Muss Tanzie doch kotzen bei allem was über 40 kmh geht.

    Der Schreibstil von Jojo ist einfach nur magisch. Ich konnte nicht mehr zu lesen aufhören. Wollte unbedingt wissen wie es weiter geht. Was macht Jess mit dem gefundenen Geldbeutel? Schaffen sie es rechtzeitig zur Olympiade? Muss Ed in den Knast wandern?

    Man kann mit den Protagonisten mitfühlen. Versteht; dass selbst so ehrliche Menschen wie Jess und Ed, gegen das Gesetz verstoßen.
    Ich habe beim Lesen gelacht und geweint. Eine Szene im Buch hat mich total fertig gemacht. Kann es euch
    leider nicht erzählen. Ich würde einfach zuviel verraten.


                                                 Fazit
     Von einer Freundin habe ich gehört, dass sie sich in dem Buch oft selbst
    gefunden hat.
    Die Geschichte könnte auch euch passieren! Aber nur wenn ihr noch Träume habt!
    Denn....auch Träume werden manchmal wahr.
    Jojo Moyes ist mittlerweile meine Lieblingsautorin.

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen
















    Montag, Juni 16, 2014

    Meine Rezension zu "Lysitheas Erbe: Kampf um Liebe und Magie " von Simone Müller REZENSIONEXEMPLAR

                                                    Kurzbeschreibung



    Valeria hat ihr Gedächtnis verloren. Während eines Urlaubs mit ihrem Freund, erfährt sie, dass sie die rechtmäßige Kaiserin von Lysithea ist. Sie ist die Einzige, die den kleinen Mond, von der tyrannischen Herrschaft ihrer Mutter befreien kann. Damit sie um ihr Volk kämpfen kann, lässt sie ihre große Liebe Jamie zurück. Doch Valerias Mutter greift zu unfairen Mitteln: Sie stellt Jamie unter einen Zauber und lässt ihn gegen Valeria kämpfen. Nur Celeste, Valerias Drachengefährtin, gibt ihr nun noch halt. Der Kampf um ihre Liebe und um ihr Volk beginnt. Doch kann Valeria dem enormen Druck und den hohen Erwartungen stand halten? Wird sie es schaffen, ihre große Liebe zurück zu gewinnen?


                                                   Über die Autorin


    Simone Müller wurde 1982, in Neubrandenburg geboren. Sie liebt Bücher und schreibt bereits seit einigen Jahren. Dies allerdings mehr für sich. Lysitheas Erbe ist ihr erster Roman. Davor verfasste sie überwiegend Kurzgeschichten. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einer Kleinstadt in Mecklenburg- Vorpommern.



  • Dateigröße: 753 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 331 Seiten
  • Gleichzeitige Verwendung von Geräten: Keine Einschränkung
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.




  • Sprache: Deutsch


  •  Ich habe dieses Ebook von der Autorin als Rezensionsexemplar bekommen. Danke Simone Müller.

    Gleich zu Beginn der Geschichte erfährt man, dass Valeria ihr Gedächtnis verloren hat. Am Strand begegnet sie einer Frau, die ihr sehr ähnlich sieht. Es stellt sich heraus, dass es sich um ihre Schwester handelt.
    Lysithea, ein kleiner Mond, ist Valerias Heimat. Langsam aber sicher füllen sich ihre Gedächtnislücken.....


                                                Meine Meinung


    Die Geschichte hat so schön angefangen. Trotz dem einen oder anderen Rechtschreib - und Kommafehler. Ich war neugierig wie es weitergeht
    Lysithea war märchenhaft schön beschrieben. Die seltenen Pflanzen und die Farbenpracht konnte ich mir bildlich vorstellen. Die verschiedenen Protagonisten  kamen auch glaubhaft rüber. Den Drachen Celest
    ine habe ich sofort in mein Herz geschlossen.

    Gute 100 Seiten konnte mich das Buch fesseln. Dann auf einmal fast auf jeder Seite mehrere Fehler. Ständige Wiederholungen und unglückliche Satzstellungen. Den mittleren Teil des Buches hab ich dann nur noch quergelesen. Das letzte Drittel war dann wieder ganz passabel geschrieben. Das Ende konnte mich überraschen.

    Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass hier zwei Autoren am Werk waren. Anfang und Ende waren ein total anderer Schreibstil als im mittleren Teil. Schade. Mit Lektorat wäre es ein traumhaft schönes Fantasybuch geworden.


                                           Fazit

    Das Cover und die Idee konnten mich begeistern. Zum Teil war die Geschichte auch ganz ordentlich geschrieben. Wegen der vielen Fehler und Wiederholungen kann ich leider keine Kaufempfehlung aussprechen.

    Ich vergebe 2 von 5 Sternen

             

    Samstag, Juni 14, 2014

    Meine Rezension zu " Dicke Freunde" von Stephan Bartels REZENSIONSEXEMPLAR

                                             Kurzbeschreibung


    Nix happy birthday! Ausgerechnet an seinem dreißigsten Geburtstag erwischt Simon seine Freundin mit dem Fahrradkurier auf dem Herrenklo. Und statt verzweifelter Entschuldigungen legt sie nach: Simon habe in den fünf Jahren ihrer Beziehung fünfundzwanzig Kilo zugenommen, sexy sei das nicht. Kurzerhand zieht Simon aus der gemeinsamen Wohnung aus und findet Unterschlupf bei Hotte, einem Arbeitskollegen, der noch viel dicker ist als er selbst. Die beiden Pfundskerle raufen sich zusammen und tauchen unter Mithilfe einer gemeinsamen Freundin in die Wunderwelt der Diäten ein.


                                           Über den Autor



    Stephan Bartels, geboren 1967, arbeitet als Redakteur bei der Frauenzeitschrift Brigitte, schreibt auch für den Stern und Die Zeit, ist begeisterter Krimileser, Musikkenner und ein Fan des FC St. Pauli. Sein Selbstversuchsdiät-Blog Der Kilo-Killer war auf Anhieb ein großer Erfolg, sein daraus entstandenes Buch ein Spiegel-Bestseller. Im August 2011 erschien sein zusammen mit Till Raether geschriebenes Buch Männergefühle. Eine Enthüllung. Er weiß, wie Männer ticken. Und von Frauen ist er ja ohnehin den ganzen Tag umgeben.      





  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (12. Mai 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453437284
  • ISBN-13: 978-3453437289
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 3,4 cm     
  •     



    Diesmal bin ich "Buchflüsterin" !



    Über dieses tolle Rezensionsexemplar hab ich mich sehr gefreut. Aber erst im Nachhinein. Wenn Männer humorvolle Bücher schreiben, kann ich oftmals nicht lachen. Es ist einfach ein anderer Humor. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel. David Safier und Hans Rath haben mein Herz erobert. Nun kann ich einen Neuzugang melden : Stephan Bartels!

    Simons 30. Geburtstag ist nicht gerade der beste seines Lebens. Nicht nur dass er seine Katja beim Fremdgehen erwischt, zu allem Übel ist er ihr auch noch zu dick. Simon zieht Konsequenzen und verlässt die gemeinsame Wohnung.

    Über seine Arbeitskollegin Anke, findet er Unterschlupf bei Hotte. Auch Hotte ist übergewichtig. Beide fassen einen Entschluss: WIR NEHMEN AB!

                                                     Meine Meinung


    Die Geschichte spielt sich im Jahr 1999 ab. Mir ging regelrecht das Herz auf! Es wurde mit unserer deutschen Mark bezahlt! Das waren noch Zeiten! Simon schreibt regelmäßig in ein Notizbuch Dinge,die sich in diesem Jahr ereignet haben. Über Politik und Promis gibt es ja schließlich immer was zu berichten. Man wird an Ereignisse  von 1999 erinnert.
    Der Humor in diesem Buch ist richtig dosiert. Niemals übertrieben oder gezwungen. Simon und Hotte sind zwei ganz liebe Kerle, die einen mit jeder Seite ein Stückchen mehr an´s Herz wachsen. Ihr Kampf gegen die Pfunde hat mich mehrmals zum Lachen gebracht.

    Über Hottes Schwester kommen sie zu einem übergewichtigen Hund. Auch der kleine Racker nimmt gleich mit ab.

    Ich hab mich in dieser Geschichte richtig wohl gefühlt. Der Schreibstil leicht und locker, die Protagonisten unheimlich sympathisch und das Thema eine richtige Wohltat! Normalerweise kennt man das Ganze ja so: Frau kommt in die Jahre, wird dick und schlapperig. Mann kommt in die Midlife Crisis und betrügt in die Jahre gekommenes Weibchen. In diesem Buch wird "Mann" zu dick und von "Frau" betrogen.

    Simon und Hotte gehen zum Fasten in ein Kurhotel. Dort gibt es für uns Leser viel zu lachen.
    Auch bei den Weight Watchers versuchen sie ihr Glück. Doch nicht nur in Sachen Gewicht tut sich was. Herzensangelegenheiten spielen in diesem Buch eine sehr große Rolle. Der Autor hat dies auf sehr liebevolle Weise rübergebracht.


                                                Fazit


    Diese Geschichte war für mich ein richtiges Highlight in diesem Jahr. Humor mit viel Herz! Ich freue mich jetzt schon auf ein neues Buch von Stephan Bartels. 
    Eine absolute Lesesempfehlung von mir und 5 von 5 Sternen.



    Montag, Juni 09, 2014

    Meine Rezension zu "Der Distelfink" von Donna Tartt

                                                 Kurzbeschreibung



    Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt ...


                                                  Über die Autorin



    Donna Tartt wurde in Greenwood, Mississippi, geboren. Während ihres Studiums am Bennington College begann sie mit der Arbeit an ihrem ersten Roman »Die geheime Geschichte« und schrieb sich damit unter die wichtigsten zeitgenössischen Autorinnen Amerikas.
    Ihr neuer Roman »Der Distelfink« belegte gleich Platz 1 der New York Times-Bestsellerliste und begeistert Leser und Kritiker: »Umwerfend! Ein grandioser Roman, der daran erinnert, wie schön es ist, sich voll und ganz in ein Buch zu vertiefen und dafür nächtelang durchzulesen.« New York Times. Heute lebt Donna Tartt abwechselnd in Charlottesville, Virginia, und Manhattan.


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 2016 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 1025 Seiten
  • Verlag: Goldmann Verlag (10. März 2014)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00HAAP3ZK


  • Theo Decker ist 13 Jahre alt, als er bei einem schrecklichen Unglück in einem Museum, seine Mutter verliert.
    Kurz vor dem Unglück hat er ein Mädchen in dem Museum gesehen. Das Mädchen war mit einem älteren Herrn dort.

    Theo wacht nach dem Unglück zwischen Trümmern auf. Der ältere Herr liegt schwer verletzt in seiner Nähe.
    Theo bekommt von ihm einen Ring und nennt ihm eine Adresse, wo er diesen hinbringen soll. Der sterbende alte Mann weist Theo auf ein kleines Gemälde hin. Theo gelingt es, bewaffnet mit Ring und Gemälde, den rettenden Weg nach draußen zu finden. Und so beginnt die rasante Geschichte um das Gemälde "DISTELFINK!"  



                                                           Meine Meinung

    1020 Seiten Lesestoff. Eine ganze Woche habe ich mit dem Distelfinken, Theo, Boris und vielen anderen Menschen verbracht. Als ich das Buch beendet habe war es für mich wie ein Abschied!    

    Die Autorin hat das Buch nicht geschrieben. Nein, sie hat mit Wörtern gespielt. Mal traurig, mal tiefsinnig, mal poetisch. Ihre Protagonisten sind genau beschrieben. Deren Handlungen sehr detailliert.

    Theo konnte nicht ahnen wie der Distelfink sein Leben verändert. Er traut sich nicht das Bild zurückzugeben. Hat Angst als Dieb bestraft zu werden. Der Ring führt ihn zu Hobie. Hobie, ein älterer, eleganter Herr, restauriert antike Möbel. Er nimmt Theo wie einen eigenen Sohn auf. Bekocht ihn und bedrängt ihn nicht irgend etwas zu erzählen.Theo fühlt sich zwischen alten Möbeln und Nippes pudelwohl. Er trifft dort auch das Mädchen aus dem Museum an. Sie ist bettlägerig und fristet ihr Dasein in einem dunklen Zimmer. Er verliebt sich ihn sie. Aber sein Vormund hat andere Pläne mit ihm. Er soll wieder in einer Familie leben.

    Theo verlässt Hobie ungern.Er wird vorübergehend von der Familie seines Schulfreundes Andy aufgenommen. Dort wird er gut versorgt. Jedoch hat er immer das Gefühl ein Fremdkörper zu sein.
    Sein Vater, der seine Mutter verlassen hat, meldet sich. Er holt seinen Sohn nach Las Vegas. Auch bei seinem Vater und dessen Freundin findet er keine Geborgenheit.Wird von Beiden gar nicht wahrgenommen. Er lernt Boris kennen. Boris hat auch keine richtige Familie. Sein Vater säuft und schlägt ihn oft brutal zusammen.

    Boris und Theo werden dicke Freunde. Beide konsumieren Drogen und Alkohol. Nachdem Theos Vater bei einem Autounfall stirbt, reist er auf eigene Faust zurück nach New York. Hobie setzt ihn als Teilhaber in seinem Geschäft ein. Theo verkauft, Hobie restauriert. Doch Theo baut Mist.....

    Niemand weiß dass Theo immer noch das Bild hat. Da möchte sich auf einmal Jemand mit Theo treffen. Es geht um den "Distelfink"!

    Die verschiedenen Stationen, die Theo in seinem Leben durchläuft, sind von Drogen, Alkohol und seinem traumatischen Erlebnis im Museum geprägt. Den Tod seiner Mutter hat er nie verwunden.
    Boris und Theo treffen immer wieder aufeinander. Trotz Dreck am Stecken erweist sich Boris stets als guter Freund. Sieht in allen Menschen auch etwas Gutes. Hat Dinge erlebt die ihn um Jahre älter gemacht haben. Doch er verheimlicht etwas vor Theo.........
    Die Wege
    führen Theo nach Amsterdam........

    Zitate aus dem Buch: "Die Mehrzahl der Menschen verbringt ihr Leben in stiller Verzweiflung."
    "Schönheit muss mit etwas Sinnvollem vermählt sein."



                                                        Fazit


    Ab der Katastrophe im Museum habe ich jedes Wort in diesem Buch genossen. Die hohe Seitenanzahl des Buches hat mich Anfangs gestört. Jedoch der Schreibstil, Handlung und Protagonisten haben mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Ja, und nun heißt es Abschied nehmen und eine Leseempfehlung an alle Bücherfreunde!

    Ich vergebe 5 von 5 Sternen











    Meine Rezension zu " Acht Tage bis zur Ewigkeit" von Sabine Ludwigs

                                         Kurzbeschreibung


    Sie dachten, sie stünden am Beginn einer gemeinsamen Zukunft. Und ahnten nicht, dass es das Ende war.

    Ihre Liebe ist unbeschwert, leidenschaftlich und tief. Sie wollen miteinander alt werden. Doch da passiert das Unfassbare: Erik kommt beim Bergsteigen ums Leben. Die Seilschaft, zu der auch Roselyne gehört, muss seinen Leichnam in einer Gletscherspalte zurücklassen.
    Gebrochen zieht sich Roselyne in das Strandhaus „Villa Himmelreich“ an der Schlei zurück. Bald nähert sich ihr der undurchsichtige Ruben - der ihr eine absurde Erklärung für die unheimlichen Ereignisse bietet, die sich plötzlich um Roselyne herum abspielen: Angeblich sind Ruben acht Tage gegeben, um die skeptische Roselyne von etwas zu überzeugen, das ihr Weltbild völlig auf den Kopf stellt. Acht Tage, um sie aus ihrer Trauer zu einem Neubeginn zu führen.


                                 Über die Autorin

    Sabine Ludwigs, gebürtige Dortmunderin, begann 2004 zu schreiben. Zunächst widmete sie sich sehr erfolgreich dem Verfassen von Kurzgeschichten, seit 2009 verfertigt sie auch Romane.

    Ihre Arbeiten sind vertont sowie als E-Book veröffentlicht, ein Teil ist zudem Unterrichtsmaterial für das Fach Religion/Ethik an weiterführenden Schulen.

    Sie wurde u. a. mit dem Friedens-Literaturpreis des Berliner Kulturrings und mit dem Literaturpreis Gedichte & Balladen der Ideale Stiftung ausgezeichnet.

    Neben der Schriftstellerei war sie jahrelang für einen Verlag als Lektorin und zuletzt als Pressesprecherin tätig. Heute ist sie noch immer als Lektorin aktiv.



    Details zum Buch

    Erschienen:
    Mai 2014


    Umfang:
    420.030 Zeichen

    Format:
    12 x 19 cm

    Seiten:
    269


    Verlag:
    bookshouse


    ISBNs:
    9789963523139 (P-Book)
    9789963523146 (.pdf)
    9789963523153 (.epub)
    9789963523160 (.mobi)
    9789963523177 (.prc)


    Preis:
    4,99 EUR
    12,99 EUR
    (E-Book)
    (P-Book)






    Wieder einmal ist mir das Cover in´s Auge gestochen. Nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen habe, war es sonnenklar für mich: DAS BUCH MUSS ICH LESEN!!!!!

     Roselyne ist eine glückliche, junge Frau. Sie hat einen Job als Übersetzerin, tolle Freundinnen und ihren Freund Erik, den sie über alles liebt.
    Erik und seine beiden Brüder sind leidenschaftliche Bergsteiger.  Roselyne kann ihn überreden sie auch mal mitzunehmen.
     Roselyne, Nick, Malte und Erik besteigen den Monte Rosa. Am Gipfel angekommen kann  Roselyne die Begeisterung für das Bergsteigen verstehen. Dem Himmel so nah und die unendliche Weite lassen  Roselynes Herz höher schlagen.
    Da macht Erik ihr einen Heiratsantrag. Am Gipfel eines Berges....soooo romantisch. Er zieht ein kleines Samtkästchen aus seiner Jackentasche. Darin ein Ring , mit einem Stein, der so blau ist wie seine Augen.
     Roselyne kann ihr Glück nicht fassen. Überglücklich nimmt sie den Ring um ihn zu betrachten. Er fällt ihr runter. Erik geht ein Stück nach vorne um den Ring aufzuheben. Auf einmal hat er keinen Halt mehr und stürzt ab.....


                                                   Meine Meinung



     Roselyne hat, im glücklichsten Moment ihres Lebens, ihre große Liebe verloren. Sie braucht unbedingt Tapetenwechsel und erwirbt die Villa Himmelreich. Kilometerweit weg, von ihrem früheren Zuhause,nahe am Meer, beginnt sie ein neues Leben. Ohne Erik. Erik hatte eine Leidenschaft. Er faltete gerne Origamis. Auf einmal liegt auf ihrem Bett ein neues Origami........

    Sie lernt das leben wieder lieben. Neue Freunde lassen nicht lange auf sich warten. Ihre alten Freunde halten weiterhin guten Kontakt zu ihr.

    Langsam aber sicher könnte das Leben für  Roselyne wieder perfekt werden.Hätte sie Erik nicht ein Versprechen gegeben. Wenn er einmal nicht mehr lebt, wird  Roselyne nie wieder mit einem Mann zusammen sein. Da taucht der sonderbare Ruben in ihrem Leben auf.....

    Diese Geschichte ist so wunderschön, dass ich sie an einem Nachmittag ausgelesen hab.
    Es passieren viele unerklärliche Dinge.Ich musste unbedingt wissen wie es weitergeht. Die Autorin hat es verstanden Spannung in die Geschichte zu bringen.

    Ich möchte jetzt nichts mehr erzählen. In dieses Buch sollte man einfach selber versinken.
    Ein Zitat aus dem Buch verrate ich noch : "Wahre Liebe gleicht einem Ring, und ein Ring hat kein Ende."

                                                       Fazit

    Leider hat dieses Buch ein Ende. Ich wünsche mir ganz fest, das sich alles wirklich so zutragen könnte, wie in diesem Buch!

    Ich vergebe 5 1/2
    Sterne











    Sonntag, Juni 01, 2014

    Meine Rezension zu " Ich und die Menschen" von Matt Haig

                                                         Kurzbeschreibung

    In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?

                                                         Über den Autor

    Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits einige Romane und Kinderbücher veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Er lebt in York und London.

    Broschiert: 352 Seiten
    Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2014)
    Sprache: Deutsch
    ISBN-10: 3423260149
    ISBN-13: 978-3423260145
    Originaltitel: The Humans
    Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 3 cm

    Hallo Mensch. Wie geht es dir? Du siehst gut aus. Trotz der Nase.
    So beginnt diese Geschichte. Ich werde als "MENSCH" angesprochen. Das fand ich sehr schön. Ja, und das ich gut aussehe, trotz der Nase, war sehr beruhigend für mich. :-)))


    Ein Vonnadorianer, Lebewesen von einem anderen Planeten, muss verhindern dass die Menschen durch mathematische Formeln einen großen Fortschritt machen.Menschen können doch damit nicht umgehen. Katastrophen sind vorprogrammiert.  Sie beseitigen den Mathematikprofessor Andrew Martin. Sein Körper wird von einem Vonnadorianer besetzt. Dieses intelligente Wesen weiß jedoch nichts von Kleidung. Findet es ganz normal im Adamsgewand durch die Gegend zu laufen. Als er die Universität in Cambridge erreicht wird er aufgegriffen, in die Irrenanstalt gesteckt. Die darf er aber bald schon wieder verlassen.
    Daheim bei Frau und Kind merkt er bald dass die Ehe von Andrew und die Beziehung zu seinem Sohn, nicht zum Besten stehen.

    Meine Meinung

    Mit Mathematik habe ich eigentlich nichts am Hut. In dieser Geschichte hat sie mich aber nicht gestört.
    Ich nenne jetzt das Wesen einfach mal Alien. Ist es ja auch für uns Menschen.
    Alien ist schockiert von der Hässlichkeit der Menschen. Die Ausbuchtungen im Gesicht und in der Leibesmitte sind ihm ein Rätsel.
    Mit was Mensch seine Zeit vergeudet kann er gar nicht fassen. Lesen zum Beispiel!!!
    Erdenbewohner müssen sich tatsächlich hinsetzen und Wort für Wort lesen.Da sterben sie eh schon so schnell und dann vergeuden sie damit ihre Lebenszeit.
    Moment mal...so schnell sterben wir auch wieder nicht! Ein paar Tausend Bücher schaffen wir! Außerdem mein lieber Alien, hättest nur vorher ein paar Bücher gelesen. Würdest dann nicht nackig in einem Bücherladen stehen und die Damenwelt zum Lachen bringen. Weißt schon, die Ausbuchtung in der Leibesmitte :-))) Aber ich seh schon, lieber Alien, aus dir wird nie ein Bücherjunkie! Oder doch?

    Die wunderschönen Zitate und Sätze in diesem Buch sind Lesegenuss pur. Wie sich Alien langsam aber sicher an´s Mensch sein gewöhnt und seine kleine Familie lieben lernt, geht einem an´s Herz.
    In dieser Geschichte bekommt Mensch einen Spiegel vorgehalten. Aus der Sicht einer höheren Intelligenz ist unser Tun und Handeln völlig absurd. Mit was wir uns das Leben schwer machen wird uns richtig vor Augen geführt. ( Lesen ausgenommen!!! Sag ich mal.....) Kriege kann sie nicht verstehen. Für Aliens sind wir kämpfende Idioten.
    Jedoch schafft Mensch nicht nur die Natur zu ändern. Mit jedem Tag auf der Erde wird Alien mehr "MENSCH"! Er stell fest, Mensch sein hat auch Vorteile. Man fühlt! Lachen, weinen und die Liebe zu einem Hund! Auch Geschmack von Erdnussbutter und Wein machen das Erdendasein höchst erträglich. Ja, und die Menschen werden mit jedem Tag schöner. Und was sind denn das für Gefühle, die sich in der Leibesmitte bemerkbar machen? Nun, mein lieber Alien....du fängst an zu menscheln :-)Wenn da nur nicht seine Moderatoren wären die ihm Befehle erteilen........

    Diese Geschichte enthält sehr viele Weisheiten. Wort für Wort habe ich sie, trotz beschränkter Lebenszeit, genossen.
    Zitat aus dem Buch: " Das Glück existiert auf der anderen Seite des Leids.
    Die 97 Ratschläge für einen Menschen haben es mir angetan. Hier zwei Kostproben davon:
    " Es gibt nur ein Genre in der Literatur. Das Genre heißt* Buch*."
    " Ein Paradox: Die Dinge, die nicht lebenswichtig sind - Bücher. Kunst, Wein und so weiter -, sind die Dinge die im leben wichtig sind."

    Mit jedem Tag versteht Alien die Menschen besser. Wird er auf der Erde bleiben? Wird er die Anweisungen der Moderatoren befolgen?

    Lasst es euch am besten selber von Alien erzählen. Ihm beim menschlicher werden zu begleiten dürfte für alle Bücherfreunde ein Genuss sein.
    Ich habe gelesen, der Autor hatte Panikstörungen. Das menschliche Dasein fühlte sich damals für ihn fremd an. Dadurch entstand dieses Buch. Ich kann nur sagen, das ist der beste Beweis dass aus einer Krise Wunderbares entstehen kann.

    Fazit

    Ein wunderschönes Buch und ein Liebesbrief an die Spezies Mensch!

    Ich vergebe menschliche 5 von 5 Sternen nach Vonnadorien